26/04/2026
WANDERN FÜR VERWAISTE FAMILIEN– diesmal in Mönchengladbach Rheydt
Familie Kellner begrüßte uns am Samstag im Schlosspark Rheydt bei zunächst noch „erfrischenden“ Temperaturen. Auf der Wanderung durch frühlingsdurchwehte Felder und Wälder wärmte die Sonne jedoch von Minute zu Minute. Beim liebevoll organisierten Erfrischungsstopp zur Hälfte der Strecke wurden wir sogar mit Getränken und Kuchen verwöhnt, die die Söhne der Familie, mit Freundin und Hund, extra am „Verpflegungswagen“ dekorierten. Ein besonders berührender Moment waren die eigens mitgebrachten Kerzen, die jede Familie an einer Marienstatue an der Weggabelung im Gedenken an die verstorbenen Kinder entzündeten. Die vielfältigen Gespräche unserer rund 40 köpfigen Gruppe fanden anschließend ihren stimmungsvollen Ausklang im Schlossrestaurant am Teich – draußen, in guter Gemeinschaft.
Seit vielen Jahren gibt es bei uns eine besondere Tradition: Die zweimal im Jahr stattfindenden Wanderungen werden von Familien geplant, die selbst betroffen sind. Dadurch kommen wir in den Genuss, Wanderrouten und Einkehrmöglichkeiten kennenzulernen - weit über den bekannten „Kölner Dunstkreis“ hinaus. So entstehen wertvolle Auszeiten in der Natur, die Raum für Austausch schaffen. Sowohl für verwaiste Eltern ebenso wie für Geschwister.
Gleichzeitig erzählen diese Wege aus dem erweiterten Kölner Umland auch von der großen Anstrengung, die viele Familien während der Therapiephasen ihrer Kinder aufbringen mussten: lange Fahrten aus der Eifel, dem Bergischen Land oder vom Niederrhein; viele Kilometer, oft begleitet von Staus rund um den Berufsverkehr.
Umso besonderer ist es, dorthin zurückzukehren. Dabei lebten Erinnerungen und Geschichten aus jener Zeit wieder auf: etwa die Erzählung von einem kleinen Ritual, bei dem die Familie nach der Rückkehr aus der Kölner Uniklinik regelmäßig in einem bestimmten Café einkehrte… Solche geteilten Erinnerungen machen diese Wege zu mehr als nur einer Wanderung.
Ein großes Dankeschön an Familie Kellner für die Planung mit viel Herz!