RIAS NRW - Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus

RIAS NRW - Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus RIAS NRW ist eine landesweite Meldestelle für antisemitische Vorfälle. Was kann RIAS NRW gemeldet werden?

• Alle Ausdrucks- und Erscheinungsformen (inkl.

israelbezogenem Antisemitismus)
• Antisemitisch motivierte Straftaten ebenso wie nicht-strafbare Vorfälle
• Antisemitische Äußerungen und Handlungen in allen Kontexten (Schule, Arbeitsplatz, Straße, ÖPNV, Stadion,
Wohnumfeld, usw.)
• Direkte antisemitische Beleidigungen, Bedrohungen und Anfeindungen in sozialen Netzwerken und
Messenger-Diensten

Vorfälle können über das Meld

eportal www.rias-nrw.de gemeldet werden. Wir:

• Handeln ausschließlich mit Ihrer Zustimmung
• Gehen vertraulich mit sensiblen Daten um
• Nehmen auch anonyme Meldungen entgegen
• Sprechen Deutsch und Russisch


Obwohl Antisemitismus auch in NRW für viele Jüdinnen_Juden Alltag ist, bleiben die Perspektiven der von Antisemitismus Betroffenen in der öffentlichen Wahrnehmung häufig ungehört. RIAS NRW will dies ändern: Wir nehmen Ihre Antisemitismus-Erfahrungen ernst und unterstützen Sie! Unser Ziel ist es, die Erfahrungen von Betroffenen sichtbar zu machen und das Dunkelfeld antisemitischer Vorfälle in NRW aufzuhellen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Tragen Sie dazu bei, Antisemitismus sichtbar zu machen und zu bekämpfen! Weitere Informationen auf www.report-antisemitism.de/about

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Netiquette

Liebe Nutzer_innen,

wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit und begrüßen engagierte und konstruktive Diskussionen zum Thema Antisemitismus. Ein wichtiger Grund, warum wir auf dieser Seite Berichte von antisemitischen Vorfällen veröffentlichen, ist, die Gesellschaft für die Erfahrungen von Betroffenen zu sensibilisieren und Raum für Solidarität mit den Betroffenen zu schaffen. In vielen Fällen erfordert es viel Mut, eine überaus schmerzhafte Erfahrung sichtbar zu machen. Wir wollen mit unserem Angebot mehr von Antisemitismus Betroffene zu diesem Schritt ermutigen. Wir bitten Sie daher, sich an folgende Regeln zu halten:

- Wir erwarten grundsätzlich eine sachliche Diskussion und einen höflichen Umgang mit anderen Nutzer_innen, auch bei erheblichen Meinungsunterschieden. Wer kommentieren möchte, sollte auf Beschimpfungen und Provokationen anderer verzichten können.

- Wir tolerieren keine Kommentare, die sich gegen Betroffene von Antisemitismus richten, ihre Erfahrungen verhöhnen, ihnen die (Teil-)Schuld für den antisemitischen Vorfall zuschieben, die Berichte anzweifeln oder die Betroffenen in einer anderen Weise verletzen.

- Wir tolerieren keine antisemitischen, rassistischen, sexistischen, LGBTIQ*-feindlichen oder verschwörungsideologischen Äußerungen. Dies gilt auch für alle anderen Kommentare, die dazu dienen, andere Menschen abzuwerten.

- Wir dulden keine einseitigen Schuldzuweisungen oder Pauschalurteile über einzelne Bevölkerungsgruppen. Antisemitismus ist nachweislich in allen Teilen der Gesellschaft vorhanden und deshalb als gesamtgesellschaftliches Phänomen zu erfassen.

- Ebenfalls nicht geduldet werden Beiträge, die Rechte Dritter verletzen (inklusive unrechtmäßige Veröffentlichung von persönlichen Daten), Aufrufe zur Selbstjustiz, Aufrufe zur Gewalt, Befürwortung von Gewalt und explizite Darstellungen von Gewalt.

