AWO NRW

AWO NRW Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind die Prinzipien der Landesarbeitsgemeinschaft AWO NRW.

Sie wird gebildet aus den vier Bezirksverbänden Mittelrhein, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und dem Westlichen Westfalen.

Bei den Aktionstagen   am 28. und 29. September 2026 öffnen Träger ihre Türen und zeigen, wie Unterstützung auf dem Weg ...
10/08/2026

Bei den Aktionstagen am 28. und 29. September 2026 öffnen Träger ihre Türen und zeigen, wie Unterstützung auf dem Weg in Arbeit, Ausbildung und Teilhabe konkret aussieht.

Damit das sichtbar wird, braucht es Aktionen vor Ort: Begegnungen, Einblicke und Gespräche, die zeigen, was täglich geleistet wird.
Ob Tag der offenen Tür, Austausch mit Politik, Führungen durch Projekte oder Praxisbeispiele.

📅 28. & 29. September 2026
🔗 https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/aktiv-fuer-arbeit

Meldet jetzt Eure eigene Aktion an und werdet Teil von .

Ab dem 1. August 2026 gilt der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Erstklässler. Bis 2029/30 sollen die Angebote...
31/07/2026

Ab dem 1. August 2026 gilt der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Erstklässler. Bis 2029/30 sollen die Angebote schrittweise weiter ausgebaut werden.

Gleichzeitig fehlen weiterhin verbindliche landesweite Vorgaben für die Qualität im Offenen Ganztag. Finanzierung, Ausstattung und Personalschlüssel unterscheiden sich je nach Kommune deutlich und die bestehenden Pauschalen reichen vielerorts nicht aus.

Die Freie Wohlfahrtspflege NRW fordert deshalb ein Landesausführungsgesetz mit klaren Standards und verlässlicher Finanzierung.

Denn: Gute OGS darf keine Glückssache sein.
Kinder und Familien brauchen vergleichbare Bedingungen unabhängig von ihrem Wohnort.

Noch 10 Tage bis zum Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. Eigentlich ein wichtiger Schritt. Aber: Gute OGS ist in NRW noc...
22/07/2026

Noch 10 Tage bis zum Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz.

Eigentlich ein wichtiger Schritt. Aber: Gute OGS ist in NRW noch viel zu oft vom Wohnort abhängig. Rahmenbedingungen, Ausstattung, Personal. Vieles unterscheidet sich von Kommune zu Kommune.
Das Problem daran? Ein Rechtsanspruch allein sorgt noch nicht für gleiche Chancen. Wenn Qualität vom Zufall abhängt, bleibt Teilhabe ungleich verteilt.
Was es braucht, ist eigentlich klar: verlässliche Standards, ausreichend Fachkräfte und eine Finanzierung, die zur Realität passt.
Denn gute OGS passiert nicht einfach so.

-🎵 Mehr Raum für Musik und Kreativität – ProKi in der KiTa Plackenstraße.In der AWO KiTa Plackenstraße in Rheine gehört ...
17/07/2026

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🎵 Mehr Raum für Musik und Kreativität – ProKi in der KiTa Plackenstraße.

In der AWO KiTa Plackenstraße in Rheine gehört ästhetische Bildung schon lange zum pädagogischen Profil. Mit dem Projekt „ProKi – Profilrelevante Kräfte stärken Kitas“ wird dieser Schwerpunkt nun durch eine Musikwissenschaftlerin als profilrelevante Kraft bereichert.

Sie eröffnet den Kindern Zugänge zu unterschiedlichen Musikwelten, macht Instrumente erlebbar und begleitet sie dabei, selbst kreativ zu werden. Aus ersten Ideen entstehen eigene Lieder, musikalische Geschichten und künstlerische Ausdrucksformen. So entstand auch ein ganz besonderes Lied: Ein Kind entwickelte es für seine Mutter - ein schönes Beispiel dafür, wie Musik Kindern eine eigene Sprache geben kann.

Das musikalisch-künstlerische Angebot ergänzt die weiteren Schwerpunkte der Kita, Bewegung sowie Ökologie und Ernährung mit dem eigenen Kita-Acker, und erweitert die vielfältigen Bildungsangebote der Einrichtung. Genau das ist die Idee von ProKi: Menschen mit besonderen fachlichen Kompetenzen bringen ihre Expertise in den Kita-Alltag ein, ergänzen die pädagogische Arbeit und tragen so zur Bildungsqualität bei.



‼️ Du möchtest selbst profilrelevante Kraft werden und Deine Ideen in unsere Kitas einbringen? Melde Dich bei uns – wir freuen uns auf Dich!

