BHDS - Diözesanverband Köln e.V.

BHDS - Diözesanverband Köln e.V. Der Diözesanverband Köln e.V. ist der Dachverband aller Schützenbruderschaften in der Erzdiözese Köln

11/03/2026

Bundesschützenmeister Robert Hoppe im Interview

„Meine Wertschätzung gilt den vielen engagierten Menschen, die unserem Brauchtum eine Zukunft geben“

Der Tod von Emil Vogt überschatte vor einem
Jahr die Neuwahl seines Nachfolgers Robert Hoppe zum Bundesschützenmeister. Im Interview zieht Hoppe eine Bilanz des ersten Amtsjahres mit besonderer Verantwortung.

Wie sehr hat Emil Vogt als Ratgeber und Wegbegleiter gefehlt?

Hoppe: Zunächst sehr. Im Laufe der Zeit habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass auch ein sogenannter „Kaltstart“ seine Vorzüge hat. Der damalige Bundesvorstand hatte mich bereits vor meiner Wahl zu vielen Terminen dazu gebeten, um die Amtsgeschäfte nach der Neuwahl möglichst reibungslos zu gestalten. Das war für mich sehr hilfreich. Auch hatten Emil Vogt und ich uns verabredet, das eine oder andere Schützenthema später zu übergeben und zu überlegen, wo und wie Emil mit seinem Knowhow den Übergang hätte mitgestalten können. Dass Emil dann bereits einen Tag vor meiner Wahl zum Bundesschützenmeister verstorben ist, ist mir auch persönlich sehr nahe gegangen. Wir hatten in den verschiedenen Gremien über 30 Jahre eng zusammengearbeitet.

Was war die größte Herausforderung im ersten Jahr als Vorsitzender des großen Verbandes?

Hoppe: Für mich war sehr spannend, dass ich mit jeder Woche im neuen Amt ein neues Thema vorgestellt bekommen habe, mit dem ich mich befassen durfte. Ich erhielt Einladungen aus allen Diözesen unseres Verbandes und musste sehr schnell feststellen, dass es nicht möglich ist, jeder Einladung zu folgen. Ich habe das Jahr als sehr bereichernd empfunden trotz der Belastung. Was mich gestärkt hat, waren die vielen Begegnungen. Es war eine Freude, viele engagierte Menschen kennenzulernen, die allesamt mit Begeisterung ihr ehrenamtliches Engagement leben.

Wie lässt sich der persönliche Führungsstil beschreiben?

Hoppe: Ich höre gerne und aufmerksam zu und vertraue sehr auf die Fachkompetenz all derer, die mich in meinem neuen Amt in den verschiedenen Gremien und Ausschüssen unterstützen und beraten.
Da ich selbst noch berufstätig bin, ist mir die Wegbegleitung all dieser Fachleute sehr wichtig. Und das ist - finde ich - auch eine Form von Wertschätzung.
Ich bin aber auch ein Mensch, der genaue Vorstellungen hat, der vieles sehr detailreich und gewissenhaft vorbereitet und deshalb von den Menschen im Umfeld erwartet, dass sie ebenso gewissenhaft einzelne Themen wie auch Veranstaltungen vorbereiten und durchführen.

Ein großes Thema bleibt die Abgrenzung zur AfD. Wie politisch will der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften agieren?

