01/03/2026
Zürich machts vor.
Eine offene, sich selbst überlassene Drogenszene bringt nur Leid und Gewalt.
Besonders, wenn sie aus der Gesellschaft gedrängt wird.
Wir brauchen ein inklusives, akzeptanzorientiertes und ganzheitliches Konzept, das suchtkranke Menschen von den Straßen holt.
Zürich hatte mal ein massives Problem mit einer offenen Drogenszene, das 1992 mit täglich bis zu 3000 Suchtkranken Konsument*innen im Platzspitz-Park und schweizweit 419 Opiat-Toten schlimmste Ausmaße angenommen hatte.1
Bis zum Ende der 1980er Jahre wurde diese Szene ausschließlich mit Repression bekämpft, Hilfe für Drogensüchtige wurde unterbunden.2
Traurige Zahlen belegen das Elend: Allein 1991 starben in der offenen Drogenszene am Platzspitz 21 Süchtige. 3600-mal wurden Drogenabhängige vor Ort reanimiert.2
2025, 2026 existiert die offene Drogenszene in ihrer extremen Form von damals nicht mehr.
WIE HABEN SIE DAS GEMACHT UND KÖNNEN WIR DAS IN DÜSSELDORF AUCH?
Die Szene steuern: Zürich setzt auf ein »Vier-Säulen-Modell«
> Prävention, Therapie, Schadensminimierung, Repression. >>Mehr Infos in den Slides.
Auch in Düsseldorf gibt es umfangreiche Präventionskonzepte und -Angebote,
Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten, Überlebenshilfen mit Drogenkonsumräumen und Notschlafstellen und eine konsequente Strafverfolgung des Drogenhandels.
Was fehlt?
Das Zürcher Modell macht es vor: Es bietet den Drogenabhängigen Menschen nicht nur Aufenthaltsräume, sondern »Raum«, in dem sie ungestört und akzeptiert sind. Dazu gehört auch und vor allem, dass der Mikrohandel mit Suchtstoffen in den Einrichtungen erlaubt ist.
So werden die Einrichtungen für suchtkranke Menschen zu einer echten Alternative zum Aufenthalt im öffentlichen Raum.
Quellen s. vorletzter Slide
Gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf arbeiten wir an der Entwicklung eines öffentlichen Raumes, in dem alle einen Platz haben!