Coordination gegen BAYER-Gefahren - CBG

Coordination gegen BAYER-Gefahren - CBG Die Coordination gegen BAYER-Gefahren arbeitet seit 1978 zu allen Problemen, die vom BAYER-Konzern ausgehen. www.CBGnetwork.org Dritten Welt usw. Wir tun etwas!

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) ist weltweit einmalig. Seit über 40 Jahren recherchiert sie zu einem der mächtigsten Konzerne und kämpft für Umweltschutz und sichere Arbeitsplätze. Mit beharrlichen Recherchen, Protestaktionen und Auftritten in der Konzern-Hauptversammlung. Zusammen mit Umweltschützern und Betroffenen in mehr als 40 Ländern. Denn von einem Unternehmen wie BAYER gehen za

hlreiche Probleme aus: Pestizidvergiftungen, Giftmüll, gefährliche Pharmaprodukte, Gentechnik, Störfälle. Bei uns und in den Ländern des Südens. Behörden und Regierungen schauen oftmals weg oder beugen sich dem Druck der Lobbyisten. Umso wichtiger ist die Arbeit der Coordination. Geschädigten muss geholfen werden, damit sie sich zur Wehr setzen können. Dabei zeigt sich: selbst gegen einen mächtigen Konzern sind mit einem langem Atem Erfolge möglich. Um dies fortzuführen, benötigen wir Ihre Unterstützung. Wunder und Gefahren

Wurden die "Wunder der Chemie" früher noch als "Fortschritt für die Menschheit" bejubelt, drohen heute die Gefahren chemischer Giftproduktion zu einer modernen Geißel zu werden. Niemand kann sich mehr entziehen, wir alle sind betroffen. Kritik und Abhilfe sind das Gebot der Stunde. Hervorgegangen aus einer Anwohnerinitiative arbeitet seit 1978 die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN e.V. (CBG) daran, auf die Risiken der chemischen Großproduktion aufmerksam zu machen, Gefahrenpotentiale zu beseitigen und Alternativen zu entwickeln. Global Player

Die großen multinationalen Konzerne bestimmen die Politik in allen Regionen der Welt. Einer der großen im "globalen Spiel": Die BAYER AG. Kein Land der Erde, in dem BAYER nicht tätig ist. Die alten IG FARBEN-Schwestern BASF und BAYER dominieren die deutsche und die europäische chemische Industrie, zusammen haben ihre Jahresumsätze 60 Milliarden Euro überschritten. Hinzu kommt ein mindestens ebenso großes Imperium von Beteiligungen und Zulieferfirmen. Keine Regierung, kein Politiker und keine Institution kommt an diesem Machtblock vorbei. Kritik an BAYER ist daher stets prinzipielle Kritik an multinationalen Konzernen im allgemeinen und an der chemischen Industrie im speziellen. Ein Kreuz für Mensch und Umwelt

Es gibt kein Gesetz, keine nationale oder internationale Instanz, die multinationale Konzerne wie BAYER wirksam kontrollieren oder umweltgefährdende bzw. gefährliche Produkte und Produktionsweisen verhindern könnte. Dabei sind die Gefahren für Mensch und Umwelt vielfältig: Schädigung der menschlichen Gesundheit, Aushöhlung demokratischer Rechte, Verseuchung der Umwelt, Verletzung von Menschenrechten, Ausbeutung der sog. Und neuerdings die gentechnische Manipulation des pflanzlichen, tierischen und auch des menschlichen Lebens. Seit der größten Chemiekatastrophe in der bisherigen Menschheitsgeschichte in Bhopal/Indien wissen wir, daß die Gefahren der chemischen Großproduktion nur mit denen der Kernenergie vergleichbar sind. Die Gefahren der Gentechnik sind überhaupt nicht mehr kalkulierbar. Von ASPIRIN bis Zwangsarbeit

