Ameisenschutzwarte NRW e.V.

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18/10/2026

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Sechs Spechte, die man in Deutschland hören und sehen kann — und wie man sie auseinanderhält.

1. Buntspecht (Dendrocopos major) — 23 cm
Der häufigste. Schwarz-weiß mit rotem Unterschwanz. Männchen mit rotem Nackenfleck, Weibchen ohne. Trommelt im Frühjahr auf tote Äste und gelegentlich auf Dachrinnen. Im Vogelschädlingsbekämpfungs-Post als Borkenkäferjäger vorgestellt — hackt die Larven unter der Rinde hervor.

2. Kleinspecht (Dryobates minor) — 15 cm
Der Winzling. Sperlingsgroß. Schwarz-weiß gestreifter Rücken wie eine Leiter, kein Rot am Unterschwanz. Männchen mit rotem Scheitel. Leise, unauffällig, in Laubbäumen. Der schnelle ID-Test: Wenn der Specht so klein wie ein Sperling ist, ist es der Kleinspecht.

3. Mittelspecht (Dendrocoptes medius) — 20 cm
Der Eichenliebhaber. Zwischen Bunt- und Kleinspecht in der Größe. Roter Scheitel bei beiden Geschlechtern (Buntspecht: nur das Männchen hat Rot am Nacken). Stochert in der Rinde alter Eichen statt zu hämmern. Braucht alte Eichenwälder — verschwindet, wenn sie gefällt werden.

4. Grünspecht (Picus viridis) — 32 cm
Der Bodenjäger. Grün-gelbes Gefieder, roter Scheitel, schwarze Gesichtsmaske. Frisst Ameisen — am Boden, nicht am Baum. Steckt seine lange, klebrige Zunge direkt in Ameisennester im Rasen. Sein Ruf ist ein lautes, lachendes "Klü-klü-klü-klü", das wie ein Lachen klingt und über den ganzen Garten trägt. Vogel des Jahres 2014.

5. Grauspecht (Picus canus) — 28 cm
Der stille Verwandte. Ähnlich wie der Grünspecht, aber dezenter: grauer Kopf, nur beim Männchen ein kleiner roter Stirnfleck, keine schwarze Maske. Seltener, scheuer, in alten Laubwäldern. Frisst ebenfalls Ameisen.

6. Schwarzspecht (Dryocopus martius) — 46 cm
Der Riese. Krähengroß, komplett schwarz, roter Scheitel. Europas größter Specht. Sein Ruf ist ein durchdringendes "Kliäh", sein Trommeln das lauteste und langsamste aller Spechte. Hackt große, ovale Höhlen in Buchen und Kiefern — und diese Höhlen werden nach ihm von Hohltauben, Dohlen, Raufußkäuzen und Baummardern bewohnt. Ein Schwarzspecht-Loch ist eine Wohnung, die Jahrzehnte lang von anderen genutzt wird.

Was sie anzieht: Tote Bäume stehen lassen. Alte Eichen stehen lassen. Fettfutter am Futterhaus (Bunt- und Kleinspecht kommen regelmäßig). Ameisen im Rasen dulden (Grünspecht-Einladung).

Sechs Arten, sechs verschiedene Schnäbel, sechs verschiedene Strategien — und alle profitieren von einem Garten, der nicht jedes tote Holz entfernt.

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23/09/2026

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Die Gelbe Wiesenameise 🐜🐜🐜

Wer im Sommer über eine Wiese läuft, ahnt oft nicht, dass direkt unter den eigenen Füßen jede Menge los ist. Die Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus) gehört zu den häufigsten Ameisenarten Europas und lebt größtenteils dort, wo man sie kaum zu Gesicht bekommt: unter der Erde. Ihre Nester legt sie bevorzugt in Wiesen, Weiden und an sonnigen Stellen an. Typisch sind die kleinen, mit Gras bewachsenen Erdhügel, die wie unscheinbare Mini-Maulwurfshügel aussehen.

Anders als viele andere Ameisenarten geht die Gelbe Wiesenameise nur selten auf Nahrungssuche an der Oberfläche. Stattdessen pflegt sie im Inneren ihres Nestes kleine Blattlauskolonien an den Wurzeln von Pflanzen. Die Blattläuse liefern den Ameisen dabei Honigtau – eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die die Ameisen regelrecht „melken“. Im Gegenzug werden die Blattläuse von den Ameisen geschützt. Die Gelbe Wiesenameise ist damit ein kleines Beispiel dafür, wie eng verschiedene Arten in der Natur zusammenarbeiten.