- Wir bitten Sie, beim Thema zu bleiben und auf sachfremde Kommentare zu verzichten. Dies ist nicht der Ort für Werbung. Spam wird nicht geduldet. Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, zu verbergen oder zu löschen. Bei wiederholten Verstößen und in besonders gravierenden Fällen werden wir Nutzer_innen sperren. Ebenfalls behalten wir uns das Recht vor, Personen, die in anderen Zusammenhängen durch antisemitische Handlungen oder Äußerungen aufgefallen sind, zu sperren. Diese Sperrleitlinien gelten auch für unsere Instagram-Präsenz. Diese Netiquette wird von uns in Bezug auf die stattfindenden Diskussionen permanent reflektiert. Inhaltliche Änderungen und Ergänzungen dieser behalten wir uns vor. Wir bitten die Nutzer_innen, uns zu helfen, diese Facebook-Seite als einen Ort des respektvollen Austausches über die Vorkommnisse zu gestalten.

Heute Abend beginnt in Israel der Holocaust Gedenktag, Yom haSchoa. Dieser Gedenktag ist den 6 Millionen ermordeten Jüdi...
13/04/2026

Heute Abend beginnt in Israel der Holocaust Gedenktag, Yom haSchoa. Dieser Gedenktag ist den 6 Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden gewidmet. Zugleich wird an Yom haSchoa an den jüdischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus erinnert und gedenkt dem Heldentum der jüdischen WiderstandskämperInnen.

Auch in Nordrhein-Westfalen wird der Gedenktag in verschiedenen Städten begangen. In Düsseldorf werden morgen ab 15 Uhr vor dem Rathaus die Namen der 2.633 DüsseldorferInnen verlesen, die während der Schoa ermordet wurden. In Bielefeld werden am Alten Rathaus ebenfalls ab 15 Uhr die Namen der rund 2.000 jüdischen Opfer verlesen.

RIAS NRW wünscht allen ein frohes Pessach und schöne Feiertage.
01/04/2026

RIAS NRW wünscht allen ein frohes Pessach und schöne Feiertage.

Weltweite Angriffe auf jüdisches LebenIn den vergangenen zwei Wochen wurden Synagogen und andere jüdische Einrichtungen ...
16/03/2026

Weltweite Angriffe auf jüdisches Leben

In den vergangenen zwei Wochen wurden Synagogen und andere jüdische Einrichtungen in Europa und Nordamerika Ziel von antisemitischen Schuss-, Brand- und Sprengstoffanschlägen.

Diese Taten senden eine eindeutige Botschaft: Jüdinnen_Juden sollen sich an Orten des jüdischen Lebens nicht sicher fühlen.

Auch dort, wo Menschen körperlich unverletzt blieben, war die Bedrohung dieser Anschläge eindeutig. Diese Angriffe zielten nicht nur auf Einschüchterung, sondern nahmen den Tod von Menschen bewusst in Kauf. Wer eine Synagoge, eine Schule oder eine Kita angreift, greift jüdisches Leben an.

Jüdisches Leben muss überall geschützt werden. Antisemitismus muss klar benannt und entschieden bekämpft werden!

Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Gemeinden.

Heute Abend beginnt der jüdische Feiertag Purim. Das Team von RIAS NRW wünscht allen, die feiern, ein fröhliches Fest. C...
02/03/2026

Heute Abend beginnt der jüdische Feiertag Purim. Das Team von RIAS NRW wünscht allen, die feiern, ein fröhliches Fest. Chag Purim sameach!

„Wir dürfen niemals vergessen, doch erinnern allein reicht nicht." Margot FriedländerHeute vor 81 Jahren, am 27. Januar ...
27/01/2026

„Wir dürfen niemals vergessen, doch erinnern allein reicht nicht."
Margot Friedländer

Heute vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit.