Das Projekt wird gefördert von Chancen NRW und der Sozialstiftung NRW und wird evaluiert von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.


AWO NRW: Nein zu den ABC-Klassen ❗️Die AWO NRW hat sich dem Bündnis Kita NRW angeschlossen. Träger, Gewerkschaften, Elte...
16/07/2026

AWO NRW: Nein zu den ABC-Klassen ❗️

Die AWO NRW hat sich dem Bündnis Kita NRW angeschlossen. Träger, Gewerkschaften, Eltern und Wissenschaftler warnen ausdrücklich vor der Einführung von ABC-Klassen, also verpflichtenden Sprachförderkursen für Vorschulkinder mit sprachlichen Defiziten. NRW-Ministerin Dorothee Feller will das Gesetz noch vor der Sommerpause durchbringen.

🗣️ „Wir stehen den geplanten ABC-Klassen kritisch gegenüber. Sie schaffen eine zusätzliche, kostenintensive Parallelstruktur, anstatt die Sprachbildung in der Kita konsequent zu stärken“, so Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer der AWO NRW.

Fachverbände, Träger, Wissenschaft, Elternvertretungen, Gewerkschaften und Kinderschutzorganisationen haben hierzu erhebliche Bedenken geäußert.
🗣️ „Die geplanten ABC-Klassen widersprechen nicht nur unserer pädagogischen Haltung, sondern ignorieren auch wissenschaftliche Erkenntnisse zum Spracherwerb“, erklärt Sebastian Pilarz, Fachbereichsleiter der AWO Westliches Westfalen.

Weitere Punkte, die gegen das Gesetz sprechen:

👉 Kinder mit Förderbedarf profitieren insbesondere von stabilen Beziehungen und vertrauten Lernumgebungen statt von zusätzlichen Übergängen und längeren Fahrwegen.
👉 Die für die ABC-Klassen vorgesehenen Mittel sollten besser unmittelbar in die Qualitätsentwicklung und Sprachförderung der Kindertageseinrichtungen investiert werden.

Wir fordern: Nein zu den ABC-Klassen! 🫵

Noch 30 Tage bis zum OGS-Rechtsanspruch ‼️ Eine gute Offene Ganztagsschule entsteht durch das Zusammenspiel vieler Akteu...
02/07/2026

Noch 30 Tage bis zum OGS-Rechtsanspruch ‼️

Eine gute Offene Ganztagsschule entsteht durch das Zusammenspiel vieler Akteurinnen und Akteure. OGS Mitarbeitende, Lehrkräfte, Schulleitungen, Träger, Jugendämter und Schulträger tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass Kinder bestmöglich begleitet, gefördert und unterstützt werden.

Die OGS ist ein wichtiges Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot. Sie schafft verlässliche Strukturen für Familien, stärkt die Teilhabe von Kindern und leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit.

Seit vielen Jahren bringen die Träger der freien Wohlfahrtspflege ihre Erfahrung und Expertise in die Gestaltung qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote ein. Zahlreiche erfolgreiche Beispiele zeigen, wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelingen kann und wie wichtig sie für die Qualität der Angebote ist.

Mit Blick auf den bevorstehenden Rechtsanspruch braucht es weiterhin gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten. Denn gute Ganztagsförderung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis guter Zusammenarbeit.

Wie neue Kräfte den Kita-Alltag bereichern: Förderer erhalten Einblicke in AWO-Kita inFröndenbergFröndenberg, 25. Juni 2...
25/06/2026

