Grüne Liga Osterzgebirge e.V.

Grüne Liga Osterzgebirge e.V. Motto: Die heimische Natur des Osterzgebirges gemeinsam entdecken, pflegen und schützen. Doch dies ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Die Natur des Ost-Erzgebirges entdecken – dazu lädt die Grüne Liga Osterzgebirge, der Umweltverein der Region, ganz herzlich ein. Kein Zweifel: das östliche Erzgebirge ist mit einer besonders reichen Naturausstattung gesegnet, die man woanders nur selten oder gar nicht zu Gesicht bekommt. Die Natur des Osterzgebirges wird von vielen Seiten bedroht. Um so wichtiger, dass sich Naturfreunde in Verein

en engagieren um die Natur des Ost-Erzgebirges zu erhalten! Seit 1991 setzt sich

die Grüne Liga Osterzgebirge e.V.
– ein regionaler Umweltverein mit über fünfzig Mitgliedern und über hundert weiteren Unterstützern – für die Natur des Ost-Erzgebirges ein. Zu den Schwerpunktbereichen der zum großen Teil ehrenamtlich getragenen Arbeit gehören:

-praktische Naturschutzarbeit: Mahd von artenreichen Berg- und Nasswiesen; Pflanzung von Laubbäumen in Fichtenforsten; Pflege von Steinrücken; Anlage von Laichgewässern; konkrete Artenschutzmaßnahmen (z.B. Wildapfel, Weißtanne); Naturschutzeinsätze mit vielen freiwilligen Helfern (z.B. Heulager, Schellerhauer Naturschutzpraktikum)

-naturschutzfachliche Planungen: Biotopverbundprojekte, Biotopkartierungen, Artenschutzvorhaben, Machbarkeitsstudien für Naturschutzmaßnahmen, fachliche Vorbereitung von neuen Flächennaturdenkmalen (FND)

-umweltpolitisches Engagement: Kampf gegen Naturzerstörungen wie überdimensionierte Straßenbauvorhaben, Gewässerzerstörungen, Abholzungen in Naturschutzgebieten, kritische Begleitung von Maßnahmen der Umweltbehörden

-Naturschutz-Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung: Natur-Lernspiel “Ulli Uhu entdeckt das Ost-Erzgebirge”, Naturführer Ost-Erzgebirge, monatliches Mitteilungsblatt “Grünes Blätt’l”, Vortragsveranstaltungen, naturkundliche Wanderungen
Die Grüne Liga Osterzgebirge versteht sich als Netzwerk von Menschen, die es ernst meinen mit „Global denken, lokal handeln“ – die sich aktiv für die Erhaltung der herrlichen Natur zwischen Gottleuba und Flöha, zwischen Tharandter Wald und Erzgebirgskamm einsetzen. Obwohl die Probleme riesengroß und die Widerstände oft heftig sind: gemeinsames Engagement macht vieles möglich (und außerdem oft sogar richtig viel Spaß).

Bäumchenpflanz-Wochenende 2025 🌳🌲Was damals zum zehnjährigen Jubiläum der Grünen Liga Osterzgebirge mit einer Bäumchensp...
03/04/2025

Bäumchenpflanz-Wochenende 2025 🌳🌲

Was damals zum zehnjährigen Jubiläum der Grünen Liga Osterzgebirge mit einer Bäumchenspende-Aktion begann, hat sich inzwischen als fester Bestandteil im jährlichen Aktionskalender des Umweltvereins etabliert. Das erste Waldumbauprojekt auf der Sachsenhöhe ist seit längerem abgeschlossen. Inzwischen konzentrieren sich die Baumpflanz- und Waldpflegemaßnahmen auf das neue Projekt am Hiekenbusch zwischen Bielatal und Bärenstein.

Auch diesmal sollen hier wieder ca. 150 neue Weiß-Tannen, Trauben-Eichen und Rotbuchen hinzukommen. Außerdem stehen etwas Zaunbau und Waldpflegearbeiten auf dem Programm. Der praktische Einsatz im Hiekenbuschwald findet vor allem am Sonnabend, den 12.4., statt, am Sonntag steht dann eine natur- und vogelkundliche Exkursion auf dem Programm. Übernachtung, Verpflegung und abends noch ein kleiner Bildervortrag von einer Südamerika-Radtour in der Biotoppflegebasis.

