Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung

Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung Es wurde im Jahr 2009 von Nichtregierungsorganisationen, städtischen Dienststellen und weiteren Organisationen gegründet.

Das „Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung“ ist ein Bündnis von Organisationen, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung und für Chancengleichheit engagieren. Rassismus und Diskriminierung gehören zum Alltag der Gesellschaft. Daher ist die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung in jedweder Form – so auch in institutioneller und struktureller Ungleichbehandlung – eine dauerhaft

e gesellschaftliche Herausforderung. Dies ist eine kommunale Querschnittsaufgabe und damit wichtige Aufgabe für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in Köln. Das „Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung“ entwickelt Vorschläge, Initiativen und Projekte zur Information und Aufklärung der Bevölkerung sowie zur Bekämpfung, Beseitigung und Verhinderung von Rassismus und Diskriminierung.

26/07/2026

Liebe Community,

die Ereignisse beim Berliner CSD machen viele von uns traurig, wütend oder sprachlos🕯️. Deshalb möchten wir heute einen Ort schaffen, an dem all das Platz haben darf.

Es wird verschiedene Räume geben – zum Trauern, Schreiben und Innehalten, aber auch zum gemeinsamen Zusammensein. Ihr könnt reden oder schweigen, euch austauschen oder einfach Community spüren.
Und wenn ihr für einen Moment etwas Abstand von den Ereignissen braucht, ist auch das völlig in Ordnung. Bleibt nicht allein, wenn es sich nicht gut anfühlt.

Kommt vorbei, so wie ihr seid. Und gebt die Info gern weiter. 💜

26/07/2026

𝗠𝗼𝗿𝗴𝗲𝗻, 𝟮𝟳.𝟳., 𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗧𝗿𝗲𝗳𝗳 𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗺 @[𝟭𝟴𝟲𝟮𝟯𝟱𝟯𝟲𝟴𝟬𝟲𝟱𝟵𝟴𝟬] 𝗶𝗺 𝗖𝗮𝗳𝗲́ 𝗕𝗮𝗰𝗵 für Trauer, Austausch und Zusammensein.

Die Schocknachrichten vom CSD treffen uns tief ins Herz. Wir sind wütend, traurig und in Gedanken bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen dieses furchtbaren Anschlags. Danke an alle Einsatz- und Rettungskräfte.

𝗗𝗲𝗿 𝗖𝗦𝗗 𝗶𝘀𝘁 𝘀𝗲𝗶𝘁 𝗝𝗮𝗵𝗿𝘇𝗲𝗵𝗻𝘁𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝘂̈𝘁𝘇𝘁𝗲𝗿 𝗥𝗮𝘂𝗺 𝗳𝘂̈𝗿 𝗙𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗶𝘁, 𝗦𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗮𝗿𝗸𝗲𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗮𝘀 𝗥𝗲𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝗳 𝗲𝗶𝗻 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗯𝗲𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘁𝗲𝘀 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻. Egal ob in Berlin, Köln oder sonst wo. Ein gewaltsamer Angriff auf diese Gemeinschaft trifft uns alle. Er erinnert uns schmerzhaft daran, wie verletzlich unsere Räume sind und wie notwendig unser gemeinsamer Einsatz gegen Queerfeindlichkeit, Hass und Extremismus bleibt.

𝗪𝗶𝗿 𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗟𝗶𝗲𝗯𝗲 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻. Wir rücken noch enger zusammen – für eine Gesellschaft, in der niemand wegen seiner Identität oder Liebe um das eigene Leben fürchten muss.

24/07/2026

*VERANSTALTUNGSHINWEIS*

Wir möchten Euch herzlich einladen zu * * - einem Tag für Bewegung und Austausch ganz im Zeichen gegen Rassismus

am *SONNTAG, 26.07.2026* ab *14 UHR*, Ort: Escher Str. 160 & Blücher Park, Köln

Es erwarten Euch:

- ⚽ *Fußballmatch*
- 🪁 *Kinderaktivitäten*
- 🎶 *Musik*
- 🧆 *Verpflegung*
- 🗣️ *Diskussion* zum Thema "Awareness gegen Rassismus im Sport"

Kontakt: 01512 9629605162 und [email protected]
ist der Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung mit der Überschrift "100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus".

Begleitet durch das Awareness-Team von Pamoja Afrika e.V. Köln.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr mit dabei seid und wenn Ihr diese Einladung an Eure Kontakte weiterleiten könnt.

Vielen Dank!

Weitere Informationen unter
www.forumgegenrassismus.koeln

Eine Veranstaltung von Bündnis14 Afrika e.V. in Kooperation mit Solution Center Cologne e.V., PadimiSportsFoundation, Ev. Nathanael Kirchengemeinde Köln, Pamoja Afrika e.V. Köln und Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung

Gefördert durch: Kommunales Integrationszentrum Köln, Stadt Köln

13/03/2026

50 Organisationen unterstützten die Veranstaltung!

13/03/2026
13/03/2026
05/02/2026

Wir laden euch herzlich ein zu unserem moderierten Talk im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, der sich dem Projekt FemiRa – Feministische Perspektive auf rassistische Anschläge gegen Migrant:innen in Köln widmet.

FemiRa zeigt, wie sich Kölner migrantisierten Frauen nach rassistischen Anschlägen – darunter der Nagelbombenanschlag auf der Keupstraße – politisch engagiert haben.

In unserem Podium berichten Frauen aus dem Projekt über ihre Erfahrungen, ihre Perspektiven und ihr politisches Engagement und laden zur gemeinsamen Diskussion und Auseinandersetzung ein.

Begleitend ist vom 16.–24. März eine Wanderausstellung zu sehen, die die Biografien und Geschichten der Frauen sichtbar macht – geprägt von Erfahrungen mit Rassismus, Gewalt, Solidarität und Widerstand. Diese ist täglich im Interkulturellen Zentrum geöffnet von 10 – 16 Uhr.

📅 Dienstag, 17. März 2026
⏰ 18:00 – 21:00 Uhr
📍 interKultur e.V., Berliner Str. 77, 51063 Köln

🎤 Moderation: Serpil Güner

Seid dabei bei einem gemeinsamen Abend für Austausch und Zuhören, für ein vertiefendes Verständnis solidarischer Perspektiven sowie eine kritische Auseinandersetzung mit tief verankerten rassistischen Strukturen in unserer Gesellschaft und migrantischer Erinnerungskultur.

Anmeldung zur Veranstaltung auf unserer Website
➡️ www.interkultur-ev.net

19/12/2025

*Statement des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung für transparente, faire und diskriminierungsfreie Schulempfehlungen*

Das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung setzt sich für Chancengerechtigkeit, Transparenz und gleichberechtigte Teilhabe ein. Vor diesem Hintergrund möchten wir auf bestehende Problemlagen im Zusammenhang mit Schulempfehlungen an Grundschulen aufmerksam machen.

Aktuelle Rückmeldungen von Eltern sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Schulempfehlungen nicht immer konsistent, nachvollziehbar frei von Diskriminierung erfolgen. Da die Grundschulempfehlung eine zentrale Weichenstellung für die weitere Bildungsbiografie darstellt, kommt ihrer Qualität eine besondere Bedeutung zu.

*Ausgangslage und Problembeschreibung*

In der Praxis zeigt sich, dass Schulempfehlungen teilweise von objektiven Leistungsdaten abweichen.

Viele Kinder, die kontinuierlich sehr gute schulische Leistungen erbringen, erhalten dennoch Empfehlungen, die im Widerspruch zu ihrem dokumentierten Leistungstand stehen.

Begründet wird dies häufig mit Aspekten wie Arbeitsverhalten, angeblichem Arbeitstempo, vermeintlich „zu vielen Fragen“ oder fehlende Lernunterstützung durch das Elternhaus, z.B. aufgrund von Sprachbarrieren oder fehlenden finanziellen Mitteln für Nachhilfe. Faktoren, die in den vorangegangenen Schuljahren nicht dokumentiert oder kommuniziert wurden. Diese Praxis wirft grundlegende Fragen auf:

Werden Bewertungskriterien einheitlich, transparent und überprüfbar angewendet?
Bilden dokumentierte Leistungen tatsächlich die Grundlage für die Empfehlung?
Werden alle Kinder unabhängig von Herkunft, Persönlichkeit oder Lernstil gleich bewertet?

Solange solche Fragen unbeantwortet bleiben, besteht das Risiko eines Vertrauensverlusts in schulische Entscheidungsprozesse.

