09/07/2026
An die. die sich angesprochen fühlen: Ihr seid einfach nur krank!
Beim Lesen solcher Beiträge bekommen wir immer wieder eine Gänsehaut. Für uns ist es nicht nachvollziehbar, wie das Töten eines Tieres als Leidenschaft und Freude empfunden werden kann.
Besonders nachdenklich macht uns, dass der Fuchs häufig zu den ersten Wildtieren gehört, an denen angehende Jäger praktische Erfahrungen im Gebrauch mit der Waffe sammeln. Welche Haltung gegenüber Wildtieren wird dadurch vermittelt? Fördert dies Respekt vor dem Leben – oder eher die Gewöhnung daran, ein fühlendes Lebewesen zu töten?
Füchse sind intelligente, soziale und anpassungsfähige Tiere. Sie empfinden Freude, Angst, Schmerz, Neugier und Fürsorge – genau wie viele andere Tiere auch. Dennoch werden sie von der Jägerschaft häufig nicht als Individuen wahrgenommen, sondern als „Schädlinge“, „Konkurrenten“, „Raubzeug“ oder schlicht als Jagdobjekte, die den eigenen Beutetrieb befriedigen sollen.
Wir fragen uns: Warum hält sich dieses überholte Bild bis heute? Warum wird der Fuchs noch immer für Probleme verantwortlich gemacht, die in Wahrheit menschengemacht sind? Überlieferte Vorurteile dürfen kein Grund sein, Mitbewohner dieser Welt ihre Rechte und den Schutz zu verwehren.
Wir fordern einen Perspektivwechsel: Der Fuchs ist kein Feind, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer Ökosysteme – ein Lebewesen mit einem Eigenwert, der nicht davon abhängt, ob er dem Menschen nützt oder nicht.
Es ist Zeit, alte Mythen hinter uns zu lassen und dem wirklichen Fuchs zu begegnen – mit Neugierde, Wissen, Mitgefühl und Respekt.
Die amerikanische Philosophin Christine Korsgaard sagt: „Was uns auszeichnet ist die Empathie, die uns zu der Einsicht befähigt, dass andere Geschöpfe sich selbst in der Weise etwas bedeuten, in der wir uns etwas bedeuten.“
Wie seht ihr das? Schreibt eure Gedanken gerne in die Kommentare. Vielen Dank!
Text im Bild: Jagdblatt