BHDS - Diözesanverband Köln e.V.

BHDS - Diözesanverband Köln e.V. Der Diözesanverband Köln e.V. ist der Dachverband aller Schützenbruderschaften in der Erzdiözese Köln

Herzlichen Glückwunsch. Du hast die Auszeichnung sehr verdient!
10/07/2026

Herzlichen Glückwunsch. Du hast die Auszeichnung sehr verdient!

Eine wahrlich verdiente Auszeichnung

Unser 1. Vorsitzender Waldemar Schaffrin erhielt am letzten Schützenfesttag eine ganz besondere Auszeichnung.

Der Bund der Historischen deutschen Schützenbruderschaften verlieh ihm die
Schützenmusikerauszeichnung in Gold.

Lieber Waldemar.
Du hast den Spielmannszug Benrath in den letzten Jahren geprägt. Dein unermüdlicher Einsatz, stets zum wohle der Spielleute hat gezeigt, wie sehr du für diese Aufgabe brennst.

Wir gratulieren dir von ganzem Herzen. Wir danken auch deiner lieben Frau Gaby für den Rückhalt.

Wir müssen zusammenstehen und zusammen, die wilden Zeiten überstehen und das beste daraus mitnehmen.

Nochmals herzlichen Glückwunsch zu dieser großen Auszeichnung.

Dein Spielmannszug Benrath 💙🤍💙🤍

13/06/2026

Interview mit Herbert Reul

„Feste dürfen nicht an zu hohen Auflagen scheitern“

Der Landesinnenminister NRW spricht zu Beginn der Kimes-Saison über die aktuelle Gefährdungslage, notwendige Polizeipräsenz und die Frage der Verhältnismäßigkeit von Sicherheitskonzepten.

BHDS: Herr Minister, die Zeit der Volks- und Heimatfeste hat im Mai begonnen. Jetzt wird überall im Land gefeiert. Hunderttausende Besucher zieht es an jedem Wochenende auf die Fest- und Kirmesplätze. Ist mit Blick auf die Anschläge der Vergangenheit unbeschwertes Miteinander möglich? Wie groß ist nach Ihrer Einschätzung die aktuelle Gefährdungslage?

Reul: Volks- und Heimatfeste sind für viele Menschen ein echtes Highlight im Jahr. Da kommen Jung und Alt zusammen, da wird gelacht, gesungen und einfach das Leben genossen. Das dürfen wir uns auch nicht nehmen lassen. Natürlich spüren wir, dass die Krisen dieser Welt auch bei uns angekommen sind. Das sorgt bei vielen für ein mulmiges Gefühl. Die Gefährdungslage ist nach wie vor auch abstrakt hoch. Aber unsere Sicherheitsbehörden machen ihre Arbeit. Polizei und Verfassungsschutz tun alles dafür, dass nichts passiert. Zur Wahrheit gehört aber auch, hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.

BHDS:In einem Erlass aus Ihrem Haus sollen Sie die Polizeibehörden angewiesen haben, bei den Sicherheitskonzepten Augenmaß walten zu lassen und die Veranstalter nicht zu überfordern. Welche Verantwortung tragen die Ausrichter der Feste - häufig gemeinnützige Vereine - für die Sicherheit? Wo können Polizei- und Ordnungsbehörden den Veranstaltern hilfreich zur Seite stehen?

Reul: Sicherheitsvorkehrungen machen niemandem Spaß, aber sie sind notwendig. Am Ende geht es darum, dass alle Menschen gesund wieder nach Hause kommen. Veranstalter kennen ihre Veranstaltung und die Gegebenheiten vor Ort am besten und tragen die Verantwortung. Deswegen müssen sie zusammen mit den Kommunen individuelle Sicherheitskonzepte entwickeln. Aber sie stehen nicht alleine da. Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Das Land unterstützt mit einem Orientierungsrahmen. Er soll Kommunen und Veranstalter dabei unterstützen, gemeinsam angepasste Lösungen zu finden. Die Polizei berät dabei. Wir müssen darauf achten, dass die Anforderungen an Veranstalter verhältnismäßig bleiben. Gerade kleinere Feste dürfen nicht an zu hohen Auflagen scheitern. Lückenlos absichern kann man ohnehin nichts.

