Sportärztebund Nordrhein e.V.

Sportärztebund Nordrhein e.V. Der Sportärztebund Nordrhein ist ein gemeinnütziger Verein und der größte Landesverband in der DGSP (Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention)

Ärztliche Weiter- und Fortbildung in der Sportmedizin,
Prävention und Rehabilitation,
Gesundheit und Fitness

Jetzt startet die Schulzeit wieder - mit oder ohne Sport und Bewegung ? - welches Essen bietet die Schulkantine an? - wa...
26/08/2025

Jetzt startet die Schulzeit wieder
- mit oder ohne Sport und Bewegung ?
- welches Essen bietet die Schulkantine an?
- was wird zuhause vorgelebt?

Dazu unsere Vorsitzende im Interview 🤓

Interview mit Prof. Christine Joisten zur Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen: Bereits vor und in der Schwangerschaft beginnt Prävention.

Sportärztebund Nordrhein e.V.Eisensubstitution beim Sport? Brauch man das? Und wenn ja, wann? Und wie viel? In Tabletten...
15/02/2025

Sportärztebund Nordrhein e.V.

Eisensubstitution beim Sport? Brauch man das? Und wenn ja, wann? Und wie viel? In Tablettenform? Als Lösung? Oder reicht ein Steak? Viele viele Fragen und dazu qualifizierte Antworten für ein durchaus komplexes Thema.

😃 Unser 2. Vorsitzender und Allgemeinmediziner Dr. med. Michael Fritz in einem spannenden Podcast-Interview zu Eisen(-mangel) im Ausdauersport 🏃🏃‍♂️🏃

Hier hört ihr, worauf man achten muss und wie man es richtig macht. Auf geht's!

30. Januar - Der (Gründer-)Vater der Deutschen Sportmedizin hätte heute seinen 100. Geburtstag gefeiert Am 30.1.2025 wär...
30/01/2025

30. Januar - Der (Gründer-)Vater der Deutschen Sportmedizin hätte heute seinen 100. Geburtstag gefeiert

Am 30.1.2025 wäre Professor Dr. Dr. h.c. mult. Wildor Hollmann 100 Jahre geworden. Wie kaum ein anderer hat er die moderne Sportmedizin über Jahrzehnte geprägt. Nach wie vor lebt sein Vermächtnis in der Wissenschaft, in den Herzen seiner Schülerinnen und Schüler und in den Institutionen, die er aufgebaut hat, weiter.

Ein Leben für die Wissenschaft und den Menschen

Prof. Wildor Hollmann wurde am 30. Januar 1925 in Menden, Westfalen, geboren. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Medizin, geprägt durch die Erfahrungen im Haus seines Großvaters, eines praktischen Arztes. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er sein Studium und widmete sich einer Dissertation über die Spiroergometrie – eine Pionierarbeit, die später seine internationale Bekanntheit begründete.

1958 gründete er das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ohne Mitarbeiter, ohne nennenswerte Mittel und in einem Kellerraum beginnend, entwickelte er eine Einrichtung von weltweitem Renommee. Unter seiner Leitung entstanden 24 Habilitationen und 14 Professuren – eine Bilanz, die sein Streben nach wissenschaftlicher Exzellenz eindrucksvoll unterstreicht.

Ein Pionier der Sportmedizin

Professor Hollmanns Lebenswerk ist durch bahnbrechende Ideen und wissenschaftliche Innovationen geprägt. In den 1960er Jahren revolutionierten er und seine Kollegen Prof. Heinrich Liesen, Prof. Richard Rost und Dr. Dieter Lagerström mit dem „Kölner Modell“ die Rehabilitation von Herzinfarktpatienten. Er bewies, dass Bewegung nach einem Herzinfarkt die Genesung fördert, wo zuvor wochenlange Bettruhe empfohlen wurde. Dieses Modell setzte neue Maßstäbe in der kardiologischen Therapie und gilt bis heute als Standard. Bahnbrechend waren auch die theoretischen und praktischen Arbeiten zur Energiebereitstellung. Gemeinsam mit seinen Kollegen Prof. Hermann Heck und Prof. Alois Mader entwickelten sie die Grundlage eines Schwellenkonzepts, das auch heute noch seine Gültigkeit hat. Genauso wichtig war ihm die Verbindung von Bewegung, Gesundheit und Prävention. Sein Leitsatz „40 Jahre lang 40 Jahre alt bleiben“ wurde zu einem Sinnbild seiner Überzeugung: Bewegung ist der Schlüssel zu einem gesunden, langen Leben. Diese Forschung wird durch seine aktuellen Nachfolger Prof. Wilhelm Bloch und Prof. Hans-Georg Predel fortgesetzt.

