Rhoden - Waldeck

Rhoden - Waldeck Rhoden ist eine Stadt im nordhessischen Waldeck und seit 01.11.1970 Verwaltungssitz der Diemelstadt. Die Siedlung Alt-Rhoden fiel bis 1330 wüst. Im 13.

Geschichte:

Die Besiedlung des Raumes um Rhoden ist schon in vorgeschichtliche Zeit nachgewiesen. Hinweise darauf geben Hügelgräber im Waldgebiet „Stock“ (südlich von Rhoden) und eine Siedlungs- und Wallburganlage auf dem Gaulskopf im Quast. Die frühere Siedlung Alt-Rhoden entstand wohl um 850 als karolingischer/fränkischer Hof. Um 1000 wurde dort eine Pfarrkirche erbaut, deren Ruine noch besteht

. 1020 wurde die Siedlung erstmals urkundlich erwähnt.

1228 bis 1230 wurde auf dem Hagenberg eine Burg errichtet. Am Burgberg entstand die befestigte Stadt Rhoden. 1237 wurde sie erstmals urkundlich von Graf Adolf I. von Waldeck als Rothem in Castro benannt. 1244 bezeichnete der Graf Rhoden als oppidum meum (= meine Stadt). Die Bewohner siedelten um in die heutige Stadt. Jahrhundert wurde die erste Stadtkirche erbaut, die 1540 dem großen Stadtbrand zum Opfer fiel. Zwischen 1560 und 1566 wurde sie neu aufgebaut. Nach 1648 war Rhoden zeitweise Residenz des Grafen und späteren Fürsten Georg Friedrich, der zwischen 1647 und 1654 auf den Grundmauern der Burg das heutige Schloss errichten ließ. Um 1650 ließ er Neustadt anlegen. 1664, als er die Grafschaft Waldeck-Eisenberg erbte, zog er um nach Arolsen. Bei den Stadtbränden 1735, 1753 und 1873 wurden 149, 10 bzw. 98 Häuser vernichtet.

21/04/2026

Der Stadtkeller wurde im März 2026 wiedereröffnet, das Gründach des neuen Rathauses wurde im April 2026 fertiggestellt - es geht voran in Rhoden - Waldeck: https://www.facebook.com/reel/958454197168330.

Weiß jemand, wann die Stadtverwaltung vom alten in das neue Rathaus umziehen soll? 🤔

Na dann: Herzlich willkommen in Rhoden - Waldeck! 🍀🍕👍🏻🍝🍺Hier noch der Speisekarten-Service: https://www.facebook.com/per...
19/04/2026

Na dann: Herzlich willkommen in Rhoden - Waldeck! 🍀🍕👍🏻🍝🍺

Hier noch der Speisekarten-Service: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0eeKNSHuqgQZicrip6Jcgqnv3ogh23uEYha2de7Hqd1BYgJqUxvCU2eKSScCEghKtl&id=61572329381870 und ein "Sneak Preview" der Pizza: https://fb.watch/GAIyNLO8Pd/

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Wer ist eigentlich der neue Pächter ?👨‍🍳

Musti ist 54 Jahre alt 👨‍🦳 und stolzer Vater von zwei Töchtern 👨‍👧‍👧❤️

Mit langjähriger Erfahrung in der Gastronomie 🍷🍺 bringt er viel Leidenschaft und Herzblut in den Stadtkeller 🏡🍽️ – den er seit Ende März als Pächter führt 🙌🔥
Außerdem betreibt er seit 2018 erfolgreich die Ratsstuben in Mengeringhausen 🍻🏠💪

Seine Erfahrung reicht von kleinen und großen Events 🎉 bis hin zu:

💍 Hochzeiten
🎂 Geburtstagen
🍻 Schützenversammlungen
🕊️ Beerdigungen
🎯 sowie dem traditionsreichen Freischießen in Mengeringhausen

Mit Musti habt ihr einen Gastgeber, der Organisation 🎯, Erfahrung 📋 und ganz viel Herz ❤️ mitbringt – und immer ein offenes Ohr für eure Wünsche hat 😊🙌

