Marburger Bund Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz

Marburger Bund Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Marburger Bund Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz, Gewerkschaft, Wörthstraße 20, Cologne.

Der vor über 70 Jahren gegründete Marburger Bund NRW-RLP ist die einzige Gewerkschaft und der Berufsverband für angestellte und verbeamtete Ärztinnen und Ärzte.

26/08/2026

KAMMERWAHL RLP: Heute werden Ihnen Ihre Wahlunterlagen zugeschickt. Seien Sie wählerisch. Es gibt viele gute Gründe, den Marburger Bund zu wählen.

Unsere Listen für die Wahl in der Landesärztekammer
Rheinland Pfalz:

KOBLENZ:
MARBURGER BUND – OLAF SMAGO

PFALZ:
MARBURGER BUND – CLAUS BEERMANN

RHEINHESSEN:
MARBURGER BUND – SONJA DÖRR

TRIER:
MARBURGER BUND – MARIZA OLIVEIRA GALVÃO

Unsere Listen für die Wahl in den rheinland-pfälzischen Bezirksärztekammern:

KOBLENZ:
MARBURGER BUND – OLAF SMAGO

PFALZ:
MARBURGER BUND – CLAUS BEERMANN

RHEINHESSEN:
MARBURGER BUND – SONJA DÖRR

TRIER:
MARBURGER BUND – MARIZA OLIVEIRA GALVÃO

Wir haben vier Filme gedreht, in den unsere Kandidatinnen und Kandidaten erklären, warum sie den Marburger Bund wählen. Sehen Sie das erste Video.

Ihre Stimmen. Ihre Kammern. Ihre Zukunft. Wählen Sie die Listen des Marburger Bundes.In den kommenden Tagen gehen die Wa...
24/08/2026

Ihre Stimmen. Ihre Kammern. Ihre Zukunft.
Wählen Sie die Listen des Marburger Bundes.

In den kommenden Tagen gehen die Wahlunterlagen in Rheinland-Pfalz auf den Postweg. Sie können per Briefwahl entscheiden, wer Ihre Interessen in den Ärztekammern in Rheinland-Pfalz in den nächsten fünf Jahren vertritt. Bei der Kammerwahl liegt die Zukunft der Ärztekammern allein in Ihren Händen und die Entscheidung, die Sie treffen, hat Gewicht. Nutzen Sie diese Chance. Wählen Sie! Wählen Sie Ihre Listen des Marburger Bundes!

Mit Ihren Stimmen bestimmen Sie die Mehrheitsverhältnisse in den Vertreterversammlungen der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und der vier Bezirksärztekammern Koblenz, Pfalz, Rheinhessen und Trier. Damit beeinflussen Sie nicht nur die Besetzung der sonstigen Gremien, sondern auch den berufspolitischen Kurs unserer ärztlichen Selbstverwaltung für die gesamte neue Amtsperiode. Ihre Stimmen müssen den Wahlleiter bis zum 23. September 2026 um 18 Uhr erreicht haben.

Fast 78 Prozent der berufstätigen Kammermitglieder in Rheinland-Pfalz arbeiten angestellt oder beamtet – in Krankenhäusern, Praxen, MVZ, Ämtern oder in der Industrie. Diese überwältigende Mehrheit verdient eine starke Stimme in den Ärzteparlamenten. Doch noch sieht die Realität anders aus: Diese Mehrheit ist in den Vertreterversammlungen nicht angemessen vertreten. Das muss sich ändern und Sie können es ändern.

Wir wissen aus langjähriger Erfahrung: Nur die gewählten Delegierten des Marburger Bundes vertreten konsequent die Interessen angestellter und beamteter Ärztinnen und Ärzte. Über 280 Kandidatinnen und Kandidaten aus allen ärztlichen Arbeitsbereichen geben dem Marburger Bund bei dieser Wahl ein Gesicht engagiert, vielfältig und nah an Ihrer beruflichen Realität.

