21/05/2026
„Und es erschienen ihnen Zungen“ 🔥👅
Es erscheinen Zungen – was für ein merkwürdiger Ausdruck. 🤔 Wenn mir eine Zunge erscheint, dann meist, weil sie mir jemand rausstreckt. 😜 Und dann stelle ich mir die Frage: Wie deute ich diese Geste?
Wie man eine Geste deutet, ist stark kontextabhängig. Mit wem rede ich? Worüber reden wir? Und auch: Wo befinde ich mich?
Wusstest du, dass in Tibet eine herausgestreckte Zunge häufig zur Begrüßung verwendet wird? 👋👅 Da bekommen diese Emojis eine neue Bedeutung 😛😜🤪😝😋
Ich persönlich verbinde mit dieser Mimik oft Sarkasmus oder liebevoll gemeintes Ärgern unter Freunden 😅, doch das muss nicht auf jeden zutreffen. Umso erstaunlicher ist es, dass es in der Pfingstgeschichte plötzlich ein gemeinsames Verständnis gibt. Denn die Sprache von jemandem anderen zu sprechen, bedeutet mehr als gemeinsame Worte – es bedeutet auch Verständnis für Gestik und Mimik.
Bei den Pfadfinder*innen erleben wir das täglich:
Ein Nicken beim Knotenbinden, ein Hochziehen der Augenbrauen am Lagerfeuer, das Reichen des Brotkorbes, ohne dass man gefragt hat – diese kleinen Zeichen sagen: Wir sind da. 🤝 Wir verstehen uns. Wir gehören zusammen. Manche Menschen können diese Signale schneller deuten als andere.
Doch Pfingsten erinnert uns: Egal welche Sprache wir sprechen, egal ob wir eher verbal oder nonverbal unterwegs sind, wir sind eine Gemeinschaft. Und solange wir aufeinander zugehen – mit wachen Augen 👀, wachen Ohren 👂 und wachem Herzen ❤️ – können wir voneinander lernen und miteinander kommunizieren. ✨
(Kurz zum Schluss: Respekt geht raus an alle, die die Verse Apostelgeschichte 2, 9–11 fehlerfrei lesen können. 📖😅 Als ich als Roverin zum ersten Mal die Pfingstgeschichte laut vorgelesen habe, wurde ich von dieser Textstelle kalt erwischt 😂)
[Ein Impuls von Hanna aus der DAG Spiri]