Von der Wissenschaft in die Praxis

Professor Wildor Hollmann war von 1961 bis 1968 Vorsitzender des Sportärztebund Nordrhein (SÄB NR) und von 1994 bis 1998 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Im internationalen Kontext führte er von 1986 bis 1994 die Fédération Internationale de Médecine du Sport (FIMS), den Weltverband für Sportmedizin, als Präsident. Damit prägte er maßgeblich dieses Fach auch im verbandspolitischen Kontext. Mit den Kolleginnen und Kollegen pflegte er ein stets freundliches und meist freundschaftliches Verhältnis. Besonders hervorzuheben ist die jahrzehntelange enge Verbundenheit mit Dr. Dieter Schnell, dem Vizepräsidenten für Weiterbildung, der DGSP.

Ein Mensch von großer Herzlichkeit

Neben seiner wissenschaftlichen Größe beeindruckte Professor Hollmann durch seine Menschlichkeit. Sein Humor, seine Wärme und sein unermüdlicher Einsatz für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses machten ihn zu einem Vorbild. Bis ins hohe Alter hielt er Vorlesungen und begeisterte Generationen von Studierenden an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Seine Ehefrau Ingeborg, die er liebevoll „Inge“ nannte, war sein Lebensanker. Gemeinsam mit ihren Kindern Ulrike und Helmut bildeten sie ein starkes Fundament, das ihm ermöglichte, seine Visionen zu verfolgen. Inzwischen geht das Engagement in die dritte Generation über: sein Enkel Dr. Julian Härtel wurde jüngst in den Vorstand des Sportärztebundes Nordrhein gewählt.

Ein Vermächtnis für die Zukunft

Prof. Hollmanns Vermächtnis lebt in den Prinzipien und Strukturen der modernen Sportmedizin weiter. Über 200 Dissertationen entstanden unter seiner Anleitung, und seine wissenschaftlichen Erkenntnisse haben unzählige Menschen weltweit beeinflusst. Seine Denkweise – geprägt von Innovation, Menschlichkeit und dem Mut, Grenzen zu überschreiten – bleibt eine Inspiration und ein großes Vorbild.

Seine Ideen, Visionen und vor allem seine Herzlichkeit sind nach wie vor allgegenwärtig. Wir gedenken ihm von Herzen und möchten nicht nur einen großen Wissenschaftler ehren, sondern einen Mann, dessen Charisma und Mitgefühl unauslöschlich bleiben werden.

In tiefer Dankbarkeit und Hochachtung,

Prof. Dr. Dr. Christine Joisten

im Namen des Sportärztebundes Nordrhein e.V.

Dr. Ulrike Becker, Dr. Imke Dirting, Helga Fischer-Nakielski, Dr. Michael Fritz, Dr. Julian Alexander Härtel, Prof. Dr. Hermann Heck, PD Dr. Koroush Kabir, Dr. Götz Lindner, Prof. Dr. Rüdiger Mielke, PD Dr. Nicole Müller, Dr. Dieter Schnell, Dr. Hans-Jürgen Schnell, Dr. Thomas Schramm, Dr. Astrid Stienen, Dr. Claudia Velde

Aktuell findet die 40. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Deutsche Gesellsch...
17/10/2024

Aktuell findet die 40. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention - DGSP im Maternushaus in Köln statt.
Viele interessante Vorträge, Informationen zur aktualisierten S3-Leitlinie, Workshops und vor allem Synergien und ein Miteinander schaffen.
Ein weiterer Schritt auf dem Weg, Adipositas als chronische Krankheit, die eine lebenslange Betreuung der betroffenen Menschen erfordert, anerkennen zu lassen.
Zur Begrüßung sprach unsere Vorsitzende Frau Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Christine Joisten.

Nur noch wenige Tage! 🤓😊
10/07/2024

Nur noch wenige Tage! 🤓😊

Reichen Sie ein Symposium oder einen Workshop ein!

Hiermit wollen wir Sie auf den Call for Sessions des Sports, Medicine and Health Summit (SMHS) vom 26.-28. Juni 2025 in ...
02/07/2024

Hiermit wollen wir Sie auf den Call for Sessions des Sports, Medicine and Health Summit (SMHS) vom 26.-28. Juni 2025 in Hamburg aufmerksam machen.