Geben Sie Ihre beiden Stimmen in dieser Briefwahl den regionalen Listen des Marburger Bundes. Für eine Kammer, die wirklich für Sie spricht. Für ausgewogene Kräfteverhältnisse. Für Ihre Interessen.
Alles zur Kammerwahl finden sie unter: www.mb-wahl.de

Es geht los: Die Kammerwahl in Rheinland-Pfalz startet kommende Woche: Die über 25.500 Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-...
23/08/2026

Es geht los: Die Kammerwahl in Rheinland-Pfalz startet kommende Woche: Die über 25.500 Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz erhalten in wenigen Tagen von den Ärztekammern auf dem Postweg Ihre Wahlunterlagen.

„Zögern Sie nicht, wählen Sie Ihre regionalen Listen des Marburger Bundes – für die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und die Bezirksärztekammern Koblenz, Pfalz, Rheinhessen und Trier“, wirbt der Spitzenkandidat des Marburger Bundes, Dr. med. Claus Beermann.

Bringen Sie Ihren Wahlbrief im adressierten Rücksendeumschlag umgehend auf den Weg, denn die Wahlzeit endet bereits am 23. September 2026 um 18 Uhr (Ankunftsfrist!).

„Um in den nächsten fünf Jahren Ihre beruflichen Interessen in den Gremien der Ärztekammern erfolgreich durchsetzen zu können, brauchen wir - angesichts veränderter Koalitionsabsprachen - bei dieser Kammerwahl Ihre Stimmen für den Marburger Bund mehr denn je", betont Dr. med. Claus Beermann.

Angestellte und beamtete Ärztinnen und Ärzte stellen zwar die große Mehrheit unter den berufstätigen Kammermitgliedern in Rheinland-Pfalz, aber sie sind in den Vertreterversammlungen der Ärztekammern bisher längst noch nicht entsprechend repräsentativ vertreten. „Das können nur Sie jetzt mit Ihren beiden Stimmen für den Marburger Bund ändern“, unterstreicht Dr. med. Claus Beermann.

Wir werben intensiv, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, denn nur ein hohes Plebiszit stärkt unsere Ärztekammer im täglichen Dialog mit den Akteuren im Gesundheitswesen und den Politikern im Land und im Bund.

Alle Informationen zu unseren berufspolitischen Grundsätzen und alle Kandidatinnen und Kandidaten stellen wir Ihnen sowohl in einer 24-seitigen Sonderbeilage zur Kammerwahl in der aktuellen August-Ausgabe der Marburger Bund Zeitung als auch im Internet auf https://www.mb-wahl.de vor.

Um erfolgreich zu sein, brauchen wir aber auch Ihre persönliche Unterstützung: Wenn Sie die Wahlunterlagen erhalten, sprechen Sie bitte Ihre Kolleginnen und Kollegen an. Fordern Sie sie auf, sich an der Kammerwahl zu beteiligen und den Marburger Bund zu wählen.

Nur gemeinsam können wir mehr bewegen.

Ein starker Marburger Bund! Eine starke Ärztekammer.

Intensive Debatten in hochsommerlicher AtmosphäreDie Klausurtagung der MB-Fraktion in der Vertreterversammlung der Ärzte...
04/08/2026

Intensive Debatten in hochsommerlicher Atmosphäre

Die Klausurtagung der MB-Fraktion in der Vertreterversammlung der Ärztekammer Nordrhein hat schon ihre eigene Geschichte. Da passte die historische Stadtführung in hochsommerlicher Atmosphäre durch die Zollfeste Zons zum Start der zweitägigen Klausur der Mitglieder der MB-Fraktion in der Vertreterversammlung der Ärztekammer Nordrhein.

Dem Streifzug durch die gut erhaltenen mittelalterlichen Befestigungsanlagen am Niederrhein folgten die Begrüßung durch den Kammerpräsidenten Dr. med. Sven Dreyer und ein intensiver Rückblick auf das Dialogforum im Vorfeld des 130. Deutschen Ärztetages in Hannover.

