01/10/2026
Von Bedarf zu Teilhabe – Wirkung in der Jugendsozialarbeit neu denken.
Unter diesem Motto steht unsere diesjährige Gesamtkonferenz Jugendsozialarbeit im Jugendhaus Düsseldorf.
Die Jugendsozialarbeit sieht sich wachsenden Herausforderungen gegenüber: Fördermittel reichen vielerorts nicht aus, gleichzeitig wächst der Legitimationsdruck. Umso wichtiger ist die Frage, wie wir die Wirkung unserer Arbeit sichtbar machen und fachlich begründen können.
Denn Wirkung lässt sich nicht allein in Fallzahlen, Vermittlungsquoten oder Teilnehmendenzahlen messen.
Jugendsozialarbeit schafft Zugänge. Sie gibt Orientierung, stärkt junge Menschen, ermöglicht Teilhabe und fördert Vertrauen. Sie unterstützt Fachkräfte, berät Politik und bringt fachliche Perspektiven in gesellschaftliche Debatten ein. Auch diese Wirkungen müssen deutlicher werden.
Deshalb diskutieren wir bei der Gesamtkonferenz unter anderem:
👉 Was verstehen wir eigentlich unter Wirkung?
👉 Welche Wirkungen entstehen in der direkten Arbeit mit jungen Menschen – und welche auf fachpolitischer Ebene?
👉 Was lässt sich messen und was entzieht sich einer einfachen Quantifizierung?
👉 Wie können wir Wirkung so beschreiben, dass die Komplexität Sozialer Arbeit erhalten bleibt?
Impulse von Dr. Catherine Marten (Phineo) und Prof. Andreas Lob-Hüdepohl (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin) sowie Arbeitsgruppen, Austauschformate und eine Exkursion zur Diakonie Düsseldorf eröffnen den Teilnehmenden unterschiedliche und neue Perspektiven.
Unser Fazit der Gesamtkonferenz: Wirkung zu zeigen bedeutet nicht, Jugendsozialarbeit auf Zahlen zu reduzieren. Sie bedeutet, sichtbar zu machen, was Jugendsozialarbeit für junge Menschen und für unsere Gesellschaft leistet.