18/06/2026
Schneller, effizienter und öfter: Deutschland hat in den letzten Jahren die Gesetze zu Abschiebungen verschärft. Der Druck, konsequent abzuschieben, hat deutlich zugenommen, beobachten unsere Abschiebungsbeobachter*innen. Dahinter drohen menschenrechtliche Belange in den Hintergrund zu treten.
Besonders vulnerable Menschen wie Kinder oder kranke Menschen sind von diesen Härten getroffen, sagt Abschiebungsbeobachter Mert Sayim im Interview mit WDR5-"Westblick"-Moderator Christoph Ullrich. Sie sprachen über 25 Jahre Abschiebungsbeobachtung in NRW.
2001 startete der deutschlandweit erste Abschiebungsbeobachter am Flughafen Düsseldorf in seinen Job. Das Düsseldorfer Modell wurde zum Vorbild in Europa. Doch dann wurde das Projekt nicht weiterentwickelt, sagt Mert Sayim. "Es benötigt eine gesetzliche Grundlage für die Abschiebungsbeobachtung. Wenn wir effektiv Menschen schützen möchten, gelingt das unter anderem durch eine starke Abschiebungsbeobachtung."