*Relevante Forschung: Die „Max-und-Murat“-Studie*

Die bekannte „Max-und-Murat“-Studie hat gezeigt, dass identische schriftliche Leistungen von Lehrkräften unterschiedlich bewertet werden, abhängig davon, ob das Kind einen typisch deutschen oder einen migrantisch konnotierten Namen trägt.

Kernergebnisse der Studie:

Lehrkräfte ordnen identischen Texten mit dem Namen „Murat“ signifikant schlechtere Noten zu als denselben Texten mit dem Namen „Max“.

Bewertungsunterschiede entstehen unbewusst, sind aber dennoch folgenschwer.
Herkunftsbezogene Vorannahmen beeinflussen Erwartungen und Bewertungen – auch bei erfahrenen Lehrkräften.

Diese Forschungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung von reflektiertem, bias-bewusstem und diskriminierungsfreiem pädagogischem Handeln.

Sie zeigen, dass strukturelle Ungleichbehandlungen entstehen können, ohne dass eine bewusste Intention vorliegt.

*Position des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung*

Das Kölner Forum vertritt die eindeutige Auffassung, dass Schulempfehlungen stets transparent, nachvollziehbar, konsistent, objektiv und frei von Diskriminierung erstellt werden müssen. Dies gilt nicht nur für die Stadt Köln, sondern in gleicher Weise auch auf bundesweiter Ebene. Ziel ist es, sicherzustellen, dass jede Schülerin und jeder Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialen Hintergrundes faire und gerechte Bildungschancen erhält.

Wir erwarten, dass:

die dokumentierten Leistungen der vergangenen Schuljahre die zentrale Grundlage für die Empfehlung bilden,
Hinweise zu Arbeits- oder Lernverhalten frühzeitig und kontinuierlich kommuniziert werden und nicht erst im Empfehlungsgespräch auftauchen,
subjektive Eindrücke nicht über objektive Leistungsnachweise gestellt werden,
Kinder mit unterschiedlichen Persönlichkeits- und Lernstilen wertschätzend und nicht defizitorientiert wahrgenommen werden,
Herkunft, Name, kultureller Hintergrund oder individuelle Lernstrategien keinen Einfluss auf die Empfehlung haben,
Schulen sich aktiv mit Forschung zu unbewussten Vorurteilen auseinandersetzen und entsprechende Fortbildungen regelmäßig wahrnehmen.

*Forderungen des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung*

Um Fairness und Transparenz sicherzustellen, fordert das Kölner Forum:

Einheitliche und verbindliche Kriterienkataloge: Schulempfehlungen sollen verbindlich an dokumentierte Kriterien gebunden sein, die den Eltern frühzeitig offengelegt werden.
Verpflichtende Dokumentation von Lern- und Arbeitsverhalten: Einschätzungen zum Arbeits- und Lernverhalten müssen über das gesamte Schuljahr schriftlich festgehalten werden. Überraschende oder neue Argumente im Empfehlungsgespräch sind unzulässig.
Transparente Kommunikation mit Eltern: Eltern müssen zeitnah informiert werden, wenn Auffälligkeiten auftreten, damit gemeinsame Lösungsstrategien entwickelt werden können.
Fortbildungen zu Bias, Diversität und diskriminierungsfreiem Handeln: Alle Grundschulteams sollen regelmäßig an Fortbildungen zu unbewussten Vorurteilen, machtkritischer Sensibilität und fairer Leistungsbewertung teilnehmen.
Institutionelle Qualitätssicherung: Schulleitungen und Schulaufsichten sollen interne Prozesse überprüfen, um sicherzustellen, dass Empfehlungen sachgerecht und diskriminierungsfrei erfolgen.

*Schlussfolgerung:*

Schulempfehlungen prägen Bildungswege und damit Lebenswege. Sie dürfen daher weder Zufallsprodukt noch das Ergebnis subjektiver oder unbewusster Vorannahmen sein.

Das Kölner Forum setzt sich dafür ein, dass alle Kinder unabhängig von Herkunft, Lernstil, Persönlichkeit oder individuellen Ausdrucksformen eine faire Chance auf die weiterführende Schule erhalten, die ihrem Potenzial und ihren Leistungen entspricht.

Wir rufen Schulen, Behörden und politische Entscheidungsträger_innen dazu auf, gemeinsam eine Kultur der Transparenz, Professionalität und Chancengerechtigkeit zu fördern.

Adresse

Lungengasse 24
Cologne
50676

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen