ADIRA Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von ADIRA, Nichtregierungsorganisation (NRO), Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, Dortmund.

ADIRA (Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus) ist eine Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Dortmund und berät in Fällen von Antisemitismus.

Heute ist es so weit: Unsere Broschüre „Beratung ohne Antisemitismus. Handreichung für eine antisemitismussensible Berat...
30/04/2026

Heute ist es so weit: Unsere Broschüre „Beratung ohne Antisemitismus. Handreichung für eine antisemitismussensible Beratungspraxis“ ist veröffentlicht.

Gemeinsam haben ADIRA und SABRA als Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit diese Publikation entwickelt und bereits auf unserem Fachtag am 28.04. vorgestellt. Sie richtet sich an Fachkräfte in unterschiedlichen Beratungsfeldern sowie an alle Interessierte.

Die Broschüre unterstützt dabei, Wissen über Erscheinungsformen von Antisemitismus zu vertiefen, jüdische Lebensrealitäten mitzudenken und Beratungsangebote entsprechend sensibel zu gestalten. Ziel ist es, antisemitismuskritische Sensibilität als grundlegende Kompetenz in der Beratungsarbeit als Teil Sozialer Arbeit zu stärken.

Neben Hintergrundwissen zu jüdischem Leben und Antisemitismus enthält die Handreichung auch konkrete Hinweise und praktische Ansätze für die Umsetzung in der Beratungspraxis.

Die Broschüre ist vorerst digital verfügbar und kann über den Link unten heruntergeladen werden. Wir freuen uns über Feedback, Anmerkungen und Kritik.

https://adira-nrw.de/wp-content/uploads/2026/04/Beratung_ohne_Antisemistismus_web.pdf

Gestern fand unser gemeinsamer Fachtag "Zwischen Haltung und Handlung. Beratung und Empowerment im Kontext Antisemitismu...
30/04/2026

Gestern fand unser gemeinsamer Fachtag "Zwischen Haltung und Handlung. Beratung und Empowerment im Kontext Antisemitismus" statt.

Nach Grußworten der Ministerin Verena Schäffer und Vorständin der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf Julia Blüm erhielten die Teilnehmenden einen spannenden Einblick in die Arbeit von Katherina Savchenka, Beraterin bei der . Im Anschluss stellte Clemens Hötzel von SABRA die neue Broschüre "Beratung ohne Antisemitismus" von SABRA und vor.

Anschließend gab es die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops zum Thema teilzunehmen, bevor die Veranstaltung mit einem Podiumsgespräch abgeschlossen wurde.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die uns motiviert und engagiert unterstützt und unseren Fachtag mit Keynotes und Workshops bereichert haben! Und natürlich ein großes Dankeschön an die .dus für die Bereitstellung der Räume, die gute Verpflegung und alles drum und dran!





Jetzt noch anmelden: Am 06.05.2026 veranstalten wir mit Mitarbeitenden der WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen ...
15/04/2026

Jetzt noch anmelden: Am 06.05.2026 veranstalten wir mit Mitarbeitenden der WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen ein Tagesseminar zu verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus. In dem Seminar erhalten die Teilnehmenden einen fundierten und zugleich praxisnahen Überblick über Antisemitismus – von seinen historischen Wurzeln bis zu aktuellen Erscheinungsformen. Anhand von Bild- und Fallbeispielen werden zentrale Muster antisemitischer Ideologie und Kommunikation herausgerarbeitet.

Das Seminar richtet sich an erwachsene Multiplikator*innen aus Schulen, der Jugendarbeit, Bildungs- und Beratungseinrichtungen, Vereinen, Justiz, Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden, Verwaltungen sowie (kommunaler) Politik.

Mehr Informationen zu dem Seminar und zur Teilnahme finden sich auf unserer Webseite:

Entgrenzt: Antisemitismus 360°Seminar mit Mitarbeitenden der WerteInitiative zu den verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus 06.05.2026, 10:00 — 16:00 UhrJüdische Gemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund Antisemitismus bedroht nicht nur Jüdinnen und Juden, so...

✨Anmeldung geöffnet✨ Ab sofort könnt ihr euch für unseren Fachtag "Zwischen Handlung und Haltung" anmelden. Am 28. April...
20/03/2026

✨Anmeldung geöffnet✨ Ab sofort könnt ihr euch für unseren Fachtag "Zwischen Handlung und Haltung" anmelden. Am 28. April dreht sich alles um Antisemitismus und Empowerment in Beratungskontexten: Wie können wir Berater*innen in ihrer Haltung gegen Antisemitismus stärken, für jüdische Lebensrealitäten sensibilisieren und Betroffene empowern?