Junge Ärztinnen und Ärzte waren hierzu eingeladen worden, um deren Erwartungen und Mitwirkungsmöglichkeiten in der ärztlichen Selbstverwaltung auszuloten.

„Ärztekammern leben vom persönlichen Engagement ihrer Kammermitglieder“, betonte Andrej Weissenberger, ein junger Arzt in Weiterbildung, der bereits Mitglied in der Fraktion des Marburger Bundes ist. Weissenberger hatte beim Dialogforum in Hannover ein viel beachtetes Grundsatzreferat gehalten. „Unsere Ärztekammern stehen vor dem Generationenwandel. Da zählt das Mitmachen und nicht nur das Zuschauen!“, warb Weissenberger.

Beim Rückblick auf den 130. Deutschen Ärztetag dominierte das Themenfeld der ärztlichen Weiterbildung. Sie wurde nach erklärenden Vorträgen und einer achtstündigen intensiven Debatte weiterentwickelt. „Beim Deutschen Ärztetag in Hannover fielen zukunftsweisende Entscheidungen zur Weiterentwicklung der ärztlichen Weiterbildung“, erläuterte MB-Fraktionsmitglied Prof. Dr. med. Hansjörg Heep.

„Mit diesen Beschlüssen entwickeln wir die ärztliche Weiterbildung gezielt weiter. Wir schärfen die Bildungssystematik, verschlanken die Weiterbildungsordnung, richten sie auf die Herausforderungen der Zukunft aus und vereinfachen gleichzeitig die Verwaltungsprozesse in den Ärztekammern spürbar“, erläuterte Prof. Heep weiter. Er ist Vorstandsmitglied in der Ärztekammer Nordrhein und Vorsitzender des AEKNO-Weiterbildungsausschusses.

Einen vollständigen Bericht finden Sie auf unserer Homepage.

Erste Facharztprüfung in Nordrhein jetzt kostenfreiZentrales Wahlversprechen des Marburger Bundes umgesetztEine gute Nac...
26/07/2026

Erste Facharztprüfung in Nordrhein jetzt kostenfrei

Zentrales Wahlversprechen des Marburger Bundes umgesetzt

Eine gute Nachricht für junge Ärztinnen und Ärzte: Die Ärztekammer Nordrhein kann ab sofort die erste Facharztprüfung kostenfrei anbieten. Die entsprechende Änderung wurde im Ministerialblatt veröffentlicht. Damit wird ein zentrales Wahlversprechen des Marburger Bundes aus der Kammerwahl 2024 umgesetzt.

Der Marburger Bund NRW/RLP begrüßt, dass die Gebührenfreiheit trotz erheblicher Widerstände aus dem zuständigen Ministerium nun Realität geworden ist. „Die kostenfreie erste Facharztprüfung ist ein wichtiger Meilenstein für eine faire und zukunftsorientierte Weiterbildungspolitik in Nordrhein“, kommentiert Dr. med. Sven Dreyer, stellvertretender Vorsitzender des Marburger Bundes NRW/RLP.

Der Weg dorthin war jedoch lang: Fast zwei Jahre lang versuchte das Ministerium, die Einführung der Gebührenfreiheit auf dem Verwaltungsweg zu verhindern. Trotz dieser Verzögerungen konnte nun erstmals eine Ärztin ihre Facharztprüfung in der Ärztekammer Nordrhein ohne Prüfungsgebühren erfolgreich ablegen.

„Die kostenfreie erste Facharztprüfung ist ein wichtiger Erfolg für die jungen Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein. Wer sich über Jahre hinweg intensiv weiterbildet und Verantwortung im Gesundheitswesen übernimmt, sollte nicht zusätzlich durch Prüfungsgebühren belastet werden“, erklärt Dr. med. Sven Dreyer.

Die gebührenfreie erste Facharztprüfung gehört seit vielen Jahren zu den zentralen Forderungen des Marburger Bundes. Zu Beginn der aktuellen Amtsperiode im Jahr 2024 wurde sie in den Letter of Intent aller Fraktionen aufgenommen, nachdem die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein bereits 2023 mit großer Mehrheit einen entsprechenden Beschluss gefasst hatte.