Die meisten Häftlinge wurden bereits in den Tagen vor der Befreiung von der SS auf sogenannte „Todesmärsche” geschickt. Nur etwa 7.000 Menschen waren noch im Lager, viele starben innerhalb weniger Tage und Wochen nach der Befreiung an den Folgen der Haft.

Zwischen 1941 und 1945 wurden tausende Jüdinnen und Juden aus den heutigen Gebieten Nordrhein-Westfalens in die Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Aus den Städten Köln, Düsseldorf, Bielefeld, Münster, Gelsenkirchen, Dortmund, Paderborn und Aachen gingen zahlreiche Deportationen in den Osten nach Łódź, Minsk, Riga, Warschau, Izbica, Zamość, Sobibor, Theresienstadt und Auschwitz.

Seit Beginn der Dokumentation antisemitischer Vorfälle im Jahr 2022 registriert RIAS NRW konstant hohe Fallzahlen von Erinnerungsabwehr an die Schoa, der Zurückweisung der Schuld der national-sozialistischen deutschen Gesellschaft am Völkermord an Jüdinnen_Juden sowie einer Täter-Opfer-Umkehr zur Entlastung von der spezifischen deutschen Schuld.

Diese Charakteristika des Post-Schoa-Antisemitismus zeigen sich unter anderem in gezielter Sachbeschädigung von Gedenkorten und jüdischen Friedhöfen oder auch in direkt adressierten Kommentaren auf Social Media.(1) Entsprechend fordern laut der Studie zu antisemitischen Einstellungen in der Gesamtbevölkerung in NRW aus dem Jahr 2024 47 % der Befragten einen „Schlussstrich unter die Vergangenheit“ des Holocausts.(2)

Auch 81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ist die deutsche Erinnerungskultur weiterhin von Abwehr, Relativierung und Glorifizierung des präzedenzlosen Völkermords an Juden und Jüdinnen während der Schoa geprägt. Die konstant hohe Zahl dokumentierter Vorfälle des Post-Schoa-Antisemitismus ist nur eine der Konsequenzen daraus, dass der Nationalsozialismus und die Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden bis heute in der deutschen Gesellschaft nicht durchdringend und nachhaltig aufgearbeitet ist.

1 RIAS NRW (2025). Antisemitische Vorfälle in Nordrhein-Westfalen 2024. S. 52
2 Beyer, H., Rensmann, L., Brögeler, H., Jäger, D., & Schulz, C. (2024).
Antisemitismus in der Gesamtgesellschaft von Nordrhein-Westfalen im Jahr
2024. S. 5. Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen.

Heute Abend beginnt Chanukka. Allen, die feiern, wünschen wir ein Fest voller  Freude, Hoffnung und Wärme. Chanukka same...
14/12/2025

Heute Abend beginnt Chanukka. Allen, die feiern, wünschen wir ein Fest voller Freude, Hoffnung und Wärme. Chanukka sameach.

📸 Vielen Dank für das Foto Evgeni Tcherkasski und Avigdor Nosikov

Heute gedenken wir Alfred Salomon, der als junger Mann die Schoa überlebte und am 21. November 1992 infolge eines antise...
21/11/2025

Heute gedenken wir Alfred Salomon, der als junger Mann die Schoa überlebte und am 21. November 1992 infolge eines antisemitischen Angriffs in einem Altenheim in Wülfrath starb. Er wurde 92 Jahre alt.

Der Täter war der damals 89-jährige Heimbewohner Johann Krohn, ein ehemaliger Oberführer der „Organisation Todt“ und Leiter eines NS-Arbeitslagers. Er beschimpfte Salomon wegen seiner jüdischen Herkunft und schlug mehrfach auf ihn ein. Infolge des Angriffs erlitt Salomon einen Herzinfarkt und starb kurze Zeit später.