Hoppe: Wir dürfen die Tatsache, dass sich in unserem Land extreme Parteien ausgebreitet haben, nicht ignorieren. Diese Gruppierungen verführen mit scheinbar einfachen Lösungen und stellen eine Gefahr für unsere Demokratie dar. Mit unserem Positionspapier haben wir klargemacht, dass die von uns vertretenen christlichen Werte nicht vereinbar sind mit dem verschriftlichten wie auch publizierten Gedankengut der AfD.
Unser ökumenisches Bekenntnis zum Glauben, unser kirchliches Engagement, unsere sozialen und caritativen Anstrengungen, unser Eintreten für ein friedensstiftendes Europa, unsere Weltoffenheit und Zukunftsgewandtheit passen nicht zu einer Ideologie der Ab- und Ausgrenzung, die Fremdenhass schürt und Rassismus fördert. Deshalb ist die gleichzeitige Mitgliedschaft in einer unserer Schützenfamilie angehörenden Bruderschaft und der AfD und anderen extremen Gruppierungen von rechts oder links nicht miteinander vereinbar. Ich glaube, dass wir diesen Standpunkt immer wieder auch öffentlich vertreten müssen. Dabei können wir mit unserem Wissen, mit unseren Aktivitäten und gelebten Beispielen unseres Engagements vor Ort in solchen Diskussionen argumentieren. Das ist anstrengend und zeitaufwendig, aber unverzichtbar, denn wir Schützen stehen ein für den Schutz der Demokratie.

Ein großes gesellschaftliches Thema ist die zunehmende Vereinsamung vieler Menschen. Wie können Schützen Begegnung und Miteinander fördern?

Hoppe: Es ist heute nicht mehr damit getan, Einladungen zu verschicken und darauf zu hoffen, dass viele kommen. Manche haben sich längst zurückgezogen in die sozialen Medien. Socialmedia informiert zwar, trägt aber auch zur Vereinsamung bei. Ich habe in meiner eigenen Bruderschaft aber festgestellt, wie einfach es auch in heutiger Zeit ist, Interesse zu generieren. Ein mögliches Erfolgsrezept: Einfach zuhören, wo gerade der Schuh drückt, Ideen sammeln, aktuelle Themen aufgreifen, die Tradition öffnen für Neuerungen und junge Leute in Verantwortung nehmen. Solche Impulse sind bereichernd für eine Gemeinschaft. Ich bewundere daher all die Schützen und Schützenfrauen, all die Mädchen und Jungen, die sich so oft im Jahr für andere Menschen engagieren und damit Gemeinschaft leben.

Es wird immer schwieriger, Ausrichter für die großen Bundesveranstaltungen der Schützen zu finden. Liegt das allein an den Auflagen zu Sicherheitskonten?

Hoppe: Heute ein Bundesfest auszurichten, ist sicherlich ganz anders als vor 15 Jahren. Aber solche Herausforderungen lassen sich meistern. In jedem Fall sind es ehrenamtlich engagierte Menschen, die sich in Sachen Sicherheit, Organisation, Logistik und Finanzen in der Regel mit den lokalen Ordnungsämtern, Kreispolizeibehörden und Verwaltungen austauschen müssen. Die Zauberformel ist auch hier: miteinander reden, sich mit Augenmaß zu begegnen, sich auf wechselnde Rahmenbedingungen von Ort zu Ort einlassen, verantwortungsvoll agieren und letztlich gemeinsam Entscheidungen zu treffen, das sind die Voraussetzungen, damit diese so großartigen Begegnungsfeste in unserer Bundesschützenfamilie weiter möglich sind. Wir stehen jedem interessierten Ausrichter für Fragen zur Verfügung. Unsere Bundesorganisation überarbeitet aktuell neue Leitlinien zur Durchführung von Bundesfesten, damit lokale Gegebenheiten besser berücksichtigt werden können und neue Wege möglich sind. Die Erfahrungen der bisherigen Ausrichter, die Gespräche auf Augenhöhe, ein gutes Maß an Engagiertheit, die Freude an der Gemeinschaft, Teamgeist, ein gutes Konzept und eine solide Finanzkonzeption sind die Bausteine, auf die wir gerne aufbauen und aus denen auch künftig die großen Feste der Begegnung unserer Bundesschützenfamilie entstehen können.

Was hat sich der Bundesschützenmeister für das zweite Jahr seiner Amtszeit vorgenommen? Wie könnte ein passender Slogan lauten?