Mit der neuen Regelung setzt die Ärztekammer Nordrhein ein deutliches Zeichen für die Förderung der ärztlichen Weiterbildung. „Die finanzielle Entlastung kommt insbesondere Ärztinnen und Ärzten in der Weiterbildung zugute und stärkt zugleich die Attraktivität unseres Berufs“, betont Dr. Sven Dreyer.

Für den Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein geht die Entscheidung jedoch weit über den finanziellen Aspekt hinaus: „Entscheidend ist der erste Eindruck, den junge Kolleginnen und Kollegen von der ärztlichen Selbstverwaltung gewinnen. Wenn der erste Kontakt mit der Ärztekammer nicht mit einer Gebührenforderung verbunden ist, stärkt das die Identifikation mit unserer Selbstverwaltung. Wer den ärztlichen Nachwuchs für ein ehrenamtliches Engagement gewinnen will, sollte den Einstieg positiv gestalten.“

Nehmen Sie bitte an unserer Hitze-Umfrage teilWie groß waren die Auswirkungen der Hitzewelle auf ärztliche Arbeitsbeding...
09/07/2026

Nehmen Sie bitte an unserer Hitze-Umfrage teil

Wie groß waren die Auswirkungen der Hitzewelle auf ärztliche Arbeitsbedingungen und Patientensicherheit

Vor allem Ärztinnen und Ärzte wissen aus eigener Erfahrung, welche Auswirkungen die Hitzewelle vom 18. bis 29. Juni 2026 auf die medizinische Versorgung hatte. Zahlreiche Rückmeldungen aus Kliniken und Praxen zeigen, dass die extremen Temperaturen die Arbeitsbedingungen und die Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erheblich belastet haben.

Mit unserer Umfrage möchten wir diese Erfahrungen systematisch erfassen. Ihre Einschätzungen helfen uns, die Folgen von Extremhitze für ärztliche Arbeitsbedingungen, Patientensicherheit und Versorgungskapazitäten fundiert zu dokumentieren und gegenüber Arbeitgebern, Politik, Kostenträgern und der Öffentlichkeit zu vertreten.

Gefragt ist Ihre fachliche Einschätzung aus Ihrem eigenen Arbeitsbereich. Es geht ausdrücklich nicht um die Bewertung einzelner Behandlungsverläufe oder persönlicher Verantwortlichkeiten, sondern um die strukturellen Rahmenbedingungen und die Versorgungssituation während der Hitzewelle.

Die Teilnahme ist anonym und dauert etwa sieben Minuten. Bitte beziehen Sie sich bei Ihren Antworten auf den Zeitraum 18. bis 29. Juni 2026, sofern in den Fragen nichts anderes angegeben ist.

Hier gelangen Sie zur Umfrage:
https://www.surveymonkey.com/r/Y77WNKX

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

"Extreme Hitze gefährdet Patienten und Mitarbeiter in Krankenhäusern" ist unsere heutige Pressemitteilung übertitelt:Ext...
08/07/2026

"Extreme Hitze gefährdet Patienten und Mitarbeiter in Krankenhäusern" ist unsere heutige Pressemitteilung übertitelt:

Extreme Hitze ist längst nicht mehr nur ein meteorologisches Ereignis südeuropäischer Länder, sondern auch in Deutschland eine ernstzunehmende Gefahr. Mehrere Tage mit Temperaturen von über 40 Grad haben Ende Juni gezeigt, wie stark unser Gesundheitswesen belastet wird. Die Rekordhitze traf Patientinnen und Patienten ebenso wie die Beschäftigten. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie alle weiteren Berufsgruppen mussten unter enormer körperlicher Belastung arbeiten. Hohe Temperaturen mindern Konzentration, Leistungsfähigkeit und Ausdauer.

