06/07/2026
Geschichte des Kraftverkehrs in und um Demmin, Fortsetzung: 1975 bis 1979
Im Jahr 1975 fokussierte man sich auf die Steigerung der Arbeitsproduktivität, am 20.03.1975 wurde eine Intensivierungskonferenz durchgeführt. An Neuzuführungen erhielt der Betrieb sieben KOM und neun LKW, darunter ein Ikarus 280, zwei Ikarus 255 und mehrere Kipper (Škoda, W50).
1976 wurde durch Ratsbeschluss vom 18.02.1976 der VEB Kraftverkehr Anklam an den VEB Kraftverkehr Demmin angegliedert. Es wurden Kraftverkehrseinsatzstellen für den Werkverkehr der Kreise Demmin, Anklam und Altentreptow geschaffen. An Fahrzeugen erhielt der Betrieb für den Güterverkehr zwei W50 Milchtanker, zwei Škoda-Kühlzüge, zwei W50 LK, zwei Škoda MTS 24, drei Jelcz, einen Škoda Ladekran sowie 26 LKW-Anhänger. Für den Personenverkehr sechs Ikarus 255 Linie, zwei PAS 672, zwei LiAZ 677 Stadt, ein B 1000, zwei GAZ-24 Wolga (Taxi) sowie für die Fahrschule ein Moskwitsch 1500 sowie zwei Kräder.
1977 erhielten viele Mitarbeiter den Orden "Banner der Arbeit" - Stufe 1. Das Kinderferienlager in Verchen wurde vollendet. Auch erhielt der Betrieb wieder Fahrzeuge: vier Ikarus 255, ein Ikarus 256/Tourist, fünf PKW GAZ-24 Wolga (Taxi), acht LKW Škoda, drei Jelcz, vier W50 und 11 LKW-Anhänger.
1978 war für den Betrieb das Jahr der Nichterfüllung der Planaufgaben. Durch den Ministerratsbeschluss zur Einsparung von Kraftstoff gab es Erlöseinbrüche im Güter- und Personenverkehr, auch ein hoher Reparaturstand der Fahrzeuge, Abzug der Kippfahrzeuge für die Bergung des Erntegutes sowie hohe Wartezeiten beim Transport von Bauelementen sorgten dafür, dass erstmalig der Nettogewinn nicht erfüllt werden konnte. Bereits 107 LKW und 65 KOM wiesen den Nettowert 0 aus. Auch in dem Jahr erhielt der Betrieb wieder mehrere Fahrzeuge (W50, MAS, Jelcz, Ikarus 211/255/256, PAS 672, LiAZ 677 und Moskwitsch 2140). 1978 waren insgesamt 693 Arbeitskräfte beschäftigt.
1979 gelang es die Rückstände im Güterverkehr aufzuholen, im Personenverkehr verblieb ein Defizit. Ein großer Teil der Fahrzeuge musste auf Grund des Alterungsgrades aus dem Grundmittelbestand ausgesondert werden. Es wurde jedoch weiter investiert: Der Betrieb erhielt sechs Ikarus (Linie 211, 255, 280 und 260 Stadt), drei LKW Škoda MTS 24, zwei W50 und drei Jelcz 317. Die Hofbefestigungen in Anklam und Altentreptow wurden mit einem Wertumfang von 120.000 Mark fertiggestellt, mit dem Bau einer Spritzlackiererei wurde begonnen.