Der SMHS verbindet die Themen Sport, Sportmedizin, Gesundheit und Wissenschaft. Der SMHS bringt wissenschaftliche Kongresse wie den Kongress der „Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention" (DGSP), den Kongress der „European Initiative for Exercise In Medicine“ (EIEIM), Fortbildungsveranstaltungen, gesundheitspolitische und populärwissenschaftliche Veranstaltungen und Netzwerktreffen zusammen.
Die Programmkommission des SMHS lädt Sie ein, Ihren Vorschlag für ein Symposium oder einen Workshop einzureichen.
Vorschläge können nur noch bis zum 15. Juli eingereicht werden! 😊


Alle Infos dazu finden Sie hier: https://www.sports-medicine-health-summit.de/programm/call-for-sessions.html

Reichen Sie ein Symposium oder einen Workshop ein!

Und hier ein weiterer topaktueller Podcast....Wie schafft man es seine Neujahrsvorsätze umzusetzen? Und was ist realisti...
17/01/2024

Und hier ein weiterer topaktueller Podcast....Wie schafft man es seine Neujahrsvorsätze umzusetzen? Und was ist realistisch? Viel Spaß beim reinhören!
https://open.spotify.com/episode/0bMidddfWsurzqTQxm32yd?si=7Rlpid1MQyCcl9AM4mq5NQ&nd=1&dlsi=11e5bb7263e34908

Listen to this episode from ACHILLES RUNNING Podcast on Spotify. Jeden Januar heißt es wieder "New year, new me!" und zu den beliebtesten Neujahrsvorsätzen zählen eine gesündere Ernährung und mehr Sport. Auch viele Läufer:innen wollen im neuen Jahr die eigenen sportliche Rekorde brechen und di...

Aktueller Podcast von Achilles Running (externer Link): https://open.spotify.com/episode/6J9IvjIoNxHIaQrAGCXFPc Die Wahr...
08/12/2023

Aktueller Podcast von Achilles Running (externer Link): https://open.spotify.com/episode/6J9IvjIoNxHIaQrAGCXFPc

Die Wahrheit über unseren Stoffwechsel

Viel essen ohne zuzunehmen - das verstehen wir gemeinhin unter einem schnellen Stoffwechsel. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die Stoffwechselvorgänge in unserem Körper sind weitaus komplexer, vor allem bei Sportler:innen.

Wie komplex genau, verrät uns in dieser Podcastfolge Sport- und Ernährungsmedizinerin Prof. Dr. Dr. Christine Joisten (Vorsitzende des Sportärztebundes Nordrhein e.V.). Mit ihr gehen wir den weitverbreiteten Missverständnissen auf den Grund und beleuchten, wie sich Stoffwechselprozesse von Person zu Person unterscheiden. Wir sprechen unter anderem über den Cholersterinspiegel, braunes Fettgewebe, die Rolle der Körperkomposition und Phänomene wie den Nachbrenneffekt. Ob und wie sich unser Stoffwechsel denn nun durch Training oder die richtige Ernährung optimieren lässt, erfahrt ihr ebenfalls.

Viel Spaß beim Lauschen!😊

Listen to this episode from ACHILLES RUNNING Podcast on Spotify. Viel essen ohne zuzunehmen - das verstehen wir gemeinhin unter einem schnellen Stoffwechsel. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die Stoffwechselvorgänge in unserem Körper sind weitaus komplexer, vor allem bei Sportler:innen. W...

22/09/2023

🐯
Viel los bei der KiJu 😍

📌 Am 14. Oktober 2023 findet in Zülpich von 10-16 Uhr ein Wassersport-Aktionstag mit der KiJu und dem SFBEH e.V. statt.

Eingeladen sind alle Interessierten, besonders für 12 – 26-Jährige, mit und ohne Behinderung.

SFBEH e.V. - barrierefreies Segeln | Am Wassersportsee 17-19 | 53909 Zülpich
Bringt bitte Bade- und Wechselkleidung mit.

Anmeldungen an Heike Immand ✉️ [email protected]

📌 Am 11. November 2023 findet in Bottrop von 11-15 Uhr ein inklusiver Klettertag statt.

Mitzubringen sind bequeme Kleidung und feste Indoor-Schuhe!

Kletterhalle Bottrop | Kletterarena 79 | Südring 79 | 46242 Bottrop

Eingeladen sind alle Interessierten, besonders für 12 – 26-Jährige, mit und ohne Behinderung.

Anmeldungen an Heike Immand ✉️ [email protected]
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22/09/2023

Liebe Eltern,
eure Kinder sind gerne im Wasser? Dann meldet sie jetzt zum SPOHO SCHWIMMSPASS an. Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 17. September 2023 im Schwimmzentrum der Deutschen Sporthochschule Köln als öffentliches Schwimm-Event für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren statt. Eingeladen sind alle Kinder, die Lust haben sich im Wasser zu bewegen und ohne Eltern an unserem Angebot teilnehmen. Nichtschwimmer*innen und Schwimmer*innen sind gleichermaßen willkommen.