„Der Behandlungsbedarf ist an den Hitzetagen deutlich gestiegen. Notaufnahmen arbeiteten an ihrer Belastungsgrenze. Hitzschlag, Dehydrierung und Kreislaufversagen führten zu zahlreichen zusätzlichen Behandlungen. Hinzu kamen mehr Rettungseinsätze in Pflegeeinrichtungen und Wohnungen sowie tödliche Badeunfälle. Auch Arzneimittel müssen zuverlässig gekühlt werden, da hohe Temperaturen ihre Wirksamkeit beeinträchtigen können“, erklärt der Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. med. Hans-Albert Gehle, nach der gestrigen Vorstandssitzung.

„Diese Entwicklung zeigt: Hitzeschutz muss fester Bestandteil des Bevölkerungsschutzes und der Krankenhausplanung werden. Krankenhäuser gehören zur kritischen Infrastruktur und müssen jederzeit funktionsfähig bleiben. Viele Kliniken wurden jedoch gebaut, als Temperaturen über 40 Grad kaum vorstellbar waren“, erinnert Dr. Gehle. Häufig fehlten daher außenliegende Verschattungen, moderne Lüftungsanlagen oder klimatisierte Patientenzimmer. Gerade für Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen sowie schweren Infektionen bedeutet dies ein zusätzliches Gesundheitsrisiko.

Wissenschaftliche Fachgesellschaften warnen seit Jahren vor den Folgen extremer Hitze. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie weist darauf hin, dass hochbetagte Menschen bereits bei Raumtemperaturen über 26 Grad ein deutlich erhöhtes Risiko für Dehydrierung, Kreislauf- und Organversagen haben. Das Robert Koch-Institut und das Umweltbundesamt empfehlen gemeinsam mit weiteren Experten verbindliche Hitzeaktionspläne mit Frühwarnsystemen, klaren Verantwortlichkeiten, der Identifikation gefährdeter Patientinnen und Patienten sowie Schulungen des Personals. Auch die WHO fordert klimaresiliente Gesundheitseinrichtungen mit hitzerobusten Gebäuden, sicherer Energieversorgung und Notfallkonzepten.

„Schon nach wenigen Tagen extremer Hitze zeigt sich, dass Deutschland auf solche Ereignisse unzureichend vorbereitet ist. Die aktuelle Diskussion um Todesfälle während der Hitzewelle in einer Klinik in Nordrhein verdeutlicht, wie wichtig vorbeugende Maßnahmen sind“, betont Dr. Gehle.

Dabei ist die wissenschaftliche Evidenz eindeutig: Extreme Hitze zählt bereits heute zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken Europas. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Säuglinge und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Hitzewellen führen nachweislich zu einer erhöhten Sterblichkeit, mehr Krankenhauseinweisungen sowie einer erheblichen Belastung von Rettungsdiensten und Pflege. Mit dem Klimawandel werden Häufigkeit, Dauer und Intensität solcher Ereignisse weiter zunehmen.

„Deutschland braucht deshalb eine verbindliche Hitzeschutzstrategie für das gesamte Gesundheitswesen. Dazu gehören eine konsequente bauliche Modernisierung der Krankenhäuser mit außenliegenden Verschattungssystemen, begrünten Dächern und Fassaden, leistungsfähigen Lüftungsanlagen sowie energieeffizienten Kühlsystemen. Besonders sensible Bereiche wie Intensivstationen, Operationssäle, Stroke Units, Notaufnahmen und geriatrische Stationen benötigen verlässliche Temperaturstandards“, mahnt Dr. Gehle.

Ebenso wichtig seien verbindliche Hitzeaktionspläne in jeder Klinik. „Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, die tägliche Bewertung der Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes, zusätzliche Trink- und Kühlangebote, flexible Dienstpläne, klimatisierte Pausenräume, engmaschige Kontrollen gefährdeter Patienten, regelmäßige Schulungen sowie Notfallkonzepte für Stromausfälle und Kühlsysteme.“

Aber auch die Kommunen sind u.a. gefordert. In den Städten müssen mehr Wassersprinkler installiert werden und auch kühle Räume - wie etwa Kirchen - müssen an heißen Tagen für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

Der Umbau der Krankenhäuser zu klimaresilienten Einrichtungen wird erhebliche Investitionen erfordern. Angesichts zunehmender Extremwetter ist dies jedoch keine freiwillige Klimaschutzmaßnahme, sondern eine notwendige Investition in Patientensicherheit und eine verlässliche Gesundheitsversorgung.