Hoppe: Ich möchte sehr gerne unserer großen Bundesschützenfamilie vermitteln, wie toll das ehrenamtliche Engagement eines jeden Einzelnen ist. Wenn ich als Bundesschützenmeister diese Freude am gemeinsamen Miteinander forcieren und unterstützen kann, dann tue ich das sehr gerne. Da freue ich mich auf den Input vieler Menschen aus unseren Bruderschaften und Bezirks- und Diözesanverbänden. Ich möchte nicht der „unnahbare“ Bundesschützenmeister sein. Ich möchte Ansprechpartner, Schützenbruder und damit nahbar sein für jeden Mann und jede Frau.
Als Slogan würde mir für das bestimmt wieder herausfordernde Schützenjahr 2026 einfallen: Engagiertheit wertschätzen, Freundschaften knüpfen, gemeinsam Ziele erreichen in Frieden und Freundschaft.

Was plant der Bund zum 100jährigen Bestehen 2028?

Hoppe: Mein Wunsch wäre, dass wir dieses Jubiläum mit möglichst vielen Mitgliedern unserer Gemeinschaft feiern. 2028 soll ein Jubiläumsjahr werden, in dem wir auch die regelmäßig wiederkehrenden Jahresaktivitäten in den Fokus unseres Jubiläums stellen können. Darüber hinaus wollen wir auch mit sogenannten Highlight-Veranstaltungen das Jubiläum in besonderer Weise erlebbar machen. Ob dies nun in Form einer zentralen Veranstaltung erfolgt, wie vor 25 Jahren in Köln oder in mehreren Einzel-Veranstaltungen, verteilt auf die einzelnen Diözesen unseres Bundes, darüber tauschen wir uns gerade mit den Vertretern unserer Diözesanverbände aus.

Der Vorstand des BHDS - Diözesanverband Köln e.V. traf sich zum Besinnungswochenende vom 06.-08. März 2026Am Freitag sin...
08/03/2026

Der Vorstand des BHDS - Diözesanverband Köln e.V. traf sich zum Besinnungswochenende vom 06.-08. März 2026

Am Freitag sind wir mit einer heiligen Messen in der Kirche St. Josef in Leverkusen Manfort gestartet. Msgr. Heinz-Peter Teller führte uns in der österlichen Bußzeit auf eine Reise durch einen Freitag, der uns auf den Karfreitag vorbereitet, bevor wir nach dem Abendessen die ersten freien Gespräche zum Gedankenaustausch nutzten und den Abend im Hotel Fück haben ausklingen lassen.

Am Samstagmorgen besuchten wir das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer. Vor der Zeit als Museum wurden hier Sensen aller Art hergestellt. Die lebhafte Ausstellung führte uns durch eine frühzeitlichen Industriestraße. Das Besondere ist, dass die Maschinen auch heute noch alle im Betrieb sind und zur Veranschaulichung während der Führungen genutzt werden können.

Am Samstagmittag begann um 15.00 Uhr die Vorstandssitzung unter Leitung von Diözesanbundesmeister Walter Honerbach, die sich mit den Terminen in naher und näherer Zukunft befasste. Vor allem die anstehenden Jubiläen einiger Schützenbruderschaften, sowie anstehende Ehrungen wurden terminiert. Die Handreichung zu den Auszeichnungsanträgen des Bundes und eine weitere Romwallfahrt waren Inhalt. Auch die anstehenden Bundesfeste wurden unter Beteiligung von Bundesschützenmeister Robert Hoppe und dem Leiter der Geschäftsstelle des BHDS, Michael Pfankuch, thematisiert.
Am Abend war dann wieder Zeit für Gespräche untereinander, bevor unser Vorstandsmitglied Andreas Zündorf, der das Wochenende gemeinsam mit seiner Frau Yvonne geplant hat, uns seine umfangreichen und faszinierende Zaubershow präsentierte.

Am Sonntag besichtigten wir abschließend Schloss Morsbroich und die darin befindliche Kunstausstellung . Es war wieder einmal ein sehr informatives und arbeitsreiches Wochenende, dass uns auf das neue Schützenjahr eingestimmt hat.