Immer wieder war Alfred Salomon im Altenheim antisemitischen Beleidigungen ausgesetzt, wie der Harzkurier recherchierte.¹ So sagte eine Bewohnerin zu ihm: „Dich haben sie vergessen zu vergasen.“ Die Heimleitung bagatellisierte seine Erfahrungen und entgegnete auf seine Beschwerden: „Salomon, hätten Sie sich im Leben anständig benommen, wären Sie auch nicht ins KZ gekommen.“
Im Altenheim waren die Besuche seiner Enkelkinder und die Musik seine einzige Freude. Auf seinen Spaziergängen durch Wülfrath traf er häufig italienische Straßenfeger, mit denen er inbrünstig Lieder sang, die er einst von seinen Mitgefangenen im Zwangsarbeitslager der „Organisation Todt“ in Osterode gelernt hatte.

Die Staatsanwaltschaft stellte das Todesermittlungsverfahren „mangels Nachweises eines strafrechtlich relevanten Verhaltens anderer Personen“ ein. Bis heute erkennt die Landesregierung NRW Alfred Salomon nicht als Todesopfer rechter Gewalt an. Die Amadeu Antonio Stiftung fasst zusammen: „Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen überprüfte ab Mitte 2022 im Rahmen seines Projekts ‚ToreG NRW‘ (Todesopfer rechter Gewalt in NRW) 30 zurückliegende Gewaltdelikte aus den Jahren 1984 bis 2020 auf eine mögliche politische Tatmotivation. Anfang September 2024 gab Innenminister Herbert Reul bekannt, dass drei der geprüften Fälle nun als rechtsmotiviertes Tötungsdelikt bewertet werden. Der Fall Alfred Salomon wurde ebenfalls geprüft, gilt jedoch weiterhin nicht als rechtsmotiviert.“²

Möge das Andenken an Alfred Salomon ein Segen sein.

¹ https://www.harzkurier.de/harzkurier/osterode/article408795195/
mord-im-altersheim-die-traurige-geschichte-des-alfred-
salomon.html
² https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-
gewalt/alfred-salomon/

Kein Vergessen - niemals!
09/11/2025

Kein Vergessen - niemals!

Heute vor 87 Jahren brannten die Synagogen im Deutschland. Jüdische Geschäfte wurden ausgeraubt und zerstört, Jüdinnen_Juden ermordet, gedemütigt und in Konzentrationslager verschleppt. Über mehrere Tage und Nächte hinweg kam es im November 1938 zu dem, was wir heute als Novemberpogrome bezeichnen und als Wendepunkt in der nationalsozialistischen Verfolgung von Jüdinnen_Juden betrachten.

Die über Generationen weitergegebenen Traumata der Schoa, die Geschichten in Familien über das Verstecken und Überleben und das Gefühl von mangelnder Empathie in der Gesellschaft – seit den Massakern des 7. Oktobers 2023 und dem folgenden weltweiten Anstieg von Antisemitismus sind diese Themen für Jüdinnen und Juden noch präsenter.

》20.11., 19.00 Uhr, KAP 1 in Düsseldorf 《
03/11/2025

》20.11., 19.00 Uhr, KAP 1 in Düsseldorf 《

Vortrag & Diskussion in Düsseldorf

Im Geiste vereint? Zum Verhältnis von Antisemitismus und Antifeminismus

Die gemeinsame Geschichte von Antifeminismus und Antisemitismus reicht lange zurück. Bis heute zeigen sich Verflechtungen beider Ideologien – sowohl innerhalb der (extremen) Rechten als auch in anderen politisch-weltanschaulichen Milieus.

Nach einem einführenden Vortrag diskutieren Jennifer Degner-Mantoan (Spotlight - Antifeminismus erkennen und begegnen), Bianca Loy (Bundesverband RIAS e.V.) und Ina Holev (SABRA/Jüdisch & Intersektional) aus Perspektive von Wissenschaft, Bildungs- und Beratungsarbeit darüber, wo und wie die Verschränkungen von Antifeminismus und Antisemitismus sichtbar werden, wie sich beide Phänomene verstärken und welches gefährliche Potenzial beide – einzeln wie auch in ihrem Zusammenwirken – für eine demokratische Gesellschaft entfalten.