BHDS: Für die Fußball-Bundesliga gibt es umfassende Wegbegleitung durch Polizei- und Ordnungsbehörden. Lokale Veranstalter von Kirmes- und Volksfesten müssen dagegen häufig selbst tätig werden, um ihre Feste zu schützen. Das führt zu erheblichen Ausgaben für Begleitpersonal und Absperrungen. Müssten nicht hoheitliche Aufgaben - wie die Terrorabwehr - von der Polizei wahrgenommen werden?

Reul: Ob Stadion oder Volksfest, Sicherheitsdienste sind da nicht mehr wegzudenken. Die Abwehr von Terrorgefahren und schweren Straftaten bleibt jedoch ganz klar Aufgabe des Staates. Dafür sind unsere Sicherheitsbehörden da. Trotzdem gehört nun mal auch zur Verantwortung eines Veranstalters, sich um die eigene Veranstaltung zu kümmern. Ein Volksfest ist und bleibt keine staatliche, sondern eine zivilgesellschaftliche oder kommunale Veranstaltung, mit der übrigens auch Geld verdient wird. Wichtig ist die Balance. Ich bezweifle, dass die Menschen auf ihren Festen so viele Polizisten haben wollen wie beim Fußball.

BHDS: Die Auflagen für die Veranstalter unterscheiden sich nicht selten von einer Stadt zur anderen. Welche Möglichkeiten sehen Sie zu einheitlichen, verlässlichen Standards zu kommen?

Reul: Es ist richtig, dass es vor Ort Unterschiede geben kann. Das liegt auch daran, dass jede Veranstaltung und jeder Veranstaltungsort eigene Besonderheiten mit sich bringen. Die Cranger Kirmes stellt andere Anforderungen als ein Schützenfest auf dem Dorf oder ein Veedelfest in der Kölner Innenstadt. Trotzdem brauchen wir einen Rahmen, an dem sich alle orientieren können. Unser Orientierungsrahmen funktioniert dabei wie eine Art Handbuch. Verpflichtende Regelungen zu Schutzmaßnahmen ergeben sich daraus nicht unmittelbar. Und auch keine Kosten. Am Ende braucht es individuelle Lösungen, die vor Ort funktionieren. Veranstalter und Kommunen arbeiten da – so wie ich das mitbekomme – vertrauensvoll zusammen.

BHDS: Wie wäre es, wenn zwischen Maßnahmen zur Eigensicherung einer Veranstaltung und solchen zur Gefahrenabwehr unterschieden und damit auch die Verantwortung geteilt würde? Würde das nicht gegebenenfalls die Genehmigungsbehörden davon abhalten, zu hohe Anforderungen zu stellen?

Reul: Die Sicherheitsbehörden haben die Großwetterlage im Blick. Sie treffen allgemeine Gefahrenbewertungen anhand von Entwicklungen, etwa in den extremistischen Szenen. Und die Polizei vor Ort berät bei der Planung von Veranstaltungen. Wir können aber keine Musterplanung für alle Feste aus Düsseldorf heraus liefern. Gerade das würde verhindern, dass man vor Ort angepasste Vorkehrungen treffen und auch Augenmaß walten lassen kann. Jeder Veranstaltungsort hat seine Besonderheiten. Daher ist es wichtig, für jede konkrete Veranstaltung gemeinsam die beste und sicherste Lösung vor Ort zu finden. Es geht darum, Sicherheit zu gewährleisten, ohne Engagement unnötig zu erschweren. Ob jede einzelne Maßnahme am Ende notwendig gewesen ist, ist Kaffeesatzleserei.

BHDS: Zum Schluss eine persönliche Frage: Besuchen Sie trotz allem gerne Volks- und Heimatfeste?

Reul: Ich bin Rheinländer wir haben das Feiern im Blut - ob Karneval, Schützenfest oder Kirmes. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass wir diese Orte der Gemeinschaft und Lebensfreude bewahren. Ich besuche solche Feste sehr gerne und tue das auch weiterhin. Denn bei aller notwendigen Wachsamkeit gilt: Wir dürfen uns unsere Lebensfreude nicht nehmen lassen.