Wir freuen uns auf euch im Stadtkeller 🍽️🍻✨

Wenn man chinesische Social Media-Plattformen wie Weibo, WeChat, Douyin, Tencent QQ oder Baidu außen vor lässt, liegt (d...
19/04/2026

Wenn man chinesische Social Media-Plattformen wie Weibo, WeChat, Douyin, Tencent QQ oder Baidu außen vor lässt, liegt (das zu Microsoft gehörende) Business-Netzwerk LinkedIn unter den weltweit größten Social Media-Plattformen aktuell mit 1,1 Milliarden monatlich aktiven Nutzern auf Platz 6 - hinter Facebook (3,22 Milliarden), YouTube (2,85 Milliarden), Instagram (2,2 Milliarden), Tik Tok (1,7 Milliarden) und Reddit (1,15 Milliarden). Hinter LinkedIn folgen ab Platz 7 Telegram (1,0 Milliarden), X/Twitter (0,66 Milliarden), Pinterest (0,52 Milliarden), Threads (0,38 Milliarden) und Discord (0,25 Milliarden).

Gibt man in die Suchfunktion von LinkedIn den Begriff "Diemelstadt" ein, bekommt man genau einen Treffer - in Form eines sieben Monate altes Postings von ID Logistics Germany zur Eröffnung des Logistikparks Diemelstadt: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:ugcPost:7367237762854395907/.

In den Kommentaren zu diesem LinkedIn-Posting hat Ex-Bürgermeister Elmar Schröder noch eine Collage mit Fotos und Zeitungsberichten beigesteuert.

Auf Facebook ist Rhoden - Waldeck dank des gleichnamigen "Fake Profils" ja recht gut vertreten . In der Welt der Business-Netzwerke ist augenscheinlich noch Verbesserungspotenzial ... ¯\_(ツ)_/¯

Wenn man sich über Social Media-Plattformen und deren Reichweite informieren will, ist die beste mir bekannte Quelle der jährliche Bericht von "We are social". Die aktuelle Fassung findet man hier: https://wearesocial.com/de/blog/2025/10/digital-2026/.

Laut diesem Bericht (Stand: Oktober 2025) leben auf dem Planeten aktuell 8,25 Milliarden Menschen, davon 58,4 % in Städten. 5,78 Milliarden Menschen auf dem Planeten haben ein Mobiltelefon (in der Regel dürfte das ein Smartphone sein), was einem Durchdringungsgrad von 70,1 % der Weltbevölkerung entspricht. 6,04 Milliarden Menschen nutzen das Internet (73,2 %) und 5,66 Milliarden haben mindestens einen Social Media-Account (68,7 %).

Ich poste das Ranking der Social Media-Plattformen und die Übersichtsseite mit den vorgenannten Eckdaten in den Kommentaren, falls sich jemand dafür interessiert.

Die WLZ hat am 18.04.2026 einen Artikel unter der Überschrift "Die Erfolgsgeschichte der Green Trails geht in Diemelstad...
19/04/2026

Die WLZ hat am 18.04.2026 einen Artikel unter der Überschrift "Die Erfolgsgeschichte der Green Trails geht in Diemelstadt weiter": https://www.wlz-online.de/waldeck/diemelstadt/die-erfolgsgeschichte-der-green-trails-geht-in-diemelstadt-weiter-94268076.html.

"Green Trail" heißt übersetzt "grüner Wanderweg", "grüner Lehrpfad", "grüner Pfad" oder "grüner Pilgerweg", was den Sinn und Zweck der Strecke nur so semi trifft, da es sich um eine Mountainbike-Strecke durch den Wald auf der Rhoder Hude handelt. 🤔

Abgesehen von diesen linguistischen Feinheiten scheint es durchaus eine Bereicherung für das Freizeitangebot in Diemelstadt zu sein, wie diese Videos auf Instagram zeigen: https://www.instagram.com/p/DWg8S-PAXE0/ und https://www.instagram.com/p/DWla57Sigon/ und https://www.instagram.com/p/DW9QvhMiE_h/.