In seiner weit in das 19. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte verbinden sich nicht nur Produkte wie ASPIRIN mit BAYER. Der Konzern steht auch für chemischen Kampfstoffe, für "Medikamente" wie HE**IN (Markenzeichen von BAYER) und für zahllose Insekten- und Haushaltsgifte. Immer wieder arbeitet der Konzern im Interesse seiner Profite mit Diktatoren und Kriegsverbrechern zusammen. Von Hi**er bis Pinochet. BAYER-Chef Carl Duisberg propagierte bereits im Ersten Weltkrieg höchstpersönlich das Konzept der Zwangsarbeit, das später im konzerneigenen IG FARBEN-KZ Monowitz zum Massenmord pervertierte. Aufgrund tiefer Verstrickung in die Planung, Vorbereitung und Durchführung beider Weltkriege hat der Konzern große Schuld auf sich geladen. Für die Mitverantwortung an Krieg und Verbrechen der Nazi-Diktatur sprach die internationale Völkergemeinschaft ihr Urteil. Solidarität gegen Konzernmacht

Gegen die globalen Gefahren und die scheinbare Allmacht des BAYER-Konzerns setzt die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN erfolgreich Aktion, Information und internationale Solidarität. Sie sieht sich in Tradition des Bürgerwiderstandes gegen BAYER, der sich bereits im Jahr 1870 in Wuppertal gegen BAYER zur Wehr setze; der zahllosen Menschen und Organisationen, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder gegen BAYER Front machten, um menschliche Arbeits- und Lebensbedingungen und die Sicherung intakter ökologischer Verhältnisse durchzusetzen. Die Stärke der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN resultiert aus der solidarischen Kooperation. In der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN arbeiten ehrenamtlich Menschen aus der ganzen BRD und auch aus dem Ausland zusammen. Wir kooperieren mit PartnerInnen in 46 Ländern. Innerhalb und außerhalb der vielen BAYER-Werke rund um den Globus. Gegenmacht als Politik von unten

Die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN geht in ihrer Arbeit davon aus, daß die großen multinationalen Konzerne entscheidende Verantwortung für die globalen ökologischen, sozialen, ethischen und politischen Probleme tragen. Wobei wir in BAYER einen der Schrittmacher der chemischen Industrie und ein Beispiel multinationaler Konzernpolitik insgesamt sehen. Ziel unserer Arbeit ist es, Konzernpolitik transparent und Mißstände in den Werken in aller Welt publik zu machen; Betroffenen zu helfen, Widerstand zu organisieren, Verbesserung zu erkämpfen und Alternativen zu erarbeiten; Umweltschutz, Menschenrechte und soziale Sicherheit bei BAYER durchzusetzen. Das Know How der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN hilft in aller Welt, Widerstandsaktionen von AnwohnerInnen, Belegschaftsangehörigen, UmweltschützerInnen und anderen zum Erfolg zu führen; AktivistInnen der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN arbeiten an vorderster Front mit, wenn es darum geht, Umweltschutz, soziale Sicherheit und Menschenrechte bei BAYER durchzusetzen. Vierteljährlich erscheinen unsere Infodienste STICHWORT BAYER und KEYCODE BAYER. Aktion mit Aktien

Seit 1982 ist es für BAYER vorbei mit der gewohnten Ruhe auf den alljährlichen Aktionärsversammlungen in Köln. Ausgestattet mit den Aktien-Stimmrechten vieler KleinaktionärInnen konfrontieren die Kritischen BAYER-AktionärInnen - eine Projektgruppe der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN - die Konzernherren, Banken und GroßaktionärInnen mit den Kehrseiten der BAYER-Profite. Dabei ist es gute Tradition geworden, Betroffene aus aller Welt einzuladen und persönlich zu Wort kommen zu lassen. Eine ganz besondere Form der internationalen Solidarität. Ihre Hilfe ist erforderlich

Im Unterschied zu anderen Umweltschutz- und Dritte-Welt-Organisationen wird der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN die Gemeinnützigkeit und auch die offizielle Unterstützung verwehrt. Dies ist der Preis BAYER-kritischer Arbeit. Mehr als andere ist die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN auf Spenden und Förderbeiträge zur Absicherung der Arbeit angewiesen. In direkter Konfrontation mit einem der größten Konzerne der Welt benötigen wir Unterstützung, Geld und Mitarbeit. Wenn auch Sie der Meinung sind, daß multinationale Konzerne kontrolliert werden sollten, dann helfen Sie bitte mit. Sie erhalten dafür 4x im Jahr kostenlos unsere Zeitschrift STICHWORT: BAYER oder auf Wunsch auch den internationalen InfoDienst KEYCODE BAYER. Fordern Sie mit beiliegendem Antwort-Coupon weitere Information an, fördern Sie unsere konzernkritische Arbeit. Gegen die Macht der großen Konzerne muß etwas getan werden.