Wie neue Kräfte den Kita-Alltag bereichern: Förderer erhalten Einblicke in AWO-Kita in
Fröndenberg
Fröndenberg, 25. Juni 2026 – Staatssekretär Lorenz Bahr, sowie weitere Vertreter*innen des
Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes
Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) und Franziska Myszor, Sozialreferentin der Sozialstiftung NRW
haben die KiTa Hirschberg des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen besucht, um sich ein
Bild von der Umsetzung des Modellprojekts „ProKi – Profilrelevante Kräfte stärken Kitas“ im
Alltag der Einrichtung zu machen. Gemeinsam mit Vertreter*innen der AWO standen die
praktischen Erfahrungen mit der Profilrelevanten Kraft im Mittelpunkt. „Für uns als Träger ist
entscheidend, wie wir Kitas langfristig gut aufstellen. ProKi zeigt, dass multiprofessionelle
Teams ein wichtiger Baustein sein können, um Qualität und Betreuung zu sichern“ , betonte
Michael Scheffler, Vorsitzender der AWO NRW.
Die Einrichtung ist eine von mehreren Kitas der vier Bezirksverbände der AWO in Nordrhein-
Westfalen, die im Rahmen des Projekts multiprofessionelle Teams erproben: Neben
pädagogischen Fachkräften arbeiten sogenannte Profilrelevante Kräfte mit spezifischen
beruflichen Qualifikationen, etwa aus Handwerk, Musik oder Naturwissenschaften, fest im
Team mit.
Neue Impulse im Kita-Alltag sichtbar
Im Fokus des Besuchs standen die konkreten Veränderungen im Kita-Alltag. Die Profilrelevante
Kraft bringt gezielt eigene Kompetenzen ein und erweitert so die Bildungsangebote, während
pädagogische Fachkräfte entlastet werden. Die Acker-Kita Hirschberg wird seit April durch einen
Gärtnerei-Meister mit Spezialisierung auf Gemüseanbau bereichert, der mit den Kindern viele
Projekte rund um Natur und Ernährung plant. Mit der Gründung eines „Acker-Clubs“ startet die
Kita nun gemeinsam mit den Kindern in die Bepflanzung ihres Kita-eigenen Ackers.
„Wir gewinnen nicht nur zusätzliche Unterstützung, sondern neue fachliche Perspektiven im
Team. Unsere ProKi-Kraft bringt viel Wissen und Motivation in unserem Schwerpunktbereich mit.
Dadurch können wir Aufgaben anders verteilen und uns stärker auf die pädagogische Arbeit mit
den Kindern konzentrieren“, erklärte die Einrichtungsleitung Katja Wette.
Unterschiedliche Perspektiven auf ein gemeinsames Ziel
Staatssekretär Lorenz Bahr, hob die Bedeutung des Ansatzes hervor:
„Die Landesregierung möchte eine verlässliche und hochwertige frühkindliche Bildung in den
nordrhein-westfälischen Kindertageseinrichtungen ermöglichen und fördern, damit Kinder ihre
Talente und Stärken entdecken und entfalten können. ProKi erprobt dafür neue Formen der
Zusammenarbeit im Team.“
Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts erfolgt durch das Institut für
Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki) der Katholischen Hochschule Nordrhein-
Westfalen. Untersucht wird unter anderem, wie sich der Einsatz der zusätzlichen Kräfte auf
Bildungsqualität, Teamarbeit und Fachkräftebindung auswirkt.
Franziska Myszor von der Sozialstiftung NRW betonte dabei die übergeordnete Bedeutung des
Modellprojektes:
„Uns ist wichtig, Projekte zu fördern, die über den Einzelfall hinaus wirken. ProKi liefert
Erkenntnisse, die für die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung insgesamt relevant sind.“
Hintergrund: Modellprojekt mit landesweiter Bedeutung
Das Projekt läuft von Oktober 2025 bis September 2028 und soll belastbare Erkenntnisse
darüber liefern, wie multiprofessionelle Teams in Kitas sinnvoll eingesetzt werden können und
Profilrelevante Kräfte mit einem Abschluss auf Meister oder Bachelor-Niveau den Kita Alltag
bereichern. Ziel ist es, sowohl die Qualität der frühkindlichen Bildung zu stärken als auch
pädagogische Fachkräfte nachhaltig zu entlasten.
Das Projekt wird vom Institut für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki) der
Katholischen Hochschule NRW evaluiert.
Die Sozialstiftung NRW fördert das Projekt mit rund 700.000 €, das MKJFGFI mit 200.000 €. Die
AWO in NRW erbringt einen Eigenanteil.
Die Umsetzung erfolgt durch die vier Bezirksverbände der AWO in Nordrhein-Westfalen.
Über die AWO KiTa Hirschberg
Hauptschwerpunkt der Kita Hirschberg ist die gesunde Ernährung. Daher ist sie neben der
Modellkita „ProKi“ auch ausgezeichnete Acker-Kita. Bei der pädagogischen Ackerarbeit erlernen
die Kinder in der Praxis so alles Wichtige rund um den Gemüseanbau. Darüber hinaus ist sie
zertifizierte Kita mit Biss und Haus der kleinen Forscher. Außerdem bereichert die Kooperation
mit dem Justizvollzugskrankenhaus das pädagogische Profil durch gemeinsame Projekte und
soziale Lerngelegenheiten. Träger der Kita-Hirschberg ist die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Ruhr-
Lippe-Ems, zugehörig zum AWO Bezirksverband Westliches Westfalen e.V.