„Wer heute in Hitzeschutz investiert, verhindert morgen gesundheitliche Schäden, entlastet Rettungsdienste und senkt langfristig die Folgekosten. Deshalb haben wir bereits Gespräche mit dem Gesundheitsministerium in NRW vereinbart, um die Notwendigkeit eines umfassenden Hitzeschutzprogramms für Krankenhäuser zu verdeutlichen.“

"Dieses Spargesetz muss grundlegend nachgebessert werden."Abschließend widmete sich in der 7. Kammerversammlung der ÄKWL...
27/06/2026

"Dieses Spargesetz muss grundlegend nachgebessert werden."

Abschließend widmete sich in der 7. Kammerversammlung der ÄKWL der westfälisch-lippische Kammerpräsident Dr. med. Hans Albert Gehle der Reform der Notfallversorgung. "Sie erhöht den Druck auf die Versorgung. Unsere Ärztekammer hat sich dazu bereits umfassend mit einer Stellungnahme positioniert."

„Der Gemeinsame Bundesausschuss hat das System der Notfallstufen neu geregelt und führt neben den bisherigen Stufen künftig auch die „Nicht-Teilnahme“ ein. Das bedeutet: Patientinnen und Patienten könnten Krankenhäuser aufsuchen, die entweder Abschläge für die Behandlung hinnehmen oder sie an Kliniken mit Integrierten Notfallzentren weiterverweisen müssen. Das bindet zusätzlich Ärztinnen und Ärzte, die dann in ihren Praxen fehlen.

Niemand bestreitet die Notwendigkeit, die GKV-Finanzen zu stabilisieren. Doch aus der Ärzteschaft liegen seit Jahren konkrete Vorschläge vor: bessere Patientensteuerung, weniger Bürokratie und eine auskömmliche Finanzierung versicherungsfremder Leistungen. Stattdessen setzt der Bund auf Kürzungen. Dieses Spargesetz muss deshalb grundlegend nachgebessert werden – das Zeitfenster dafür besteht noch“, betont Dr. Gehle.

Wird die Versorgung der Menschen künftig noch funktionieren?Mit klaren Worten hat der Präsident der Ärztekammer Westfale...
27/06/2026

Wird die Versorgung der Menschen künftig noch funktionieren?

Mit klaren Worten hat der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. med. Hans-Albert Gehle, in der heutigen Kammerversammlung in Münster die aktuelle Gesundheitspolitik in Berlin kritisiert: „Als wir im März hier zusammengekommen sind, haben wir noch gerätselt, welche Vorschläge die „Finanzkommission Gesundheit“ für die nächste Gesundheitsreform erarbeiten würde. Wenige Tage später lagen sie auf dem Tisch. Ende Juni ist daraus ein heiß diskutierter Gesetzentwurf geworden, der kurz vor der Verabschiedung steht. Die Notwendigkeit bestreitet kaum jemand. Doch in der jetzigen Form stößt das Vorhaben auf breite Kritik, weil pauschale Kürzungen die Gesundheitsversorgung empfindlich treffen.“

Die zweite und dritte Lesung im Bundestag wurden mittlerweile auf den 10. Juli verschoben. Begründet wurde dies mit der notwendigen Sorgfalt bei einer der größten Reformen seit über 20 Jahren. „Das ist ein richtiger Anspruch. Bislang zeigte sich diese Gründlichkeit allerdings vor allem darin, Einsparungen zulasten von Versicherten und Leistungserbringern zu planen, während der Beitrag des Bundes zur Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen gering blieb“, kritisierte Dr. Gehle.

