STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative

STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative STAY! ist eine unabhängige, parteinehmende, offene Anlaufstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen. Das Projekt STAY!

In der Sozialberatung bieten wir unentgeltlich:
• Beratung in ausländerrechtlichen Fragen, z.B. bei unsicherem Aufenthaltsstatus
• Informationen über Verfahrensfragen und Vorgehensweisen von Behörden
• Informationen zu Gewährung und Erhalt von Sozialleistungen
• Begleitung zur Düsseldorfer Ausländerbehörde und zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
• Unterstützung bei Übersetzungen und d

em Ausfüllen von Formularen
• Weitervermittlung zu anderen Einrichtungen sowie zu AnwältInnen und zu politischen Initiativen
• Vermittlung ärztlicher Hilfe bei medizinischen Problemen, Schwangerschaften, Unfällen und Krankheiten

Zudem bietet STAY! mit dem Projekt MediNetz kostenlose medizinische Versorgung für Flüchtlinge und MigrantInnen ohne Aufenthaltsstatus. United hat zum Ziel Kinder und Jugendliche mit unsicherem Aufenthaltsstatus zu unterstützen und ihnen eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Außerdem engagieren wir uns in folgenden Bereichen:
• Öffentlichkeitsarbeit zu flüchtlingspolitischen Themen, rassistischer Verfolgung und Diskriminierung
• Informationsveranstaltungen zur Situation von Flüchtlingen und zur Arbeit von STAY!

Auch wir als STAY! unterstützen die Demonstration an diesem Samstag um 14 Uhr am Graf-Adolf-Platz: Gleiches Recht für al...
12/06/2025

Auch wir als STAY! unterstützen die Demonstration an diesem Samstag um 14 Uhr am Graf-Adolf-Platz: Gleiches Recht für alle! Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung!

LICHT FÜR SYRIEN - Spendenprojekt auf betterplace.orgÜber die Spendenplattform betterplace sammeln wir aktuell im Rahmen...
04/03/2025

LICHT FÜR SYRIEN - Spendenprojekt auf betterplace.org

Über die Spendenplattform betterplace sammeln wir aktuell im Rahmen unseres Projekts "Hoffnung - Amal", um 25 solarbetriebene Straßenlaternen für die Gemeinde Dahr Safra im syrischen Tartous kaufen zu können.

Alle notwendigen Informationen findet ihr auf betterplace.org und einen Teil der benötigten Spendensumme haben wir bereits zusammen. Jede Spende, egal in welcher Höhe, hilft uns weiter.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Wir wollen 25 solarbetriebene Straßenlaternen in Syrien finanzieren. Ziel ist es, 300 Familien eines christlichen Dorfs zu unterstützen, damit diese sich auch am Abend und bei Nacht wieder draußen bewegen und besuchen können.

17/02/2025

Gesundheit Unteilbar - Gemeinsam gegen Ausgrenzung und für ein gerechtes Gesundheitssystem!

Berlin, 18. Februar 2025 –

136 Akteure aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich erheben ihre Stimme gegen Ausgrenzung und für einen verbesserten Zugang zu
gesundheitlicher Versorgung für alle. Sie sind besorgt über populistische und menschenverachtende Aussagen bis weit in die politische Mitte hinein, die die berechtigte Unzufriedenheit mit dem Gesundheitssystem vieler Menschen nutzen, um gegen Migrant*innen, geflüchtete und armutserfahrene Personen,
Menschen mit Behinderungen und andere sozial benachteiligte Gruppen zu hetzen.
Stattdessen muss eine neue Bundesregierung das Thema Gesundheit wieder hoch auf die Agenda setzen und die Frage angehen, wie der Zugang zu Gesundheitsversorgung für alle in Deutschland lebenden Menschen verbessert werden kann.

Gesundheit ist ein Menschenrecht! Deutschland hat sich in internationalen Verträgen verpflichtet, gesunde Lebensbedingungen und einen diskriminierungsfreien Zugang zur
gesundheitlichen Versorgung für die gesamte Bevölkerung sicherzustellen.
Wir - das sind Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Verbände für Menschen mit Behinderungen, humanitäre und Menschenrechtsorganisationen, Migrant*innenorganisationen, Patient*innen- und Selbstvertretungen und viele mehr -
erleben täglich, wie ungleich die Chancen von Menschen sind, gesundheitliche Versorgung zu erhalten. Viele Menschen in Deutschland stehen vor massiven Barrieren, wenn sie gesundheitliche Versorgung benötigen. Besonders betroffen sind
wohnungslose, geflüchtete und armutserfahrene Menschen sowie Menschen ohne Krankenversicherung oder mit Behinderungen.