Bild: (C) NRW-Innenministerium

Hohe Auszeichnungen im BHDS - Diözesanverband Köln e.V.Am vergangenen Wochenende standen einige hohe Auszeichnungen an, ...
09/06/2026

Hohe Auszeichnungen im BHDS - Diözesanverband Köln e.V.
Am vergangenen Wochenende standen einige hohe Auszeichnungen an, die durch die Vorstandsmitglieder überreicht wurden.
Für 450 Jahre St. Sebastianus St. Clemens Schützenbruderschaft Solingen und 75 Jahre St. Sebastianus Schützenbruderschaft Solingen-Weeg wurden die Bruderschaften zu ihren Jubiläen durch Mathias Tennior mit der der Hochmeisterplakette ausgezeichnet.

Hans Wilhelm Baltes der Ehrenoberst der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1431 Düsseldorf-Wittlaer wurde durch Klaus Zinke für seine Verdienste mit dem Schulterband zum St. Seb. Ehrenkreuz ausgezeichnet.

Manfred Klein der Ehrenbrudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Dormagen Horrem wurde für seine Verdiente durch Walter Honerbach und Heiko Kleusch ebenfalls mit dem Schulterband zum St. Seb. Ehrenkreuz ausgezeichnet.

Wir haben wieder beeindruckend schöne Momente voller Gastfreundschaft erlebt, die nicht selten mit Tränen der Freude belohnt werden. Wir gratulieren allen geehrten Bruderschaften und Schützenschwestern und -brüdern vom vergangenen Wochenende. Wir hoffen, dass die Auszeichnungen und die gesprochenen Worte dazu dienen, euer Engagement für das Brauchtum weiter fortzuführen.

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft e. V. Ratingen-Tiefenbroich begeht in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und...
03/06/2026

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft e. V. Ratingen-Tiefenbroich begeht in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und kann damit auf ein Jahrhundert lebendiger Tradition, gesellschaftlichen Engagements und gelebter Gemeinschaft zurückblicken.
Als Ausdruck besonderer Anerkennung und Wertschätzung wurde der Bruderschaft im Rahmen eines Festaktes am 17. Mai 2026 die Hochmeisterplakette verliehen und feierlich überreicht. Die Auszeichnung war noch vom scheidenden Hochmeister, Emmanuel Fürst zu Salm-Salm, gestiftet worden und zählt zu den höchsten Würdigungen innerhalb des Schützenwesens.
Die Verleihung nahm Diözesanvorstandsmitglied vom BHDS - Diözesanverband Köln e.V. Lutz Hullermann vor. In seiner eindrucksvollen Festansprache zeichnete er die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Bedeutung des traditionellen Schützenwesens nach. Dabei spannte er einen Bogen von den Ursprüngen der Bruderschaften bis hin zur heutigen Rolle der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Ratingen-Tiefenbroich als fest verankerter Bestandteil des örtlichen Gemeinschaftslebens. Mit seinen Worten würdigte er zugleich das langjährige Wirken der Bruderschaft sowie ihren nachhaltigen Beitrag zur Pflege von Brauchtum, christlichen Werten und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen Höhen und Tiefen, die die Tiefenbroicher Schützen in ihrer Geschichte erlebt und erfolgreich bewältigt haben. Geprägt von Aufbruch, Beständigkeit und Gemeinschaft blickt die Bruderschaft auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Seit ihrer Gründung im Jahr 1926 entwickelte sie sich trotz der Herausforderungen der Zeit des Nationalsozialismus und der Kriegsjahre kontinuierlich weiter. Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, die Schenkung des heutigen Schützenplatzes sowie der Ausbau der Vereinsanlagen legten wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft.
Auch Phasen des Wandels und strukturelle Veränderungen konnten die Gemeinschaft nicht nachhaltig beeinträchtigen. Durch die Aufnahme neuer Korps und die Gründung weiterer Kompanien stärkte die Bruderschaft ihre Stellung und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Tiefenbroich.
Die Verleihung der Hochmeisterplakette bildete einen besonderen Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten und unterstrich die herausragende Bedeutung der Bruderschaft weit über die Grenzen Tiefenbroichs hinaus.
Kurz vor dem Ende des offiziellen Teils ergriff Lutz Hullermann noch einmal das Mikrofon. In der Festhalle kehrte augenblicklich gespannte Stille ein. Als Vertreter des Diözesanvorstandes war ihm die ehrenvolle Aufgabe angetragen worden, eine weitere hohe Auszeichnung vorzunehmen. Mit dem Aufbau der Laudatio wurde schnell deutlich, dass es sich um die Verleihung des Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuzes handelte.
Als schließlich der Name des Geehrten genannt wurde – Brudermeister und Erster Chef Michael Brüster –, brandete minutenlanger, frenetischer Applaus auf. Zahlreiche Anwesende konnten ihre Rührung kaum verbergen, und so blieb auch die eine oder andere Träne nicht aus. Einen würdigeren und emotionaleren Abschluss der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen hätte man sich kaum vorstellen können.

