18/03/2026
KI-Bild zur BUGA an der Wallwitzburg 2035
Leserbrief zum Artikel „Werkstatt-Ideen für die BUGA“ v. 16.3.2026
Die erste Innovationswerkstatt für die BUGA 2035 ist Geschichte. Sie gibt Anlaß zur Hoffnung, denn die hochkarätig vortragenden Experten mit ausgewiesener Expertise auf ihren jeweiligen Fachgebieten aus dem Bereich Landschafts-, Garten-, und Stadtbildgestaltung wußten zu überzeugen und Mut zu machen. Sie konnten anhand vergangener Projekte aufzeigen, was wichtig bei der Planung und Durchführung eines solchen Mammutprojektes ist: klare Ziele, die offen kommuniziert werden, langer Atem und der Mut zu Korrektur und Lücke sowie auf Bewährtem und Tradiertem aufbauen. Priorisierung von Nachhaltigkeit und Pflegemanagement, insbesondere Planung der Pflegearbeit in der Fläche mit Bürgerbeteiligung, um ein Verantwortungsgefühl für die Erhaltung der Anlagen zu fördern.
Für die weiträumigen Landschaftsparkgebiete der BUGA-Flächen heißt das: nachhaltige Beweidung statt Maschineneinsatz z. B. im Georgengarten, Lenkung der Besucherströme im Schutzgebiet „Flora-Fauna-Habitat über ausgewiesene Wege und Pfade (siehe Bild), punktueller, geschützter Zugang zu Uferzonen der Elbe und Mulde).
Ein brillianter Vorschlag zum Brückenschlag zwischen Dessau und Roßlau kam vom Vorstand der Junkers Paddelgemeinschaft e. V., Heiko Schrenner, der eine Wasserwanderstrecke von der Rosselmündung entlang des Elbbogens um das Roßlauer Luch bis zum Industriehafen anregte. Das Ganze betrieben mit einem „Kayakomat“ also Leihbooten, wie es schon an der Bitterfelder Goitzsche praktiziert wird. Das die Teilnehmerzahl der Bürger unter den Erwartungen blieb, mag am bürokratischen Auswahlverfahren (Einladung nach Zufallsprinzip) und an einer verbesserungswürdigen Werbung in den sozialen Medien liegen, am Inhalt der ersten Innovationswerkstatt und den aufgebotenen Experten lag es jedenfalls nicht.
Gero Mielczarek, Vorsitzender