Meldet euch bis zum 19. April an:
Den Link gibt's im letzten Slide und hier: urlr.me/eZGV3g

Der Tag richtet sich an Mitarbeitende aus Beratungsstellen unterschiedlicher Fachbereiche, pädagogische Fachkräfte in der Beratungs- und Bildungsarbeit sowie an Multiplikator*innen.

📅 28. April 2026
🕘 9:00-15:30 Uhr
📍 Düsseldorf

Wir suchen Verstärkung - jetzt bewerben!Seit 2020 trägt die Jüdische Gemeinde Dortmund die vom Land Nordrhein-Westfalen ...
22/10/2025

Wir suchen Verstärkung - jetzt bewerben!

Seit 2020 trägt die Jüdische Gemeinde Dortmund die vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Beratungsstelle „ADIRA“ (Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus), welche Beratung und Bildungsarbeit mit dem Schwerpunkt Antisemitismus anbietet.

Für den Arbeitsbereich der Antidiskriminierungsberatung suchen wir zum 01.12.2025 oder später eine*n Antidiskriminierungsberater*in mit einem Stellenumfang von 24 Stunden/Woche.

Zu den Aufgaben der Stelle gehören u.a. die Beratung und Begleitung von Betroffenen von Antisemitismus und Diskriminierung sowie die Durchführung von Workshops und Fortbildungen.

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit, Sozialpädagogik, Sozialwissenschaft oder eine gleichwertige Qualifikation. Darüber hinaus sind Kenntnisse in den Themenfeldern Antisemitismus und Diskriminierung von Vorteil sowie idealerweise erste Erfahrungen in der Beratungsarbeit.

Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt der endgültigen Finanzierungszusage und die Stelle ist aus Gründen der Förderkulisse zunächst bis zum 31.12.2027 befristet. Eine Weiterbeschäftigung wird angestrebt. Arbeitsort der Stelle ist Dortmund.

Eine Bewerbung in Form eines Anschreibens (mit Angabe des frühestmöglichen Stellenantritts), tabellarischen Lebenslaufes und relevanten Zeugnissen kann bis zum 03.11.2025 per E-Mail an die stellv. Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinde Dortmund, Hannelore Feldermann gesendet werden: [email protected]

Die Bewerbungsgespräche finden am 12.11.2025 statt.

Die vollständige Stellenausschreibung ist hier zu lesen: https://adira-nrw.de/stellenausschreibung-antidiskriminierungsberaterin-bei-adira-3/

🎗️ Heute jährt sich der Terrorangriff der Hamas auf Israel zum zweiten Mal.Am 7. Oktober 2023 überfielen Terroristen der...
07/10/2025

🎗️ Heute jährt sich der Terrorangriff der Hamas auf Israel zum zweiten Mal.

Am 7. Oktober 2023 überfielen Terroristen der Hamas und anderer palästinensischer Gruppen israelische Dörfer, Kibbutzim und das Nova-Festival nahe der Grenze zum Gazastreifen. Sie ermordeten 1219 Menschen, verletzten Tausende und verschleppten weitere 251 Menschen. Auch zwei Jahre später sind noch immer Geiseln in der Gewalt der Hamas. Ihre Familien leben im Ungewissen – jeden Tag.

Der 7. Oktober war das größte antisemitische Massaker seit der Shoah. Was vor zwei Jahren geschah, war nicht „nur“ ein Angriff auf Israel, sondern ein gezielter Angriff auf jüdisches Leben. Für viele Jüdinnen*Juden weltweit hat dieser Tag tiefe Wunden hinterlassen. Die Angst, die Trauer, die Ohnmacht, die Isolation – sie dauern an.

Was die Situation seither noch verschärft: Der weltweite Antisemitismus hat nicht nur zugenommen – er ist eskaliert. Seit dem 7. Oktober 2023 wurden jüdische Gemeinden, Einzelpersonen und Einrichtungen weltweit Ziel von Hetze, Bedrohung und Gewalt. Der Angriff auf eine Synagoge in Manchester letzte Woche – wieder einmal an einem jüdischen Feiertag – verdeutlicht diese Dimension.