Große Ehre im Diözesanverband Köln In einem feierlichen Gottesdienst im St. Quirinius Münster in Neuss Zelebriert vom Di...
01/03/2026

Große Ehre im Diözesanverband Köln

In einem feierlichen Gottesdienst im St. Quirinius Münster in Neuss Zelebriert vom Diözesanpräses Stefan Ehrlich sowie Pastor Süß wurde dem Bundesschützenmeister Robert Hoppe und 20 weiteren Schützen aus dem BHDS - Diözesanverband Köln e.V.das Anno Santo Kreuz verliehen. Dieses äußere Zeichen gelebten Glaubens wird vom Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften - BHDS für seine Mitgliedsbruderschaften aufgelegt, die im heiligen Jahr an einer Romwallfahrt teilgenommen haben.

Papst Franziskus hatte die Gläubigen weltweit als "Pilger der Hoffnung" nach Rom eingeladen. Über 33 Millionen Menschen sind diesem Ruf gefolgt. Die von Papst Leo XIV gesegneten Kreuze wurden dann durch den Bundesschützenmeister Robert Hoppe an die Bruderschaften, Gesellschaften und Vereine überreicht.

Das älteste Mitglied eines jeden Vereins, das an der Wallfahrt teilgenommen hat, durfte das Anno Santo Kreuz im Empfang nehmen und hat das Recht erworben, es tragen zu dürfen. Es bleibt aber Eigentum des Vereins.

Zusätzlich erhielten die Geehrten eine Urkunde mit der Überschrift "Des non confundit" - "Die Hoffnung lässt uns nicht zugrunde gehen".

Nach dem feierlichen Gottesdienst klang dieser ganz besondere Tag bei einem gemütlichen Beisammensein in guter Gemeinschaft aus.

Ein starkes Zeichen gelebten Glaubens, christlicher Gemeinschaft und Hoffnung.

Aus dem Diözesanvorstand Köln haben
Lutz Hullermann
Heiko Kleusch
Tobias Kötting und
Mathias Tenior
das Anno Santo Kreuz für ihre Bruderschaften oder Bezirksverbände erhalten.

Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode – Ein Schützentag vor historischer KulisseWie in jedem Jahr öffnete Albe...
19/12/2025

Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode – Ein Schützentag vor historischer Kulisse

Wie in jedem Jahr öffnete Albert-Henri Prinz de Merode, Herr auf Schloss Merode in Langerwehe, im Rahmen des Romantischen Weihnachtsmarktes die Tore zum traditionellen Schützentag. Mit sichtbarer Freude übernahm der Prinz die Gastgeberrolle – eine Aufgabe, die ihm nicht zuletzt durch seine Ämter als Präsident der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen und Prior der Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa besonders am Herzen liegt.

Die Veranstaltung entwickelte sich auch in diesem Jahr zu einem internationalen Begegnungsort. Zahlreiche Schützen aus nah und fern folgten der Einladung des Prinzen und erlebten einen festlichen Adventstag inmitten des historischen Schlossensembles. Die einzigartige Verbindung aus jahrhundertealter Architektur, lebendiger Tradition und vielfältigen kulinarischen Eindrücken verlieh dem Tag einen besonderen Glanz.

Wenn in anderen Umgebungen das nahende Ende eines Veranstaltungstages Wehmut auslöst, zeigt sich Schloss Merode von einer anderen Seite: Mit dem Sonnenuntergang entfaltet das Schloss im winterlichen Abendlicht eine fast märchenhafte Anmut. Die beleuchteten Mauern lassen die Geschichte des Ortes lebendig werden – eine Geschichte, in der bereits um 1540 Schützenbruderschaften für Glaube, Sitte und Heimat einstanden und Kirche sowie Gemeinschaft vor Bedrohungen schützten.

Für den Diözesanvorstand nahmen Diözesanbundesmeister Walter Honerbach, sein Stellvertreter Heiko Kleusch, der Diözesanschießmeister Jörg Abel und Vorstandsberater Lutz Hullermann an dem Schützentag teil. Alle nutzten die Gelegenheit, das vorweihnachtliche Miteinander in feierlicher Atmosphäre zu genießen, und verbanden ihre Teilnahme mit Momenten der Besinnung, wie sie diese traditionsreiche Veranstaltung seit jeher prägt.

