21/08/2026
KAB Bundesvorstand kritisiert die Aushebelung des Lieferkettengesetzes durch die Wirtschaftsministerin.
Die Wirtschaftsministerin hebelt das deutsch Lieferkettengesetz aus – und schadet sich selbst!
Es ist und bleibt erstaunlich: Die aktuelle Bundesregierung, besonders das Wirtschaftsministerium, sorgt gezielt für möglichst wenig Kontrolle von Umweltstandards und Menschenrechten entlang der Lieferketten, an denen deutsche Unternehmen beteiligt sind. Das wurde gestern wieder einmal (mit unterschiedlichen Schwerpunkten) durch Recherchen der Frankfurter Rundschau und von ZDF Frontal:
https://www.fr.de/politik/fossile-lobby-bringt-bundesregierung-auf-linie-94449380.html (Frankfurter Rundschau, 20.8.2026)
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/lieferketten-gesetz-reiche-100.html (ZDF heute, 19.8.2026)
Es wird politisch wieder der Irrweg eingeschlagen, auf kurzfristige ökonomische Profite zu setzen. Dass es allen zugutekommt, wenn auch Unternehmen die langfristigen Folgen ihres Handelns im Blick haben – offenbar vergessen. Unabhängig von persönlichen Überzeugungen einer Ministeriumsleitung sollten sich deutsche Behörden jedoch an geltendes Recht halten. Laut den im ZDF veröffentlichten Recherchen ist dies aber nicht der Fall. Das schadet der Rechtsstaatlichkeit. Letztlich schadet diese Politik Ministerin Reiche aber selbst. Denn wenn Gesetze so einfach ausgehebelt werden, welche Bedeutung hat dann noch die Politik? Dies fragt Sarah Prenger, Geschäftsführende Vorständin der KAB.
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Kolping Deutschland Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ)