03/07/2026
Elternperspektive im Zukunftsdialog Eingliederungshilfe NRW
Gemeinsam mit anderen Elternvertreter:innen (z.B. Süße Zitronen e.V. lvkm nrw e.V.) waren wir ins Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) eingeladen, um im Rahmen des Zukunftsdialogs Eingliederungshilfe unsere Erfahrungen und Perspektiven einzubringen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Themen inklusive Bildung, Schnittstellen zwischen den verschiedenen Leistungssystemen sowie die Unterstützung und Entlastung von Familien. Themen also, die unseren Alltag unmittelbar prägen und darüber entscheiden, ob Teilhabe gelingt oder (an bürokratischen Hürden) scheitert.
Besonders gefreut hat uns dabei nicht nur der offene Austausch, sondern vor allem die Art und Weise, wie dieser gestaltet wurde: Statt über Familien zu sprechen, wurden Familien selbst eingeladen, ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Ideen einzubringen.
Genau so sollte Beteiligung aus unserer Sicht aussehen. Wer täglich mit den Auswirkungen politischer und verwaltungstechnischer Entscheidungen lebt, bringt eine Expertise mit, die sich durch keine Statistik und keinen Bericht ersetzen lässt. Wir wünschen uns deshalb sehr, dass Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen künftig noch viel häufiger unmittelbar in Prozesse einbezogen werden – überall dort, wo Entscheidungen getroffen werden, die ihr Leben betreffen.
Wir bedanken uns herzlich beim MAGS NRW für die Einladung und die Möglichkeit, unsere Perspektive einzubringen. Jetzt hoffen wir, dass aus dem wertvollen Dialog konkrete Verbesserungen entstehen – für eine Eingliederungshilfe, die Familien stärkt, Hürden abbaut und echte Teilhabe ermöglicht.
Denn gute Entscheidungen entstehen dann, wenn diejenigen mit am Tisch sitzen, die ihre Auswirkungen jeden Tag erleben.