Dieser Gründungstag wird bis zum heutigen Datum gefeiert, indem der Verein, jedes Jahr an Ostermontag, unter musikalischer Begleitung eine Kranzniederlegung stattfinden lässt. Im Tambour-Corps „Frohsinn“ kann jeder, ob jung oder alt, mitwirken. Es sollten nur die Voraussetzungen gegeben sein, aktiv am Zuggeschehen teilzunehmen. Wer also Interesse an Musik, Kultur und Brauchtum hat, ist bei uns jed
erzeit herzlich Willkommen. Kommen Sie doch gerne einmal vorbei und schnuppern Sie malrein. Je nach Talent sind 1 – 3 Jahre Proben erforderlich, bis eine aktive Teilnahme an einem Auftritt gegeben ist. Ausbildung, Instrumente und Uniformen werden kostenlos vom Verein zur Verfügung gestellt. Hauptsächlich musizieren wir mit Querflöten, Marschtrommeln, Lyren, Marschpauke – und Becken. Solche Instrumente wurden nach und nach ab dem Gründungsjahr1922 angeschafft. Zu besonderen Anlässen und nur auf Anfrage tritt das Tambour-Corps „Frohsinn“ auch mit Schalmeien (Martinstrompeten) auf. Die ersten Schalmeien wurden im Jahre 1927 angeschafft. In erster Linie treten wir an innerörtlichen Umzügen auf. Wie zum Beispiel Jubiläen wie Geburtstage, goldene Hochzeiten, Vereinsjubiläen. Hauptsächlich begleitet der Verein aber Veranstaltungen wie die Dattenberger Kirmes, St. Martinsumzug, Karneval, Winzerfest. Außerhalb der Grenzen von Dattenberg sind wir natürlich auch tätig. Zur Geschichte des Tambour-Corps „Frohsinn“:
Vom Gründungsjahr 1922 an bis 1925 war es nicht möglich, ein Kassenbuch zu führen, da in dieser Zeit eine Inflation herrschte. Das Tambour-Corps „Frohsinn“ nahm in früheren Jahren sehr oft und gerne an Wettstreiten teil. Dort schnitten wir immer sehr gut bis überdurchschnittlich ab. Deswegen war der Verein beim Publikum immer sehr beliebt undvon anderen Tambour-Corps gefürchtet. Der Verein veranstaltete selber, bis in die 60er Jahre am Ostersonntag, jährlich einen Wettstreit, bei dem bis zu 17 Vereine teilnahmen und einige Liter des Dattenberger Rotweins vertilgt wurden. Ab dem Jahre 1927 musizierte der Verein nicht nur mit Querflöten, sondern auch mit Schalmeien. Zum einen begleiteten wir verschiedene Umzüge wie Kirmes und Karneval, zum anderen aber spielten wir zu verschiedensten Gelegenheiten in Gaststätten und Sälen zum Tanz auf. Dann irgendwann begann die dunkele Zeit des 2. Weltkrieges, die auch nicht schadlos am Tambour-Corps „Frohsinn“ vorbei gegangen ist. Der Verein war allerdings der erste, der bei den französischen Besatzern einen Antrag stellte, um musizieren zu dürfen, und diesen von den Besatzern bewilligt bekam. Der Leser dieser Zeilen wird sich sicher fragen, womit der Vereinaufgespielt hat, in einer Zeit, wo fast niemand irgendetwas besaß. Hierzu erlaube ich mir, einen Abschnitt aus dem Protokollbuch vom 05. Mai 1949 zu zitieren:
Mit großer Freudewurde festgestellt, das fast alles gerettet wurde, dank der Tatkraft und Umsicht der Mutter unseres Zeugwartes, Frau Eva Wagner, die unter persönlichem Einsatz alle Instrumente in einen Bunker brachte und so dem Bombenhagel und den Augen der Besatzungstruppen entzogen hat. Da der Verein in den kommenden Jahren immer mehr personellen Zuwachs bekam, entschloss man sich im Jahre 1970, ein Jugendcorps zu gründen. Dieser spielte bis zum Jahre 1986 sehr erfolgreich, begleitete sogar einige Jahre die Veedelszöch in Köln. Weiterhin war der Verein über –zig Jahre mit einem Weinstandauf den Winzerfesten in Dattenberg sowie in Linz präsent. In Dattenberg zeitweise mit einem Stand für das Seniorencorps und einem Stand für das Jugendcorps. Als sich die Zahl der Spieler im Jugendcorps immer mehrdezimierte, entschloss man sich im Jahre 1986 dafür, die Vereine, Senioren und Junioren, zusammen zu legen. Auch hier wurden bei verschiedensten Wettstreiten gute Preise erzielt. Mitte der 80er Jahre entschloss ich der Verein, ehernamtlich zu fungieren und die Gemeinnützigkeit zu beantragen. Dieser Status wird bis Dato beibehalten. 1992 veranstaltete der Verein nochmals einen Wettstreit, zudessen abendlichem Höhepunkt das Heeresmusikcorps 300 Koblenz aufspielte. Aber leider ging die Zahl der aktiven Mitspieler soweit zurück, das man sich im Jahre 2002 dahingehend entschloss, sich mit einem Tambour-Corps aus der Umgebung zusammen zu schließen, dem es personell ähnlichging Dieses erfolgreiche Zusammenspiel wurde bis 2006 praktiziert. Danach spielt das Tambour-Corps „Frohsinn“ wieder autark, erfolgreich und findet auch wieder aktiven musikalischen Zuwachs. Um aber auch in Zukunft weiterhin spielfähig zu sein, suchen wir ständig interessierte Mitspieler. Wir Proben wöchentlich, dienstags ab 19.00 Uhr im Bürgerhaus Dattenberg.