29/12/2025
Die Initiative Kölner helfen und ihr Trägerverein Kinderhilfe Mesopotamien e.V., sowie die Städtepartnerschaft Köln-Qamishlo rufen zur Unterstützung von Familien auf, die vor den Dschihadisten in die Gebiete der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens fliehen mussten.
Diese Familien waren schon 2018 unter den mehr als 300.000 Menschen, die vom türkischen Regime und seinen dschihadistischen Milizen der SNA gewaltsam aus ihrer Heimat - dem hauptsächlich von Kurd:innen bewohnten Kanton Afrîn - vertrieben worden sind. Seitdem lebten sie in Aleppo oder in Zeltstädten in der Region Sheba unter prekären Bedingungen.
Anfang 2023 wurden genau diese Menschen und auch die in Afrîn verbliebenen Familien Opfer der verheerenden Erdbeben. Tausende starben oder verloren ihre Bleibe und Existenz. Dank vieler großer und kleiner Spenden konnten wir seitdem mit dem Bau und der Ausstattung zweier Jugend- und Bildungszentren in Sheba und Aleppo und der Instandsetzung und Ausstattung von Schulen in den Regionen tausenden Kindern wieder Hoffnung schenken.
Als Ende 2024 die von der Türkei unterstützten Dschihadistengruppen HTS und SNA auf diese Regionen vorrückten, mussten mehrere hunderttausend Menschen – Kurd:innen, Christ:innen und Ezid:innen - abermals alles aufgeben und sich und ihre Familien in Tabqa, Rakka, Qamishlo und in weitere Orte im Norden Syriens in Sicherheit bringen. Die Situation war verheerend und es fehlte neben Unterkünften an allem Lebensnotwendigen. Innerhalb kürzester Zeit konnten wir dank vieler Spenden hunderte Familien mit Decken, Matratzen, Kleidung etc. ausstatten.
Seitdem konnten viele Familien bei Angehörigen unterkommen oder eine eigene notfürftige Bleibe finden. Tausende harren aber immer noch in Massenunterkünften unter prekären Bedingungen aus. Insbesondere diese Familien sind weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen. Sie benötigen Hygieneartikel, Lebensmittel und vor allem warme Kleidung für den Winter.
Gemeinsam mit unserer langjährigen Partner-NGO WJAS (Weqfa Jina Azad a Sûriya - Stiftung der Freien Frau in Syrien) organisieren wir die Anschaffung und Verteilung der Hilfsgüter vor Ort, damit sie bei denjenigen ankommen, die besonders auf diese angewiesen sind. Mit ihren Mitarbeiterinnen ist WJAS nah an den Menschen und ihren Bedarfen dran - ob im Bildungs- und Ausbildungsbereich, oder in der medizinischen Basisversorgung für Frauen und Kinder, um für diese Gleichberechtigung zu erlangen.
Bitte vergesst die Menschen in Nordsyrien nicht - ihre Lage ist weiterhin extrem prekär!
Sollte die Türkei und die syrische Übergangsregierung ihre wiederholten Drohungen wahr machen und weiter in das Gebiet der Selbstverwaltung vorrücken, um weitere Gebiete völkerrechtswidrig einzunehmen, drohen Vertreibung, Flucht und weitere Massaker, wie schon in Afrîn 2018 durch die Türkei oder 2025 an durch HTS-Truppen an tausenden Alawit:innen und Drus:innen. Das auf Gleichberechtigung der Geschlechter, Ethnien und Religionen basierende demokratische Gesellschaftsmodell in Nord- und Ostsyrien ist akut durch die Islamisten bedroht und braucht dringend unsere Unterstützung!
Helft mit, auf die Situation in Nordsyrien aufmerksam zu machen
und die Menschen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen.
Jede Spende und jede Weiterleitung zählt!
Für Spendenbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt im
Verwendungszweck Name und die Adresse angeben.
Weitere Infos unter:
www.kölner-helfen.de
www.kinderhilfe-mesopotamien.de