03/06/2026
Wübben Stiftung Bildung/David Ausserhofer🎯 Wie können wir die Bildung in Deutschland gemeinsam verbessern? Und welche Rolle können Daten dabei spielen? Darüber diskutieren wir heute mit Schulleitungen, Politik und Wissenschaft in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin.
📈 Unser Geschäftsführer Dr. Markus Warnke hat die Veranstaltung soeben gemeinsam mit Dr. Dorit Stenke, Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, und Kerstin Lehner mit einem Blick aufs kanadische Bildungssystem eröffnet: „In Kanada ist es beeindruckend zu sehen, wie schülerorientiert dort gearbeitet wird und wie diese Verantwortung von allen Ebenen getragen wird.“ Dr. Dorit Stenke ergänzt: „Es ist spannend, wie stark die Zielorientierung im kanadischen Bildungssystem ist. Wir haben in Schleswig-Holstein sehr von diesem System gelernt.“
🤝Es folgt Dr. Petra Bahr, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), mit ihrem Grußwort. Auch sie betont ihre Einblicke aus Kanada: „Mein Sohn war ein Jahr in Kanada. In seiner deutschen Schule wurde oft der Blick darauf gelegt, wo er herkommt. In Kanada wurde er gefragt, wo er hinwill. Was mich in Kanada auch beeindruckt hat, ist, wie dort Wellbeing und Leistung zusammen gedacht werden.“
💡Anschließend stellt Prof. Pierre Tulowitzki die aktuellen Ergebnisse des vor. Er macht mit Blick auf die Datenarbeit der Schulen deutlich: „Viele Schulen arbeiten bereits mit Daten. Aber viele Schulleitungen schätzen ihre Kenntnisse als mittelmäßig ein. Ich sehe es als Appell: Schulen, setzt euch mit der Arbeit mit Daten auseinander. Verwaltung, stellt die Unterstützung und die notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung.“
Es folgt die Diskussionsrunde „Mit Daten Schule entwickeln: Perspektiven für Politik und Praxis“.
💬 Cornelia Franz, Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Ebersteinstraße in Gelsenkirchen, macht deutlich: „Wir brauchen ein Tool, mit dem wir die Entwicklung von Kindern deutlich machen können und das nicht nur einen Ist-Stand abbildet. Wir brauchen eine individualisierte Lernverlaufsdiagnostik“. Auf SchuB lest ihr heute, wie Cornelia Franz an ihrer Schule mit Daten arbeitet: https://www.schub-magazin.org/l8_26_datenserie_bessere_bildung_corneliafranz_nrw/
📈 Dr. Petra Bahr, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ergänzt: „Ein Ziel im Startchancen-Programm ist es deshalb, nicht von oben herab Tools vorzugeben, sondern gemeinsam mit Schulen das zu entwickeln, was wirklich gebraucht wird.“
📚 Dr. Dorit Stenke, Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, betont: „Wir haben mit dem Nationalen Bildungspanel einen Datenschatz, der noch nicht gehoben wird. Dort liegt ein großes Potenzial, um repräsentativ Muster zu erkennen.“
💡Prof. Pierre Tulowitzki von der Fachhochschule Nordwestschweiz hebt hervor: „Wir wissen aus US-amerikanischen Ländern, dass die Arbeit von Schulleitungen Effekte auf die Leistung von Schüler/innen hat. Zum Schulleitungshandeln sind im Nationalen Bildungspanel aber keine Daten enthalten. Das wäre eine sinnvolle Ergänzung.“
🔍Wir gehen nun in die Pause und sind gespannt auf die Workshop-Phase am Nachmittag. Dann versuchen wir mit 100 Schulleitungen, die beeindruckendsten Ansätze zu datengestützter Schulentwicklung unter den Schulen zu finden.
Fotos: Wübben Stiftung Bildung/David Ausserhofer
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW