05/06/2026
„Leben nach der Haft“: Neue Sonderausstellung in Cottbus zeigt die Folgen politischer Verfolgung in der DDR
Haft endet nicht mit dem Verlassen des Gefängnisses. Für viele ehemalige politische Gefangene der DDR begann nach der Entlassung ein zweiter Kampf: um Würde, Anerkennung, Arbeit, Familie, Gesundheit und einen Platz in einem Leben, das durch staatliche Repression tief beschädigt worden war.
Genau diesen Erfahrungen widmet sich die neue Sonderausstellung „Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten“, die am Donnerstag, den 28. Mai 2026, um 17 Uhr in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus (Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus) eröffnet wurde.
Rund 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, darunter viele Betroffene und ihre Angehörigen. Es war ein sehr bewegender Abend. Wir danken allen Mitwirkenden und Gästen herzlich für ihre Unterstützung, den intensiven Austausch und Gespräche, die noch lange nachwirken werden.
Die gemeinsam mit der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße entwickelte Ausstellung kann bis zum 13. September während der Öffnungszeiten der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus besichtigt werden. Ab dem 18. September ist sie dann in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam zu sehen.
Das Ausstellungsprojekt wurde gefördert durch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD). Die Eröffnungsveranstaltung wurde unterstützt durch das Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder).