18/08/2026
Heute waren wir auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Deutz. Er ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Köln und wurde zwischen 1695 und 1918 belegt. Hauptgrund für unseren heutigen "Arbeitsbesuch" (mit dem regnerischen Wetter hatten wir natürlich überhaupt nicht gerechnet) war die Suche nach dem Grab von Salomon Salomon (1852-1909), dem Vater von Max und Willi Salomon (Gründungsmitglieder des "Kleinen Kölner Klubs K.K.K.). Bei der Gelegenheit haben wir uns aber auch die Grabstätten anderer jüdischer Karnevalisten angesehen - soweit diese erhalten und vor allem auch zu finden waren.
Neben den Roten Funken Moritz Emanuel (1858-1892), Leonhard von Geldern (1851-1902) und Max Levy (1849-1897) sowie dem Blauen Funken Max Goldschmidt (1847-1904) liegt in Deutz auch einiges an "echter" karnevalistischer "Prominenz":
Simon von Oppenheim (1803-1880, verkörperte im Maskenzug 1824 die Figur der Venetia)
Leopold Mannheim (1838-1900, ein bekannter Büttenredner und Roter Funk)
Norbert Capell (1848-1927, Komponist kölscher Lieder und Senator der Kölner Narren-Zunft)
David Levy Elkan (1808-1865, Maler und Lithograph, von dem viele Darstellungen der ersten Kölner Maskenzüge stammen)
Auf der Vater des berühmten Komponisten Jacques Offenbach, Isaac Offenbach (1779-1850) hat seine letzte Ruhestätte auf dem Deutzer Friedhof.
Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.
Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.
Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.