16/06/2026

CBG zur Abstimmung des EU-Parlaments: Keine Lockerung der Gentechnik-Gesetze!

Am kommenden Mittwoch stimmt das Europäische Parlament über den Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur Aufweichung der Bestimmungen für gentechnisch manipulierte Pflanzen ab. Nach der im Juli 2023 präsentierten Vorlage fallen die neuen Verfahren wie etwa CRISPR/Cas nicht mehr unter Gentechnik, sofern die mit diesen Methoden produzierten Ackerfrüchte natürlichen oder konventionell gezüchteten Exemplaren gleichen. Nur wenn die Unternehmen die Genscheren zum Einbau fremden Erbguts nutzen oder mehr als 20 Eingriffe vornehmen, will Brüssel die Gewächse nicht mehr in die Kategorie I einordnen. Diese Gen-Konstrukte gehören dann zur Kategorie 2, die nach wie vor Risiko-Prüfungen und Kennzeichnungspflichten vorsieht.

„Der Verordnungsvorschlag der EU ignoriert die von den Neuen Gentechniken ausgehenden Gefahren und gefährdet die bisherige Koexistenz zwischen der ökologischen und der konventionellen Landwirtschaft. Zudem nimmt er den VerbraucherInnen durch den Wegfall der Kennzeichnungspflicht die Wahlfreiheit im Supermarkt. Darum müssen die Abgeordneten mit ‚Nein‘ stimmen“, fordert Brigitte Hincha-Weisel von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG).

Mitnichten können die von den Genscheren eingeleiteten Veränderungen nämlich so „präzise kontrolliert werden“, wie der BAYER-Konzern behauptet, der mit Hilfe der Schnippel-Techniken unter anderem eine Vitamin-D-Tomate, einen Kurzhalm-Mais, einen Senfblätter-Salat und ein Acker-Hellerkraut entwickelt bzw. schon fertiggestellt hat. Allzu oft kommt es bei den Operationen an den beabsichtigten Stellen zu unbeabsichtigten Mutationen und an unbeabsichtigten Stellen zu den beabsichtigten Mutationen. Nicht zuletzt deshalb hält das „Bundesamt für Naturschutz“ (BfN) die mittels der Neuen Gentechniken (NGT) hervorgebrachten Gewächse nicht für harmloser als die durch Gen-Übertragungen geschaffenen. „Nach Ansicht des BfN trifft die Aussage, dass NGT-basierte Pflanzen generell weniger Risiken bergen, nicht zu“, erklärt die Behörde. Zudem hält sie fest: „Auch die Art und der Umfang der Veränderung sind nicht geeignete Kategorien, um per se von einem geringen Risiko auszugehen.“

Der BAYER-Konzern hingegen macht gleich die ganze Zukunft der europäischen Landwirtschaft von einer Lockerung der bisherigen Regelungen abhängig. In altbekannter Manier preist er CRISPR/Cas & Co. als Allheilmittel gegen Ernährungskrisen, Klimawandel und übermäßigen Pestizid-Gebrauch. Dabei gibt es noch gar keine Pflanzen mit solchen Wunderkräften. Weltweit stehen gerade einmal drei Laborfrüchte auf den Äckern, während zahlreiche andere die in sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllten. Auch der Leverkusener Multi macht bisher keine Anstalten, seinen Senfblätter-Salat zu vermarkten.

Gleichwohl betreibt er in Brüssel Extrem-Lobbying. Der Global Player sprach sogar schon persönlich bei Irene Sacristán Sánchez vor, die bei der Generaldirektion Gesundheit die Verantwortung für die Neuen Gentechniken trägt. Überdies gelang es ihm in Tateinheit mit anderen Agro-Riesen bereits, die EU-Kommission zu Änderungen ihres Entwurfs zu bewegen. So wollte diese ursprünglich Laborfrüchte mit eingebauter Immunität gegenüber Glyphosat und anderen Herbiziden weiter Genehmigungsverfahren durchlaufen lassen, weil sie sich vor Auskreuzungen und dem Heranwachsen von Superunkräutern fürchtete. Doch nach der Intervention von BAYER & Co. waren diese Ängste plötzlich verflogen.

Aus all diesen Gründen wendet sich die Coordination gegen die Deregulierung der bisherigen Vorschriften.