Freitag, 11. April:

– nachmittags Pflanzeinsatz mit den Schülerinnen und Schülern der Madagaskar AG am Kahleberg (siehe extra Artikel), Unterstützung durch Grüne-Liga-Helfer willkommen!, 13.15 Uhr Bahnhof Altenberg; ca. 4 – 5 Stunden

– für alle anderen Anreise im Bielatal ab ca. 18.00 Uhr

Sonnabend, 12. April:

– Bäumepflanzen und Waldarbeiten am Hiekenbusch (links des Wanderwegs vom Bielatal in Richtung Bärenstein), 9.00 Uhr an der oberen (südöstlichen) Ecke des Waldes; ca. 6 – 7 Stunden, Mittagsimbiss vor Ort (bei Schlechtwetter zwischendurch zurück in die Biotoppflegebasis)

– abends Bildervortrag „Radeln bis Anschlag am Karibikstrand“ (vierter und letzter Teil zur Südamerika-Radtour 2023/24)

Sonntag, 13. April:

– Naturkundlich-vogelkundliche Exkursion auf der Liebenauer Hochfläche, in den Quellgebieten von Trebnitz und Seidewitz, mit dem Ornithologen Bernd Kafurke, 10.00 Uhr „Dorfplatz“ („Pin-Inn“) Liebenau, ca. 10 km, (Hin- und Rückfahrt am Wochenende leider nur mit Auto möglich)

– Rückkehr im Bielatal gegen 15.00 Uhr, Kaffeetrinken, Abreise …

Anmeldung nicht zwingend erforderlich, aber zur besseren Verpflegungsplanung günstig: [email protected].

Noch freie Plätze für die Slowakei-Exkursion vom 10. bis 15. Mai 🌳🥾👥Das Grüne Blätt’l berichtete bereits: im Rahmen des ...
17/03/2025

Noch freie Plätze für die Slowakei-Exkursion vom 10. bis 15. Mai 🌳🥾👥

Das Grüne Blätt’l berichtete bereits: im Rahmen des derzeitigen deutsch-slowakischen Baumdenkmalprojekts können wir dieses Jahr wieder eine Frühlingsexkursion in die Slowakei organisieren. Im Mittelpunkt werden thematisch v.a. alte Bäume stehen, aber darüberhinaus wird es auch diesmal fantastische Landschaften zu erleben geben (rund um das Biosphärenreservat Pol’ana), außerdem wieder viele interessante Gespräche mit den Partnern.

Unsere 15 deutschen Exkursionsplätze sind zwar längst ausgebucht, aber die slowakischen Kollegen wollen noch drei oder vier weiteren Deutschen die Teilnahme ermöglichen. Wer also zwischen 10. und 15. Mai nichts vor- und 150 € Teilnehmerbetrag übrig hat, kann sich gern noch anmelden: [email protected].

Das Exkursionsprogramm gibt es hier:https://osterzgebirge.org/wp-content/uploads/2024/11/Auslandsexkursion_Slowakei_Mai-2025_Programm_final.pdf

Workshop Vorbereitung Raumordnungsverfahren Lithium-Bergbau: 22.2.25 👥💡⚒️Der angekündigte nächste Schritt auf dem Wege z...
17/02/2025

Workshop Vorbereitung Raumordnungsverfahren Lithium-Bergbau: 22.2.25 👥💡⚒️

Der angekündigte nächste Schritt auf dem Wege zur Genehmigung des Bergbauvorhabens der britischen Zinnwald Lithium Plc. wird wahrscheinlich in den kommenden Monaten (oder Wochen) mit dem Raumordnungsverfahren (ROV) beginnen. Damit sollte auch die erste offizielle Möglichkeit für Betroffene, Umweltgruppen und generell die Öffentlichkeit bestehen, ihre Bedenken und Einwendungen vorzubringen. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) ist per Gesetz verpflichtet, diese Einwendungen dann sorgfältig zu prüfen und ihre Entscheidungen justiziabel zu begründen.

Doch welche Optionen bietet das ROV ganz konkret? Vor allem in Zusammenhang mit dem antiquierten deutschen Bergrecht – und angesichts der Tatsache, dass es Ende 2023 Bergbauunternehmen gelungen ist, die wichtigsten Passagen des Regionalplans vom Sächsischen Oberverwaltungsgericht für unwirksam erklären zu lassen?