25/06/2026

Jugendhilfeleistungen rechnen sich schon nach wenigen Jahren: AWO legt anlässlich Ministerpräsidentenkonferenz neue Berechnungen vor

Berlin, 25.06.2026. Anlässlich der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) neue Berechnungen zu den Folgekosten von Sozialkürzungen vorgelegt. Die möglichen Einschränkungen von Leistungen der Jugendhilfe, die auf der Tagesordnung der Länderchefs stehen, gefährden laut dem Verband erhebliche finanziell messbare und darüberhinausgehende gesellschaftliche Mehrwerte.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind eindeutig: Die rein finanziellen Mehrwerte übersteigen die Kosten kurz- bzw. mittelfristig:

bei der Nachbetreuung für junge Erwachsene, die aus den Regelstrukturen der Jugendhilfe ausscheiden, nach gut 2 Jahren.
bei den Hilfen zur Erziehung für unbegleitete minderjährige Ausländer*innen nach 5,5 Jahren.
Hinzu kommen weitere gesellschaftliche Mehrwerte, die weniger gut monetarisiert werden können und hier noch nicht berücksichtigt sind.

Dazu erklärt AWO-Bundesvorstand Dr. Marvin Deversi:

„Der finanzielle Druck in den Kommunen ist eine Realität, die wir sehr ernst nehmen. Doch wenn nun über die Kürzung sozialer Leistungen diskutiert wird, müssen die Folgekosten dieser Einschnitte berücksichtigt werden. Unsere Berechnungen zeigen klar, dass die Kinder- und Jugendhilfe sich allein finanziell ‚rechnet‘ – die getätigten Investitionen sorgen dafür, dass die Ausgaben sich schnell amortisieren. Dieser Nutzen muss berücksichtigt werden, wenn man sich überlegt, welche Leistungen man aus Einspargründen streicht. Wir fordern eine konsequente Folgekostenprüfung für alle Leistungen, die aktuell zur Diskussion stehen – und tragen gerne selbst dazu bei, wie unsere Analyse zeigt.“

Neben dem volkswirtschaftlichen Argument macht die AWO auch auf die Folgen der Kürzungen für die Zielgruppen aufmerksam. Dazu Dr. Marvin Deversi:

„Natürlich muss neben einer Untersuchung der Folgekosten auch die Frage gestellt werden: Was heißt die Kürzung von Leistungen für diese jungen Menschen? Eine Reform, die sich nur dafür interessiert, wo der Staat vermeintlich sparen kann, ist keine. Sozialreformen müssen sich immer daran ausrichten, wie das Leben der Bürger*innen, allen voran der jungen Menschen, besser werden kann. Das ist nicht nur politischer Auftrag aller föderalen Ebenen, sondern auch verbrieftes Recht von Kindern und Jugendlichen.“

Zur Analyse:https://awo.org/wp-content/uploads/Pressemeldungen/2026/20260625_Keine-Kuerzungen-ohne-Folgekosten-zu-pruefen_AWO.pdf

AWO zu den erwarteten Ergebnissen der Rentenkommission: „Finanzierungslasten nicht den Falschen aufbürden“Die Arbeiterwo...
24/06/2026

AWO zu den erwarteten Ergebnissen der Rentenkommission: „Finanzierungslasten nicht den Falschen aufbürden“

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) stellt sich deutlich gegen Rentenkürzungen und warnt vor den Folgen weiterer Einschnitte in die gesetzliche Alterssicherung. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das das Präsidium des Wohlfahrtsverbands anlässlich der erwarteten Empfehlungen der Rentenkommission verabschiedet hat. AWO-Präsident Michael Groß (Marl) erklärt dazu:

„Der Konflikt bei der Rente verläuft nicht zwischen Jung und Alt – sondern zwischen Arm und Reich. Immer mehr Menschen können im Alter nicht von ihrer Rente leben. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, Altersarmut endlich wirksam zu bekämpfen. Wer ein Leben lang hart gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, muss sich darauf verlassen können, im Alter würdevoll und ohne Existenzängste leben zu können. Kürzungen auf dem Rücken von Menschen, die eh schon nicht viel haben, dürfen keine Option sein. Die neuen Schlechterstellungen, die durch die Pflegereform für pflegende Angehörige drohen, werden die Lage weiter verschärfen."

Die AWO fordert stattdessen nachdrücklich, die gesetzliche Rentenversicherung als zentrale Säule der Alterssicherung zu stärken.

Dem stimmt der Vorsitzende der AWO in NRW, Michael Scheffler, uneingeschränkt zu.
„Fundamental für eine sichere Rente ist, dass alle Erwerbstätigen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige und natürlich auch Beamte in das System einzahlen. Insbesondere höhere Einkommen müssen, zum Beispiel durch die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, herangezogen werden.“

Allein die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, deren verfassungsrechtliche Zulässigkeit außer Frage steht, würde kurzfristig Einnahmen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro erbringen.