Und noch etwas macht sie besonders: Die Tiere sind wahre Nestbauer. Ein Ameisenvolk kann über viele Jahre im selben Nest leben und dabei die Bodenstruktur beeinflussen. Ihre unterirdischen Gänge lockern den Boden und tragen dazu bei, dass Wasser und Luft besser in den Boden gelangen.

Wer also beim nächsten Spaziergang kleine Erdhügel zwischen Gräsern entdeckt, sollte vielleicht einmal genauer hinschauen. Unter der Oberfläche befindet sich möglicherweise eine gut organisierte Ameisenwelt.

20/09/2026

Erfolgreiche Bundesversammlung beendet
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13/09/2026

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Bei gefährlichen Tieren denken viele wahrscheinlich zuerst an Wölfe oder andere große Raubtiere. Aber welche Tiere sind für Menschen in Deutschland tatsächlich gefährlich? Dazu gibt es Zahlen vom Statistischen Bundesamt für 2024 – und die zeigen ein ziemlich anderes Bild. 🐝🐜

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08/09/2026

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Sie sind klein, unscheinbar – und doch für den Wald unverzichtbar: Waldameisen🐜 Sie verbessern die Bodenstruktur, verbreiten Pflanzensamen und helfen dabei, Schädlinge in Schach zu halten. Ihre Arbeit unterstützt die Artenvielfalt und das Gleichgewicht im Wald. 💪🌳🌲
Doch die massiven Verluste an Fichtenwäldern durch Borkenkäfer und Dürre setzen ihnen stark zu. Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit der NRW e.V. aktiv für den Erhalt ihrer Lebensräume ein – durch Beratung, Schulungen und konkreten Schutz vor Ort.

Was ihr tun könnt?
🌱 Auf den Wegen bleiben – das schützt ihre empfindlichen Hügelnester.
👀 Beobachten statt anfassen – mit etwas Abstand lassen sich Ameisen genauso gut entdecken.
🧠 Wissen weitergeben – besonders Kinder lassen sich schnell für diese faszinierenden Tiere begeistern.

🎥 Wie genau Ameisen leben und was sie leisten, erklärt Förster Florian in einem unserer Reels.
👉 Mehr Infos: www.wald-und-holz.nrw.de/aktuelle-meldungen/ameisenschutz-im-wald

(📸Wald und Holz NRW, Moritz Münch)

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08/09/2026

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Schutz gegen Süßes? Klingt nach einem ziemlich cleverer Deal, oder? 🍯

Auf den ersten Blick haben die beiden wenig gemeinsam – tatsächlich verbindet sie aber eine erstaunliche Partnerschaft: Die Blattläuse saugen Pflanzensaft und scheiden dabei zuckerreichen Honigtau aus. Für die Roten Waldameisen ist das eine begehrte Nahrungsquelle. Im Gegenzug bewachen sie ihre kleinen „Honigtau-Lieferanten“ und verteidigen sie sogar gegen Fressfeinde wie Marienkäfer oder Schlupfwespen. Manche Ameisen besuchen ihre Blattläuse regelmäßig und regen mit ihren Fühlern sogar die Honigtaubildung an. 🐜👆

Wusstest du schon von diesem Tauschgeschäft?

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16/08/2026

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🦋✨ Er lässt sich von Ameisen aufziehen – und gehört trotzdem zu unseren bedrohtesten Schmetterlingen.

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist zum Schmetterling des Jahres 2026 gewählt worden. Und sein Lebenszyklus klingt fast unglaublich: Seine Raupen täuschen Ameisen, werden von ihnen ins Nest getragen, gefüttert und beschützt – und verbringen dort fast ein Jahr. 😲

💚 Noch bis Ende August habt ihr die besten Chancen, den seltenen Falter zu beobachten. In dieser Zeit sind die Schmetterlinge besonders aktiv, auf Partnersuche unterwegs und bei der Eiablage zu sehen.

👉 Wie der Schmetterling seine Wirte austrickst, warum er auf eine ganz bestimmte Pflanze angewiesen ist und weshalb sein Überleben an einem seidenen Faden hängt, erfahrt ihr im Link. 🦋🌿

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/schmetterlinge/tagfalter/14046.html

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