Auch in Deutschland leben viele Jüdinnen*Juden heute noch vorsichtiger. Doch statt Rückhalt zu spüren, erfahren viele Schweigen oder gar Ablehnung.

Zwei Jahre nach dem 7. Oktober danach scheint der Aufschrei über die Realität des Antisemitismus gesellschaftlich längst verklungen zu sein. Zu oft fehlt die klare Solidarität. Zu oft wird werden antisemitische Vorfälle relativiert oder ignoriert.

Wir vergessen nicht. Wir erinnern.
An die Ermordeten.
An die Überlebenden.
An die Geiseln.
An ihre Familien.

Wir stehen heute und an jedem anderen Tag an der Seite der jüdischen Community und den Betroffenen von antisemitischer Gewalt und Anfeindung. Wir wünschen uns, dass der Krieg und das Leid in Gaza endlich beendet wird und die Geiseln nach Hause kommen.

Antisemitismus ist für Jüdinnen*Juden in Nordrhein-Westfalen alltagsprägend und zeigt sich in verschiedenen Formen. Doch...
01/09/2025

Antisemitismus ist für Jüdinnen*Juden in Nordrhein-Westfalen alltagsprägend und zeigt sich in verschiedenen Formen. Doch vieles davon gelangt nicht an die Öffentlichkeit.

Mit diesem Post möchten ADIRA und RIAS NRW - Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus exemplarisch einen antisemitischen Vorfall aus Münster öffentlich machen und damit auch einen Einblick in ihre Arbeit geben. Auf diese Weise wollen wir zeigen, welchen Anfeindungen Jüdische Gemeinden ausgesetzt sind und wie wir als Beratungs- und Meldestellen unterstützen können.

Wir stehen an eurer Seite! ADIRA und SABRA NRW beraten Betroffene von Antisemitismus. Bei RIAS NRW könnt ihr jederzeit antisemitische Vorfälle melden und helft damit, diese sichtbar zu machen.

Escape Roome Game "Fixing the Boat - Finding Identity" im Herbst in Dortmund - Termine können jetzt gebucht werden„Ein T...
10/07/2025

Escape Roome Game "Fixing the Boat - Finding Identity" im Herbst in Dortmund - Termine können jetzt gebucht werden

„Ein Team, ein Boot, eine Stunde, ein Ziel! Mitten auf dem Meer treibt ein beschädigtes Schiff – sechs Abenteurer*innen haben nur 60 Minuten Zeit, es zu retten, bevor der Sturm kommt. Doch hinter dieser spannenden Spielgeschichte verbirgt sich weit mehr als bloßer Rätselspaß: „Fixing the Boat – Finding Identity“ ist der erste mobile Escape Room Europas zur Vermittlung jüdischen Lebens – ein Projekt von SABRA NRW.

Durch eine Kooperation von ADIRA, der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund und dem Projekt Quartiersdemokraten wird das mobile Escape Room Game in der Zeit vom 29. August bis zum 17. September im Bürgerhaus ‚Pulsschlag‘ Dorstfeld aufgebaut und bespielbar sein.

„Fixing the Boat“ ist ein niedrigschwelliges Bildungsangebot, das Spaß macht – und dabei tief geht. Ideal für alle, die neugierig sind, mehr über jüdisches Leben, gesellschaftliche Vielfalt und sich selbst zu erfahren.

Der Escape Room richtet sich an alle Menschen ab 16 Jahren. Ein Spielteam besteht aus 4 bis 6 Personen. Das Erlebnis umfasst mindestens 2,5 Stunden.

JETZT KOSTENLOS ANMELDEN:
Um den Escape Room zu buchen, sucht ihr euch im Kalender der Buchungsseite einfach einen passenden Termin aus. Pro Tag stehen 2 Slots zur Verfügung, die zu unterschiedlichen Uhrzeiten beginnen.
Link zur Anmeldung: https://quartiersdemokraten.de/escape-room/
Der Escape Room ist kostenlos und wird von erfahrenen Mitarbeiter*innen begleitet.

Fixing the Boat – Finding Identity. Der mobile Escape Room zu jüdischem Leben, Identität und Teamgeist jetzt auch in Dortmund Ein Team, ein Boot, eine Stunde, ein Ziel!Mitten auf dem Meer treibt ein beschädigtes Schiff – sechs Abenteurer*innen haben nur 60 Minuten Zeit, es zu retten, bevor de...

