Diakonie RWL

Diakonie RWL Landesverband der Diakonie für NRW,
das Saarland und Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen. Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

(Diakonie RWL) ist einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Unser Gebiet umfasst Nordrhein-Westfalen und Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen. Die Diakonie RWL repräsentiert rund 5.000 evangelische Sozialeinrichtungen mit 190.000 Mitarbeitenden und 200.000 Ehrenamtlichen. Netiquette:
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gieren. Wir freuen uns auf den Austausch - euer Lob, eure Kritik und eure Kommentare. Wir wünschen uns produktive Diskussionen: Bitte geht freundlich und respektvoll miteinander um. Bitte bleibt fair und sachlich - und verzichtet auf Beleidigungen, Beschimpfungen, Hetze, persönliche Angriffe und Verurteilungen bzw. Herabwürdigung von Personengruppen. Reine Linkpostings ohne eigenen Text, Links ohne Kommentar, Frage oder Anmerkung helfen keiner Diskussion. Bitte verzichtet darauf. Was wir nicht tolerieren
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18/06/2026

Schneller, effizienter und öfter: Deutschland hat in den letzten Jahren die Gesetze zu Abschiebungen verschärft. Der Druck, konsequent abzuschieben, hat deutlich zugenommen, beobachten unsere Abschiebungsbeobachter*innen. Dahinter drohen menschenrechtliche Belange in den Hintergrund zu treten.

Besonders vulnerable Menschen wie Kinder oder kranke Menschen sind von diesen Härten getroffen, sagt Abschiebungsbeobachter Mert Sayim im Interview mit WDR5-"Westblick"-Moderator Christoph Ullrich. Sie sprachen über 25 Jahre Abschiebungsbeobachtung in NRW.

2001 startete der deutschlandweit erste Abschiebungsbeobachter am Flughafen Düsseldorf in seinen Job. Das Düsseldorfer Modell wurde zum Vorbild in Europa. Doch dann wurde das Projekt nicht weiterentwickelt, sagt Mert Sayim. "Es benötigt eine gesetzliche Grundlage für die Abschiebungsbeobachtung. Wenn wir effektiv Menschen schützen möchten, gelingt das unter anderem durch eine starke Abschiebungsbeobachtung."

Diakonische Krankenhäuser in Gefahr: Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hätte gravierende Folgen für die Kliniken...
18/06/2026

Diakonische Krankenhäuser in Gefahr: Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hätte gravierende Folgen für die Kliniken und damit die Versorgung der Patient*innen in ihrer Nähe.

🏥 Die geplanten Eingriffe in die Refinanzierung von Tarifsteigerungen treffen kirchliche Krankenhäuser in besonderer Weise. Einrichtungen der Diakonie zahlen tarifliche Vergütungen, die nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, sondern Ausdruck eines christlich geprägten Verständnisses von Arbeit, Würde und Verantwortung sind. Dazu gehören auch besondere Leistungen wie Zusatzversorgung und Zuschläge für Beschäftigte.

Sollten Tarifsteigerungen künftig nicht mehr vollständig refinanziert werden, geraten ausgerechnet diejenigen Träger unter Druck, die Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen übernehmen. In Zeiten hoher Inflation verschärft sich die Situation zusätzlich.

Pfarrer Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie RWL, sagt: „Wer eine gute Krankenhausversorgung will, muss gute Arbeitsbedingungen sichern. Unsere Tarife stehen für Respekt, Verlässlichkeit und Qualität.“

Nils B. Krog, Vorstandsvorsitzender der Ategris.Arbeitswelt und der Stiftung Ev. Kranken- und Versorgungshaus zu Mülheim sowie Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Krankenhäuser Rheinland-Westfalen-Lippe, sagt: „Die Kliniken werden in einen strukturellen Zielkonflikt zwischen wirtschaftlichem Überleben und medizinischem Versorgungsauftrag gedrängt.“

Die Ausbildungskrise beginnt dort, wo Unterstützung fehlt.Der neue NRW‑Report Arbeitsmarktpolitik zeigt: Für viele junge...
17/06/2026

Die Ausbildungskrise beginnt dort, wo Unterstützung fehlt.

Der neue NRW‑Report Arbeitsmarktpolitik zeigt: Für viele junge Menschen wird der Übergang von der Schule in die Ausbildung immer schwieriger.

