13/02/2026
Verehrte Leserschaft,
es scheint als habe die neue Saison begonnen. Jeder fragt sich, was sich hinter den Türen des Bürgerhauses Merkwürdiges zuträgt – oder vielmehr: Bemerkenswertes.
Seit einiger Zeit bleiben Einladungen zu Lesungen, Vernissagen und Zusammenkünften aus. Manch einer mag bereits gemutmaßt haben, ob der Angermunder Kulturkreis eine Phase vornehmer Zurückgezogenheit pflegt. Wie entzückend – und wie falsch.
Die Wahrheit ist weit prosaischer und zugleich von größerer Tragweite: Im Erdgeschoss des Hauses erfahren die dortigen Gemächer - jene Örtlichkeiten, deren Existenz man diskret voraussetzt, über die jedoch selten gesprochen wird – eine umfassende Erneuerung. Mit bewilligten öffentlichen Fördermitteln und in wohlgeordneter Abstimmung mit der Stadt wird geplant, erneuert und vorbereitet.
Noch sind nicht alle Details enthüllt – und welche gute Geschichte käme ohne ein wenig Spannung aus? Doch man rechnet damit, dass sich das emsige Treiben bis in den April hinein erstrecken wird.
Diese Maßnahme, so hört man aus verlässlicher Quelle, ist jedoch nur der Auftakt. Eine Reihe weiterer Verbesserungen soll folgen, um das Bürgerhaus Schritt für Schritt auf einen Stand zu bringen, der sowohl zeitgemäß als auch – man staune – barrierefrei ist. Ein ambitioniertes Unterfangen. Und wie jede ehrgeizige Mission verlangt es Geduld.
Wer nun fürchtet, die kulturelle Saison falle gänzlich ins Wasser, sei beruhigt: Es wird gemunkelt, dass Ausflüge ins Lehmbruck Museum sowie eine musikalische Zusammenkunft in der Sternwarte Erkrath in Vorbereitung seien. Gewiss werden Einladungen folgen, sobald Zeit und Ort bestimmt sind.
Bis dahin bleibt der Gesellschaft nichts weiter, als Geduld zu wahren – und darauf zu vertrauen, dass nach jeder Phase des Umbaus eine umso glänzendere Saison anbricht.
Ihr ergebener Angermunder Kulturkreis