Weitere Infos und Anmeldung hier:
https://www.kopfsprung-koeln.de/kursangebot/events/

17/08/2023

Warum Bewegung immer noch die beste Medizin ist

Immer mehr Menschen in Deutschland haben Typ-2-Diabetes. Dabei können Betroffene mit einem einfachen Mittel entgegensteuern: Bewegung. Sie ist weder rezeptpflichtig noch muss sie teuer sein.

Versteckte Pandemie - so nennen Fachleute die Entwicklung der Diabeteserkrankungen. In Deutschland sind laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) mindestens 8,7 Millionen Menschen von Typ-2-Diabetes betroffen. Fünf Jahre zuvor waren es rund sechs Millionen. Tendenz: weiter steigend!

Eine Sportwissenschaftlerin und eine Diabetologin erklären, wie Bewegung Diabetikerinnen und Diabetikern helfen kann.

Was Typ-2-Diabetes ausmacht
Zuerst eine kurze Erklärung, was Typ-2-Diabetes überhaupt ist: Bei dieser Form der Zuckerkrankheit reagieren die Körperzellen schlechter auf Insulin. Dieses Hormon sorgt dafür, dass der Zucker aus der Nahrung in die Körperzellen gelangt, wo er dann abgebaut wird.
Wenn das nicht mehr richtig funktioniert, bleibt die sogenannte Glukose im Blut - der Blutzuckerspiegel steigt. Auf Dauer können Nerven und Blutgefäße Schaden nehmen. Typ-2-Diabetes entsteht neben genetischer Veranlagung auch durch einen ungünstigen Lebensstil.

Bewegung kommt in der Therapie oft zu kurz
Natürlich gibt es Medikamente, mit denen Betroffene ihren Blutzucker senken können. Aber Grundlage jeder Diabetes-Behandlung ist ein gesunder Lebensstil. Bewegung und Bewegungssteigerung sind der Grundpfeiler in der Leitlinie, nach der sich Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung richten sollten.

Aber: "Dem wird auch von den Ärzten zu wenig Wert beigemessen", sagt Dr. med. Ulrike Becker, Diabetologin in Bonn. Sie ist Vorstandsmitglied der AG Diabetes, Sport und Bewegung der DDG und Vorstandsmitglied des Sportärztebundes Nordrhein e.V.. Der bloße Rat "Bewegen Sie sich mehr" sei für die meisten Menschen nicht hilfreich.

Becker vergleicht das mit der medikamentösen Behandlung von Diabetes: Betroffene werden ja auch nicht angehalten, sich schlau zu machen, welche Diabetes-Medikamente es gibt, sich davon eines auszusuchen. Und es dann nach der Dosierung einzunehmen, die sie im Internet gefunden haben. Sie bekommen genaue Verordnungen und Anleitungen. Die bräuchten sie auch, um in Bewegung zu kommen und am Ball zu bleiben.

Vier Gründe für mehr Sport
Die Diabetologin erklärt, wie genau sich Bewegung auf den Blutzucker auswirkt.
Vier Faktoren spielen dabei eine Rolle:
1. "Durch jede Muskelarbeit wirkt das Insulin besser", sagt Becker.
2. Der Körper verbrennt bei moderater Bewegung Kohlenhydrate, dadurch fällt der Blutzuckerspiegel ab und der Zucker wird nicht in der Leber und im Fettgewebe gespeichert, wo er dann abgebaut werden müsste.
3. Bewegung trägt dazu bei, dass die Pfunde purzeln - dadurch wiederum kann das Insulin besser wirken.
4. Wer mehr Muskeln hat, verbraucht auch in Ruhe mehr Kalorien, was gut für Blutzucker und Gewicht ist.

Schon kleine Veränderungen machen einen Unterschied!

Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Christine Joisten von der Deutschen Sporthochschule in Köln hält Bewegung - eingebettet in einen gesunden Lebensstil - für das entscheidende Mittel, um bei Typ-2 gegenzusteuern. "Bewegung ist Medizin", sagt die Leiterin der Abteilung Bewegungs- und Gesundheitsförderung.
Dafür müsse man weder Marathon laufen noch Bodybuilderin werden. Schon kleine Veränderungen machen einen großen Unterschied.
Die beste Strategie ist also nicht, sich vorzunehmen, von nun an täglich mehr als 10.000 Schritte zu gehen. Denn das lässt einen nach drei gescheiterten Tagen womöglich gefrustet aufgeben. Stattdessen kann man versuchen, in den nächsten Wochen täglich 1.000 bis 2.000 Schritte mehr als jetzt zu gehen.

