26/01/2026
Nach mehr als 60 Jahren: Wertvolle historische Bücher sind nun wieder zurück in Demmin
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich das Landesarchiv Greifswald zu einem Zentrum der regional- und heimatgeschichtlichen Forschung für den Bereich Vor- und Hinterpommern entwickelt. Seine Bibliothek allerdings, für die historische Forschung im vordigitalen Zeitalter von großer Bedeutung, war lückenhaft.
Um für die Forschung wichtige Altbestände an einem Ort zusammenzuführen und für die Wissenschaft nutzbar zu machen, kontaktierte das Landesarchiv, damals unter Leitung des Archivars und Historikers Joachim Wächter, in den 1960er Jahren umliegende Museen, welche über eine historische Büchersammlung verfügten, so auch das Kreisheimatmuseum Demmin. Das Demminer Museum wählte seinerzeit gemeinsam mit dem Landesarchiv etliche Bücher aus, die dann 1964 nach Greifswald übergeben wurden – zur Verwahrung, als sogenanntes Depositum.
„Unter den 330 Titeln befinden sich besondere Stücke sowohl der allgemeinen Geschichte als auch der Demminer Geschichte“, erklärt David Krüger. „Das für die Stadtgeschichte wertvollste Buch ist zweifelsfrei die handgeschriebene Stadtchronik von Wilhelm Carl Stolle aus dem Jahr 1772“, freut sich der Heimatforscher. Zu den ältesten Stücken zählten auch die „Sechs Bücher vom alten Pommernland“ aus den Jahren 1639/40 von Johannes Micraelius. Doch auch jüngere Publikationen sind für die Forschung interessant, wie beispielsweise Arbeiten zur Geschichte des Geschlechts derer von Maltzahn, welche in den Jahren 1907 bis 1920 veröffentlicht worden sind. Diese Stücke sind nun nach Demmin zurückgekehrt.
Link zum Nordkurier-Artikel: https://www.nordkurier.de/regional/demmin/nach-mehr-als-60-jahren-wertvolle-museumsbuecher-kehren-heim-4294776
Foto: Im Depot des Landesarchivs Greifswald übergibt Dr. René Wiese (l.), Leiter des Landesarchivs, Bücher der Demminer Bibliothek an David Krüger (r.) vom Heimatverein