📅 Donnerstag, 20. November 2025
🕢 Einlass: 18:30 Uhr | Beginn: 19:00 Uhr
📍 Raum Herzkammer, Zentralbibliothek Düsseldorf
(Konrad-Adenauer-Platz 1, 40210 Düsseldorf)

Eine gemeinsame Veranstaltung von RIAS NRW, SABRA & Spotlight – Antifeminismus erkennen und begegnen der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

✅ Eintritt frei – keine Anmeldung nötig!

Antisemitischer Angriff am 7. Oktober in Köln. Vorfallsdokumentation der Kolleg_innen der Fachstelle gegen Antisemitismu...
25/10/2025

Antisemitischer Angriff am 7. Oktober in Köln. Vorfallsdokumentation der Kolleg_innen der Fachstelle gegen Antisemitismus im NS-Dokumentationszentrum Köln

"Am Abend des 7. Oktober 2025, dem zweiten Jahrestag des Massakers der Hamas an der israelischen Zivilbevölkerung, fand auf dem Rudolfplatz in Köln eine Kundgebung unter dem Motto „Kriminell ist der Genozid – nicht der Widerstand“ statt.

Ein Kölner Fotograf, der die Kundgebung am Rudolfplatz aus journalistischem Interesse dokumentierte, wurde dort von einem Teilnehmer der Pro-Palästina-Demonstration angegriffen: Der Täter, ein etwa 20 Jahre alter Mann, beleidigte den Fotografen antisemitisch und schlug ihm anschließend gegen die Schläfen. Der Angriff ist durch ein Video belegt. Der Betroffene erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Hüftprellung. Der Angriff wurde von einem Polizeibeamten beobachtet, der sofort Hilfe leistete. Eine Anzeige wegen Körperverletzung und Volksverhetzung wurde erstattet. [...]"

Lest hier die umfassende Vorfallsbeschreibung
https://antisemitismus-melden.koeln/2025/angriff-7-oktober-2025/ #

Vortrag & Diskussion in DüsseldorfIm Geiste vereint? Zum Verhältnis von Antisemitismus und AntifeminismusDie gemeinsame ...
22/10/2025

Vortrag & Diskussion in Düsseldorf

Im Geiste vereint? Zum Verhältnis von Antisemitismus und Antifeminismus

Die gemeinsame Geschichte von Antifeminismus und Antisemitismus reicht lange zurück. Bis heute zeigen sich Verflechtungen beider Ideologien – sowohl innerhalb der (extremen) Rechten als auch in anderen politisch-weltanschaulichen Milieus.

Nach einem einführenden Vortrag diskutieren Jennifer Degner-Mantoan (Spotlight - Antifeminismus erkennen und begegnen), Bianca Loy (Bundesverband RIAS e.V.) und Ina Holev (SABRA/Jüdisch & Intersektional) aus Perspektive von Wissenschaft, Bildungs- und Beratungsarbeit darüber, wo und wie die Verschränkungen von Antifeminismus und Antisemitismus sichtbar werden, wie sich beide Phänomene verstärken und welches gefährliche Potenzial beide – einzeln wie auch in ihrem Zusammenwirken – für eine demokratische Gesellschaft entfalten.

📅 Donnerstag, 20. November 2025
🕢 Einlass: 18:30 Uhr | Beginn: 19:00 Uhr
📍 Raum Herzkammer, Zentralbibliothek Düsseldorf
(Konrad-Adenauer-Platz 1, 40210 Düsseldorf)

Eine gemeinsame Veranstaltung von RIAS NRW, SABRA & Spotlight – Antifeminismus erkennen und begegnen der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

✅ Eintritt frei – keine Anmeldung nötig!