Am 30.05. fand die Sitzung des Ausschusses für Schützenbrauchtum, -geschichte und -musik in der Geburtsstätte des Bundes...
01/06/2026

Am 30.05. fand die Sitzung des Ausschusses für Schützenbrauchtum, -geschichte und -musik in der Geburtsstätte des Bundes in Leverkusen Burrig statt.

Geladen waren zunächst nur die Ausschussmitglieder, der vorletzte Vorsitzende Horst Thoren (heute Pressesprecher) und zwei Gäste.
Nach der Vorstellungsrunde wurde durch Mathias Tennior (DV-Köln) ein beeindruckender Vortrag über den Begründer der Erzbruderschaft und des Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften - BHDS, Pastor Peter Joseph Louis gehalten. Dieser Vortrag schloss den Rundgang durch die alte „Christ-König-Bundeshalle“, die alte Bundesgeschäftsstelle vorbei am Grab vom Pastor Louis sowie die ihm zu Ehren errichtete Statue des Sebastianus (in einer Darstellung als römischer Legionär) mit ein.

Danach wurde eine Themensammlung erstellt, die die Aufgaben des Ausschusses wiederspiegelt. Nach dem Mittagsimbiss wurde festgelegt welchen Weg die Ausschussmitglieder bei der Abarbeitung der Aufgaben priorisieren.
Es wurde ein erster Antrag beraten, der durch die Schützenbruderschaft in Korschenbroich gestellt und vom geschäftsführenden Vorstand an die Ausschüsse weitergeleitet wurde. Ein nächstes Treffen wurde für das Bundesfest in Damme verabredet. Abschließend folgte eine Feedbackrunde.

11/03/2026

Bundesschützenmeister Robert Hoppe im Interview

„Meine Wertschätzung gilt den vielen engagierten Menschen, die unserem Brauchtum eine Zukunft geben“

Der Tod von Emil Vogt überschatte vor einem
Jahr die Neuwahl seines Nachfolgers Robert Hoppe zum Bundesschützenmeister. Im Interview zieht Hoppe eine Bilanz des ersten Amtsjahres mit besonderer Verantwortung.

Wie sehr hat Emil Vogt als Ratgeber und Wegbegleiter gefehlt?

Hoppe: Zunächst sehr. Im Laufe der Zeit habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass auch ein sogenannter „Kaltstart“ seine Vorzüge hat. Der damalige Bundesvorstand hatte mich bereits vor meiner Wahl zu vielen Terminen dazu gebeten, um die Amtsgeschäfte nach der Neuwahl möglichst reibungslos zu gestalten. Das war für mich sehr hilfreich. Auch hatten Emil Vogt und ich uns verabredet, das eine oder andere Schützenthema später zu übergeben und zu überlegen, wo und wie Emil mit seinem Knowhow den Übergang hätte mitgestalten können. Dass Emil dann bereits einen Tag vor meiner Wahl zum Bundesschützenmeister verstorben ist, ist mir auch persönlich sehr nahe gegangen. Wir hatten in den verschiedenen Gremien über 30 Jahre eng zusammengearbeitet.

Was war die größte Herausforderung im ersten Jahr als Vorsitzender des großen Verbandes?

