16/10/2026
𝗪𝗶𝗲𝘃𝗶𝗲𝗹 𝗥𝗲𝗳𝗼𝗿𝗺 𝘃𝗲𝗿𝘁𝗿ä𝗴𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗣𝗳𝗹𝗲𝗴𝗲?
Die neue Pflegestrukturkommission der Bundesregierung nimmt ihre Arbeit auf und soll Vorschläge für eine zukunftsfeste und stabile Finanzierung der Pflege erarbeiten. Bereits vorher war klar: Expertise aus der Praxis wird kaum am Tisch vertreten sein. Verbände und Trägerorganisationen sind nicht dabei, wenn über die Zukunft der Pflege diskutiert wird.
Wie viel Veränderung das System braucht, haben auch mehr als 100 Pflegefach- und Leitungskräfte beim ASB-Pflegekongress in Fulda am 7. und 8. Oktober diskutiert. Unter dem Motto „Pflege professionell gestalten – Werte leben“ ging es darum, wie gute Pflege zwischen politischen Umbrüchen, professionellem Anspruch und gesellschaftlicher Wahrnehmung gelingt.
Bundesvorstandsmitglied Sabine Wölfle stellte klar: Pflege ist keine Randfrage, sondern soziale Infrastruktur, vergleichbar mit Schulen, Kitas oder dem Rettungsdienst.
💬 „Wir reden nicht nur über Pflege. Wir reden darüber, wie wir als Gesellschaft leben wollen.“
Was den Kongress bewegt hat: das geplante Pflegeneuordnungsgesetz und die Frage, wie Versorgung künftig verlässlich, bedarfsgerecht und unter guten Bedingungen gelingt. In elf Workshops ging es außerdem von Demenzbegleitung und Teamresilienz bis zu KI und der Integration internationaler Pflegefachkräfte.
🤝 Was bleibt: Würdevolle Pflege braucht Zeit, starke Teams und Arbeitsbedingungen, unter denen Pflegekräfte selbst gesund bleiben, dazu politische Entscheidungen, die das möglich machen. Oder, wie es eine Rückmeldung formulierte: „Leben gestalten anstatt zu verwalten.“
👉 Den kompletten Bericht zum Kongress findet ihr auf unserer Website (Link im ersten Kommentar)