28/05/2025

🔴 Insgesamt wurden ein Fall von extremer Gewalt, 18 Angriffe, 22 Bedrohungen, 61 gezielte Sachbeschädigungen, 56 Massenzuschriften, 228 Versammlungen, fünf Diskriminierungen sowie 549 Fälle von verletzendem Verhalten registriert.

Mit 590 Vorfällen war der israelbezogene Antisemitismus auch im Jahr 2024 die am häufigsten dokumentierte Erscheinungs-form. Der Anteil des israelbezogenen Antisemitismus an allen erfassten Vorfällen stieg von 56 Prozent im Jahr 2023 auf knapp 63 Prozent. Während sich im Vorjahr die absolute Mehrheit dieser Erscheinungsform nach dem 7. Oktober 2023 ereignete, bot der Gaza-Krieg im Jahr 2024 eine ganzjährige Gelegenheitsstruktur für antisemitische Vorfälle, die durch aktuelle Kriegsereignisse und spezifische Aktivitäten wie die israelfeindlichen „Protestcamps“ an einigen Universitäten in NRW beeinflusst wurden. Sie äußerten sich vor allem in der Delegitimierung und Dämonisierung Israels und darin, dass Jüdinnen_Juden in NRW persönlich für das Handeln der israelischen Regierung verantwortlich gemacht wurden.

In 301 Vorfällen wurden Narrative des Post-Schoa-Antisemitismus bedient. Eine Erscheinungsform, die sich in der Leugnung, Relativierung oder Verharmlosung der Schoa artikuliert.

In 334 Vorfällen wurde das sogenannte antisemitische Othering erfasst, bei dem Jüdinnen_Juden als der Mehrheitsgesellschaft „fremd“ oder „nicht zugehörig“ markiert werden.

Häufig berührt ein Vorfall mehr als eine Erscheinungsform, so dass im Jahr 2024 vor allem der israelbezogene Antisemitismus in Kombination mit dem Post-Schoa-Antisemitismus (148 Vorfälle) und dem antisemitischen Othering (129 Vorfälle) auftrat. Dies ist vor allem auf den Charakter vieler antiisraelischer Versammlungen zurückzuführen, bei denen immer wieder Gleichsetzungen oder Relativierungen des Gaza-Krieges mit der Schoa vorgenommen wurden.

Die Erscheinungsform des modernen Antisemitismus trat in 92 Fällen auf und zeichnet sich insbesondere durch Ver-schwörungsmythen aus, etwa wenn Jüdinnen_Juden eine besondere Macht oder eine vermeintliche „Weltverschwörung“ zugeschrieben wird. In 97 Fällen wurde der religiös begründete antijudaistische Antisemitismus dokumentiert.

Die genannten Erscheinungsformen von Antisemitismus beziehen sich jeweils auf die inhaltliche Aussage oder Handlung, lassen aber nicht zwangsläufig Rückschlüsse
auf den politisch-weltanschaulichen Hintergrund der Täter_innen zu, da die verschiedenen antisemitischen Erscheinungsformen von allen politisch-weltanschaulichen Milieus ausgehen. Die meisten der 2024 in NRW dokumentierten Vorfälle konnten dem antiisraelischen Aktivismus zugeordnet werden (28 Prozent), gefolgt vom rechtsextremen/rechtspopulistischen Milieu (5,5 Prozent).

In jeweils 3,5 Prozent der Fälle konnte ein linker/antiimperialistischer Hintergrund beziehungsweise ein islamischer/islamistischer Hintergrund festgestellt werden. Jeweils weniger als 0,5 Prozent der antisemitischen Vorfälle konnten der politischen Mitte und dem Mileu des christ-
lich/christlichen Fundamentalismus zugeordnet werden. Der Anteil des verschwörungsideologischen Milieus, der 2023 noch bei 5 Prozent lag, ist 2024 auf 2 Prozent gesunken. Dies spricht nicht für einen tatsächlichen Rückgang antisemitischer Verschwörungserzählungen, die auch von anderen Milieus verbreitet werden, sondern eher für eine geringere öffentliche Präsenz des verschwörungsideologischen Milieus. Dies dürfte vor allem auf den weiteren Rückgang der sogenannten Querdenkerproteste zurückzuführen sein.

Mit 57 Prozent konnte der Großteil der erfassten Vorfälle keinem politischen Hintergrund zugeordnet werden. Im Vorjahr konnten noch 71 Prozent keinem politisch-weltanschaulichen Hintergrund zugeordnet werden.

👉 Melde antisemitische Vorfälle unter www.report-antisemitism.de

👉 Der Jahresbericht als PDF steht kostenlos unter folgendem Link zu Verfügunghttps://www.report-antisemitism.de/documents/Jahresbericht_2024_RIAS_NRW.pdf

17/04/2025

Als zu Ostern 2019 im polnischen Pruchnik eine Judasfigur mit stereotypisch jüdischen Merkmalen wie Hakennase und orthodoxer Haartracht verbrannt wurde, löste das einen internationalen Skandal aus. Doch existiert ähnliches Brauchtum ebenso in anderen Weltregionen – so auch heute noch in Westfalen.

Auf einigen Osterfeuern in NRW findet man bis heute eine aus Stroh gefertigte Puppe: Den Judas, den es zu verbrennen gilt. Doch was hat es mit diesem Brauch auf sich?

Schon im Mittelalter verbrannte man einen "Judas" auf dem Osterfeuer, um ihn symbolisch für seinen Verrat an Jesus Christus zu bestrafen. Hier wurde er oft mit damals typisch jüdischen Accessoires bedacht.

Während der NS-Zeit wurde das Verratsmotiv auch im sogenannten "Judaslied" besungen. Dieses betont die Böshaftigkeit des Judas. Manchmal wurde dieser mit einem Geldsack ausgestattet, um die jüdische Hagier zu betonen.

Auch im 21. Jahrhundert finden allein in Westfalen noch etwa 25 Judasverbrennungen statt. Judas wird damals wie heute zum antisemitischen Stereotyp aller Juden_Jüdinnen.

*Zitat auf dem Sharepic: quer mit Christoph Süß: Spiel mit dem Judasfeuer. Antisemitismus als Tradition? (Dokumentation) BR 2024.

Für ein neues Projekt suchen wir Verstärkung - jetzt bewerben!Die Jüdische Gemeinde Dortmund sucht für das Projekt BEQUA...
16/04/2025

Für ein neues Projekt suchen wir Verstärkung - jetzt bewerben!

Die Jüdische Gemeinde Dortmund sucht für das Projekt BEQUAS zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektreferent*in mit einem
Stellenumfang von zunächst 25 Stunden/Woche. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TVöD VKA EG 10.

Aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen setzt die Jüdische Gemeinde Dortmund das Projekt „BEQUAS – Beratung und Qualifizierung zu antisemitismuskritischer Strukturentwicklung“ um, welches auf den gestiegenen Bedarf nach fachlicher Beratung, Qualifizierung und Unterstützung in Bezug auf Antisemitismus nach dem 7. Oktober 2023 reagiert, der sich auch in kommunalen Einrichtungen und Institutionen abzeichnet. Das Projekt wird fachlich und administrativ an die Beratungsstelle für Antidiskriminierungsarbeit ADIRA
angegliedert.

Zu den Aufgaben der Stelle gehören u.a. die fachliche Beratung und Qualifizierung im Themenfeld Antisemitismus für kommunale Einrichtungen und Institutionen sowie die Begleitung bei der antisemitismuskritischen Strukturentwicklung.

Anforderungen für die Stelle sind u.a. ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit, Sozial-, Politikwissenschaft oder verwandten Studiengängen, Kenntnisse zum Thema Antisemitismus sowie idealerweise erste Erfahrungen in der Beratungsarbeit.

Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt der endgültigen Finanzierungszusage durch die mittelgebenden Stellen und ist aufgrund der Förderkulisse zunächst bis zum 31.12.2025 befristet. Eine Weiterbeschäftigung wird vorbehaltlich der weiteren Projektförderung angestrebt. Arbeitsort der Stelle ist Dortmund.

Bewerbungsfrist ist der 02.05.2025. Die vollständige Ausschreibung sowie Informationen zum Bewerbungsverfahren finden sich auf unserer Website: https://adira-nrw.de/stellenausschreibung-projektreferentin-fuer-das-projekt-bequas/

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Adresse

Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9
Dortmund
44135

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 16:00
Dienstag 10:00 - 16:00
Mittwoch 10:00 - 16:00
Donnerstag 10:00 - 16:00
Freitag 10:00 - 14:00

Telefon

+4923155747251

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