Hoppe: Für mich war sehr spannend, dass ich mit jeder Woche im neuen Amt ein neues Thema vorgestellt bekommen habe, mit dem ich mich befassen durfte. Ich erhielt Einladungen aus allen Diözesen unseres Verbandes und musste sehr schnell feststellen, dass es nicht möglich ist, jeder Einladung zu folgen. Ich habe das Jahr als sehr bereichernd empfunden trotz der Belastung. Was mich gestärkt hat, waren die vielen Begegnungen. Es war eine Freude, viele engagierte Menschen kennenzulernen, die allesamt mit Begeisterung ihr ehrenamtliches Engagement leben.

Wie lässt sich der persönliche Führungsstil beschreiben?

Hoppe: Ich höre gerne und aufmerksam zu und vertraue sehr auf die Fachkompetenz all derer, die mich in meinem neuen Amt in den verschiedenen Gremien und Ausschüssen unterstützen und beraten.
Da ich selbst noch berufstätig bin, ist mir die Wegbegleitung all dieser Fachleute sehr wichtig. Und das ist - finde ich - auch eine Form von Wertschätzung.
Ich bin aber auch ein Mensch, der genaue Vorstellungen hat, der vieles sehr detailreich und gewissenhaft vorbereitet und deshalb von den Menschen im Umfeld erwartet, dass sie ebenso gewissenhaft einzelne Themen wie auch Veranstaltungen vorbereiten und durchführen.

Ein großes Thema bleibt die Abgrenzung zur AfD. Wie politisch will der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften agieren?

Hoppe: Wir dürfen die Tatsache, dass sich in unserem Land extreme Parteien ausgebreitet haben, nicht ignorieren. Diese Gruppierungen verführen mit scheinbar einfachen Lösungen und stellen eine Gefahr für unsere Demokratie dar. Mit unserem Positionspapier haben wir klargemacht, dass die von uns vertretenen christlichen Werte nicht vereinbar sind mit dem verschriftlichten wie auch publizierten Gedankengut der AfD.
Unser ökumenisches Bekenntnis zum Glauben, unser kirchliches Engagement, unsere sozialen und caritativen Anstrengungen, unser Eintreten für ein friedensstiftendes Europa, unsere Weltoffenheit und Zukunftsgewandtheit passen nicht zu einer Ideologie der Ab- und Ausgrenzung, die Fremdenhass schürt und Rassismus fördert. Deshalb ist die gleichzeitige Mitgliedschaft in einer unserer Schützenfamilie angehörenden Bruderschaft und der AfD und anderen extremen Gruppierungen von rechts oder links nicht miteinander vereinbar. Ich glaube, dass wir diesen Standpunkt immer wieder auch öffentlich vertreten müssen. Dabei können wir mit unserem Wissen, mit unseren Aktivitäten und gelebten Beispielen unseres Engagements vor Ort in solchen Diskussionen argumentieren. Das ist anstrengend und zeitaufwendig, aber unverzichtbar, denn wir Schützen stehen ein für den Schutz der Demokratie.

Ein großes gesellschaftliches Thema ist die zunehmende Vereinsamung vieler Menschen. Wie können Schützen Begegnung und Miteinander fördern?

Hoppe: Es ist heute nicht mehr damit getan, Einladungen zu verschicken und darauf zu hoffen, dass viele kommen. Manche haben sich längst zurückgezogen in die sozialen Medien. Socialmedia informiert zwar, trägt aber auch zur Vereinsamung bei. Ich habe in meiner eigenen Bruderschaft aber festgestellt, wie einfach es auch in heutiger Zeit ist, Interesse zu generieren. Ein mögliches Erfolgsrezept: Einfach zuhören, wo gerade der Schuh drückt, Ideen sammeln, aktuelle Themen aufgreifen, die Tradition öffnen für Neuerungen und junge Leute in Verantwortung nehmen. Solche Impulse sind bereichernd für eine Gemeinschaft. Ich bewundere daher all die Schützen und Schützenfrauen, all die Mädchen und Jungen, die sich so oft im Jahr für andere Menschen engagieren und damit Gemeinschaft leben.