Hohe Auszeichnung des Schießsportbereichsim Diözesanverband KölnAm 30. November 2025 fanden sich die Stellvertretende Bu...
09/12/2025

Hohe Auszeichnung des Schießsportbereichs
im Diözesanverband Köln

Am 30. November 2025 fanden sich die Stellvertretende Bundesschießmeisterin Heike Detemble, der Diözesanschießmeister des DV Köln, Jörg Abel mit seinen Stellvertretern Dirk Judel, Frank Riechert und Holger Frank, sowie der Bezirksschießmeister von Bergheim/ Nord Heinz- Peter Dresen und dessen Stellvertreter Daniel Watson, beim Patronatsfest der St. Katharina Schützenbruderschaft Niederaußem e.V. 1444, ein.
Wenn so viele Schießmeister der verschiedenen Ebenen, zu einer solchen Veranstaltung zusammenkommen, dann gilt es meist einen verdienten Schützen oder eine Schützin, mit einer hohen Auszeichnung des Bereichs Schießsport auszuzeichnen. In diesem Fall wurde Loni Schneider, für Ihren langjährigen großen und vorbildlichen Einsatz im Bereich Schießsport, besonders bei der Ausbildung Waffenrecht, im Sinne des BHDS, als Mitglied des Ausbildungsteams des DV Köln das Ehrenkreuz des Sports in Gold verliehen. Loni Schneider war sichtlich berührt von der Auszeichnung, wodurch auch die ein oder andere Träne zum Vorschein kam. Sie engagierte sich seit der Bildung des Bundeslehrstabes im Jahr 2006 im Bereich der Ausbildung, bis 2022 war sie im Unterbau und von 2022-2024 im Bundeslehrstab. 2024 wurde Loni auf eigenen Wunsch aus dem Bundeslehrstab abberufen und unterstützt aber weiterhin das Ausbildungsteam des DV Köln, explizit bei den Informationsveranstaltungen für Schießstandbetreiber.
Die Schießabteilung des DV Köln gratuliert Loni Schneider von ganzem Herzen zu dieser höchsten Auszeichnung im Schießsportbereich des BHDS.

28/11/2025

Chefredakteur des "Schützenbruder" starb mit 78 Jahren

Rolf Nieborg war das Sprachrohr der Schützen

Kerpen. Rolf Nieborg ist tot. Der langjährige Chefredakteur der Verbandszeitschrift "Der Schützenbruder" starb überraschend im Alter von 78 Jahren. Er erlag einem Herzleiden. Seit 1999 betreute der engagierte Journalist, hauptberuflich vor allem als Berichterstatter im internationalen Motorsport tätig, die monatlich erscheinende Schützenzeitung und war bis zum Frühjahr über 25 Jahre auch Bundespressesprecher der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS).

Das Schützenwesen war ihm Herzenssache. Rolf Nieborg wußte, wovon er schrieb, wenn er über Festivitäten und Initiativen der Bruderschaften im Bundesverband und in den sechs Diözesanverbänden berichtete. Er war selbst Schützenbruder, auch König seiner Heimatbruderschaft in Balkhausen-Türnich, und deshalb nah dran an den Schützen und ihren Themen.

1999 hatte ihn der damalige Bundesschützenmeister Hermann Macher geholt, um den "Schützenbruder" zu professionalisieren. Nieborg, der Journalismus und Volkswirtschaft in Bochum studiert und sich als Fachjournalist einen Namen gemacht hatte, positionierte die Verbandszeitschrift als publikumsnahes Blatt mit viel Information und verlässlicher Berichterstattung über die vielfältigen Ereignisse des Schützenjahres. Er arbeitete eng mit den Diözesanpressereferenten zusammen, war Ratgeber für den Bundesvorstand, setzte aus eigener Kenntnis wesentliche Impulse für die inhaltliche Ausrichtung des BHDS. Sein monatliches Editorial, das letzte erscheint mit der Dezember-Ausgabe, griff das Selbstverständnis der Bruderschaften auf, war häufig emotional, immer aber richtungsweisend. Nieborg scheute nicht vor Kritik zurück, war dabei aber stets um den positiven Ansatz bemüht, der Mut macht und stärkend wirkt.