13/06/2026

Arznei-Kosten kaum gedeckelt/Warken schont BAYER & Co.

An diesem Freitag beraten Bundestag und Bundesrat über das „Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung“. Obwohl die Krankenkassen nur für die Krankenhaus-Behandlungen noch mehr Geld aufbringen als für Medikamente, müssen die Pharma-Konzerne nur einen geringen Beitrag zur Sanierung der Budgets leisten.

„Gesundheitsministerin Nina Warken hat dem Lobby-Druck von BAYER & Co. nachgegeben“, konstatiert Brigitte Hincha-Weisel von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG).

Auf ganzseitigen Zeitungsannoncen hatte die Branche im Falle allzu drastischer Spar-Vorgaben mit Abwanderung und mit einer Arzneimittel-Unterversorgung gedroht. BAYER-Chef Bill Anderson erdreistete sich sogar, noch höhere Pillen-Preise zu fordern. „Alle europäischen Regierungen wünschen sich Pharma- und Biotech-Arbeitsplätze. Aber wenn es um die Preise von innovativen Medikamenten geht, akzeptieren sie nur einen Bruchteil dessen, was die USA zahlen. Das ist nicht hinnehmbar“, sagte er in einem t-online-Interview.

Dabei stiegen die Ausgaben der Kassen für Pharmazeutika im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr bereits um fünf Prozent auf 58,5 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon ging für neue, patentgeschützte Präparate drauf, obwohl deren Anteil an den Verschreibungen nur bei 7,1 Prozent lag. Der Leverkusener Multi etwa verlangt für eine Packung seines Krebsmittels NUBEQA mit 112 Tabletten rund 3.500 Euro.

Vor diesem Hintergrund hatte die Finanzkommission Gesundheit diverse Vorschläge für Etat-Entlastungen gemacht, von denen Nina Warken aber längst nicht alle umgesetzt hat. So schreckte die CDU-Politikerin davor zurück, den Hersteller-Rabatt, den die Unternehmen den Krankenversicherungen gewähren müssen, von sieben auf 14 Prozent anzuheben. Auch mochte sie nicht an dem Sonderstatus für Medikamente zur Behandlung seltener Erkrankungen rütteln. Die damit verbundenen Fehlanreize bleiben bestehen. Weil durch ein beschleunigtes Zulassungsverfahren und ein längeres Exklusivrecht für die Vermarktung Extra-Profite locken, überbieten sich die Pillenriesen geradezu bei der Produktion sogenannter Orphan Drugs, während sie für die Entwicklung dringend benötigter, aber weniger rendite-trächtiger Mittel wie etwa Antibiotika Subventionen verlangen.

Damit nicht genug, will Warken der Industrie überdies noch einen langgehegten Wunsch erfüllen und die Leitplanken einreißen, die vor finanziellen Belastungen durch neue Arzneien mit gar keinem oder nur geringem Zusatznutzen schützen. Die Deckelung der Aufwendungen für diese Pharma-Flopps bzw. „Schritt-Innovationen“ (BAYERs Arznei-Chef Stefan Oelrich) auf die Kosten einer vergleichbaren Therapie entfällt.

Konsequenterweise schätzt der Gesetzes-Entwurf den Effekt der verschiedenen Maßnahmen auf dem Pillen-Sektor selbst als gering ein. „Es ist auch weiterhin mit einem Anstieg der Arzneimittel-Ausgaben zu rechnen“, heißt es auf der Seite 145. Ein Offenbarungseid.

„Was Ministerin Warken BAYER & Co. nicht abverlangt, holt sie sich bei den gesetzlich Versicherten, den ÄrztInnen, Kliniken und Krankenhaus-Trägern. Das ist inakzeptabel. Darum unterstützt die Coordination gegen BAYER-Gefahren alle Proteste gegen das Gesetzes-Vorhaben“, so Hincha-Weisel abschließend.

04/06/2026

Die junge Welt nimmt den aktuellen Einsatz des Pestizids Glyphosats und seines Vorprodukts Phosphor im Südlibanon zum Anlass, auf die lange Tradition der Chemiewaffen-Produktion von BAYER & Co. zurückzublicken.

https://fb.watch/HxjyN3IVaa/

30/05/2026

EU geißelt Glyphosat-Einsatz im Nahost-Krieg/Jetzt muss BAYER handeln!