📊 14.400 Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss (+30,1% seit 2015)
📊11.300 erreichen nur den ersten Schulabschluss (+47,5% seit 2015)

Gerade diese jungen Menschen haben deutlich schlechtere Chancen auf einen direkten Einstieg in Ausbildung. Unterstützung greift oft erst zu spät – häufig dann, wenn sich schwierige Verläufe schon verfestigt haben. Die Folgen sehen wir längst: instabile Übergänge, mehr Ausbildungsabbrüche und wachsende Zahlen junger Menschen ohne Ausbildung oder Beschäftigung.

Die Freie Wohlfahrt NRW fordert deshalb ein klares Umsteuern:
👉frühere, verlässliche Unterstützung
👉individuelle Begleitung ab der Sekundarstufe I
👉stabile Rahmenbedingungen für Träger

Hier geht es zum gesamten Report: https://www.diakonie-rwl.de/presse/pressemitteilungen/freie-wohlfahrt-nrw-stellt-nrw-report-arbeitsmarktpolitik-vor



AWO Mittelrhein AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. AWO Ostwestfalen-Lippe e.V. AWO Bezirk Westliches Westfalen e.V.
Caritas in NRW Caritasverband für das Bistum Aachen e.V. Caritas im Bistum Essen Caritas im Erzbistum Köln Caritas Bistum Münster Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V. Der Paritätische NRW DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V. DRK Landesverband Nordrhein e.V. Jüdische Gemeinde Düsseldorf Synagogen-Gemeinde Köln

❗Immer mehr Straftaten gegen obdachlose Menschen: 2025 gab es 2.563 gemeldete Delikte, die Dunkelziffer ist deutlich höh...
16/06/2026

❗Immer mehr Straftaten gegen obdachlose Menschen: 2025 gab es 2.563 gemeldete Delikte, die Dunkelziffer ist deutlich höher.

Laut Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe waren im letzten Jahr rund 56.000 Menschen obdachlos, etwa vier Prozent mehr als zuvor.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Straftaten um fast 17 Prozent.

Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Die prekären Lebenslagen von wohnungslosen und armutserfahrenen Menschen müssen politisch stärker in den Fokus gerückt werden.

Katrin Müller, Referentin für Wohnungsnotfallhilfe und Geschäftsführerin des evangelischen Fachverbandes Wohnungslosenhilfe, macht deutlich: "Der wirksamste Schutz vor Gewalt ist und bleibt eine eigene Wohnung."

25 Jahre Abschiebungsbeobachtung, 25 Jahre Einsatz für Menschenrechte ⚖️Der erste Abschiebungsbeobachter Deutschlands st...
16/06/2026

25 Jahre Abschiebungsbeobachtung, 25 Jahre Einsatz für Menschenrechte ⚖️

Der erste Abschiebungsbeobachter Deutschlands startete im Sommer 2001 am Flughafen Düsseldorf. Das sogenannte Düsseldorfer Modell wurde schnell europaweit bekannt. Doch bis heute fehlt eine verbindliche Rechtsgrundlage.

Gemeinsam mit Evangelische Kirche im Rheinland sind wir die Träger der Abschiebungsbeobachtung in Nordrhein-Westfalen. Für die Zukunft des Monitorings sind diese drei Punkte wichtig:

1️⃣ Wir fordern endlich eine Rechtsgrundlage für eine staatlich unabhängige Abschiebungsbeobachtung – und zwar so, wie es die EU bereits seit 2008 vorschreibt.
2️⃣ Unsere Beobachter*innen brauchen Zugang zu allen relevanten Phasen der Abschiebung – auch im Vorfeld, also während des Zugriffs und der Fahrt zum Flughafen sowie beim Flug. Bislang beobachten unsere Abschiebungsbeobachter*innen nur am Flughafen.
3️⃣ Wir brauchen eine nachhaltige strukturelle und finanzielle Absicherung der bestehenden Beobachtungsstellen, damit der über Jahrzehnte gewachsene Erfahrungsschatz erhalten und weiterentwickelt werden kann.

Was passiert, wenn plötzlich kein Geld mehr zugänglich ist – obwohl es da ist?Für viele Menschen ist das Realität, wenn ...
15/06/2026

Was passiert, wenn plötzlich kein Geld mehr zugänglich ist – obwohl es da ist?

Für viele Menschen ist das Realität, wenn ihr Konto gepfändet wird. Das Pfändungsschutzkonto, kurz P‑Konto, soll eigentlich davor schützen. In der Praxis klappt das aber oft nicht so, wie es sollte.

