23/03/2025
Masoud Ghahremani baut Brücken. Keine, die über den Rhein führen, sondern zwischen Menschen. Der gebürtige Iraner ist der festen Überzeugung, dass Kultur als Katalysator für gesellschaftlichen Zusammenhalt und erfolgreiche Integration fungiert. Daher setzt er sich mit Nachdruck für die Förderung und den Ausbau der kulturellen Vielfalt, besonders im Stadtbezirk 6 (Lichtenbroich, Unterrath, Rath, Mörsenbroich) ein. „Mein Ziel ist es, durch innovative Medienprojekte und kulturelle Veranstaltungen Brücken zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu bauen“, erläutert der 25-Jährige, der 2012 mit seinen Eltern und seiner Schwester vor der Mullah-Herrschaft im Iran floh.
Also organisierte Ghahremani erstmals ein öffentliches Nowruz-Fest im Familienzentrum Rath. „Die Idee ist erst zehn Tage vor Nowruz, also dem kalendarischen Frühlingsanfang, entstanden“, erläutert Ghahremani. „Ich habe einfach mal eine WhatsApp so ziemlich an alle geschrieben, die ich kenne, und viele wollten mitmachen.“
Nowruz, was „Neuer Tag“ bedeutet, ist das Fest zum persischen Neujahrsanfang. Die Feier markiert nicht nur den Beginn des Frühlings, sondern symbolisiert auch Erneuerung sowie Wiedergeburt und wird weltweit von mehreren hundert Millionen Menschen in vielen asiatischen und einigen europäischen Staaten begangen.
Nowruz sollte aber große gefeiert werden, blieb nur die Frage, wo? Weil Ghahremani nur wenige Meter neben dem Familienzentrum wohnt, lag es nahe, da einfach mal anzuklopfen. „Ich arbeite im Familienzentrum im Bereich Migration und Integration. Da war doch klar, dass ich bei diesem Projekt nicht nein sagen werde“, meinte Zentrums-Leiterin Elisabeth Saller. „Für mich ist dieses Nowruz-Fest Integration in Reinkultur.“ Auch, weil dieses Fest weder einen religiösen noch politischen Hintergrund hat...
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