Die Europäische Union hat die Verwendung des Herbizids Glyphosat und seines Vorprodukts Phosphor als Chemiewaffen im Südlibanon und Syrien verurteilt. „Der Einsatz chemischer Waffen durch irgendjemanden, irgendwo, zu welcher Zeit und unter welchen Umständen auch immer stellt einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar“, hielt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im Namen der EU-Kommission fest. In ihrer Antwort auf eine Anfrage von EU-ParlamentarierInnen der „The Left“-Fraktion verwies sie dabei auf die UN-Konvention zum „Verbot der militärischen oder sonstigen feindlichen Nutzung umweltverändernder Techniken“ (ENMOD), welche die Vereinten Nationen 1976 unter dem Eindruck der verheerenden Auswirkungen des „herbicidal warfare“ mit Agent Orange im Vietnam-Krieg verabschiedet hatten.

Im Süden des Libanons nutzt die israelische Armee Glyphosat und weißen Phosphor, um das Grenzgebiet zwecks Schaffung einer „Sicherheitszone“ unbewohnbar zu machen. So dienen die Stoffe dazu, Ackerflächen zu zerstören und den LandwirtInnen auf diese Weise ihre Lebensgrundlage zu rauben. Der weiße Phosphor steckt zudem in Artillerie-Geschossen, die in der Luft explodieren und als Rauch- und Brandbomben wirken. „Human Rights Watch“ dokumentierte einen solchen Angriff am 3. März in der Gegend um Yohmor, dem eine Aufforderung an die BewohnerInnen der Stadt sowie von 50 Dörfern der Umgebung vorausging, ihre Häuser zu verlassen.

Auch 2023 und 2024 hat die israelische Armee im Libanon solche Operationen durchgeführt. Für 2023 ist die Art und die Herkunft der weißen Phosphor enthaltenen Geschütze eindeutig belegt. Recherchen von Amnesty International zufolge handelte es sich um 155mm-Artillerie-Geschosse der M825-Serie aus US-amerikanischer Produktion.

In den Vereinigten Staaten produziert einzig die BAYER-Tochter MONSANTO Phosphor und Glyphosat. Darum hat US-Präsident Donald Trump beide Substanzen in seiner Executive Order vom 18. Februar auch als systemrelevant für das Militär eingestuft und unter besonderen Schutz gestellt. „Eine zukünftige Verringerung oder die Einstellung der inländischen Produktion von elementarem Phosphor und glyphosat-basierten Herbiziden würde die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten ernsthaft gefährden“, heißt es in dem Dekret.

„Wir teilen diese Ansicht und werden die Verordnung umsetzen“, sagte BAYER-Chef Bill Anderson auf der Bilanzpressekonferenz des Konzerns im März. Auf der Hauptversammlung einige Wochen später bestätigte das der Vorstand noch einmal, bestritt aber, die US-Armee vorher schon beliefert zu haben. Dabei taucht MONSANTO in Ausschreibungen des Verteidigungsministeriums zur Beschaffung von weißem Phosphor ganz offiziell als Produzent auf. „Auf Grundlage der Bestimmung in der staatlichen Beschaffungsverordnung (…) ist diese Beschaffung auf autorisierte Händler von weißem Phosphor beschränkt, der von MONSANTO innerhalb der Vereinigten Staaten, in angrenzenden Regionen sowie in Kanada hergestellt wird“, hält das Dokument aus dem Jahr 2020 fest.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert den Leverkusener Multi auf, dem Trump-Dekret nicht Folge zu leisten, Pestizide nur für zivile Zwecke zu fertigen und sich eindeutig zur ENMOD-Konvention und zum Chemiewaffen-Übereinkommen zu bekennen.

„BAYER hat 1914 mit Dianisidin eine der weltweit ersten Chemie-Waffen entwickelt. Es folgten weitere Kampfstoffe wie Blausäure, Lost, Sarin, Tabun. Im Kalten Krieg liefen die Forschungen weiter, und zu der chemischen Kriegsführung in Vietnam leistete ebenfalls einen Beitrag. Es wird Zeit, dass der Konzern endlich aus der Geschichte lernt“, so Brigitte Hincha-Weisel von der CBG.

08/05/2026

Die CBG zum Tag der Befreiung

Am heutigen 8. Mai jährt sich der Tag zum 81. Mal, an dem die Alliierten dem Zweiten Weltkrieg und der faschistischen Gewaltherrschaft ein Ende setzten.