Deshalb braucht es klare Regeln, funktionierende Abläufe und eine starke Schuldnerberatung, die Menschen unterstützt, wenn es darauf ankommt. 🤝

12/06/2026

Armut ist kein Verbrechen! Und doch landen jährlich bis zu 7.000 Menschen im Gefängnis, weil sie kein Geld für ein Bus- oder Bahnticket haben.

„Das Fahren ohne Fahrschein muss endlich entkriminalisiert werden“, sagt Diakonie RWL-Referent Leon Held. Deshalb unterstützen wir den heutigen Aktionstag „Freedom Day“ der Initiative Freiheitsfonds, der bewusst zeitgleich zur diesjährigen Justizminister*innenkonferenz stattfindet. Wir fordern, dass die Minister*innen sich für eine bundeseinheitliche Regelung einsetzen und das Strafgesetzbuch angepasst wird.

„In vielen Städten wird das Fahren ohne Ticket schon jetzt nicht mehr zur Anzeige gebracht, weil erkannt wurde, dass es unverhältnismäßig ist“, so Leon Held. „Doch der Zufall des Wohnortes darf nicht darüber entscheiden, ob Menschen in den Knast gehen, wenn sie von Armut betroffen sind.“

Ambulante Pflege sichern oder Versorgung aufs Spiel setzen? 🚨1,4 Millionen Menschen in NRW sind pflegebedürftig, Tendenz...
11/06/2026

Ambulante Pflege sichern oder Versorgung aufs Spiel setzen? 🚨

1,4 Millionen Menschen in NRW sind pflegebedürftig, Tendenz steigend. 9 von 10 werden zu Hause gepflegt. Neben der Unterstützung durch Angehörige ist die professionelle ambulante Pflege ein zentraler Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung 🏥

Genau hier greifen die geplanten Änderungen im GKV‑Beitragsstabilisierungsgesetz ein: Die tarifliche Refinanzierung für Teile der ambulanten Pflege soll wegfallen. Das hätte gravierende Folgen für Pflegekräfte, Einrichtungen und die Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

👉 Mehr dazu in unserer Pressemitteilung: https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/presse/detail/freie-wohlfahrtspflege-warnt-vor-versorgungsluecken-in-der-ambulanten-pflege



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NRW muss investieren! Und zwar in den Klimaschutz in den Pflegeeinrichtungen.Die Pflege wird beim Klimaschutz oft überse...
02/06/2026

NRW muss investieren! Und zwar in den Klimaschutz in den Pflegeeinrichtungen.

Die Pflege wird beim Klimaschutz oft übersehen, obwohl hier ein riesiges Potenzial steckt: Ganze 450.000 Tonnen CO2-Emissionen verursachen die Pflegeeinrichtungen aller Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen jedes Jahr. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das deutlich reduzieren!

🧱 Bessere Dämmung: Wände, Dächer und Fenster erneuern
🌡️ Moderne Heizungen wie Wärmepumpen einsetzen
☀️ Mit Solaranlagen auf den Dächern selbst Strom produzieren
🌳 Bäume pflanzen als natürlichen Hitzeschutz

Für diese Investitionen brauchen die Pflegeeinrichtungen Unterstützung. Alleine ist das nicht zu stemmen. "Wir können und dürfen nur investieren, wenn wir wissen, dass wir nicht auf den Kosten sitzen bleiben und damit unsere Existenz und das Zuhause pflegebedürftiger Menschen gefährden", so Marc Schué. Er ist Geschäftsbereichsleitung in der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie in Leichlingen mit 15 stationären Pflegeeinrichtungen.

"Die Beschäftigten erleben jeden Sommer, was hohe Temperaturen in den Einrichtungen bedeuten. Wir haben der Landesregierung gemeinsam mit unseren Bündnispartnern konkrete Vorschläge vorgelegt. Die Antwort war ernüchternd", so Dagmar Acosta Navarro, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di NRW. In dem Bündnis "NRW muss investieren" fordern wir gemeinsam mit anderen Verbänden und dem Deutschen Mieterbund NRW:

💳 Ein Sofortprogramm für energetische Sanierungen der Pflegeeinrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Nordrhein-Westfalen erhält 21,1 Milliarden Euro vom Bund für den Klimaschutz. Schon 125 Millionen Euro würde in unseren Einrichtungen einen echten Unterschied machen.

🏛️ Energetische Sanierungen müssen im Altenpflegegesetz NRW endlich zwingend förderfähig werden.

Denn Klimaschutz ist kein Nice to Have. Er ist notwendig.

Adresse

LenauStr. 41
Düsseldorf
40470

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 14:00

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