07/10/2026
Schützen übergeben ihr altes Königssilber und die Protokollbücher der Öffentlichkeit!
Am Dienstagabend erlebte das Präsidiumsmitglied des Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften - BHDS, Heiko Kleusch und das Vorstandsmitglied des BHDS - Diözesanverband Köln e.V., Daniel Ball einen besonderen und zukunftsweisenden Moment. Mit der Übergabe der historischen Protokollbücher und der silbernen Königsplaketten an das Stadtarchiv Brühl wird nicht nur wertvolles Kulturgut gesichert – es wird zugleich für kommende Generationen bewahrt, erforscht und zugänglich gemacht.
Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Brühl vor 1442 hat ein Zeichen gesetzt. Warum müssen die historischen Stücke in den Bankschließfächern der Republik versteck werden, wenn es eine Möglichkeit gibt, diese Fachgerecht aufzubewahren und sie trotzdem den Bürgern der Stadt zugänglich zu machen?
Dieser Frage stellten sich der Vorstand um Frank Pohl und der für die Aufarbeitung der Protokollbücher zuständige Bruderschafts-Archivar Wolfgang Siegl.
Mit dem Bürgermeister der Brühl Herrn Dr. Marc Prokop und seinem Archivar Alexander Entius fanden Sie zwei dankbare Gesprächspartner.
Am Dienstag, dem 06.10.2026 wurden während einer beeindruckenden Zeremonie aus Reden, Filmvorführung vom Schützenfest 1914 sowie einem Schauspiel die Schätze öffentlich gemacht und die Verträge standesgemäß mit einer Falkenfeder unterzeichnet.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Vor allem aber Wolfgang Siegl hat sich bei diesem Projekt besonders Engagiert.
Was heute in Brühl geschieht, ist weit mehr als eine archivtechnische Maßnahme. Es ist ein Bekenntnis zur Erinnerungskultur, zur historischen Bildungsarbeit und zur Verantwortung gegenüber unserem kulturellen Erbe. Die Geschichte einer Bruderschaft ist ein wichtiger Teil der Geschichte unserer Städte und Gemeinden. Gerade deshalb kann dieses Projekt beispielgebend weit über Brühl hinaus Wirkung entfalten. Die Stadt Brühl zeigt uns heute eindrucksvoll, wie Tradition und Zukunft zusammengeführt werden können. Dafür gebührt allen Beteiligten unser Respekt, unsere Anerkennung und unser herzlicher Dank.
Wir wünschen diesem Projekt weiterhin viel Erfolg