Eine ziemlich komplizierte Gemengelage also. Doch wie gut wir die Herausforderung ROV meistern, wird wichtig sein für die weiteren Planungsschritte und ggf. dann auch den Rechtsweg. Für die Bewahrung der Osterzgebirgsnatur sollten wir deshalb fachlich und verfahrenstechnisch gut vorbereitet sein.

Am Sonnabend, den 22.2., wird es vormittags dazu ein Treffen der Bürgerinitiativen mit „Auskennern“ geben, die sich mit Planungsrecht beschäftigen. Naturfreunde, denen die Unzerstörtheit des Ost-Erzgebirges am Herzen liegt und die sich aktiv in die Auseinandersetzung mit den Bergbauplänen einbringen wollen, sind dabei herzlich willkommen.

Informationen und Anmeldung: jens/ät/osterzgebirge.org
.
Hintergrund Raumordnungsverfahren

In einem dicht besiedelten Land überlagern sich die unterschiedlichsten Ansprüche an die Flächen und Ressourcen auf vielfache Weise: Land- und Forstwirtschaft, Infrastruktur aller Art, Tourismus, Bauplanungen, Trinkwasserversorgung und Hochwasserschutz, um nur einige Bereiche zu nennen. Und ja, auch Naturschutz gehört dazu, ebenso wie Rohstoffgewinnung. Für Abwägung und Ausgleich dieser konkurrierenden Landnutzungsinteressen gibt es im Rechtsstaat das Instrumentarium der „Raumordnung“.

Sachsenweit gilt dafür Landesentwicklungsplan (LEP) in seiner 2013 vom Landtag beschlossenen Fassung – eine dicke Zusammenstellung von mehr oder weniger konkreten Festlegungen, was wo Vorrang haben soll. Auf Karten sind den unterschiedlichen Sektoren „Vorranggebiete“ und „Vorbehaltsgebiete“ zugeordnet.

Für weitere Detailtiefe sind die Regionalen Planungsverbände zuständig, Zusammenschlüsse von mehreren Landkreisen. Der „Planungsverband Oberes Elbtal / Osterzgebirge“ hat 2020 den Regionalplan beschlossen, wiederum mit umfangreichen Kartenwerken.

Was darin noch nicht (ausreichend) berücksichtigt war: das neue „Berggeschrei“, der durch veränderte politische und weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen plötzlich gestiegene Druck auf heimische Rohstoffvorkommen. Im Raum Zinnwald beispielsweise ist von Rohstoffgewinnung noch keine Rede, stattdessen überlagern sich im Regionalplan u.a. die Umweltbelange:

– „Arten- und Biotoppschutz“,

– „Schutz des vorhandenen Waldes“,

– „Steinrücken-Heckenlandschaft“,

– „Hochwasserentstehungsgebiet“,

– „Gebiet mit hoher geologisch bedingter Grundwassergefährdung“

– „Gebiet mit erhöhter Versauerungsgefährdung des Bodens“

(in den Planungsgebieten Liebenau und Bärenstein sieht dies ähnlich aus).

Entsprechend konsterniert schienen die Vertreter von Zinnwald Lithium beim sogenannten Scoping-Termin im August 2023, als die Landesdirektion ein Raumordnungsverfahren ankündigte, bei dem geprüft werden soll, wie sich das neue Bergbauvorhaben mit den bestehenden Konkurrenzzielen vereinbaren ließe.

Aber (namentlich nicht genannte) Bergbauunternehmen gingen juristisch gegen den Regionalplan vor – und bekamen am 23. November 2023 vorm Oberverwaltungsgericht recht: die wichtigsten Passagen des Regionalplans wurden für ungültig erklärt. Damit haben wahrscheinlich die oben aufgelisteten ökologischen Konkurrenzaspekte ihre unmittelbare Vorrangstellung eingebüßt.

Aber der Landesentwicklungsplan, der den Rahmen vorgibt, gilt dennoch weiterhin. Insofern sollte es trotzdem noch wichtig sein, sich intensiv auf das Raumordnungsverfahren vorzubereiten. Der Workshop am 22. Februar wird ein wichtiger Schritt dazu sein.