🎗 Am 7. Oktober 2023 ereignete sich das schlimmste Verbrechen gegen Jüdinnen und Juden seit der Schoa. Palästinensische ...
07/10/2025

🎗 Am 7. Oktober 2023 ereignete sich das schlimmste Verbrechen gegen Jüdinnen und Juden seit der Schoa. Palästinensische Terroristen und ihre Anhänger ermordeten mehr als 1.200 Menschen, verletzten unzählige mehr und verschleppten über 240 Menschen nach Gaza. An diesem Tag jubelten Menschen in Gaza, als sie die schwer verletzten, blutüberströmten und zum Teil schon toten Opfer wie Trophäen empfingen. Seit 732 Tagen halten die Männer und Frauen der islamistischen Terrorbanden Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad noch immer 48 Geiseln gefangen.

Heute gedenken wir der Menschen, die dem tödlichen Hass der Hamas nicht entkommen konnten und die bis heute unter unmenschlichen Bedingungen in Gaza festgehalten werden. Wir denken an all jene, die jeden Tag ihre Liebsten vermissen und seit zwei Jahren alles für die Freilassung der Geiseln geben – und an alle, die in ständiger Angst vor islamistischem Terror leben.

Der 7. Oktober 2023 markiert eine Zäsur – für Jüdinnen und Juden weltweit. Die Anzahl antisemitischer Gewalttaten, Bedrohungen und Anfeindungen ist in Deutschland seit zwei Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Erste antisemitische Vorfälle in Deutschland mit Bezug zu den Massakern ereigneten sich bereits am selben Tag, an dem die Gräueltaten verübt wurden. Neben der Leugnung und Glorifizierung der Taten vom 7. Oktober wurden Initiativen zum Ziel antisemitischer Aggressionen, die der Opfer gedachten oder sich für die Befreiung der Geiseln engagierten. Auch eine Wiederholung der an Israelis verübten Gewalt wurde gegenüber Jüdinnen und Juden in Deutschland angekündigt.

Über Antisemitismus und Resilienz nach dem 7. Oktober berichtet Rivkah Young, die seit Februar 2024 in Düsseldorf die Solidaritätsinitiative „Run for Their Lives“ organisiert:

„Eine Woche nach dem 7. Oktober 23 holte ich auf dem Weg zur Synagoge mutig meinen Davidstern aus dem Pullover und schickte meiner Freundin ein Selfie: ‚Auf dem Weg in die Syni 🫶🏻🇮🇱💙🤍✌🏻‘. Damals wusste ich nicht, dass dieses Gefühl von Mut mein Leitmotiv werden würde.

Ich war ängstlich, aber ich wollte meinem Sohn zeigen: Wir geben unsere Religion nicht auf, wir verstecken uns nicht. Das ist bis heute meine Motivation.

Eine Woche später zogen „Pro-Palästinenser“ mit ihren Kufiyas und Fahnen in der Nähe meines Hauses vorbei. Keine vier Wochen danach stand ich nach einem Synagogenbesuch gemeinsam mit meinem Mann auf der Gegendemonstration – gegenüber 17.000 Menschen.

Seitdem erlebe ich fast jeden Samstag Hetze gegen Israel und Juden auf den sogenannten „pro palästinensischen“ Demonstrationen. Kein Wort dort über das Hamas-Massaker, kein Wort über die Geiseln, kein Wort über den Terror. Als Reaktion auf diese Terrorverherrlichung haben mein Mann und ich ab Februar 2024 einen wöchentlichen Spaziergang für die Freilassung der Geiseln organisiert – auch dort werden wir mittlerweile bedroht.

Für mich ist diese Bedrohung inzwischen Alltag. Seit ich denken kann, trage ich meinen Davidstern. Seit dem 8. Oktober 2023 muss ich jedoch darauf achten, wann und wo ich ihn verdecke. Ich werde mich mit meinem Mann dem Antisemitismus so lange entgegenstellen, wie es uns möglich ist. Ich trage meinen Davidstern, ich erhebe meine Stimme für die 48 Geiseln, ich trage immer eine gelbe Schleife.“

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Düsseldorf
40476

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