Der BAYER-Konzern hatte einen wesentlichen Anteil an dieser Gewaltherrschaft. Die von ihm mitgegründete I.G. FARBEN diente dem Hi**er-Regime durch üppige Parteispenden an die NSDAP als Steigbügelhalter und bildete fortan das industrielle Rückgrat der Diktatur. I.G.-Obere übernahmen wichtige Funktionen im NS-Staat. So fungierten sie beispielsweise als Wehrwirtschaftsführer. Überdies arbeitete die Interessensgemeinschaft die Blaupause für den Vierjahresplan aus, mit dem Hi**er & Co. die Wirtschaft kriegstüchtig machten. Als es dann 1939 soweit war, konnte das Unternehmen die Armee fast alleine ausstatten. Im Schlepptau der Raubzüge nahm es sofort die chemischen Anlagen der überfallenden Länder in Beschlag. Zudem betätigten sich Beschäftigte der Auslandsniederlassungen als Spione und fertigten Karten-Material für Bombenangriffe an.

An der NS-Vernichtungspolitik wirkte die I.G. FARBEN ebenfalls mit. Ihre Tochterfirma DEGESCH lieferte den N***s mit Zyklon B die grausamste Mordwaffe. Zudem errichtete der Konzern in unmittelbarer Nähe zu Auschwitz ein eigenes Werk, um beim Bau auf ZwangsarbeiterInnen zugreifen zu können. Später unterhielt er in der Nähe der Baustelle sogar ein firmen-eigenes KZ. Damit nicht genug, nutzte die I.G. die Häftlinge auch noch als Versuchskaninchen für medizinische Experimente.

„Sollte es zu Wirtschaftsklagen kommen, würde das Material den Verteidigern den Schlaf rauben“, schwante deshalb dem I.G.-Vorstandsmitglied Georg von Schnitzler. Und zunächst sah es auch ganz danach aus. Aber es kam anders. Die Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesse widmeten der I.G. FARBEN zwar einen eigenen Verfahrensstrang, und von den 23 angeklagten Managern landeten auch 13 im Gefängnis, sie mussten ihre Haftstrafen allerdings nicht voll abbüßen.

Der Anklagepunkt „Teilnahme am Massenmord“ führte für keinen von ihnen zu einer Verurteilung. Die I.G.-Vorstände Carl Wurster, Wilhelm-Rudolf Mann und Heinrich Hörlein sagten vor Gericht aus, von dem Verwendungszweck von Zyklon B nichts gewusst zu haben. Was die florierenden Auschwitz-Geschäfte mit dem Stoff anging, seien sie von einer „Insektenplage im Osten“ ausgegangen, behaupteten Wurster & Co. – und kamen damit durch.

Auch kam es im Zuge des Kalten Krieges nicht wie ursprünglich vorgesehen zu einer radikalen Zerschlagung des Mörder-Konzerns. Es blieb bei einer Entflechtung, die die tragenden Säulen BAYER, BASF und HOECHST unangetastet ließ. Resultat: Kaum 20 Jahre nach dem Neustart erreichten die drei Gesellschaften für sich allein eine Größe, die derjenigen der I.G. FARBEN in ihren besten Zeiten entsprach.

21/04/2026

CBG reicht Gegenanträge ein/10 Einsprüche gegen BAYERs Profit-Jagd

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat zur Hauptversammlung des BAYER-Konzerns, die am 24. April stattfindet, zehn Gegenanträge eingereicht.

Gleich zwei davon setzen die Verwendung von Glyphosat als Chemie-Waffe auf die Tagesordnung. Im Südlibanon will die israelische Armee mit Hilfe des Herbizids eine menschenleere Pufferzone schaffen. Sie gebraucht die Substanz, um Äcker zu zerstören und den LandwirtInnen so ihre Lebensgrundlage zu nehmen. Dem „Euro-Med Human Rights Monitor“ zufolge fielen dem schon Anbau-Flächen in einer Größenordnung von 9.000 Hektar zum Opfer.