Beteiligungsaufruf: Zukunftsgarten im Schloss Lauenstein – HEUTE mitmachen, MORGEN mitnaschen!👥🍒🍎🍇🫐Hast du Zeit und Lust...
18/01/2025

Beteiligungsaufruf: Zukunftsgarten im Schloss Lauenstein – HEUTE mitmachen, MORGEN mitnaschen!👥🍒🍎🍇🫐

Hast du Zeit und Lust auf ein gemeinschaftliches (Beeren-)Gartenprojekt?
Am Schloss Lauenstein soll ein Zukunftsgarten gestaltet werden – und zwar schon in naher Zukunft. Für diesen neuen Ort der Begegnung, des Lernens und des Austauschs suchen wir noch Mitmacher und Mitmacherinnen in jedem Alter.

Wenn du Freude an Gartengestaltung und gemeinsamen Aktionstagen hast oder einfach mal woanders gärtnern möchtest als zu Hause, dann nimm jetzt an unserer Online-Umfrage teil.

👉🏻 UMFRAGE hier: https://form.jotform.com/250071965894063

Dort wollen wir von dir wissen, was du in einem „Zukunftsgarten“ gern tun würdest.
Wenn du uns eine E-Mail-Adresse hinterlegst, laden wir dich (und deine Freunde) zu einem Kennenlernen-Treffen ein.

Im Juni 2024 startete das Simul+ Projekt „Zukunftsgarten“. Um einen Teil des Schlossgarten-Areals neu zu gestalten und zu nutzen, suchte und fand das Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein verschiedene Projektpartner. Hervorgegangen ist eine Kooperation mit der Naturschutzstation Osterzgebirge, der TU-Dresden (Institut für Geographie), der Service-Stelle „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und Frank Zimmerhäckel Garten- und Landschaftsgestaltung.

Wir freuen uns auf Deine Rückmeldung!

Foto: G. Grützner

Letztes Grünes Blätt‘l im Jahr 2024 ❄️🗞️Liebe Leute, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Deshalb gibt es von uns nochmal Le...
21/12/2024

Letztes Grünes Blätt‘l im Jahr 2024 ❄️🗞️

Liebe Leute, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Deshalb gibt es von uns nochmal Lektüre für die Feiertage über das was 2024 passiert ist und was Anfang 2025 noch auf uns zukommt. Viel Spaß beim Lesen!

Inhalte:

- Naturkundliche Skitour am 12. Januar rund um Zinnwald und Cínovec
- Brennesselkampf im Hiekenbusch
- Baumdenkmalprojekt 2024 – eine kleine Zwischenbilanz
- Exkursion im Mai in die Slowakei
- Praxistag für Freunde alter Bäume: 5. April 2025
- Jahreswetterrückblick 2024
- Silvesterwanderung 2024
- Vom Wissen zum Handeln – BNE im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge
- Wetterverein Zinnwald – Termine 2025
- 25 Jahre bei der Grünen Liga – Höhepunkte und Höhenlinien
- Ein Wild-Apfel kommt selten allein – und so wanderten 995 Bäume ins MultiBase
- „Umweltbildung – Angebote für nachhaltige Entwicklung im Osterzgebirge“: Ein Angebot der Naturschutzstation Osterzgebirge
- Die Altenberger Madagaskar AG – auch 2024 aktiv für die Natur im Ost-Erzgebirge und in Ost-Madagaskar
- Analasoa-Stiftung vergibt erste Stipendien
- Lithium-Bergbaupläne im Ost-Erzgebirge – Versuch einer Chronologie
- Das Lithium und ich – Eine Energiewende, bei der Energiesparen nicht vorgesehen ist? – Kommentar
- Zum Abschluss: Wie steht es um die Bergwiesen-Erlebnispfade?

Zu Lesen gibt’s das Blätt’l unter: https://osterzgebirge.org/de/2024/12/17/gruenes-blaettl-01-2025-jahresend-blaettl/

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlichen Bedanken für die zahlreichen Spenden, den Einsatz und die Unterstützung bei verschiedensten Aktionen und für das Interesse an unserer Arbeit. Wir wünschen Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr !

Lithiumfabrik auf den Bielatalbiotopen? ⁉️Für vielleicht 10 Sekunden ließ der Zinnwald-Lithium-Geschäftsführer die Katze...
07/12/2024

Lithiumfabrik auf den Bielatalbiotopen? ⁉️

Für vielleicht 10 Sekunden ließ der Zinnwald-Lithium-Geschäftsführer die Katze aus dem Sack: bei der im Namen der Grünen Liga Osterzgebirge organisierten Infoveranstaltung am 20. November in Lauenstein zeigte er erstmals eine Kartenskizze für die aktuellen Planungen des Unternehmens im Bärensteiner Bielatal – unmittelbar neben der „Biotoppflegebasis“ der Grünen Liga Osterzgebirge, direkt auf den Heulagerflächen. Bislang konnten sich Ahnungslose ja einreden, dass allenfalls der Steinbruch und die Spülkippe betroffen sein würden. Doch in der Zwischenzeit überplante das Unternehmen faktisch das gesamte Bielatal zwischen Steinbruch und Müllerwiese mit der etliche Hektar großen Chemiefabrik zur „Auf- und Weiterverarbeitung“ des Erzes zu Lithiumhydroxid.

Vorab geredet hat mit der Grünen Liga vermutlich niemand darüber – genausowenig wie mit den unmittelbar betroffenen Anwohnern. Derweil verriet das Unternehmen aber seinen Aktionären an der Londoner Börse, dass ein „Land Acquisition and Resettlement Framework“ ausgeschrieben wird (resettlement heißt: Umsiedlung.). Transparenz geht anders.

Bei den vorgesehenen Fördermengen (das Anderthalbfache des VEB Zinnerz Altenberg in dessen heftigsten Zeiten!) werden gewaltige Abraummengen anfallen. Diese will Zinnwald Lithium noch auf die Spülkippe obendrauf packen. Extrem riskant!

Parallel arbeitet ZL zumindest offiziell auch immer noch an der Alternativvariante Liebenau. Dorthin müsste jedoch ein 10 km langer Stolln komplett neu aufgefahren werden (im Bielatal will man den „Entwässerungsstolln“ von Zinnerz Altenberg nutzen), und die Flächengrößen für Halden und Chemiefabrik sind dort noch viel größer geplant. Anstatt des Bielatals müssten da die Quellgebiete von Trebnitz und Seidewitz geopfert werden.

Doch egal, ob Liebenau oder Bärenstein den Schwarzen Peter ziehen würden für zig-Hektar-große Halden und fast ebensogroße Chemiefabrik-Standorte: in jedem Fall träfe es Zinnwald. Denn zusätzlich zu den 1,5 Millionen Tonnen Erz, die alljährlich auf der deutschen Seite direkt unter dem Grenzort herausgesprengt werden sollen, plant unmittelbar nebenan das Konsortium Geomet auf der Flur von Cínovec mit noch größeren Jahresfördermengen (1,7 – 2,3 Millionen Tonnen).

Zum Glück gibt es in allen bedrohten Orten sehr engagierte Bürgerinitiativen, die seit einigen Monaten eng zusammenarbeiten. Darüberhinaus entwickelt sich eine Vernetzung mit anderen potentiell von den Zerstörungen des neuen Lithiumrauschs betroffenen Gebieten der Welt. Interessante Erkenntnis dabei: Zumindest in Europa scheint das Bergrecht kaum irgendwo so rückschrittlich und umweltignorant zu sein wie in Deutschland. Es gibt gute Gründe, die Petition „Menschenrecht vor Bergrecht“ zu unterschreiben: osterzgebirge.org/de/2024/11/17/petition-zum-bergrecht-jetzt-mitzeichnen.

Ja, wir müssen raus aus den fossilen Brennstoffen, gar keine Frage. Doch es kann keine Lösung sein, einfach den einen Ressourcenüberverbrauch durch einen neuen Ressourcenüberverbrauch zu ersetzen. Immer zu Lasten der ohnehin bereits über ihre Grenzen belasteten Natur. Mindestens so sehr wie an anderen Orten der Welt gilt dies für das Ost-Erzgebirge. Auch ganz ohne übersteigertem Lokalpatriotismus: wir haben hier enorm große Verantwortung für besonders wertvolle „Biologische Vielfalt“. Für völlig überdimensionierte Bergbau-Industrieprojekte ist hier kein Platz – nicht in Zinnwald oder Cínovec, nicht in Liebenau und schon gar nicht im Bielatal, nirgends!