Die Hindernisse im Zugang zur Gesundheitsversorgung sind für
benachteiligte Bevölkerungsgruppen besonders sichtbar, betreffen aber auch die breite Bevölkerung. Lange Wartezeiten auf Termine, fehlende Angebote im ländlichen Raum oder in ärmeren Stadtteilen, Ungleichbehandlung zwischen privat und gesetzlich Versicherten, Sprachbarrieren, fehlende Informationen und bürokratische Hürden sind nur einige Beispiele struktureller
Diskriminierung. Diese Barrieren werden durch eine Ausrichtung des Gesundheitswesens auf ökonomischen Gewinn verstärkt. Sie führt dazu, dass Angebote nicht dem Bedarf entsprechend, sondern auf der Grundlage von Profitchancen auf- und ausgebaut werden.

Von einem niedrigschwellig zugänglichen und gerechteren
Gesundheitssystem würden alle Menschen in Deutschland profitieren. Positive Erfahrungen und Lösungsansätze gibt es bereits, sowohl international als auch in Deutschland. Erste Ansätze zur Stärkung einer niedrigschwelligen, multiprofessionellen
Primärversorgung und zum Ausbau eines diversen, inklusiven und barrierefreien Gesundheitswesens wurden in der letzten Legislaturperiode intensiv diskutiert.

Strukturelle Verbesserungen sind aber letztlich nicht auf den Weg gebracht worden. Der daraus entstehende Frust bildet einen gefährlichen Nährboden für Ressentiments und Populismus, der genutzt wird, um gegen Migrant*innen, geflüchtete und armutserfahrene Personen, Menschen mit Behinderungen und andere sozial benachteiligte Gruppen Stimmung zu machen. Dabei bedienen sich längst nicht mehr nur Rechtsextreme ausgrenzender und menschenverachtender Narrative. Bis weit in die politische Mitte hinein werden – oftmals auf faktisch falschen Behauptungen
basierend - Ängste geschürt und Feindbilder erzeugt, die die Gesellschaft spalten.

Davon profitieren, wie man inzwischen nachweisen kann, allerdings vor allem rechtsextreme Parteien. So werden Gruppen gegeneinander ausgespielt, strukturelle Probleme aber nicht
angegangen. Mehr noch: Eine Politik, die Grenzen schließen, Migration verhindern und Sozialleistungen für ohnehin marginalisierte Personengruppen abschaffen will, wird
strukturelle Diskriminierungen in unserer Gesellschaft weiter befördern und den Zugang zu gesundheitlicher Versorgung für weite Teile der Bevölkerung sogar verschlechtern. Bereits bestehende Probleme im Zugang, strukturelle Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung werden
zunehmen. Bei weiterem Erstarken rechtsextremer Kräfte fürchten wir auch den Wegzug des Gesundheits- und Pflegepersonals mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte. Dabei ist unser Gesundheitssystem dringend auf diese Fachkräfte angewiesen.

Diese Spaltungstendenzen möchten wir nicht länger hinnehmen! In der Initiative Gesundheit Unteilbar vereinen sich Akteure der Zivilgesellschaft und des Gesundheitswesens. Gemeinsam möchten wir diesen Entwicklungen zwei Dinge entgegensetzen:

1. Ein klares Bekenntnis zur Solidarität und gegen das Ausspielen
verschiedener Gruppen gegeneinander. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht auf notwendige gesundheitliche Versorgung, niemand darf dabei diskriminiert werden!

2. Gemeinsame Lösungen für einen diskriminierungsfreien und gerechten Zugang zum Gesundheitssystem. Barrierefreiheit in der
Gesundheitsversorgung kommt allen zugute, nicht nur marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Unser Netzwerk vereint Expert*innen unterschiedlicher Fachgebiete, die konkrete Vorschläge und Forderungen für notwendige Verbesserungen im Gesundheitswesen haben.

Die wichtigsten Forderungen auf einen Blick:

 Ein einheitliches Krankenversicherungssystem, das alle in Deutschland lebenden Menschen einschließt, bedarfsgerecht versorgt und das durch alle nach ihren Möglichkeiten sozial gerecht und nachhaltig finanziert wird

 Multiprofessionelle Primärversorgung (verschiedene Gesundheitsdienste unter einem Dach) - wohnortnah, niedrigschwellig und bedarfsgerecht

 Barrierefreie Praxen und Krankenhäuser; für alle verständliche Informationen, auch in einfacher Sprache und Gebärdensprache

 Transparente und gerechte Terminvergabesysteme

 Bedarfsplanung, die sozioökonomische Faktoren stärker in den Blick nimmt

 Gemeinwohlorientierte, miteinander verzahnte ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung, inkl. Notfallversorgung

 Verstetigte und ausreichend finanzierte niederschwellige gesundheitliche und psychosoziale Versorgungsangebote für marginalisierte Bevölkerungsgruppen mit spezifischen Bedarfen (z. B. geflüchtete, von Gewalt betroffene oder wohnungslose Menschen)

 Stärkere Berücksichtigung von Prävention und Gesundheitsförderung sowie (psycho)sozialen Faktoren im Gesundheitswesen

 Flächendeckend qualifizierte Sprachmittlung in der Gesundheitsversorgung

 Anti-Diskriminierungstrainings und Entwicklung von diversitätsorientierter Kompetenz in der Aus- und Fortbildung für Gesundheitsberufe sowie die Verankerung in Curricula und institutionellen Strukturen

 Lob- und Beschwerde-Strukturen zur Meldung von Diskriminierungsvorfällen in Versorgungseinrichtungen sowohl für Gesundheitspersonal als auch Patient*innen

Als Initiative Gesundheit Unteilbar fordern wir, dass die politische Debatte sich wieder darum dreht, wie gesundheitliche Versorgung wirklich für alle verbessert werden kann.

Bundesministerin Schulze und MdB Dr. Martens zu Gast bei STAY!Diese Woche konnten wir Svenja Schulze, Bundesministerin f...
24/01/2025

Bundesministerin Schulze und MdB Dr. Martens zu Gast bei STAY!

Diese Woche konnten wir Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie Dr. Zanda Martens, Abgeordnete des Bundestages, bei uns begrüßen und mit ihnen über die aktuelle Situation in Syrien sprechen. Ministerin Schulze war in der Woche zuvor nach Damaskus gereist, um mit der Übergangsregierung sowie Hilfsorganisationen über Möglichkeiten der Unterstützung beim Wiederaufbau Syriens nach dem Sturz Assads zu sprechen.

Zudem konnten wir das, gemeinsam mit dem Straßenmagazin fiftyfifty und zwei maronitischen Gemeinden in Syrien ins Leben gerufene, Projekt Amal – Hoffnung vorstellen. Die Syrerin Lama Skaf, die zuvor ehrenamtlich in einer der beiden Gemeinden tätig war, lebt aktuell in Düsseldorf und unterstützt das Projekt seit Ende letzten Jahres, während sie sich zeitgleich in Sachen Projektmanagement und Spendenakquise fortbildet.

(v.l.n.r. Ministerin Svenja Schulze, Lama Skaf, Dr. Zanda Martens)

Wir sind dabei weiterhin auf Spenden angewiesen, um unter anderem einen gebrauchten Kleinbus kaufen zu können, mit dem der weitere Schulbesuch der Kinder in den beiden Gemeinden sichergestellt werden soll. Darüber hinaus möchten wir durch sogenannte Mikrokredite Menschen in die Lage versetzen, ein Kleingewerbe, wie zum Beispiel Lebensmittelhandel oder Handwerksbetrieb zu gründen. Zu guter Letzt verfügen beide Gemeinden über zahlreiche Olivenhaine, die im Moment nicht effektiv bewirtschaftet werden können. Es fehlt eine Olivenpresse, um gewinnbringend Olivenöl in großer Menge zu produzieren. Aber auch dieses Problem wollen wir gemeinsam lösen, indem wir den Kauf dieser Presse möglich machen und so perspektivisch für zahlreiche Arbeitsplätze vor Ort mit sicherem Einkommen sorgen.

Unterstützen können Sie/könnt ihr das Projekt mit einer Spende an:
STAY! e.V.
IBAN: DE51 4306 0967 4008 4085 00
BIC: GENODEM1GLS
GLS-Bank Bochum
Verwendungszweck: Amal Hoffnung

Herzlichen Dank und die besten Wünsche für das neue Jahr!Wir haben im vergangenen Jahr viel Unterstützung und Zuspruch e...
02/01/2025

Herzlichen Dank und die besten Wünsche für das neue Jahr!