Das Glyphosat-Vorprodukt Phosphor dient ebenfalls dazu, aus dem Grenzgebiet im Südlibanon eine „Sicherheitszone“ zu machen. Zu weißem Phosphor verarbeitet, steckt es in Artillerie-Geschossen, die in der Luft explodieren und als Rauch- oder Brandbomben wirken. Human Rights Watch dokumentierte eine solche Detonation am 3. März in der Gegend um Yohmor, der eine Aufforderung an die BewohnerInnen der Stadt sowie von 50 Dörfern der Umgebung vorausging, ihre Häuser zu verlassen. „Die brandfördernde Wirkung von weißem Phosphor kann zum Tod oder zu grausamen Verletzungen führen, unter denen die Betroffenen ihr Leben lang leiden“, warnt die Organisation.
Der zweite Gegenantrag zum Thema befasst sich mit Brasilien als Einsatzort von Glyphosat als Chemie-Waffe. Dort lassen GroßgrundbesitzerInnen das Mittel von Flugzeugen oder Drohnen aus versprühen, um Indigene zu vertreiben und sich deren Land anzueignen.

Agrochemikalien widmen sich darüber hinaus noch zwei weitere Gegenanträge der CBG. Einer hat das Gefährdungspotenzial derjenigen Mittel zum Gegenstand, die zu den PFAS gehören, ein anderer beschäftigt sich konkret mit der Pestizid-Nebenwirkung „Parkinson“.

Auch zur politischen Landschaftspflege des Leverkusener Multis bei der EU in Brüssel und dem vom Konzern mit besonderem Lobby-Einsatz bedachten EU-Mercosur-Vertrag legte die Coordination Gegenanträge vor. Zusätzliche stellte sie zu den von BAYER bis in die 1970er Jahre hinein betriebenen Arznei-Tests mit Heimkindern, den Aufsichtsratswahlen und den virtuellen Hauptversammlungen, zu denen die CBG keinen Anlass mehr sieht.

„Unsere Gegenanträge greifen die unterschiedlichsten Missstände auf, eines aber verbindet diese: Sie sind zurückzuführen auf BAYERs gnadenlose Profit-Jagd“, so Brigitte Hincha-Weisel vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren abschließend.

10/04/2026

Aufruf zur Kundgebung zur BAYER-HV

Freitag, 24.04.2026
10 Uhr
Kaiser-Wilhelm-Allee 3, Leverkusen


BAYERs Hauptversammlung naht. Am. 24. April ist es wieder so weit. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) steckt mitten in den Vorbereitungen. Wir tun alles dafür, damit der Leverkusener Multi sich an dem Tag wieder mit einer kraftvollen Konzern-Kritik konfrontiert sieht, obwohl er sich davor mit einer Hauptversammlung im Online-Format zu wappnen gedenkt.

Dazu brauchen wir bei der CBG aber Unterstützung. Wir wollen trotz allem auch Protest in Präsenz zeigen und halten vor der Unternehmenszentrale eine Kundgebung ab.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat ihr Kommen bereits angekündigt. Auch Vertreter*innen des „Vereins zum Erhalt der Nutzpflanzen-Vielfalt“ (VEN) und von IFOAM, der „Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbau-Bewegungen“, stoßen wieder mit dazu.

Das Schwerpunkt-Thema der CBG dieses Mal: „Glyphosat als Chemie-Waffe“. Neben allem anderen gehört das Herbizid nämlich auch noch zu den Dual-Use-Gütern. Momentan kommt es im Nahost-Krieg zum Einsatz. Und in Brasilien lassen Großgrundbesitzer*innen Glyphosat versprühen, um Indigene zu vertreiben und sich deren Land anzueignen.

Dazu werden CBG-Aktivist*innen sprechen. Zu dem Krieg, den BAYER gegen die Natur führt, wird es ebenfalls eine Rede geben. Die Eingriffe zu ihrer „Verbesserung“ mittels Gen-Manipulationen stehen im Mittelpunkt eines weiteren Beitrags.
Die Redeliste ist noch nicht geschlossen. Bei Interesse bitte bei der CBG melden.

Also kommt zahlreich! Stellt den BAYER-Konzern bei seiner Flucht ins World Wide Web durch Protest in Präsenz!