Jens Weber

Bild 1: Zugrundeliegende Fotos: während des Heulagers 2019. Rechts im Bild die „Biotoppflegebasis“.
Bild 2: (leider unscharfes) Foto der am 20.11. in Lauenstein kurz gezeigten „Bielatalvariante“
Bild 3: Versuch der Übertragung der „Bielatalvariante“ vom Foto auf eine OSM-Karte: Mittendrin im geplanten Standort der Fabrik zu Herstellung von Lithium-Hydroxid: die seit 30 Jahren während des alljährlichen Heulagers aufwendig und liebevoll gepflegten „Bielatalbiotope“.

Veranstaltung: Bildungsmarkt für BNE-Schulangebote am 20.1.2025 👥👩🏼‍🏫👨🏼‍🏫💡Die Servicestelle „Bildung für nachhaltige Ent...
03/12/2024

Veranstaltung: Bildungsmarkt für BNE-Schulangebote am 20.1.2025 👥👩🏼‍🏫👨🏼‍🏫💡

Die Servicestelle „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) der Grünen Liga Osterzgebirge lädt ein:
Bildungsmarkt für BNE-Schulangebote am 20.1.25 in Tharandt

Eine stärkere Vernetzung der regionalen Bildungs-Akteure untereinander sowie mit den Schulen ist ein wichtiges Anliegen: Am 20. Januar 2025 findet deshalb der Zweite BNE-Bildungsmarkt in der Kuppelhalle Tharandt für PädagogInnen aller Schulformen von 14-17:30 Uhr statt. Außerschulische Akteure aus der Region können sich und ihre Bildungsprogramme, Projekttagsangebote und weitere Bildungsformate vorstellen und sowohl mit den PädagogInnen, als auch miteinander ins Gespräch kommen.

Eine Referentin des Fachzentrums Klima beim sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wird in einem kurzen Vortrag die Initiative “Klimaschulen in Sachsen – Zukunft gestalten, Klimaschule werden” vorstellen und berät anschließend Schulleitungen und Lehrkräfte zu den Beantragungs- und Fördermöglichkeiten. Außerdem wird der Schulleiter des evang. Gymnasiums Tharandt von seinen Erfahrungen aus einem Jahr “Nachhaltiger Lernort – Lotsenprogramm der regionalen Servicestelle BNE” berichten.

Organisiert wird die Veranstaltung von der regionalen Servicestelle BNE bei der Grünen Liga Osterzgebirge in Zusammenarbeit mit dem außerschulischen Lernort Kuppelhalle Tharandt, den geplanten Ablauf finden Sie auf der Webseite der Servicestelle.

Es wird für die Kinder von PädagogInnen und BNE-Akteure eine Kinderbetreuung angeboten. Tische für die Standgestaltung werden bereitgestellt, Aufsteller und weitere Materialien können gern mitgebracht werden. Es entstehen keine Teilnahmekosten. Wenn eine Teilnahme nicht möglich ist, können dennoch gern Flyer oder Broschüren für die Veranstaltung mitgegeben werden.

Grünes Blätt’l im Dezembrrrr 🥶❄️Diesen Monat geht weiterhin viel um den geplanten Lithiumabbau im Osterzgebirge und das ...
01/12/2024

Grünes Blätt’l im Dezembrrrr 🥶❄️

Diesen Monat geht weiterhin viel um den geplanten Lithiumabbau im Osterzgebirge und das rückschrittliche Bergrecht in Deutschland, aber auch neue Exkursionen und Veranstaltungen werden vorgestellt. Schaut gern mal rein!

Inhalte:
- Exkursion im Mai – in die Slowakei!
- Perspektivenvielfalt in der Lithium-Thematik
- Petition zum Bergrecht – jetzt mitzeichnen!
- Lithiumfabrik auf den Bielatalbiotopen?
- Eine Wasserstelle im Zukunftsgarten
- Auszeichnung als „Lotseneinrichtung“ zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Jugend-Umweltengagement bei der Grünen Liga Osterzgebirge
- Preisgeld für das Heulager
- Veranstaltungshinweise, u.a. Bildungsmarkt – regionale Schul-Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am 20.01.202

Die Online-Ausgabe gibts unter: https://osterzgebirge.org/de/2024/11/27/gruenes-blaettl-12-2024/