Infos zum Green Trail Diemelstadt findet man hier: https://greentrails.de/de/map/diemelstadt

Viele Wege führen nach Rom (und nach Rhoden) ...Wenn man die Lage von Rhoden - Waldeck in alten Landkarten ausfindig mac...
18/04/2026

Viele Wege führen nach Rom (und nach Rhoden) ...

Wenn man die Lage von Rhoden - Waldeck in alten Landkarten ausfindig machen will, in denen die Grenzen von Waldeck nicht eingezeichnet sind, gibt es drei einfache Möglichkeiten:
1. Bei detaillierteren Karten der Region verwendet man die Diemel als Orientierung, denn Rhoden - Waldeck liegt unterhalb des Diemelbogens etwas westlich von dessen Scheitelpunkt
2. Man zieht zwei Linien, eine von Paderborn (erstmals urkundlich erwähnt in 777) nach Fritzlar (gegründet 723) und eine zweite von Köln (gegründet 38 vor Christus) nach Magdeburg (erstmals urkundlich erwähnt in 805). Alle vier Städte sind in der Regel in mittelalterlichen Karten eingezeichnet; Rhoden - Waldeck liegt knapp rechts neben dem Kreuzungspunkt beider Linien.
3. Man zieht eine waagerechte Linie von Hann. Münden, wo sich Fulda und Werra zur Weser vereinigen (das ist über Jahrhunderte ein markanter Punkt in jeder Landkarte) und eine senkrechte Linie vom Weserknick bei Vlotho südlich von Minden. Der Kreuzungspunkt beider Linien markiert wiederum die Lage von Rhoden - Waldeck.

Quellen der verwendeten Karten: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Deutschland_Landschaften.png und https://www.welt-atlas.de/karte_von_deutschland_0-9001 und https://quizlet.com/de/diagramm/flusse-in-deutschland-405472282 und https://de.wikipedia.org/wiki/Diemel

18/04/2026

Von den sechzehn heutigen deutschen Bundesländern tragen drei das Wort "Sachsen" im Namen: Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Aber nur die Bewohner eines dieser drei Bundesländer stammen von den echten Altsachsen ab.

Warum die Bewohner des heutigen Bundeslandes Sachsen eigentlich Thüringer sind, die glauben, dass sie Sachsen wären, wird in diesem Video erklärt. Und hier: https://www.sachsengeschichte.de/ und hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_%28Volk%29.

Und hier ist der Beweis für die sprachliche Verwandtschaft mit den Thüringern: https://youtu.be/Nwf8sdJfIWY.

Die Christianisierung der Germanen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland erfolgte zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert ...
17/04/2026

Die Christianisierung der Germanen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland erfolgte zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert nach Christus. Die Altsachsen (die auch auf dem Gebiet des heutigen Rhoden - Waldeck lebten) wurden durch die Franken unter der Führung Karls des Großen zwischen 772 und 804 nach Christus mit Blut, Feuer und Schwert "zwangschristianisiert". Wie das Christentum nach Deutschland kam, wird in einem National Geographic-Artkel vom 30.06.2025 recht fundiert beschrieben: https://nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2023/12/wie-das-christentum-nach-deutschland-kam/

Die Reformation in Deutschland begann am 31. Oktober 1517 mit Martin Luthers Thesenanschlag an die Schlosskirche zu Wittenberg. Als Kernzeit der Reformation gilt das 16. Jahrhundert, wobei sie oft als Prozess von 1517 bis zum Augsburger Religionsfrieden 1555 verstanden wird. Historisch wird sie jedoch häufig in einem breiteren Kontext bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 datiert. Als eine der ältesten protestantischen Kirchen gilt die Schlosskirche in Tübingen, die um 1535 fertiggestellt wurde. Zuvor gab es keine von der katholischen Kirche getrennte evangelische Organisation.

In der Gegenwart verlieren die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland seit vielen Jahren Mitglieder, im Wesentlichen durch hohe Austrittszahlen und Sterbefälle. Die Zahl der katholischen Kirchenmitglieder sank im Jahr 2025 um etwa 550.000 auf 19,20 Millionen. Damit sind noch 23 % der Gesamtbevölkerung von ca. 83,50 Millionen in der katholischen Kirche. Die Zahl der kirchlich organisierten Protestanten verringerte sich im Jahr 2025 noch etwas stärker um etwa 580.000 auf etwa 17,4 Millionen, was großzügig aufgerundet ca. 21 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/kirchen-verlieren-weiter-mitglieder-100.html

Hinzu kommen bis zu 8,0 Millionen Muslime (inklusive ca. 2,5 Millionen Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten), was ca. 9,5 % der Gesamtbevölkerung entspricht, rund 4,0 Millionen Orthodoxe Christen (4,8 %) und rund 1,0 Million Anhänger von evangelischen Freikirchen inklusive Baptisten und Mennoniten (1,2 %). Die restlichen Religionsgemeinschaften bewegen sich im Bereich von wenigen Zehn- bzw. Hunderttausend Gläubigen (z. B. 90.000 Mitglieder jüdischer Gemeinden in Deutschland).

In Summe gehören also (noch) rund 50,0 Millionen Bürger und Bürgerinnen in Deutschland einer der vorgenannten Religionsgemeinschaften an - bei den beiden großen christlichen Kirchen mit rasch sinkender Tendenz - und 33,5 Millionen Bürger nicht, was einem Anteil von über 40 % an der Gesamtbevölkerung entspricht. Seit dem Ende der Christianisierung der Germanen im 11. Jahrhundert nach Christus ist der Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung hierzulande nicht mehr so niedrig gewesen (was eine nüchterne Feststellung ohne Wertung sein soll).

Die alten Germanen glaubten vor ihrer Christianisierung ja an germanische Götter wie Wotan, Donar, Saxnôt, Týr und Freja - was übrigens bis in die heutige Zeit maßgeblichen Einfluss auf die Bezeichnung der Wochentage in der deutschen Sprache hat. Quelle: https://www.br.de/radio/bayern1/warum-heissen-die-wochentage-so-100.html

Und auch in anderen Bereichen, z. B. Sprache (Rhoder Platt), Orts- und Flurnamen (Rothum/Rhoden, Rhoder Hude, Am Siechenhaus), Architektur (Diemelsächsische Fachwerkhäuser) oder Genetik (Haplogruppen) sind mittelalterliche Einflüsse bis in die Neuzeit sichtbarer als man auf den ersten Blick vermutet - siehe: https://www.facebook.com/MeinRhoden/posts/2018588054920765.

Entlang der heutigen A44 in Richtung Dortmund liegt 20 Kilometer von Rhoden - Waldeck entfernt das Sintfeld - ein Hochpl...
17/04/2026

Entlang der heutigen A44 in Richtung Dortmund liegt 20 Kilometer von Rhoden - Waldeck entfernt das Sintfeld - ein Hochplateau in Westfalen im südlichen Paderborner Land, das seit 2001 leider durch unzählige Windräder verunstaltet wird, die man selbst von Rhoden aus noch sehen kann. Das Sintfeld umfasst die Ortschaften und Weiler rund um das Stadtgebiet von Bad Wünnenberg, namentlich: Bad Wünnenberg (Kernstadt), Bleiwäsche, Dahlheim, Eilern, Elisenhof, Fürstenberg, Haaren, Hegensdorf, Helmern, Leiberg. Es gehörte im Frühmittelalter zum Stammesgebiet der altsächsischen Engern (auch als Angrivarier bezeichnet).

Auf dem Sintfeld fand 794 nach Christus eine der größten Schlachten des 32-jährigen Kriegs der Franken gegen die Sachsen statt. Das Fränkische Heer setzte Panzerreiter ein und konnte die um ihre Freiheit kämpfenden Sachsen besiegen. Die fränkischen Panzerreiter waren speziell ausgebildete, schwer bewaffnete und mit metallenen Rüstungen gepanzerte Reiter. Sie gelten als Vorläufer der mittelalterlichen Ritter. Der Aufbau des fränkischen Imperiums, das die Fundamente des mittelalterlichen Europas legte, ist im Wesentlichen auf den massiven Einsatz dieser Truppen zurückzuführen, die gut 160 Jahre später bei der entscheidenden Schlacht gegen die Ungarn auf dem Lechfeld bei Augsburg anno 955 nach Christus eine entscheidende Rolle spielten.

