26/09/2025
Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, ob der Meiereibach in den Darmbach und damit in den Großen Woog geleitet werden kann. Der Vorteil wäre, dass dem Woog so mehr Wasser zufließt und so ein Wasserpegel gehalten werden kann, der die Nutzung der Rutschbahn weiter zulässt als auch das Springen vom 10-Meter-Turm.
Die bisher ausgezeichnete Wasserqualität des Badesees darf aber nicht leiden. Nun vorliegende Untersuchungen des Meiereibachs ergaben bezüglich der Keimbelastung Werte, die nicht der ausgezeichneten Wasserqualität im Woog entsprechen, aber im Durchschnitt vieler monatlicher Messungen als noch ausreichend zu betrachten wären.
Die Tabelle mit den Messergebnissen zeigt aber auch, dass an einzelnen Tagen einige Wasserproben doch sehr hohe Belastungswerte aufwiesen. (So lag z.B. der im Bach neben der Koppel am Hofgut Oberfeld gemessene Wert für Kolibakterien am 6. Juni 2025 bei über 4560 Einheiten.) Würden diese Mengen an Keimen bis in den Woog gelangen, würden sie dort eine sofortige Sperrung des Badebetriebs auslösen. (Sperrung des Badebetriebs ab 1800 Einheiten gemäß Hessischer Badegewässerverordnung.)
Es fehlen aus Sicht der Woogsfreunde bisher noch gezielte und genauere Messungen direkt bei Starkregenereignissen sowie in den Stunden und Tagen danach. Wie weit und wie schnell werden die Keime durch den Bach weiter transportiert?
Ein Risiko, dass zu viele gesundheitsgefährdende Fäkalkeime in den Woog gelangen, muss jedenfalls unbedingt ausgeschlossen werden.
Vermeiden ließe sich dies, wenn an solchen Tagen mit Starkregen und wenige Tage danach, der Meiereibach statt in den Woog in die Kanalisation geleitet würde. Eine technische Lösung sollte in der Digitalstadt Darmstadt doch möglich sein. Dann könnte dem Woog an den meisten Tagen aus dem Meiereibach zusätzliches Wasser zufließen.