04/03/2026
„Die Obdachlosigkeit ist eine nationale Katastrophe.“
Dieser Satz ist keine Übertreibung, sondern
Ausdruck einer Entwicklung, die seit Jahren zu beobachten ist. Steigende Mieten, prekäre
Beschäftigungsverhältnisse, Inflation, fehlender bezahlbarer Wohnraum, psychische Erkrankungen,
Suchterkrankungen, familiäre Brüche und Gewalterfahrungen führen dazu, dass immer mehr Menschen ihre Wohnung verlieren.
Besonders alarmierend ist die Situation von Frauen. Während Statistiken häufig nicht differenziert genug
zwischen Männern und Frauen unterscheiden, zeigen Fachpraxis und Beratung eine deutliche Realität:
Frauen erleben Obdachlosigkeit oft verdeckt. Sie übernachten bei Bekannten, gehen
Zweckgemeinschaften ein oder bleiben aus Angst vor Gewalt in gefährdenden Beziehungen.
Viele werden statistisch nicht erfasst - und bleiben dadurch auch gesellschaftlich unsichtbar.
Mit der Aktion verfolgen wir klare gesellschaftliche und politische Ziele:
1. Sichtbarkeit schaffen
Weibliche Wohnungslosigkeit darf nicht länger übersehen werden.
2. Stigmatisierung abbauen
Weg von Vorurteilen – hin zu Dialog und Begegnung.
3. Verantwortung einfordern
Obdachlosigkeit ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck struktureller Defizite.
4. Menschen aktivieren
Bürger*innen sollen ins Gespräch kommen, Haltung entwickeln und sich positionieren.
5. Verbindung schaffen
Zwischen obdachlosen und nicht obdachlosen Menschen – auf Augenhöhe.
Wir ALLE sind Teil unserer Gesellschaft.
Ob mit Wohnung oder ohne.
Ob sichtbar oder übersehen.