Die Schlacht auf dem Sintfeld fand in der Spätphase der von 772 bis etwa 804 dauernden Sachsenkriege Karls des Großen statt. Es war in dieser Zeit die letzte große Erhebung der Sachsen. Wie brutal es damals zuging, illustriert ein Zitat aus einem Artikel unter der Überschrift "Die ewige Schlacht: Wie Karl der Große 32 Jahre Krieg gegen die Sachsen führte" vom 06.05.2021:

"Die Stunde der Rache bricht an. Hinter ihm liegen eine bittere Niederlage gegen die Sachsen und ein jahrzehntelanger Konflikt mit diesem Stamm. Nun soll endlich eine Phase der Stabilität in der besetzten Provinz beginnen. Karl, König der Franken, Herrscher über Alemannen, Aquitanier, Bayern, Burgunder und Langobarden, trifft 782 an der Aller bei Verden eine brutale Entscheidung. Er befiehlt, eine große Menge sächsischer Geiseln und Gefangener zu töten. Für ihn sind die Opfer wortbrüchige Hochverräter, für die es nur eine Strafe geben kann: ein Blutgericht.

Sächsische Adelige haben ihm in den vergangenen elf Jahren immer wieder Treue geschworen. Dennoch musste Karl häufig gegen die Sachsen in den Krieg ziehen. Nun will er ein Zeichen aussenden, das seine Gegner verstehen, das die Sachsen einschüchtert. Ein Zeichen, nach dem niemand mehr wagt, seine Macht infrage zu stellen. Die fränkischen Reichsannalen berichten, dass Karl bei Verden 4.500 Sachsen töten lässt - an nur einem einzigen Tag."

Quelle: https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/sachsenkriege-772-804-ewige-schlacht_id_12983396.html

Eine gut 45-minütige Phoenix-Dokumentation illustriert das kriegerische Verhältnis Karls des Großen zu den Sachsen: https://youtu.be/5CnCOX3emak. Wer etwas weniger Zeit investieren möchte, dem kann ich diese 15-minütige Terra-X History-Dokumentation ans Herz legen, in der Szenen aus der längeren Dokumentation verwendet werden: https://youtu.be/4eOv2K6fFVU.

Im Laufe der Jahrhunderte veränderten sich die Anforderungen an die regionalen und überregionalen Verkehrswege auf dem G...
17/04/2026

Im Laufe der Jahrhunderte veränderten sich die Anforderungen an die regionalen und überregionalen Verkehrswege auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Dominierten im frühen Mittelalter noch dichte Wälder das Land, wurden diese mit dem Wachstum der Bevölkerung und dem Aufkommen befestigter Städte allmählich lichter. Im Mittelalter wurden Wege überwiegend zum Transport von Waren und für militärische Zwecke benötigt bzw. genutzt. Eine der wesentlichsten Veränderungen in der Beschaffenheit der Straßen brachte der um 1925 aufkommende motorisierte Kraftfahrzeugverkehr, der den Aktionsradius der Unternehmer und Bürger erweiterte und bis heute die Ausgestaltung des Straßennetzes bestimmt.

In der frühen Neuzeit (ab 1450/1500 nach Christus) war Hessen dank seiner geografischen Lage ein europäisches Verkehrszentrum. Fernreisende, Fuhrleute und Kaufleute nutzten ein dichtes Netz von Landstraßen, das weitgehend auf alten Heerstraßen aus dem Mittelalter aufbaute. Besonders wichtig waren die Messestraßen, die alle auf Frankfurt am Main zuliefen - die "Kurze Hessen" (über Friedberg und Grünberg) und die "Lange Hessen" (über Marburg und Homberg). Diese Wege waren jedoch meist unbefestigt: im Regen knietiefer Morast, im Sommer ausgefahrene Spurrinnen. Fuhrleute mussten oft weit neben der eigentlichen Straße fahren, um nicht stecken zu bleiben.

