Brücke/Most-Stiftung

Brücke/Most-Stiftung Seit 1997 sind wir aktiv im Engagement für eine bessere Verständigung zwischen Deutschland und Ostmitteleuropa. Unser Sitz ist in Dresden und Freiburg.

Die private Brücke|Most-Stiftung wurde 1997 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik und anderen ostmitteleuropäischen Staaten zu unterstützen und zu fördern. Wir setzen dieses Ziel mit Hilfe verschiedener Veranstaltungen und Projekte der kulturellen, politischen und historischen Bildung um. Das gemeinsame Erlebnis von Menschen aus verschiedenen Kontexten steht im

Mittelpunkt. Inhaltlich beschäftigen wir uns unter anderem mit grenzübergreifenden Beziehungen und gegenseitiger Wahrnehmung innerhalb Europas, Themen des globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Rechtspopulismus und Neonazismus. In Projekten zu historischer Bildung ist uns die Verknüpfung mit Rassismuskritik wichtig. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Themenfeld Empowerment. In Prag sind wir durch Pragkontakt vertreten. Mit dem Brücke|Most-Zentrum, der Bildungs- und Begegnungsstätte der Stiftung, bieten wir einen Raum für solche transkulturellen Begegnungen. Wir sind eine operative Stiftung.

Für Kurzentschlossene: ein Angebot unseres Partners
04/06/2026

Für Kurzentschlossene: ein Angebot unseres Partners

Beyond Understanding: Hier ein interessantes Angebot für tschechische und deutsche Jugendliche zur deutsch-tschechischen...
27/05/2026

Beyond Understanding: Hier ein interessantes Angebot für tschechische und deutsche Jugendliche zur deutsch-tschechischen Geschichte vom Projekt DenkMal! in Aue-Bad Schlema und Zwickau. Anmeldeschluss: 31.05.2026 Bitte teilen.

Seid ihr Akteur*innen in der Kinder- und Jugendarbeit im Erzgebirge oder in angrenzenden Regionen? Braucht ihr Ideen ode...
11/05/2026

Seid ihr Akteur*innen in der Kinder- und Jugendarbeit im Erzgebirge oder in angrenzenden Regionen? Braucht ihr Ideen oder Unterstützung bei Aktivitäten und Projekten zur lokalen NS-Geschichte mit Jugendlichen?

ZEITENBLICKE hat eine Webseite: https://zeitenblicke.eu

Dort findet ihr Angebote für eintägige Bildungsfahrten an sächsische Lernorte sowie Veranstaltungen rund um historische Bildung und Erinnerungskultur, die dabei helfen, diese Orte besser zu verstehen. Unser nächstes Treffen wird am 22. Juni 2026 in der Gedenkstätte Theresienstadt/Terezín sein.

Außerdem findet ihr auf der Webseite eine digitale Karte zu Orten der NS-Verbrechen im Erzgebirge. Sie bündelt Informationen zu historischen Ereignissen, Orten, Personen sowie heutigen Denkmälern, Gedenksteinen und Erinnerungstafeln. Ziel ist es, lokale Bezüge sichtbar zu machen und besonders junge Menschen zu eigenen Projekten historischer Spurensuche anzuregen.

Ergänzt wird die Webseite durch Praxisbeispiele aus den letzten Jahren, die inspirieren, Mut machen und Anregungen für eigene Projekte in der Jugendarbeit liefern.

ZEITENBLICKE ist …
… inhaltliche Impulsgeberin, methodische Begleiterin und strukturelle Vernetzerin für engagierte Akteur*innen im Erzgebirge und darüber hinaus.

Braucht ihr Ideen, Unterstützung oder Austausch für eure Vorhaben?
Dann meldet euch gern bei uns unter: [email protected]

„Die Würde des Menschen ist unantastbar." - Eröffnung des „Weges der Erinnerung“ in Chemnitz-AltendorfDas Datum für die ...
08/05/2026

„Die Würde des Menschen ist unantastbar." - Eröffnung des „Weges der Erinnerung“ in Chemnitz-Altendorf

Das Datum für die Eröffnung des „Weges der Erinnerung“ auf dem Gelände der SFZ Förderzentrum gGmbH wurde bewusst gewählt: Der 8. Mai 1945 markiert das Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und den Tag der Befreiung. Für viele Menschen kam diese Befreiung jedoch zu spät – auch für jene Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen, die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen wurden.

