06/06/2026
Eine schöne Sache.
Worte, die für mich nach aufgeben klingen.
Tausende Menschen, die unter den Posts der Stillen Stunde schreiben: Ich kann keine Geschäfte betreten. Ich kann nicht teilhaben. Es ist schrecklich. Es schmerzt. Ich schaffe es trotz Stiller Stunde nicht. Was genau muss man tun, um zu verstehen, dass invisiblen Barrieren an der Teilhabe hindern?
Und die Antwort aus dem Büro, das Barrieren verstehen soll. Nach Zwei Jahre. E-Mails. Besuche. Studien. Belege.
"Eine schöne Sache, die Stille Stunde. Wirklich eine tolle Aktion!
Nicht: „Das ist Grundlage für Gesetzgebung."
"Das betrifft Menschenrechte."
Nicht: „Das ist Symbol dafür, wie dringend das BGG nachgebessert werden muss."
Nein, es ist Nett. Solidarisch.
Ein kleines Extra für die, die halt irgendwie nicht so gut klarkommen.
Barriereabbau ist ist da wie Wellness-Angebot, hast du genug Resserven, kommste rein.
Es ist doch schön.
Es ist nicht Fundament für Teilhabe.
Es ist nicht Gesundheit.
Es ist nicht Würde.
Es ist nicht Teil von modernen Suizidprävention.
Es ist nett. Eine schöne Aktion.
Und es ist auch nicht politisch. Es ist und bleibt solidarisch. Weil alle, die über uns entscheiden, es so viel besser wissen, weil sie ja alle schon so lange den Job machen.
Ein schöne Sache - echter Grund, um es einfach zu lassen.
Während eine Sozialreform geplant wird, die kranke, alte, pflegende und behinderte Menschen schwächt. Während das BGG Barrieren beschreibt — und Millionen Menschen einfach ignoriert.
Während Unternehmen kaum Steuern zahlen, weil nicht mal genug Steuerprüfer da sind, um zu prüfen. Oder weil sie irgendwo einen Briefkasten platzieren, und der Haushalt lieber dort gestopft wird, wo Widerstand gering ist, weil die Pflegenden und Gepflegten und Behinderten und Kranke sind ja alle ausgezerrt und zu schwach, wie sollen die unangenehm werden. Die UN-BRK interessiert vor allem dann, wenn die Petition genug Unterschriften hat oder einer wirklich klagt, nicht weil es relevant ist.
Wenn die, die auf meiner Seite sind, es nicht verstehen, die hinhören und immer wieder in den Austausch gehen. Wer soll es dann verstehen?
Ich frage ernsthaft.