Wir haben im vergangenen Jahr viel Unterstützung und Zuspruch erhalten. So konnten wir über das ganze Jahr Sachspenden an die Menschen weitergeben, die zu uns in die Beratungsstelle kommen und in den Tagen vor Weihnachten zahlreiche Geschenke an die Kinder unserer Klientinnen und Klienten verteilen. Und Geldspenden machten und machen es weiterhin möglich, unser Beratungsangebot für Menschen mit Fluchtgeschichte aufrecht zu erhalten.

Herzlichen Dank an alle Vereine und Firmen, Gruppen, Familien und Einzelpersonen für Ihre und Eure Unterstützung und die besten Wünsche für das neue Jahr.

"In Syrien ist niemand mehr, der hilft."Dass wir nicht nur Geflüchtete hier bei uns unterstützen, sondern auch versuchen...
16/10/2024

"In Syrien ist niemand mehr, der hilft."

Dass wir nicht nur Geflüchtete hier bei uns unterstützen, sondern auch versuchen, den Blick auf besondere Notlagen im Ausland zu richten, wissen viele von Ihnen und Euch bereits. Über die furchtbare Situation, in der sich die Menschen aus dem Libanon gerade befinden, die aus Angst vor Bombenangriffen ins benachbarte Syrien geflohen sind, hat Oliver Ongaro aus unserem Vorstand mit Christopher Damm, Redakteur der NRZ gesprochen. Hier der Link zum Artikel der NRZ:

https://www.nrz.de/lokales/duesseldorf/article407470875/duesseldorfer-aktivist-in-syrien-ist-niemand-mehr-der-hilft.html

Pfarrer Abouna Habib ist mittlerweile in Rablah angekommen und unterstützt die Helferinnen und Helfer vor Ort bei der Versorgung der Geflüchteten. Wir haben ihm finanzielle Unterstützung zugesagt, um dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel kaufen zu können.

Spenden könnt Ihr / können Sie über folgende Bankverbindung:
STAY e.V.
IBAN: DE51 4306 0967 4008 4085 00
Kontonummer: 4008408500
BIC: GENODEM1GLS
GLS-Bank Bochum

oder per PayPal unter folgendem Link:
https://shorturl.at/iyOWb

Demonstration | 19.09.2024 ab 18 Uhr | Oberbilker Markt | Asyl ist ein Menschenrecht / Rassismus bekämpfen!Das SPD gefüh...
17/09/2024

Demonstration | 19.09.2024 ab 18 Uhr | Oberbilker Markt | Asyl ist ein Menschenrecht / Rassismus bekämpfen!

Das SPD geführte Innenministerium hat ab Montag, 16.09.2024, flächendeckende Grenzkontrollen an deutschen Grenzen und weitere Maßnahmen zur Migrationskontrolle eingeführt. Darunter mehr Befugnisse für den Verfassungsschutz, massenweise Überwachung mit Kl und Gesichtserkennung und geringere Hürden für den Einsatz von Telekommunikationsüberwachung. Ebenso wieder auf der Tagesordnung steht der Bau eines neuen Abschiebegefängnisses.
Was vorher von Rechtsextremen, wie der AfD, gefordert wurde, wird nun unter der Ampelkoalition durchgesetzt. Und der CDU geht das nicht mal weit genug.

Während seit Monaten tausende Menschen auf die Straßen gehen und gegen die AfD und deren menschenverachtende Politik protestieren, setzen die anderen Parteien deren Forderungen um.
Angeführt von der Union wurde die faschistische Politik der AfD alltagstauglich verpackt. Mit hetzerischen Bezeichnungen wie „kleinen Paschas“ hat man Weidels Aufzählungen von „Burkas, Kopftuchmädchen und allementierten Messermännern“ erweitert.
Mit populistischen Falscherzählungen von „Ausländern, die uns Deutschen die Zahnarzttermine“ klauen, wurde seitens Friedrich Merz der Hass auf Geflüchtete erhöht. Und während wir Angst davor haben, dass die AfD das Verfassungsgericht infiltriert, wünscht sich Söder, dass Gerichte die Verwaltung und Politik nicht mehr kontrollieren, zumindest bei Fragen der Abschiebung.
Gefüttert durch den Rassismus von AfD und CDU, wird hinter der angeblichen „Brandmauer nach rechts“ von BSW bis Grüne von FDP bis SPD gezündelt: GEAS Reform, die Einführung von Bezahlkarten und anderes entmenschlichendes Vorgehen gegen Geflüchtete und Menschen auf der Flucht.