Bereits am Eingang des Geländes begegnet den Besucherinnen das Denkmal der „Grauen Busse“. Es erinnert an die Transporte von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in die nationalsozialistischen Tötungsanstalten. Auf dem Weg zum Gedenkort „Unantastbar Mensch“ stehen rechts und links 395 Tafeln mit Namen sowie Geburts- und Sterbedaten der Ermordeten – sowohl für sehende als auch für blinde Menschen lesbar. Das jüngste Opfer war zwei Jahre alt, das älteste über 80 Jahre. In den Jahren 1940/41 wurden von hier aus 261 Kinder und Jugendliche sowie 134 Patientinnen aus Leipzig-Dösen über Zwischenstationen in die Tötungsanstalt Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein deportiert und ermordet.

Der neu eröffnete Gedenkpfad ergänzt den Ort des Erinnerns um zehn Stelen. Auf ihnen erzählen Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die heute auf dem Gelände lernen und leben, die Geschichte aus ihrer eigenen Perspektive.

Ein besonderer Moment der Eröffnung war der Beitrag von Michael Welsch. Zu Beginn stellte er sich den Teilnehmenden vor, indem er sein äußeres Erscheinungsbild beschrieb – für sehende Gäste möglicherweise ungewohnt, für blinde Teilnehmende jedoch ein selbstverständlicher Akt der Barrierefreiheit und des Respekts. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung des Erinnerungsortes als Mahnung für die Gegenwart: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Der Ort werfe nicht nur Fragen zur Geschichte auf, sondern auch zu unserer heutigen Gesellschaft: Wie sichern wir Teilhabe? Wo beginnt Ausgrenzung?

Auch Vertreter*innen der SFZ Förderzentrum gGmbH richteten einen eindringlichen Appell an die Gäste: Viele Menschen sollten erfahren, dass es in Chemnitz-Altendorf einen Ort gibt, der an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen erinnert.

https://www.unantastbarmensch.de/

100 Jahre - ein Leben. Und was für ein Leben. Und was für eine Geburtstagsparty.Als Monchi von Feine Sahne Fischfilet au...
06/05/2026

100 Jahre - ein Leben. Und was für ein Leben. Und was für eine Geburtstagsparty.

Als Monchi von Feine Sahne Fischfilet auf der Geburtstagsparty seinen Song „15 Jahre“ spielte, erzählte er von seiner Erfahrung als Jugendlicher Anfang der 2000er Jahre – von Gewalt durch rechtsextreme „Dorf-Faschisten“. Andrei Iwanowitsch war im selben Alter, als er Anfang der 1940er Jahre aus seiner Heimat zur Zwangsarbeit ins Nazi-Deutschland verschleppt wurde.

Zwei Geschichten von 15-Jährigen – aus unterschiedlichen Zeiten, unter völlig verschiedenen Umständen. Und doch verbunden durch die Erfahrung von Gewalt und Unrecht.

Der Überlebende des Konzentrationslagers KZ Buchenwald, Andrei Iwanowitsch Moiseenko aus Minsk (Belarus), war auch in diesem Jahr anlässlich des Gedenkens an die Befreiung am 11. April 2026 in Weimar. Dieses Jahr war für ihn jedoch ein besonderer Anlass, nach Deutschland zu kommen:

Am 1. Mai 2026 feierte er seinen 100. Geburtstag mit einer unvergesslichen Geburtstagsparty im Deutschen Nationaltheater in Weimar.

Wenn ein 100-Jähriger, der Armut, Hunger, Krieg, KZ-Haft, Zwangsarbeit und Diktatur erlebt hat, das Lied „Ich liebe dich Leben“ singt, entsteht ein Moment der Stille. Sein Leben steht für Würde, Lebensfreude und die unerschütterliche Neugier auf die Welt. Trotz aller Brüche blieb sein Glaube an das Gute erhalten – ein Vermächtnis, das weit über seine persönliche Geschichte hinausreicht.