„Für uns als Ärzteschaft stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Wird die Versorgung der Menschen künftig noch funktionieren? Wie sollen Krankenhäuser und Praxen die steigende Zahl der Patientinnen und Patienten bewältigen, wenn immer neue pauschale Kürzungen erfolgen? Nicht ohne Grund spricht die Deutsche Krankenhausgesellschaft inzwischen vom „Gesundheitskürzungsgesetz“.“

Der westfälisch-lippische Kammerpräsident stellte eine klare Forderung auf und warnte vor den Folgen: „Die Stabilisierung der GKV-Finanzen darf nicht zulasten der ambulanten und stationären Versorgung erfolgen. Der Gesetzentwurf gefährdet die Refinanzierung von Tarifsteigerungen, verschärft den wirtschaftlichen Druck auf Kliniken und beschleunigt den Abbau von Versorgungsstrukturen.

Auch im ambulanten Bereich drohen längere Wartezeiten, mehr Belastung der Notaufnahmen und wachsende Probleme bei der Praxisnachfolge. Kurzfristige Einsparungen werden langfristig hohe Folgekosten verursachen. Besonders der ländliche Raum läuft Gefahr, medizinisch weiter ausgedünnt zu werden – mit spürbaren Folgen für die Patientinnen und Patienten.“

Tag für Tag sterben hierzulande mehrere Menschen, weil sie kein lebensrettendes Organ rechtzeitig transplantiert bekamen...
27/06/2026

Tag für Tag sterben hierzulande mehrere Menschen, weil sie kein lebensrettendes Organ rechtzeitig transplantiert bekamen. Der Fall der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hat aktuell die Organspende wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

„Die Patientin mit Lungenfibrose erhielt nach kurzer Wartezeit eine Spenderlunge – nicht wegen eines „Prinzessinnen-Bonus“, sondern weil in Norwegen deutlich mehr Spenderorgane zur Verfügung stehen als in Deutschland. Ein Grund dafür ist die dort geltende Widerspruchslösung. Wer zu Lebzeiten nicht widerspricht, gilt grundsätzlich als Organspender“, erklärt der westfälisch-lippische Kammerpräsident Dr.med. Hans-Albert Gehle in der heutigen Kammerversammlung.

„Für eine solche Regelung setzen wir uns als Ärztekammer Westfalen-Lippe seit vielen Jahren ein. Deutschland hingegen hält seit 1997 an der Entscheidungslösung fest. Alle Anläufe zur Einführung der Widerspruchslösung sind bislang gescheitert. Auch das inzwischen eingeführte Organspende-Register hat die Situation nicht entscheidend verbessert. Umso wichtiger ist die neue Debatte im Bundestag. Wieder liegen zwei konkurrierende Gesetzentwürfe vor – für und gegen die Widerspruchslösung. Wie die Abstimmung ausgehen wird, ist offen.“

„Wir sollten den neuen politischen Schwung nutzen. Unsere Position ist klar: Wir brauchen die Widerspruchslösung – kombiniert mit umfassender Aufklärung, einem leicht zugänglichen Organspende-Register und guten organisatorischen Strukturen in den Kliniken. Die Widerspruchslösung bedeutet keine Entmündigung. Jeder behält die Freiheit, sich gegen eine Organspende zu entscheiden. Fehlt jedoch eine dokumentierte Entscheidung, müssen Angehörige in einer Ausnahmesituation stellvertretend entscheiden – häufig gegen eine Organspende, weil sie den Willen des Betroffenen nicht kennen.“

Mehr als 8.000 Menschen warten aktuell in Deutschland auf ein Spenderorgan. Die große Mehrheit der Bevölkerung steht der Organspende positiv gegenüber. „Es ist höchste Zeit, aus dieser Bereitschaft ein wirksames und solidarisches System zu machen, das den Menschen auf den Wartelisten tatsächlich hilft", fordert Dr. Gehle.

Adresse

Wörthstraße 20
Cologne
50668

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Montag 08:00 - 17:00
Dienstag 08:00 - 17:00
Mittwoch 08:00 - 17:00
Donnerstag 08:00 - 17:00
Freitag 08:00 - 15:00

Telefon

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