Letztlich machen all diese Gesetzesvorhaben Deutschland und die Welt kein Stück sicherer. Es spielt den N***s und Faschisten in die Karten. Rassistische Wähler:innen wählen am Ende das Original und nicht die Nachahmer. Die AfD wird gestärkt.

Ganz aus dem Blick geraten sind die Menschen, um die es hier geht: Es sind Menschen, die vor Krieg, Folter und Diktatur fliehen. Deutschland hatte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vorgenommen, aus der Geschichte zu lernen und Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, Schutz zu bieten. Dieses Recht auf Asyl steht wieder einmal ernsthaft zur Debatte.
Statt tatsächliche Maßnahmen gegen den globalen Islamismus zu unternehmen und z.B. die Außenpolitik zur Türkei oder Saudi-Arabien zu verändern, kooperiert man nun sogar mit den Islamisten in Kabul, um Abschiebungen nach Afghanistan möglich zu machen.

Wir sind wütend und schockiert angesichts der derzeitigen Situation in der deutschen Politik.
Kommt mit uns am Donnerstag, 19.09. um 18 Uhr auf die Straße.
Für solidarische Lösungen statt Abschottungsfantasien.
Gegen den Ausbau eines Überwachungsstaates.
Für ein humanitäres Miteinander und eine antifaschistische Gesellschaft.

Solingen und danachDie Ereignisse der letzten Wochen überschlagen sich: Am 24. August 2024 ermordete ein islamistischer ...
10/09/2024

Solingen und danach

Die Ereignisse der letzten Wochen überschlagen sich: Am 24. August 2024 ermordete ein islamistischer Attentäter in Solingen bei einem Stadtfest für Vielfalt und Toleranz drei Menschen und verletzte acht weitere schwer.

Daraufhin überbieten sich nun fast alle Parteien in Forderungen nach mehr und schnelleren Abschiebungen, Einstellung von Leistungen zum Lebensunterhalt für Ausreisepflichtige, mehr Abschiebehaftanstalten, keiner weiteren Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien, der Abschaffung des Asylrechts, der massiven Einschränkung der gesamten Grundrechte für alle Menschen ohne deutschen Pass, dauerhaften Grenzkontrollen oder Zurückweisungen von Flüchtlingen aus bestimmten Ländern. Die Liste ließe sich weiter fortsetzen.

Viele der vorgebrachten Ideen sind (noch) verfassungswidrig oder verstoßen gegen geltendes EU-Recht und gegen die Menschenrechtscharta der EU.

Derweil hetzt die Springerpresse gegen die Anwältin des Täters und gegen Beratungsstellen für Flüchtlinge, die den regulären verwaltungsrechtlichen Prozess des Attentäters begleiteten, und veröffentlicht deren Namen und Fotos. Angriffe werden nicht lange auf sich warten lassen…

Schon wenige Tage nach dem Attentat wurden 28 straffällig gewordene Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben, obwohl Deutschland mit den dort regierenden islamistischen Taliban aus guten Gründen (offiziell) keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Diese Abschiebungen scheinen die Antwort der Bundesregierung auf die Ereignisse von Solingen zu sein und sollen Handlungsfähigkeit zeigen. Tatsächlich waren sie schon seit Monaten geplant. Abschiebungen nach Afghanistan und bald auch nach Syrien sollen nun, der desolaten politischen Lage zum Trotz, normalisiert werden.

Auch mit der Diskussion um Mittelkürzungen für Geflüchtete versucht die Politik nun Handlungsfähigkeit zu signalisieren, dabei sind auch diese schon seit längerem in Arbeit. Schon vor dem Solinger Attentat hat die Landesregierung NRW in ihren Haushaltsentwurf Mittelumschichtungen und -kürzungen im Flüchtlingsbereich eingeschrieben. Landesmittel für die Asylverfahrensberatung in den Landesunterkünften werden gestrichen und die Beratung Geflüchteter so weiter eingeschränkt und verschlechtert. Dabei ist es gerade zu Beginn, aber auch im Prozess des Asylverfahrens von großer Wichtigkeit, dass geflüchtete Menschen umfassend über den Ablauf des Verfahrens und ihre Rechte und Pflichten informiert werden.