Im April nutzte Andrei Iwanowitsch die Zeit vor allem für Begegnungen mit jungen Menschen. In Städten wie Leipzig, Dresden, Chemnitz, aber auch in kleineren Städten wie Zwenkau, Annaberg-Buchholz, Hoyerswerda und Bautzen, beantwortete zahlreiche Fragen, teilte seine Geschichte. Den Auftakt bildete jeweils der Dokumentarfilm „Ja, Andrei Iwanowitsch“ (2018) von Hannes Farlock – eine eindrucksvolle Annäherung an sein Leben.

Solche Begegnungen sind nicht selbstverständlich. Dank gilt dem Förderer , den Teams der sowie der Landesservicestelle für Lernortfahrten und der Brücke/Most-Stiftung für die Organisation.

Der größte Dank jedoch gebührt Hannes Farlock, der diese Erinnerungsarbeit sichtbar macht und seit Jahren begleitet. Ein weiterer ganz besonderer Mensch.

Andrei Iwanowitsch Moiseenko wird 100Der Buchenwald-Überlebende Andrei Iwanowitsch Moiseenko aus Minsk (Belarus) ist vom...
24/04/2026

Andrei Iwanowitsch Moiseenko wird 100

Der Buchenwald-Überlebende Andrei Iwanowitsch Moiseenko aus Minsk (Belarus) ist vom 27. bis 30. April 2026 zu Gast in Dresden, Chemnitz, Annaberg-Buchholz, Hoyerswerda und Bautzen. Schülerinnen und Schüler haben dabei die besondere Gelegenheit, mit ihm ins Gespräch zu kommen und mehr über seine bewegende Lebensgeschichte zu erfahren – von der Zeit der Zwangsarbeit bei der HASAG AG in Leipzig bis hin zu seiner Haft im KZ Buchenwald.

Zuvor nahm er – wie in jedem Jahr – an der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald am 11. April in Weimar teil.

Zu Beginn jeder Veranstaltung wird der Dokumentarfilm „Ja, Andrei Iwanowitsch“ (Regie: Hannes Farlock, 2018) gezeigt. Der Film begleitet ihn über mehrere Jahre hinweg – von seinem Alltag bis hin zu seiner Teilnahme am 70. Jahrestag der Befreiung Buchenwalds.

Am 1. Mai 2026 begeht Andrei Iwanowitsch seinen 100. Geburtstag – in einem Land, das ihm einst unermessliches Leid zufügte und in dem er heute Freundschaft erfährt. Sein Leben steht für Würde, Menschlichkeit und die Hoffnung auf das Gute.

Organisiert werden die Veranstaltungen von der bei der Brücke|Most-Stiftung angesiedelten Landesservicestelle Lernorte des Erinnerns und Gedenkens, einem Projekt des SMK.

Alle Veranstaltungen sind bereits ausgebucht.

Deutschlandtour April–Mai 2026 mit dem Zeitzeugen Andrei Iwanowitsch Moiseenko: Begegnungen, Filmvorführungen, Gespräche – und die große Feier am 01.05.2026 in Weimar.

Dr. Hans Brenner - Lehrer, Historiker und Heimatforscher aus ZschopauEr wurde 1927 in Zschopau als Sohn eines Lehrers ge...
23/04/2026

Dr. Hans Brenner - Lehrer, Historiker und Heimatforscher aus Zschopau

Er wurde 1927 in Zschopau als Sohn eines Lehrers geboren. Mit 12 Jahren besuchte er eine nationalsozialistischen Eliteschule. Mit 16 Jahren wurde er als Flakhelfer eingesetzt und mit 17 Jahren zur Wehrmacht eingezogen.

Nach dem Krieg kehrte er nach Zschopau zurück und wurde Neulehrer. Er blieb 43 Jahre lang Lehrer, bis zu seiner Pensionierung. Nach seinem Ruhestand begann Hans Brenner mit Forschungsarbeiten, insbesondere zu Todesmärschen und zur NS-Zeit in Sachsen. Im Jahr 2018 veröffentlichte er das Buch „NS-Terror und Verfolgung in Sachsen – Von den frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen“. Für diese kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit wurde er 2021 mit dem Verdienstorden des Freistaates Sachsen ausgezeichnet.