Es wird immer schwieriger, Ausrichter für die großen Bundesveranstaltungen der Schützen zu finden. Liegt das allein an den Auflagen zu Sicherheitskonten?

Hoppe: Heute ein Bundesfest auszurichten, ist sicherlich ganz anders als vor 15 Jahren. Aber solche Herausforderungen lassen sich meistern. In jedem Fall sind es ehrenamtlich engagierte Menschen, die sich in Sachen Sicherheit, Organisation, Logistik und Finanzen in der Regel mit den lokalen Ordnungsämtern, Kreispolizeibehörden und Verwaltungen austauschen müssen. Die Zauberformel ist auch hier: miteinander reden, sich mit Augenmaß zu begegnen, sich auf wechselnde Rahmenbedingungen von Ort zu Ort einlassen, verantwortungsvoll agieren und letztlich gemeinsam Entscheidungen zu treffen, das sind die Voraussetzungen, damit diese so großartigen Begegnungsfeste in unserer Bundesschützenfamilie weiter möglich sind. Wir stehen jedem interessierten Ausrichter für Fragen zur Verfügung. Unsere Bundesorganisation überarbeitet aktuell neue Leitlinien zur Durchführung von Bundesfesten, damit lokale Gegebenheiten besser berücksichtigt werden können und neue Wege möglich sind. Die Erfahrungen der bisherigen Ausrichter, die Gespräche auf Augenhöhe, ein gutes Maß an Engagiertheit, die Freude an der Gemeinschaft, Teamgeist, ein gutes Konzept und eine solide Finanzkonzeption sind die Bausteine, auf die wir gerne aufbauen und aus denen auch künftig die großen Feste der Begegnung unserer Bundesschützenfamilie entstehen können.

Was hat sich der Bundesschützenmeister für das zweite Jahr seiner Amtszeit vorgenommen? Wie könnte ein passender Slogan lauten?

Hoppe: Ich möchte sehr gerne unserer großen Bundesschützenfamilie vermitteln, wie toll das ehrenamtliche Engagement eines jeden Einzelnen ist. Wenn ich als Bundesschützenmeister diese Freude am gemeinsamen Miteinander forcieren und unterstützen kann, dann tue ich das sehr gerne. Da freue ich mich auf den Input vieler Menschen aus unseren Bruderschaften und Bezirks- und Diözesanverbänden. Ich möchte nicht der „unnahbare“ Bundesschützenmeister sein. Ich möchte Ansprechpartner, Schützenbruder und damit nahbar sein für jeden Mann und jede Frau.
Als Slogan würde mir für das bestimmt wieder herausfordernde Schützenjahr 2026 einfallen: Engagiertheit wertschätzen, Freundschaften knüpfen, gemeinsam Ziele erreichen in Frieden und Freundschaft.

Was plant der Bund zum 100jährigen Bestehen 2028?

Hoppe: Mein Wunsch wäre, dass wir dieses Jubiläum mit möglichst vielen Mitgliedern unserer Gemeinschaft feiern. 2028 soll ein Jubiläumsjahr werden, in dem wir auch die regelmäßig wiederkehrenden Jahresaktivitäten in den Fokus unseres Jubiläums stellen können. Darüber hinaus wollen wir auch mit sogenannten Highlight-Veranstaltungen das Jubiläum in besonderer Weise erlebbar machen. Ob dies nun in Form einer zentralen Veranstaltung erfolgt, wie vor 25 Jahren in Köln oder in mehreren Einzel-Veranstaltungen, verteilt auf die einzelnen Diözesen unseres Bundes, darüber tauschen wir uns gerade mit den Vertretern unserer Diözesanverbände aus.

Der Vorstand des BHDS - Diözesanverband Köln e.V. traf sich zum Besinnungswochenende vom 06.-08. März 2026Am Freitag sin...
08/03/2026

Der Vorstand des BHDS - Diözesanverband Köln e.V. traf sich zum Besinnungswochenende vom 06.-08. März 2026

Am Freitag sind wir mit einer heiligen Messen in der Kirche St. Josef in Leverkusen Manfort gestartet. Msgr. Heinz-Peter Teller führte uns in der österlichen Bußzeit auf eine Reise durch einen Freitag, der uns auf den Karfreitag vorbereitet, bevor wir nach dem Abendessen die ersten freien Gespräche zum Gedankenaustausch nutzten und den Abend im Hotel Fück haben ausklingen lassen.

