23/07/2026
Ein paar Worte in eigener Sache.
Es hat uns eine E-Mail erreicht, in der hinterfragt wird, warum unser Verein Politikern bestimmter Parteien auf Instagram folgt. Wir möchten dazu bewusst öffentlich Stellung beziehen.
Lipper für Lipper ist ein sozialer Verein – kein politischer. Wir machen keine Politik für Parteien, sondern setzen uns für Menschen ein. Jeden Tag begegnen wir Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Überzeugungen und politischen Ansichten. Unser Auftrag ist es nicht, Menschen nach ihrem Wahlverhalten zu bewerten, sondern ihnen zuzuhören und sie zu unterstützen.
Viele unserer Gäste erzählen uns von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit Kommunalpolitik. Da fallen dann Sätze wie: „Der ist doch in Ordnung, der grillt beim Dorffest eine Bratwurst und nimmt sich Zeit für die Leute.“ Ob wir diese Einschätzung teilen oder nicht, ist dabei gar nicht der entscheidende Punkt. Sie zeigt vielmehr, wie politische Meinungen häufig entstehen – nämlich durch Begegnungen vor Ort und nicht durch Debatten in Berlin.
Genau deshalb beobachten wir die Arbeit regionaler Politiker verschiedener Parteien. Nicht, weil wir ihre Positionen übernehmen, sondern weil wir verstehen wollen, was die Menschen in unserer Region bewegt. Ein Instagram-Follow ist für uns kein politisches Bekenntnis, sondern Teil dieses Informations- und Dialoganspruchs.
Wir sind überzeugt, dass Demokratie nicht dadurch gestärkt wird, dass man Gespräche vermeidet oder Menschen in Schubladen steckt. Demokratie lebt davon, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und im Gespräch zu bleiben – gerade dann, wenn es nicht einfach ist.
Unsere Haltung ist dabei eindeutig: Wir stehen für die Würde jedes Menschen, für Respekt, Solidarität und die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Daran lassen wir uns messen – an unserem täglichen Handeln und nicht an einer Liste von Accounts, denen wir auf Instagram folgen.