Am 15.04.2026 verstarb Dr. phil. Hans Brenner, Historiker, Heimatforscher und Autor, im Alter von 99 Jahren.

„Wenn etwas nicht unmöglich ist, dann muss es einen Weg geben!“ Mit dieser Lebenseinstellung rettete Nicholas Winton (19...
24/02/2026

„Wenn etwas nicht unmöglich ist, dann muss es einen Weg geben!“ Mit dieser Lebenseinstellung rettete Nicholas Winton (1909-2015) aus Großbritannien 1939 gemeinsam mit weiteren Helfer*innen 669 vorwiegend jüdischen Kindern und somit etwa 6000 Menschen heute das Leben, so auch Zuzana Marešová aus Prag.

Erst 1990 erfuhr Zuzana, wem sie ihr Leben zu verdanken hatte, ihren Eltern und Nicholas Winton. Daraufhin setzte sie sich als wichtige Zeitzeugin ein, die Erinnerung wachzuhalten. Am 12.02.2026 ist sie nun verstorben. Jetzt ist es unsere Aufgabe, die Geschichte der "Winton-Kinder" weiter zu erzählen.

13/02/2026

13. Februar 1945 - Erinnern heißt handeln.

Überlasst diesen Tag des Gedenkens nicht den N***s mit ihren Narrativen. Geht auf die Straße. Zeigt Gesicht.

Und vergesst dabei nicht, gemeinsam derer zu gedenken, die die Bombennächte in Dresden nicht überlebt haben. Erzählt ihre Geschichten – und die derjenigen, die zwar überlebten, aber die Bilder aus ihrer Kindheit ein Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommen (haben).

13. Februar 1945 – Überleben zwischen Trümmern und Äpfeln: Flucht vor der Deportation Renate Aris, geboren 1935 in Dresd...
12/02/2026

13. Februar 1945 – Überleben zwischen Trümmern und Äpfeln: Flucht vor der Deportation

Renate Aris, geboren 1935 in Dresden, ist eine der letzten Zeitzeuginnen in Sachsen. Schon als Kind erlebte sie Ausgrenzung und Entrechtung.

Am 16. Februar 1945 sollte ihre Familie mit Hunderten anderen Dresdner Jüdinnen und Juden dem Transport V/11 nach Theresienstadt deportiert werden. Darunter auch der Sprachwissenschaftler Victor Klemperer, der die Verfolgungsgeschichte der Dresdner Juden in seinen Tagebüchern der Nachwelt überlieferte. Die Luftangriffe auf Dresden verhinderten dies – und ermöglichten die Flucht. Es gab jedoch auch viele, die die Luftangriffe nicht überlebten.

Unter falschem Namen versteckten sich Renate, ihre Mutter und ihr Bruder bei Bekannten in einem kleinen Ankleidezimmer auf dem Weißen Hirsch hinter einem Regal mit Äpfeln. Die N***s hätten bei einem Kontrollbesuch zwar daran geschnuppert, sich dann aber abgewendet, so Renate Aris. Es ist unvorstellbar: Überall Chaos, Panik, Trümmer und Leichen - nichts ging mehr und doch setzten die N***s ihren Wahn fort, Juden und Jüdinnen selbst unter diesen Bedingungen weiter zu verfolgen und zu deportieren.

Renate Aris hat überlebt. Doch ihre große Familie wurde in der Shoah ermordet, viele weitere sind für immer verschollen.

Überlasst diesen Tag des Gedenkens nicht den N***s mit ihren Narrativen. Geht auf die Straße. Zeigt Gesicht. Und vergesst dabei nicht, gemeinsam derer würdig zu gedenken, die die Bombennächte in Dresden nicht überlebt haben. Erinnern heißt handeln.

Adresse

Reinhold-Becker-Straße 5
Dresden
01277

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Dienstag 09:00 - 17:00
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