20/01/2026
„Jede Kürzung der Rationen bedeutet, dass ein Kind hungrig ins Bett geht, eine Mutter eine Mahlzeit auslässt oder eine Familie die Unterstützung verliert, die sie zum Überleben braucht“, sagt Cindy McCain, Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.
Laut dem UN-Bericht „The State of Food Security and Nutrition in the World“ litten im Jahr 2024 rund 673 Millionen Menschen weltweit an Hunger. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen ist eine der Organisationen, die dagegen ankämpft und weltweit in über 120 Ländern aktiv ist. 2024 versorgte es mehr als 125 Millionen Menschen mit Nahrung und rettete dadurch unzählige Leben. Um die Hungerkrise wirklich zu stoppen, reicht es aber nicht nur kurzfristig zu helfen, denn es müssen die Ursachen und Strukturen bekämpft werden. Hunger ist ein Teufelskreis.
Und wäre die Lage nicht schon schwierig genug, da kündigte das WFP im Oktober an, dass es 2025 mit fast 40% weniger Budget auskommen muss als im Vorjahr. Der Grund? Fehlende Unterstützung und drastische Kürzungen der finanziellen Mittel durch verschiedene Regierungen. Die Folge ist klar: weniger Hilfe, weniger Nahrung, mehr Hunger.
Hunger ist kein Zufall. Hunger ist nicht nur ein Problem anderer Länder. Er ist Ausdruck globaler Ungerechtigkeiten und wirtschaftlicher Strukturen, in denen Ressourcen, Einkommen und politische Macht extrem ungleich verteilt sind.
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