Petition zum Bergrecht – jetzt mitzeichnen! 🖋️📑Im Südharz wird eine einzigartige Gipskarstlandschaft durch Probebohrunge...
24/11/2024

Petition zum Bergrecht – jetzt mitzeichnen! 🖋️📑

Im Südharz wird eine einzigartige Gipskarstlandschaft durch Probebohrungen mitten in Naturschutzgebieten bedroht. In der Lausitz wird ein Wald enteignet, um Platz für den gefräßigen Braunkohletagebau zu schaffen. Im Osterzgebirge droht der Lithiumabbau gewaltige Ausmaße anzunehmen.Das Bergrecht in Deutschland ist dringend überarbeitungsbedürftig. Daher zeichnet die Petition für ein zeitgemäßeres Bergrecht mit, die auf den letzten Metern noch ein paar Unterschriften gebrauchen könnte.

Die Petition „Gegen Enteignung und Naturzerstörung! „ läuft auf der Plattform Openpetition. Sie wurde von einem breiten Bündnis von Umweltverbänden und -gruppen, u.a. der Bundeskontaktstelle Gesteinsabbau beim Bundesverband der Grünen Liga e.V. gestartet. Gefordert wird eine Aktualisierung des Bergrechts nach dem Modell der Erfurter Erklärung, welches von der Grünen Liga e.V. in Zusammenarbeit mehrerer Naturschutzorganisationen und Bürgerinitiativen ausgearbeitet wurde. Die Forderungen:

- Reform des Bundesbergrechts
- Reform des Umweltrechts bei Rohstoffabbauvorhaben
- Kein Abbau in Schutzgebieten
- Verpflichtende Sicherheitsleistungen für ordnungsgemäße Rekultivierung und Schäden an Gemeinwohlgütern
- Bessere Regulierung von Abbauvorhaben
- Einführung einer bundesweit einheitlichen Steuer auf alle geförderten Gesteine
- Förderung alternativer nachwachsender Baustoffe
- Verpflichtende Recyclingquoten für die Verwendung von Baustoffen
- Zertifizierung von Baustoffen verbessern
- Moratorium bis zur Umsetzung des Forderungskatalogs

„Lithium im Osterzgebirge und die Verkehrs- und Energiewende: Eine Annäherung an das Thema aus verschiedenen Blickwinkel...
09/11/2024

„Lithium im Osterzgebirge und die Verkehrs- und Energiewende: Eine Annäherung an das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln“

➡️ Öffentliche Vortragsveranstaltung am 20.11.2024 im Schloss Lauenstein ⬅️

Unter dem Osterzgebirgskamm erstreckt sich ein bedeutendes europäisches Lithiumvorkommen, für das aktuell sowohl auf deutscher wie auch auf tschechischer Seite Abbau- und Aufbereitungspläne erarbeitet und diskutiert werden.

In kurzen Vorträgen beleuchten die Referenten verschiedene Aspekte – vom Bedarf am Zukunftsrohstoff und den aktuellen Planungen über die befürchteten Auswirkungen von Abbau und Aufbereitung auf Menschen, Natur und Landschaft bis zu Beteiligungsmöglichkeiten sowie zu Entwicklungsrisiken und -chancen für die Region. Anschließend an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam mit allen Referenten im Podium zu diskutieren.

Referenten und Themen:

Markus Wiesenberg, Bürgermeister der Stadt Altenberg: Begrüßung und Einführung aus kommunaler Sicht
Michael Reckordt, Referent Rohstoffpolitik bei PowerShift e.V.: Zukünftiger Lithiumbedarf und EU-Rohstoffpolitik
Marko Uhlig, Geschäftsführer Zinnwald Lithium GmbH: Lithium im Erzgebirge – ein Spannungsfeld zwischen regionalen Interessen und der Nachfrage in der EU
Bürgerinitiativen Region Altenberg: Perspektiven der betroffenen Bevölkerung in der Region
Kamila Derynková, Bürgerinitiative CINVALD z.s.: Perspektive der betroffenen Bevölkerung in Tschechien, Stand der dortigen Vorhaben
Dr. Falk Ebersbach, Sächsisches Oberbergamt: Inhalt und Umfang des bergrechtlichen Genehmigungsverfahrens und Einbeziehung der Öffentlichkeit
Tobias Gockel, Leiter Umweltamt LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Perspektiven auf das Lithium-Projekt aus Sicht des Umweltamtes: Implikationen und Handlungsnotwendigkeiten
Prof. Dr. Jens Gutzmer & Philipp Büttner, Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie:
Bergbau in Sachsen – Potenzial und Chancen für die Region

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, es ist keine Voranmeldung erforderlich.

Interdisziplinäre Konferenz zum geplanten Lithiumabbau, 2. & 3.11. ⚒️Eine Veranstaltung des Kollektivs der Galerie Hrani...
31/10/2024

Interdisziplinäre Konferenz zum geplanten Lithiumabbau, 2. & 3.11. ⚒️

Eine Veranstaltung des Kollektivs der Galerie Hraničář in Ústí nad Labem
Českou verzi naleznete na stránce níže.

Das Kollektiv der Galerie Hraničář lädt zu einem zweitägigen internationalen Programm anlässlich der Ausstellung „Symptome der Zukunft“ ein, das sich mit Themen rund um den geplanten Lithiumabbau (nicht nur) auf der deutschen und tschechischen Seite des Erzgebirges beschäftigt.

Am Samstag finden im öffentlichen Saal Hraničář in Ústí nad Labem drei Diskussionen darüber statt, welche Erfahrungen lokale Bürgervereinigungen bei der Verhandlung des Lithiumabbaus gemacht haben, wie dieses Thema zeitgenössische Kunst und künstlerische Forschung widerspiegeln kann und wie man sich eine sozioökonomische und energetische Transformation vorstellt, die zu einer nachhaltigen und gerechten Zukunft führt.

Auf dem Programm stehen unter anderem folgende Auftritte:
…von Soziologin Agnes Gagyi, die sich mit sozialen Bewegungen beschäftigt
…von Anthropologe Martin Tremčinský, der sich mit der Dezentralisierung von Energie beschäftigt
…von Forscher Patrik Gažo, der sich mit der Transformation der Automobil- und Batterieindustrie in der Slowakei beschäftigt
…von Forscherin und Mitglied des deutschen Kunstkollektivs „Driving Factor“, Elisa T. Bertuzzo
…von Vertretern der Bürgervereinigungen, die im Zusammenhang mit den geplanten Projekten zum Abbau und zur Verarbeitung von Lithium in der Tschechischen Republik und in Deutschland gegründet wurden
…von Forscherin und Designerin Anastasia Kubrak
…von Kunstforscherin und Fotografin Bára Mrázková

Das ausführliche Konferenzprogramm finden Sie auf der Website des Kollektivs oder auf dessen Facebook-Veranstaltungsseite. Außerdem werden die einzelnen Programmteile und ihre Sprecher nach und nach in den sozialen Medien bekanntgegeben.

Der Eintritt ist jeweils kostenlos und steht der Öffentlichkeit ohne Anmeldung offen. Die Veranstaltung wird gedolmetscht und ist für Tschechisch-, Deutsch- und Englischsprachige zugänglich.

Freiberger Biotoppflegecamp 2024 🦋🌳🐸Die NABU Regionalgruppe Freiberg lädt vom 13.10.-19.10.2024 (2. Herbstferienwoche)  ...
10/10/2024

Freiberger Biotoppflegecamp 2024 🦋🌳🐸

Die NABU Regionalgruppe Freiberg lädt vom 13.10.-19.10.2024 (2. Herbstferienwoche) Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren zum Artenforscher*innencamp – Freiberger Biotopflege ein.

Die Teilnehmer werden in verschiedenen Biotoppflegeaktionen Erfahrungen im praktischen Naturschutz sammeln. Von den Experten des NABU Freiberg lernen sie, die jeweiligen Charakterarten der „bearbeiteten“ Biotope zu bestimmen und wie diese Arten mit gezielter Gestaltung und Pflege in den verschiedenen Lebensräumen geschützt werden können.

Alle wichtigen Informationen zur Veranstaltung finden Sie im angehängten Flyer und
auf unserer Homepage unter https://freiberg.nabu-sachsen.de/aktuelles/artenforschercamp-fger-biotoppflege-2024/..

Selina Schöne

Adresse

Große Wassergasse 9
Dippoldiswalde
01744

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Grüne Liga Osterzgebirge e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Grüne Liga Osterzgebirge e.V. senden:

Teilen