18/04/2026
Torsten Burmester - Oberbürgermeister der Stadt Köln zu Gast bei der vernetzten Gemeinschaft der Bürgervereine aus Porz und Poll
Es war ein besonderer Termin für die Bürgervereine im rechtsrheinischen Süden von Köln: Erstmals seit Gründung des Netzwerks vor zehn Jahren konnte die «Vernetzte Gemeinschaft der Bürgervereine aus Porz und Poll sowie der Förderkreis rechtsrheinisches Köln» einen amtierenden Oberbürgermeister zu einem Austausch begrüßen. Für die fachliche Vertiefung hatte Oberbürgermeister Torsten Burmester Dr. Simon Bujanowski (persönlicher Referent für inhaltliche Fragen), Thomas Frenzke (Leiter des Ordnungsdienstes der Stadt Köln) sowie Jana Nicolas (AWB Köln) mitgebracht.
Der Besuch wurde von der Vernetzung als wichtiges Signal für eine bessere Bürgerbeteiligung in den Stadtteilen auf der rechten Rheinseite gewertet.
Folgende Schwerpunktthemen und Fordrungen standen im Fokus:
1) Zentrale Anlaufstelle für die Bürgervereine in der Verwaltung zur schnelleren Klärung von Zuständigkeiten.
2) Maßnahmenpaket zu einer verbesserten Stadtsauberkeit
3) Verkehrskonzepte bei Sperrungen wichtiger Trassen und Knotenpunkte
Zudem betonten die Vereine, dass die Verwaltung zukünftig stärker auf ihr lokales Wissen zurückgreifen sollte – sei es bei anstehenden Baumnachpflanzungen oder bei der Gestaltung von öffentlichen Flächen und Plätzen. Ziel ist eine Stadtentwicklung, die nah an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ist.
Ein weiteres Thema war die überfällige Erweiterung des ÖPNV-Netzes. Die Anbindung der Linie 7 an den Rhein-Sieg-Kreis bleibt für die Region ein entscheidendes Zukunftsprojekt, um die Pendlerströme nachhaltig zu lenken. Dabei dürfe die Verlängerung der Linie 7 nicht an eine Aufsiedlung gekoppelt werden. Schon jetzt sei die Linie 7 extrem überlastet und überfüllt.
Die Forderungen der Bürgervereine machen eines deutlich: Es geht darum, stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden, bevor man Fakten schafft. Ein partnerschaftliches Miteinander bedeutet für die Vereine, dass ihre Anregungen nicht als «Beschwerden» abgelegt, sondern als wichtige Impulse für eine lebenswerte Stadt verstanden werden.
Der jüngste Besuch von Oberbürgermeister Burmester bei der Vernetzung wird als erster Schritt in die richtige Richtung gewertet. Nun gelte es, diese neue Dynamik zu verstetigen. Ziel ist eine feste Struktur, in der Bürgervereine als Säule der Stadtentwicklung wahrgenommen werden. Der konstruktive Dialog markiert einen neuen Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen der Porzer/Poller Bürgerschaft und der Stadtspitze.