Dies führte zur Erfindung der Chaussee. Als "Chaussee" bezeichnete man neue, nach ingenieurtechnischen Regeln gebaute Kunststraßen mit einem befestigten Steinbelag und geregelter Entwässerung — die erste Generation moderner Straßen überhaupt. Das Ziel des Mitte des 18. Jahrhunderts aufgekommenen Chausseebaues war die Schaffung schnellerer Transportwege - in einem Reich, das noch durch Kleinstaaterei und eine Vielzahl von Zollgrenzen gekennzeichnet war. Die Beschleunigung der Transportwege gelang erstens durch einen besser verfestigten Untergrund mit Steinbelag, was weniger Rollwiderstand bedeutete, und zweitens durch geringere Steigungen im Streckenverlauf.

Als Geburtstag des hessischen Chausseebaus gilt der 4. Januar 1746, als Landgraf Karl von Hessen-Kassel eine Verordnung erließ, in der ein "kunstmäßiger Bau der Straßen" gefordert wurde - die Steine sollten nicht mehr "ohne alle Ordnung gleich in die Wege gestürzt" werden, sondern nach behördlich festgelegter Ordnung auf einem speziell vorbereiteten Untergrund.

Konkret bedeutete das: Der Staat übernahm die Planung und Finanzierung, die Trassen wurden vermessen und begradigt, und an den Straßenrändern wurden Obstbäume gepflanzt — teils zur Orientierung bei Nacht und Schnee, teils als Schutz gegen Sonne und Wind, und um die Obstzucht zu fördern. Die älteste fertiggestellte Chaussee im hessischen Raum, 1803 vollendet, führte von Frankfurt über Friedberg, Hungen, Grünberg und Romrod nach Alsfeld und folgte damit dem alten Verlauf der Handelsstraße durch die "Kurzen Hessen".

Was hat das mit Rhoden - Waldeck zu tun? Die Hansestadt Korbach und das Waldecker Land lagen im Einzugsbereich dieser frühen Straßenplanung. Die in der anhängenden Karte mit weißem Hintergrund ("Landstraßen im 16. bis 18. Jahrhundert") dargestellten Landstraßen zeigen die Hansestadt Korbach als Verkehrsknoten und Bestandteil des "Frankfurter Weges", der zusammen mit dem "Bremer Weg" eine Handelsstraße von Frankfurt nach Bremen bildete (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Weg).

Der Chausseebau, der auf der Karte mit beigem Hintergrund ("Chausseebau von 1750 bis 1834") dargestellt ist, erfasste Waldeck mit etwas Verzögerung, da Waldeck ein eigenständiges Fürstentum war und erst später in den kurhessischen Straßenbauplan integriert wurde. .

Bemerkenswert auf der Karte mit weißem Hintergrund ist, dass es noch keine direkte Verbindung zwischen Rhoden und Arolsen gab. Stattdessen verlief in nord-nord-östlicher Richtung ein kleinerer Weg von Arolsen über Ammenhausen nach Nörde, der sich kurz hinter Ammenhausen mit einen weiteren kleinen Weg in west-östlicher Richtung kreuzte, der von Marsberg über Rhoden zur Hansestadt Warburg führte.

Soll heißen: Vom 16. bis 18. Jahrhundert war Rhoden zwar umzingelt von großen Fernstraßen, die jeweils in ca. 10 Kilometer Entfernung durch Warburg, Scherfede, Marsberg und Arolsen verliefen. Rhoden hatte jedoch - im Gegensatz zu heute - keine direkte Anbindung an das "überregionale Verkehrsnetz".

LAGIS-Info zu Landstraßen im 16. bis 18. Jahrhundert (Karten mit weißem Hintergrund): https://lagis.hessen.de/de/orte/geschichtlicher-atlas-von-hessen/alle-eintraege/54 und LAGIS-Info zum Chausseebau von 1750 bis 1834 (Karten mit beigem Hintergrund): https://lagis.hessen.de/de/orte/geschichtlicher-atlas-von-hessen/alle-eintraege/55 und Artikel mit Erläuterungen zu beiden Karten: https://www.lagis-hessen.de/downloads/ga/29a-b.pdf.

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