13/08/2026
Sehr bekannt, aber häufig verwechselt:
Die Hohltaube (Columba oenas) ist eine unserer einheimischen Taubenarten und oft schwer zu entdecken, weil sie relativ scheu ist.
Sie gilt als ein Kulturfolger und ist sowohl in der Stadt als auch im Wald anzutreffen. Dort brütet sie am liebsten in verlassenen Baumhöhlen, wodurch sie ihren Namen erhalten hat.
Vom Aussehen ähnelt sie den Stadttauben, hat aber viel dunklere Augen und kein Weiß im Gefieder. Ihr Körper ist blaugrau gefärbt und ihre Brust schimmert rosa. Am Hals hat sie einen grünlich schillernden Fleck und ihr Schnabel ist hell. Ihr Ruf ähnelt dem der Ringeltaube, aber ist grundsätzlich etwas tiefer.
Die Hohltaube ist sehr gesellig und häufig in Gruppen von bis zu 20 Tieren unterwegs. Auch wenn sie das Leben im Wald bevorzugen, ziehen immer mehr Hohltauben in die Siedlungsbereiche und auch Großstädte. Dadurch, dass der Lebensraum Wald immer mehr zerstört wird und das Nahrungsangebot in den Städten höher ist, lebt sie heutzutage häufig in großen, weitläufigen Parks und Gärten mit verschiedenen Baumbeständen. Im Vergleich zur Stadttaube ist sie bei ihrer Nistplatz- und Lebensraumauswahl also etwas mehr wählerischer.
Schaut doch das nächste Mal, wenn ihr eine Taube seht, genauer hin. Vielleicht habt ihr Glück und könnt eine Hohltaube entdecken.
Foto: Christoph Moning