Rolf Nieborg war über die langen Jahre ein aufmerksamer Wegbegleiter, der sich auch selbst als Berichterstatter einbrachte und bei vielen Festen - vor allem auf Bundesebene - zu Gast war. Als sich seine gesundheitliche Situation verschlechterte, zog er sich weitestgehend aus der öffentlichen Mitarbeit zurück. Zuletzt arbeitete er vor allem aus dem Homeoffice. Das Amt des Bundespressesprecher endete mit den Neuwahlen im Frühjahr. Die Betreuung des Schützenbruders führte er auf Bitten des Bundesvorstandes zunächst weiter.

Sein Tod kam überraschend. Er wurde in seinem Arbeitszimmer aufgefunden,
wo er die letzten Korrekturen am aktuellen "Schützenbruder" vorgenommen hatte.

Mit Rolf Nieborg verliert der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften "einen engagierten Mitstreiter, der die öffentliche Wahrnehmung unseres Bundes über lange Jahre geprägt hat", betonte Bundesschützenmeister Robert Hoppe in einer ersten Stellungnahme.

Nieborgs Stärke lag darin, auch brauchtumsfernen Menschen die Bedeutung des Schützenwesens nahe zu bringen. Beruflich hatte er lange auch im Team der Verkehrssendung "Der siebte Sinn" mitgearbeitet. Sicher hat er dort gelernt, was ihm auch im Schützenwesen stets gelang: Er konnte auch komplexe Sachverhalte auf den Punkt bringen. Die Schützen in Stadt und Land trauern um ihren Botschafter der Kommunikation, um einen humorvollen und liebenswerten Menschen. Rolf Nieborg war das Sprachrohr der Schützen. Dabei liebte er die leiseren, pointierten Töne der Öffentlichkeitsarbeit.

(Horst Thoren)

25/11/2025

Herbert Reul, NRW-Innenminister, war bei der Hautvorstandssitzung des BHDS zu Gast.
In seiner Ansprache habe er deutlich gemacht: Extreme Parteien – ob von links oder rechts – gefährden unsere Demokratie. Sie bieten keine Lösungen, sondern einfache Parolen. Die eigentliche Herausforderung liegt in einer tiefen Vertrauenskrise, die viele Menschen spüren: Ohnmacht angesichts Krisen, Enttäuschung über Politik, Angst vor Unsicherheit.

Doch Probleme lassen sich nur lösen, wenn wir sie ehrlich benennen und konsequent handeln – wie beim Vorgehen gegen Clankriminalität oder Messergewalt. Kleine Schritte, klare Maßnahmen und weniger politische Aufgeregtheit sind der Schlüssel.

Besonders wichtig: Gemeinschaften wie unsere Schützenbruderschaften geben Halt, Nähe und Zugehörigkeit. Sie sind ein Schutzraum gegen falsche Propheten und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unser Land.
Lasst uns gemeinsam für Vertrauen, Zusammenhalt und Demokratie einstehen.

Den kompletten Text der Ansprache findet ihr hier 👉 https://www.bund-bruderschaften.de/detail/Umgang-mit-extremen-Parteien/

Hohe Auszeichnung für Brudermeister Klaus Esser – Verleihung der Christoph Bernhard Graf von Galen-GedenkmedailleDüsseld...
17/11/2025

Hohe Auszeichnung für Brudermeister Klaus Esser – Verleihung der Christoph Bernhard Graf von Galen-Gedenkmedaille

Düsseldorf-Eller – Im festlich geschmückten Saal der St.-Augustinus-Schützenbruderschaft Eller-Reisholz fand am Abend des 15. November 2025 der traditionelle Krönungsball statt, der in diesem Jahr einen besonders bedeutenden Glanzpunkt erhielt: Brudermeister Klaus Esser wurde mit einer der hohen Ehrungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgezeichnet – der selten verliehenen Christoph Bernhard Graf von Galen-Gedenkmedaille.
Bereits zu Beginn des Abends deutete sich an, dass den Gästen ein außergewöhnlicher Moment bevorstand. Unter ihnen befand sich Lutz Hullermann, Mitglied des Vorstandes des Diözesanverbandes, dessen unerwartetes Erscheinen sofort gespannte Aufmerksamkeit hervorrief und Anlass zu ehrfürchtigen Vermutungen bot.
Als er schließlich das Wort ergriff, verlieh er seiner tiefen Verbundenheit mit dem Düsseldorfer Schützenwesen Ausdruck – selbst Mitglied im St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Derendorf von 1655 (Bezirksverband Düsseldorf-Ost) und der gemeinsamen Heimatstadt tief verbunden. Mit ruhiger, eindringlicher Stimme und hohem Spannungsbogen führte er die Anwesenden Schritt für Schritt zu dem besonderen Höhepunkt seiner Ansprache.
Als schließlich der Name des zu Ehrenden erklang, erhob sich spontaner und lang anhaltender Applaus: Klaus Esser, seit Jahrzehnten engagierter Schützenbruder und prägende Persönlichkeit der Bruderschaft, wurde für sein herausragendes Wirken geehrt.
In einer würdevollen Laudatio würdigte Hullermann Essers unermüdlichen Einsatz für die Bruderschaft: seine organisatorische Weitsicht, seine verbindende Art, sein vorbildliches Engagement und seinen unschätzbaren Beitrag zur lebendigen Bewahrung des Schützenwesens. Gemeinsam mit Detlef Krumpen, Bezirksbundesmeister im Bezirksverband Düsseldorf-Süd, und Bezirkspräses Diakon Michael Inden überreichte er die Auszeichnung, die nur Persönlichkeiten zuteil wird, die sich in außergewöhnlicher Weise um die Ziele und Ideale der Schützen verdient gemacht haben.
Sichtlich bewegt nahm Klaus Esser die Ehrung entgegen. Mit wenigen, von Dankbarkeit getragenen Worten und einem Moment stiller Freude zeigte sich die tiefe persönliche Bedeutung dieser Würdigung – auch als Zeichen der Anerkennung durch die gesamte Schützenfamilie.
Der festliche Abend setzte sich anschließend in heiterer und zugleich erhabener Atmosphäre fort. Die Mitglieder und Gäste der St.-Augustinus-Bruderschaft durften einen Krönungsball erleben, der von Gemeinschaftsgeist, Traditionsbewusstsein und dem Gefühl geprägt war, Zeugen eines besonderen, historischen Augenblicks geworden zu sein.

Diözesanvertreterversammlung bei Kunibertus GymnichGestern fand die Diözesanvertreterversammlung gemeinsam mit den Bezir...
14/11/2025

Diözesanvertreterversammlung bei Kunibertus Gymnich

Gestern fand die Diözesanvertreterversammlung gemeinsam mit den Bezirkspräsides bei der St. Kunibertus Schützengesellschaft Gymnich 1848 e V statt.
Es handelte sich um die erste Versammlung des neuen Diözesanbundesmeisters Walter Honerbach.

Auf dieser Versammlung wurde Daniel Ball als Diözesanjungschützenmeister bestätigt. Darüber hinaus wurden neue Bezirksbundesmeister begrüßt.
Für den Bezirksverband Bergisch Gladbach ist es Bernd Gabriel. Für den Bezirksverband Grevenbroich ist es Sebastian Bühl.

Verabschiedet und mit dem Ehrenkreuz des Diözesanverbandes Köln in Silber ausgezeichnet wurde der ehemalige Bezirksbundesmeister Peter Koch.

Die begrüßenden und bedankenden Worte übernahmen Bundesschützenmeister Robert Hoppe und Diözesanbundesmeister Walter Honerbach gemeinsam.