Am Samstagmorgen besuchten wir das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer. Vor der Zeit als Museum wurden hier Sensen aller Art hergestellt. Die lebhafte Ausstellung führte uns durch eine frühzeitlichen Industriestraße. Das Besondere ist, dass die Maschinen auch heute noch alle im Betrieb sind und zur Veranschaulichung während der Führungen genutzt werden können.

Am Samstagmittag begann um 15.00 Uhr die Vorstandssitzung unter Leitung von Diözesanbundesmeister Walter Honerbach, die sich mit den Terminen in naher und näherer Zukunft befasste. Vor allem die anstehenden Jubiläen einiger Schützenbruderschaften, sowie anstehende Ehrungen wurden terminiert. Die Handreichung zu den Auszeichnungsanträgen des Bundes und eine weitere Romwallfahrt waren Inhalt. Auch die anstehenden Bundesfeste wurden unter Beteiligung von Bundesschützenmeister Robert Hoppe und dem Leiter der Geschäftsstelle des BHDS, Michael Pfankuch, thematisiert.
Am Abend war dann wieder Zeit für Gespräche untereinander, bevor unser Vorstandsmitglied Andreas Zündorf, der das Wochenende gemeinsam mit seiner Frau Yvonne geplant hat, uns seine umfangreichen und faszinierende Zaubershow präsentierte.

Am Sonntag besichtigten wir abschließend Schloss Morsbroich und die darin befindliche Kunstausstellung . Es war wieder einmal ein sehr informatives und arbeitsreiches Wochenende, dass uns auf das neue Schützenjahr eingestimmt hat.

Große Ehre im Diözesanverband Köln In einem feierlichen Gottesdienst im St. Quirinius Münster in Neuss Zelebriert vom Di...
01/03/2026

Große Ehre im Diözesanverband Köln

In einem feierlichen Gottesdienst im St. Quirinius Münster in Neuss Zelebriert vom Diözesanpräses Stefan Ehrlich sowie Pastor Süß wurde dem Bundesschützenmeister Robert Hoppe und 20 weiteren Schützen aus dem BHDS - Diözesanverband Köln e.V.das Anno Santo Kreuz verliehen. Dieses äußere Zeichen gelebten Glaubens wird vom Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften - BHDS für seine Mitgliedsbruderschaften aufgelegt, die im heiligen Jahr an einer Romwallfahrt teilgenommen haben.

Papst Franziskus hatte die Gläubigen weltweit als "Pilger der Hoffnung" nach Rom eingeladen. Über 33 Millionen Menschen sind diesem Ruf gefolgt. Die von Papst Leo XIV gesegneten Kreuze wurden dann durch den Bundesschützenmeister Robert Hoppe an die Bruderschaften, Gesellschaften und Vereine überreicht.

Das älteste Mitglied eines jeden Vereins, das an der Wallfahrt teilgenommen hat, durfte das Anno Santo Kreuz im Empfang nehmen und hat das Recht erworben, es tragen zu dürfen. Es bleibt aber Eigentum des Vereins.

Zusätzlich erhielten die Geehrten eine Urkunde mit der Überschrift "Des non confundit" - "Die Hoffnung lässt uns nicht zugrunde gehen".

Nach dem feierlichen Gottesdienst klang dieser ganz besondere Tag bei einem gemütlichen Beisammensein in guter Gemeinschaft aus.

Ein starkes Zeichen gelebten Glaubens, christlicher Gemeinschaft und Hoffnung.

Aus dem Diözesanvorstand Köln haben
Lutz Hullermann
Heiko Kleusch
Tobias Kötting und
Mathias Tenior
das Anno Santo Kreuz für ihre Bruderschaften oder Bezirksverbände erhalten.

Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode – Ein Schützentag vor historischer KulisseWie in jedem Jahr öffnete Albe...
19/12/2025

Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode – Ein Schützentag vor historischer Kulisse

Wie in jedem Jahr öffnete Albert-Henri Prinz de Merode, Herr auf Schloss Merode in Langerwehe, im Rahmen des Romantischen Weihnachtsmarktes die Tore zum traditionellen Schützentag. Mit sichtbarer Freude übernahm der Prinz die Gastgeberrolle – eine Aufgabe, die ihm nicht zuletzt durch seine Ämter als Präsident der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen und Prior der Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa besonders am Herzen liegt.

Die Veranstaltung entwickelte sich auch in diesem Jahr zu einem internationalen Begegnungsort. Zahlreiche Schützen aus nah und fern folgten der Einladung des Prinzen und erlebten einen festlichen Adventstag inmitten des historischen Schlossensembles. Die einzigartige Verbindung aus jahrhundertealter Architektur, lebendiger Tradition und vielfältigen kulinarischen Eindrücken verlieh dem Tag einen besonderen Glanz.

Wenn in anderen Umgebungen das nahende Ende eines Veranstaltungstages Wehmut auslöst, zeigt sich Schloss Merode von einer anderen Seite: Mit dem Sonnenuntergang entfaltet das Schloss im winterlichen Abendlicht eine fast märchenhafte Anmut. Die beleuchteten Mauern lassen die Geschichte des Ortes lebendig werden – eine Geschichte, in der bereits um 1540 Schützenbruderschaften für Glaube, Sitte und Heimat einstanden und Kirche sowie Gemeinschaft vor Bedrohungen schützten.

Für den Diözesanvorstand nahmen Diözesanbundesmeister Walter Honerbach, sein Stellvertreter Heiko Kleusch, der Diözesanschießmeister Jörg Abel und Vorstandsberater Lutz Hullermann an dem Schützentag teil. Alle nutzten die Gelegenheit, das vorweihnachtliche Miteinander in feierlicher Atmosphäre zu genießen, und verbanden ihre Teilnahme mit Momenten der Besinnung, wie sie diese traditionsreiche Veranstaltung seit jeher prägt.

Hohe Auszeichnung des Schießsportbereichsim Diözesanverband KölnAm 30. November 2025 fanden sich die Stellvertretende Bu...
09/12/2025

Hohe Auszeichnung des Schießsportbereichs
im Diözesanverband Köln

Am 30. November 2025 fanden sich die Stellvertretende Bundesschießmeisterin Heike Detemble, der Diözesanschießmeister des DV Köln, Jörg Abel mit seinen Stellvertretern Dirk Judel, Frank Riechert und Holger Frank, sowie der Bezirksschießmeister von Bergheim/ Nord Heinz- Peter Dresen und dessen Stellvertreter Daniel Watson, beim Patronatsfest der St. Katharina Schützenbruderschaft Niederaußem e.V. 1444, ein.
Wenn so viele Schießmeister der verschiedenen Ebenen, zu einer solchen Veranstaltung zusammenkommen, dann gilt es meist einen verdienten Schützen oder eine Schützin, mit einer hohen Auszeichnung des Bereichs Schießsport auszuzeichnen. In diesem Fall wurde Loni Schneider, für Ihren langjährigen großen und vorbildlichen Einsatz im Bereich Schießsport, besonders bei der Ausbildung Waffenrecht, im Sinne des BHDS, als Mitglied des Ausbildungsteams des DV Köln das Ehrenkreuz des Sports in Gold verliehen. Loni Schneider war sichtlich berührt von der Auszeichnung, wodurch auch die ein oder andere Träne zum Vorschein kam. Sie engagierte sich seit der Bildung des Bundeslehrstabes im Jahr 2006 im Bereich der Ausbildung, bis 2022 war sie im Unterbau und von 2022-2024 im Bundeslehrstab. 2024 wurde Loni auf eigenen Wunsch aus dem Bundeslehrstab abberufen und unterstützt aber weiterhin das Ausbildungsteam des DV Köln, explizit bei den Informationsveranstaltungen für Schießstandbetreiber.
Die Schießabteilung des DV Köln gratuliert Loni Schneider von ganzem Herzen zu dieser höchsten Auszeichnung im Schießsportbereich des BHDS.

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Cologne

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