Kundgebung vor der Konzernzentrale:
24.04.2026
10.00 Uhr
Kaiser-Wilhelm-Allee 3, Leverkusen
S-Bahn-Haltestelle Leverkusen-Chempark
Wegbeschreibung: die Otto-Bayerstr. hochgehen, nach rechts in die Düsseldorferstr. einbiegen und dann die erste Straße links

02/04/2026

CBG ruft zu den Ostermärschen auf/
Glyphosat als Chemie-Waffe im Einsatz

„Kriege verweigern – Frieden schaffen“ – unter diese Losung hat das Netzwerk Friedenskooperative die diesjährigen Ostermärsche gestellt. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG), die dem Bündnis angehört, ruft zur Teilnahme auf. Sie selbst schließt sich am 4. April den Protesten in Bonn an.

„Die Coordination gegen BAYER-Gefahren war bei vielen Friedensdemonstrationen der letzten Zeit dabei und hat in diesem Jahr noch einen Grund mehr, auf die Straße zu gehen, denn Glyphosat kommt im Nahost-Krieg als Chemie-Waffe zum Einsatz“, so Brigitte Hincha-Weisel vom Vorstand der CBG.

Die israelische Armee zerstört mit dem Herbizid im Südlibanon Ackerflächen, um aus dem Grenzgebiet eine große Pufferzone zu machen. Laut „Euro-Med Human Rights Monitor“ fielen dem schon 9.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche zum Opfer. Nach Ansicht des Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte stellt dieses Vorgehen „ein ernsthaftes humanitäres Risiko“ für die dort lebende Zivilbevölkerung dar.

Dem Zweck der Errichtung eines Niemandslandes zwischen dem Libanon und Israel dient auch die Verwendung des Glyphosat-Vorprodukts Phosphor. Zu weißem Phosphor verarbeitet, steckt es in Artillerie-Geschossen, die in der Luft explodieren und als Rauch- und Brandbomben wirken. Human Rights Watch dokumentierte einen solchen Angriff am 3. März in der Gegend um Yohmor, dem eine Aufforderung an die BewohnerInnen der Stadt sowie 50 Dörfern der Umgebung vorausging, ihre Häuser zu verlassen.

„Der rechtswidrige Einsatz von weißem Phosphor durch das israelische Militär über Wohngebieten ist äußerst alarmierend und wird schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung haben“, hält Ramzi Kaiss von Human Rights Watch fest. „Die brandfördernde Wirkung von weißem Phosphor kann zum Tod oder zu grausamen Verletzungen führen, unter denen die Betroffenen ihr Leben lang leiden“, warnt er.

Auch 2023 und 2024 hat die israelische Armee im Libanon solche Operationen durchgeführt. Für 2023 wies Amnesty International die Herkunft der Artillerie-Geschosse detailliert nach. Sie stammten aus den USA. Und damit führt die Spur zum BAYER-Konzern, denn dieser ist dort der einzige Phosphor-Produzent.

Aus ebendiesem Grund hat Donald Trump BAYERs Glyphosat-Produktion in Soda Springs und die nahe gelegene Phosphorerz-Mine am 18. Februar per Dekret unter besonderen Schutz gestellt. „Eine zukünftige Verringerung oder die Einstellung der inländischen Produktion von elementarem Phosphor und glyphosat-basierten Herbiziden würde die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten ernsthaft gefährden“, heißt es in seiner „Executive Order“. Unter der Überschrift „Förderung der Landesverteidigung durch die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit elementarem Phosphor und Herbiziden auf Glyphosat-Basis“ bezeichnet sie Phosphor als „in Verteidigungslieferketten allgegenwärtig und daher von entscheidender Bedeutung für die militärische Einsatzbereitschaft und die nationale Verteidigung“.

„Immer noch betätigt sich der der BAYER-Konzern als Waffen-Lieferant. Das zeigt, dass er aus seiner unheilvollen Geschichte nichts gelernt hat“, konstatiert Hincha-Weisel.

Der Leverkusener Multi hatte 1914 mit Dianisidin eine der weltweit ersten Chemie-Waffen entwickelt. Es folgten weitere Kampfstoffe wie Chlorkohlenoxyd, Blausäure, Tabun, Sarin und Lost. Auch im Kalten Krieg liefen die Forschungen weiter, und zum „herbicidal warfare“ im Vietnam-Krieg leistete der Global Player ebenfalls seinen Beitrag.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren wird das Thema am 24. April auf die Tagesordnung der BAYER-Hauptversammlung setzen und vom Vorstand Antworten zur Chemie-Waffe Glyphosat verlangen.

Adresse

Himmelgeister Straße
Düsseldorf
40225

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