575 Jahre Sankt-Hubertus-Bruderschaft Jäger und Schützen zu BonnAm Sonntag, dem 9. November 2025, erfuhr die Sankt-Huber...
13/11/2025

575 Jahre Sankt-Hubertus-Bruderschaft Jäger und Schützen zu Bonn

Am Sonntag, dem 9. November 2025, erfuhr die Sankt-Hubertus-Bruderschaft Jäger und Schützen zu Bonn anlässlich ihres 575-jährigen Bestehens eine besondere und seltene Auszeichnung.
Beim feierlichen Jubiläumsempfang würdigte Diözesanvorstandsmitglied Lutz Hullermann die Bruderschaft mit einer tief empfundenen und zugleich geschichtlich reich ausgeleuchteten Festrede. Mit eindringlichen Worten hob er das hohe Engagement und die bewährte Leistungsstärke der Bonner Jäger und Schützen hervor.
Er betonte den unverbrüchlichen Bezug der Bruderschaft zur katholischen Kirche wie auch zur Heimatstadt Bonn. Er erinnerte daran, dass Bonn im Laufe der Jahrhunderte wiederholt Angriffen, Zerstörung und Besetzung ausgesetzt war – und dennoch stets Menschen fand, die unbeirrt Verantwortung übernahmen.
Bonn ist ein Sinnbild dafür, dass selbst im dunkelsten Moment ein neuer Anfang aufscheint. Immer wieder sei es gelungen, aus Verwüstung Hoffnung zu schöpfen – getragen von ihrem festen Willen, ihrer Stadt die Treue zu halten und sie in eine bessere Zukunft zu führen. Gerade Kräfte wie die Sankt-Hubertus-Bruderschaft Bonner Jäger und Schützen trugen dazu bei, dass aus Trümmern neues Leben erwuchs und aus Leid neue Stärke entstand.
Seit nunmehr einem halben Jahrtausend steht die Bruderschaft für die Werte Glaube, Sitte und Heimat. Ihre Mitglieder leben, was sie bekennen: Solidarität, Mitgefühl und tätige Nächstenliebe. Sie handeln, wo andere nur reden, und verwandeln Glauben in Taten – im Dienst am Nächsten, in Treue zur Gemeinschaft und im Vertrauen auf Gott.

Zum feierlichen Höhepunkt des Jubiläums überreichten Lutz Hullermann und Bezirksbundesmeister Alexander Gierlich im Namen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften die Hochmeisterplakette des Hochmeisters S. D. Dr. Emmanuel Fürst zu Salm Salm an Brudermeister Thorsten Faßbender – stellvertretend für die Bruderschaft.
Diese höchste Ehrengabe des Bundes würdigt in besonderer Weise die jahrhundertealte Treue und das wirkungsreiche Wirken der Sankt-Hubertus Bonner Jäger und Schützen.

12/11/2025

Und auch am vergangenen Sonntag war der Vorstand erneut unterwegs. Diesmal waren wir in Rheinbach bei der dortigen St. Sebastianus und St. Hubertus Schützenbruderschaft. Dorthin hatte die Bruderschaft zu Ehren der diesjährigen Diözesanschülerprinzessin, Isabelle Enders, eingeladen. Der stellv. Diözesanjungschützenmeister und Pate des Bezirksverbandes Voreifel, Pascal Krämer ist gemeinsam mit dem Diözesanjungschützenmeister, Daniel Ball, gerne dieser Einladung gefolgt.
Nach einer Messe, die besonders die Ereignisse des 9. Novembers in den Mittelpunkt stellte, ging es zum Mittagessen in die frisch renovierte Schützenhalle. In einer kleinen Rede bedankte sich der Diözesanjungschützenmeister bei unserer Diözesanschülerprinzessin für das persönliche Engagement und gleichzeitig bei der gesamten Familie. Wir sind stolz darauf, dass wir so aktive junge Schütz*innen in unseren Reihen haben, die mit Spaß und Freude solche Aufgaben übernehmen.

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