Mit den Kürzungen von Geldern für die Verfahrensberatung setzen sich die Streichungen und Einschränkungen im Bereich der Flüchtlingsberatung der letzten Jahre fort. Auf Bundesebene wurde zum Beispiel im Mai 2024 die Einführung der sog. „Bezahlkarte“ beschlossen, die Flüchtlinge noch mehr vom sozialen Leben und kultureller Teilhabe ausschließen soll und ein menschenwürdiges Leben unmöglich macht. Mittel dafür sind schon im Landeshaushalt eingeplant.

Leider lässt sich diese Auflistung noch lange fortsetzen, ein Ende der Entmenschlichung von Geflüchteten ist nicht in Sicht.

Die islamistische Radikalisierung hier lebender Muslime ist zweifelsohne ein Problem, auf das eine Antwort gefunden werden muss. Nun aber sämtliche Muslim*innen in Sippenhaft zu nehmen und sie für den Terror einzelner büßen zu lassen, ist purer Rassismus. Viele Geflüchtete sind selbst vor islamistischem Terror geflohen, gerade aus Syrien und Afghanistan. Dem zum Trotz diskutiert die Bundesregierung schon länger darüber, Geflüchteten aus Syrien grundsätzlich keinen subsidären Schutz zu gewähren, sondern für sie lediglich ein Abschiebeverbot zu erlassen. Dies bedeutet eine massive Verschlechterung ihrer rechtlichen Lage. Sie werden bestraft für Taten, die sie nicht begangen haben. Anstatt darüber nachzudenken, wie sich eine islamistische Radikalisierung gerade junger Menschen in Deutschland verhindern ließe, werden pauschal „die Flüchtlinge“ zum Sündenbock gemacht und so getan, als ließe sich das Problem mit „Maßnahmen gegen Migration“ lösen.

Die Folgen sind offensichtlich: Bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen profitierte die AfD von der weit nach rechts gerutschten Debatte um Migration und Flucht. Für Gruppen und Initiativen, die sich in diesen Bundesländern gegen Rechts engagieren, wird die Arbeit zunehmend schwieriger, sie sind dort massiven Anfeindungen ausgesetzt. Derweil wird auf Bundesebene weiterhin um das Demokratieförderungsgesetz gestritten, das gerade solche Strukturen stärken soll.

Wir als STAY! Flüchtlingsinitiative sind lange genug aktiv, um zu wissen, dass die Unterstützung Geflüchteter in dem aktuellen politischen Klima zunehmend schwerer werden wird. Wir werden uns trotz der Hetze und Angriffe weiterhin für die Rechte und für ein menschenwürdiges Leben von Geflüchteten in Deutschland und speziell in Düsseldorf einsetzen:

Wir beraten und unterstützen weiterhin Flüchtlinge bei der Inanspruchnahme ihrer rechtlichen Möglichkeiten, damit sie sich hier ein sicheres (?) Leben aufbauen können.

Wir versorgen weiterhin kranke Menschen ohne gültige Papiere durch das STAY! Medinetz.

Wir setzen uns weiterhin gegen die Entmenschlichung und Entrechtung von Geflüchteten ein.

Wir lehnen Abschiebehaft weiterhin als Menschenrechtsverletzung ab und wenden uns gegen die Eröffnung weiterer Abschiebegefängnisse.

Wir stellen uns weiterhin dem gesellschaftlichen Rechtsruck und insbesondere der AFD entgegen.

Wir werden weiterhin die Themen Flucht und Flüchtlinge aus einer humanistischen Perspektive betrachten und danach handeln.

Und selbstverständlich verurteilen wir bei alledem das islamistische Attentat, das einen Angriff auf unsere vielfältige und offene Gesellschaft darstellt! Wir trauern mit den Opfern des Anschlags und den Bewohner*innen von Solingen. Ihnen gilt unsere Solidarität.

Solingen und danach… Die Ereignisse der letzten Wochen überschlagen sich: Am 24. August 2024 ermordete ein islamistischer Attentäter in Solingen bei einem Stadtfest für Vielfalt und Toleranz drei Menschen und verletzte acht weitere schwer. Daraufhin überbieten sich nun fast alle Parteien in Fo...

19/08/2024

Adresse

EllerStr. 176
Düsseldorf
40227

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 12:00
Dienstag 16:00 - 20:30
Donnerstag 14:00 - 16:00
Freitag 13:00 - 15:00

Benachrichtigungen

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