13/10/2026
Am 13. Oktober gedenken die Malteser weltweit des seligen Gerhard, dessen Wirken die Grundlage für die Gründung des Malteserordens und letztendlich des Malteser Hilfsdienstes geschaffen hat.
Im Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge leitete Gerhard ein Hospital für Pilger, Kranke und Bedürftige. Dort wurden Menschen unabhängig von Herkunft, Stand oder Glauben aufgenommen und versorgt. Gerhard verstand Hilfe als Ausdruck des christlichen Glaubens. Für ihn waren die Kranken keine Last, sondern „die Herren Kranken“, denen mit Würde, Respekt und Nächstenliebe begegnet werden sollte.
Dieses christliche Menschenbild prägt die Malteser bis heute. Ob als Helfer-vor-Ort, im Sanitätsdienst, in der Erste-Hilfe-Ausbildung oder bei vielen weiteren Angeboten: noch immer gilt der Leitsatz des Ordens „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“.
Für uns Malteser ist der Gedenktag des seligen Gerhard deshalb mehr als ein Blick in die Geschichte. Er erinnert uns daran, warum wir helfen: aus Verantwortung für unsere Mitmenschen und aus dem Wunsch, ihnen mit Respekt, Offenheit und Hilfsbereitschaft zu begegnen.
Dabei muss man als Malteser nicht zwingend gläubiger Christ sein. Das Ideal vom Dienst am Nächsten ist das, was alle Malteser verbindet – unabhängig davon, welchem Glauben sie angehören, wo sie sich engagieren oder ob sie dies haupt- oder ehrenamtlich tun.