21/07/2026
80 Menschen starben 2025 in Köln und Leverkusen infolge illegalisierter Drogen
Im vergangenen Jahr sind in Köln und Leverkusen 80 Menschen infolge des Konsums illegalisierter Drogen verstorben. Das ist weiterhin eine erschreckend hohe Zahl. Die tatsächliche Zahl der Todesfälle dürfte jedoch um ein Vielfaches höher liegen: In der Statistik werden ausschließlich Menschen erfasst, deren Tod offensichtlich mit dem Drogenkonsum in Zusammenhang steht, etwa weil beim Auffinden Konsumutensilien sichtbar sind. Viele dieser Todesfälle hätten durch eine ausreichende gesundheitliche Versorgung und einen bedarfsgerechten Ausbau der Suchthilfe verhindert werden können. Die Aidshilfe Köln vertritt eine lebensstil- und konsumakzeptierende Haltung und unterstützt die Pläne für ein Kölner Suchthilfezentrum am Perlengraben ausdrücklich.
„Gerade weil die Diskussion derzeit sehr aufgeheizt ist und einzelne Personengruppen von Bürgerinitiativen gegen das Suchthilfezentrum instrumentalisiert werden, empfehlen wir allen Menschen, sich selbst ein Bild von den Planungen und den Fakten zu machen“, so Torben Beimann, fachliche Leitung der Angebote Konsum und Rausch bei der Aidshilfe Köln.
Anlässlich des Gedenktags für verstorbene Drogengebrauchende macht die Aidshilfe Köln mit einer Folierung der Scheiben des Café Bach auf die Situation aufmerksam. Zudem werden noch bis 16 Uhr Flyer an Wartende an der KVB-Haltestelle Heumarkt verteilt.
Gruppen-Foto (v.l.n.r.): Sonja (Südi bleibt solidarisch), Torben Beimann (fachliche Leitung Konsum und Rausch, Aidshilfe Köln), Kai Deutschle (Team Konsum und Rausch Aidshilfe Köln), Markus Lauterborn (Team Konsum und Rausch Aidshilfe Köln), Ayleen Berg (Team Konsum und Rausch Aidshilfe Köln), Jonah Stettner (Team Konsum und Rausch Aidshilfe Köln), Eva (Südi bleibt solidarisch) und Oliver Schubert (Geschäftsführer Aidshilfe Köln)