15/07/2026
2.150 MENSCHEN SIND TOT
Sie sind 2025 in Deutschland an den Folgen des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben. Jeder drogenbedingte Todesfall ist einer zu viel – und viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen! WIE?
»Wir gehen davon aus, dass junge Menschen oft synthetische, hochpotente Drogen zu sich nehmen, von denen sie nicht wissen, wie genau sie wirken.
Wir brauchen unbedingt mehr Aufklärung und Frühwarnsysteme, um diese Fälle verhindern zu können,« sagt Eva Egartner vom Fachverband Drogen- und Suchthilfe fdr+.
Die wachsende Verbreitung von Crack sowie synthetischen Opioiden, unberechenbare Wirkstoffgehalte und zunehmender Mischkonsum verschärfen die Lage zudem dramatisch.
Deutschland steht an einem kritischen Punkt.
Fünf Maßnahmen können Leben retten und die Zahl drogenbedingter Todesfälle nachweislich reduzieren:
1. Kommunale Frühwarnsysteme stärken
Trends und gefährliche Entwicklungen müssen früh erkannt werden, um rechtzeitig reagieren zu können.
2. Drug Checking flächendeckend ermöglichen
Nur wer weiß, was die konsumierte Droge wirklich enthält, kann Risiken einschätzen und tödliche Überdosierungen vermeiden.
3. Drogenkonsumräume ausbauen
Sie verhindern Infektionen, ermöglichen medizinische Hilfe im Notfall und schaffen sichere Konsumbedingungen sowie Zugang zu Beratung.
4. Naloxon verfügbar machen
Dieses Notfallmedikament kann die Folgen einer Opioidüberdosierung wirksam abwenden. Dafür braucht es einen niedrigschwelligen Zugang und geschulte Ersthelfer*innen.
5. Substitution ausbauen
Sie verbessert die gesundheitliche Stabilität, reduziert Risiken des Konsums und eröffnet Perspektiven für ein stabileres Leben.
Diese Maßnahmen sind keine Vision – sie sind Realität in vielen Ländern und auch in Teilen Deutschlands. Doch sie müssen endlich flächendeckend umgesetzt werden.
Anzahl der Menschen, die in Deutschland an den Folgen des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben sind.