Darüber hinaus spricht sich die AWO für eine stärkere Beteiligung von Kapital-, Miet- und Pachteinkünften an der Finanzierung der Alterssicherung aus.

Ablehnend äußert sich Scheffler auch zu einer Anhebung des Rentenalters: „Insbesondere in einem Land wie NRW, in dem die Berufsbiografien vieler Menschen noch durch Industriearbeit geprägt wurden, ist die Anhebung des Renteneintrittsalters nicht angemessen. Für die Menschen in unserem Land hat die Rentengerechtigkeit einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist für das Vertrauen in unsere Demokratie von ganz entscheidender Bedeutung.“

Wir haben klare Forderungen an Innenminister Herbert Reul, der das Land NRW aktuell auf der Innenministerkonferenz in Ha...
18/06/2026

Wir haben klare Forderungen an Innenminister Herbert Reul, der das Land NRW aktuell auf der Innenministerkonferenz in Hamburg vertritt. Mit Blick auf die Abschaffung der unabhängigen Asylverfahrensberatung, der Umsetzung der Reform des gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) sowie anhaltender Kriege und Vertreibungen ist der Einsatz für die Rechte Geflüchteter in besonderer Weise notwendig, so unser Vorsitzender Michael Scheffler. ‼️

Mit Unverständnis blicken wir auf die Einstellung der Finanzierung der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung (AVB), die nun offiziell vom Bundesinnenministerium angekündigt wurde. „Die unabhängige Asylverfahrensberatung ist der Schlüssel für ein rechtsstaatliches Asylverfahren“, so Scheffler.

Zudem entstehe mit der am 12. Juni 2026 in Kraft getretenen GEAS-Reform ein europarechtlicher Anspruch auf kostenlose Rechtsauskunft in allen Stadien des Asylverfahrens. Die AWO NRW sieht diese Anforderungen allein durch eine unabhängige Asylverfahrensberatung erfüllt und fordert deren Erhalt und Ausbau. Wenn künftig durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge lediglich eine Rechtsauskunft erfolgen solle, drohe aus Sicht der AWO ein Interessenkonflikt zwischen „Beratung“ und „Entscheidung“. Eine unzureichende Kenntnis und Einschätzung der eigenen Situation werde darüber hinaus die Asylverfahren nicht beschleunigen, da mit einem Anstieg von Klagen gegen Entscheidungen zu rechnen sei.

Auch die Umsetzung des GEAS-Anpassungsgesetzes auf Landesebene muss konsequent menschenrechtsorientiert erfolgen. Schutzbedarfe vulnerabler Personen müssten frühzeitig erkannt und wirksame Schutzmaßnahmen sichergestellt werden. Dazu gehören differenzierte Unterbringung, gesicherter Zugang zu medizinischer und psychosozialer Versorgung sowie verfahrensrechtliche Garantien. Nordrhein-Westfalen sollte sich daher für bundesweit verbindliche Mindeststandards im Umgang mit besonders schutzbedürftigen Geflüchteten einsetzen.

Kritisch bewertet die AWO NRW zudem Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Unterbringungseinrichtungen sowie Pläne zur Einrichtung sogenannter Sekundärmigrationszentren. Diese drohen den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten erheblich zu erschweren.

Darüber hinaus spricht sich die AWO NRW für bundesweite Abschiebestoppregelungen für jesidische sowie iranische Geflüchtete aus. Die jesidische Gemeinschaft wurde 2014 im Irak Opfer eines Völkermords, der durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ verübt wurde. Der Deutsche Bundestag hat den Völkermord im Januar 2023 ausdrücklich anerkannt wurde. Bis heute sind die Sicherheitsverhältnisse in den jesidischen Siedlungsgebieten im Irak und in Syrien instabil und die Infrastruktur vielerorts zerstört. Auch im Iran ist die Menschenrechtslage durch schwere, systematische und anhaltende Verletzungen fundamentaler Rechte geprägt.

🗣️ „Die IMK steht in der Verantwortung, rechtsstaatliche Standards und menschenrechtliche Verpflichtungen auch in Zeiten politischer Zuspitzung zu sichern. Ein funktionierendes Asylsystem braucht unabhängige Beratung, wirksamen Schutz vulnerabler Personen und verlässliche Bleibeperspektiven - insbesondere für gefährdete Gruppen. Wir fordern, dass sich Nordrhein-Westfalen auf der Bundesebene klar für den Erhalt rechtsstaatlicher Garantien und gegen weitere Einschränkungen der Rechte Geflüchteter einsetzt ,“ so Michael Scheffler.

Adresse

Kronenstraße 63-69
Dortmund
44139

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