01/04/2026
Senegalreise 2026, Januar/Februar
Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins,
die Reisen in den Senegal in 2026 standen im Zeichen von TERANGA. Das ist ein Begriff aus der Wolof-Sprache, der Muttersprache der größten Volksgruppe im Senegal und bedeutet nicht nur Gastfreundschaft, er steht für eine tiefverwurzelte Kultur des Teilens, des Respekts, der Solidarität und des herzlichen Willkommens für jeden Menschen.
Die Mitglieder der beiden Reisegruppen hatten unterschiedliche Vorkenntnisse und Ideen zur Weiterentwicklung unserer Projekte.
Bei der ersten Reisegruppe spielte der Fußball eine große Rolle. Als Fans von Darmstadt SV98 interessierten sie sich für einen Fußballclub in Baila (Casamençe). Dort wird der vorhandene Platz oftmals als Toilette von den umherstreifenden Kühen, Schafen und Ziegen genutzt. Eine Mauer wäre ein sehr guter Schutz, um den Platz auch für Rundenspiele nutzen zu können. Die mitgebrachten Trikots und eine 98er Fahne kamen vor Ort sehr gut an. Weitere gemeinsame Aktionen sind in Planung.
Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Reisegruppe waren schon mehrmals im Senegal und interessierten sich für den aktuellen Stand der Projekte.
Wie immer waren die Reisen geprägt von intensiven Gesprächen mit unseren Kooperationspartnern und daraus resultierenden kreativen und produktiven Ideen für die weitere Unterstützungsarbeit.
Der Empfang in Dakar in der L’Ecole Maternelle (Kita mit Vorschule) unter Leitung von Aida Diop war wieder großartig. Alle Mitreisenden waren sich einig: Aida leistet eine hervorragende Arbeit trotz schwieriger Bedingungen. Derzeit liegen Kita und Vorschule an zwei Standorten ca. 20 Minuten voneinander entfernt, was im Tagesablauf sehr schwierig ist, da Aida mit einer weiteren Betreuungskraft mit den Vorschulkindern den Weg zu Fuß zurücklegen muss. Der Bedarf nach Betreuungsplätzen steigt weiterhin an, da die Kinder durch die vorschulische Bildung von Aida und ihrem Team viel bessere Startchancen beim Schuleintritt und während ihrer Schullaufbahn haben.
Vordringlich setzen wir uns für ein neues Mietobjekt ein, bei dem alles unter einem Dach zusammengeführt wird, idealerweise mit einem großzügigen Außenbereich. Mehr Personal und Qualifizierung des Personals ist ebenfalls ein Thema, gerade auch zur Entlastung von Aida Diop. Die Anerkennung als l'Ecole Elementaire ist ein Anliegen der Einrichtung.
Das Begrüßungs-Programm beim Besuch der Krankenstation in Dorf Barafaye hat uns wieder verzaubert und die kulturellen Riten der Casamençe nähergebracht. Die Bevölkerung setzt sich mit unserer Unterstützung dafür ein, dass die Krankenstation staatlich anerkannt wird als „Poste de Santé“.
Die Permakulturgärten in Colomba und Albadar erfreuen uns immer wieder. Sie werden genossenschaftlich von Frauen bearbeitet. Der nachhaltige Anbau von Gemüse und Obst sorgt für die Ernährung des ganzen Dorfes und beim Verkauf auf dem Markt für einen finanziellen Beitrag der Frauen für die Familie.
Punktuell unterstützen wir weiterhin die Gärten, wenn neue Vorhaben anstehen. Auf dieser Reise haben wir die Installation eines Wasserturms, eines Gartentores und weitere Wasserbecken finanziert.
Die Reise war für die Mitreisenden eine besondere Erfahrung und hat ihnen viele Einblicke in das Leben der senegalesischen Kultur ermöglicht - viel mehr als es eine touristische Reise bieten kann!
Ich danke euch allen für euer Interesse und eure Unterstützung.
Eure
Sigi Bordon
1.Vorsitzende