Und: Damit man langfristig am Ball bleibt, müssen Sport und Bewegung Spaß machen. Das Motto lautet also: ausprobieren und sich vor allem nicht entmutigen lassen.
Joisten plädiert in Sachen Sport für mehr Wertschätzung sich selbst gegenüber: "Wenn man eine Sprache lernt, erwartet man ja auch nicht, dass man die innerhalb von zwei Wochen kann. Wieso tun wir das bei Bewegung?", sagt die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention und Vorsitzende des Sportärztebundes Nordrhein e.V..

So gelingt der Start in den Sport
Was gibt es für Neu- oder Wiederanfänger mit Diabetes in Sachen Sport zu beachten? Das kommt darauf an, was man machen möchte, sagt Joisten. "Die Alltagsaktivitäten ausweiten, mehr Schritte gehen, das ist immer möglich", betont die Expertin.

Wer mehr machen möchte, bespricht seine Pläne am besten mit seiner Ärztin oder Arzt. Für Frauen ab 50 und Männer ab 40 Jahren oder bei einem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie sei ein Belastungs-EKG vor dem Start empfehlenswert. Wer einen zu hohen Blutdruck hat - oft eine Begleiterkrankung bei Diabetes - sollte auf allzu anstrengende Belastungen verzichten.

Immer wieder Thema: Welche ist die richtige Sportart für Menschen mit Diabetes? "Das, was Spaß macht." sagt Christine Joisten. Wer nicht ins Schwimmbad oder aufs Rad mag, probiert es vielleicht erstmal mit einem Online-Kurs - von Tanzchoreografien bis Pilates ist alles zu finden. Zum Ausprobieren seien diese Angebote völlig okay, betont die Sportwissenschaftlerin - um zu schauen, was Spaß macht und erste Berührungsängste mit Sport abzubauen. Auf Dauer sind allerdings die korrekte Ausführung und eine professionelle Anleitung wichtig.
Auch Diabetologin Ulrike Becker empfiehlt, offen für Neues zu sein. "Es muss nicht immer Nordic-Walking oder Aquafitness sein." Mal klettern gehen. Oder Trampolinspringen.

Wichtig zu wissen: Haben die Augen durch den Diabetes bereits einen schweren Schaden genommen (Retinopathie), ist das möglicherweise nicht der richtige Sport.
Bei starkem Übergewicht sind Sportarten, die die Knie sehr belasten, nicht geeignet. Aber Yoga oder Thai-Chi oder aber auch etwas ungewöhnliche Sportarten wie Ultimate Frisbee oder Gehfußball kommen in Frage.
Geocaching ist vielleicht etwas für alle, denen Wandern zu langweilig ist. Und es gibt spezielle Reha-Sportgruppen für Menschen mit Diabetes - das kann sogar die Ärztin oder der Arzt verordnen.

Am Ende gilt laut Diabetologin Ulrike Becker: "Der Sport, den ich auch mache, ist der Beste."

(ff/dpa/säbnr)

08/08/2023

Die Ärztekammer Nordrhein weist gemeinsam mit der AOK Rheinland / Hamburg zum Schulbeginn darauf hin, dass die frühe Förderung der Gesundheitsbildung nachhaltige Effekte auf die Gesundheit hat. Das gemeinsame Präventionsprogramm Gesund macht Schule setzt aus diesem Grund bei der Prävention im Grundschulalter an.

Ein gesunder Lebensstil von klein auf verlängert das Leben. Eine gute Gesundheitsbildung schon in der Schule kann dazu beitragen, die Krankheitslast in späteren Jahren zu senken und Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden oder zu verzögern.

Der Zusammenhang zwischen Lebensstil und Lebenserwartung ist wissenschaftlich belegt. Einer aktuellen US-amerikanischen Studie zufolge können Männer und Frauen, die sich ausreichend bewegen, ausgewogen ernähren, Stress gut bewältigen, gut schlafen und ein erfülltes Sozialleben pflegen, ihr Leben um zusätzlich bis zu 24 Jahre verlängern. Diese Ergebnisse wurden kürzlich beim ernährungswissenschaftlichen Kongress der American Society for Nutrition in Boston vorgestellt. Positive Effekte sind demnach auch dann noch zu erwarten, wenn Menschen erst im späteren Lebensalter einen gesünderen Lebensstil entwickeln.

Doch gerade im Bereich der Prävention gilt: je früher, desto besser. Je früher Gesundheitsbildung und Gesundheitskompetenz gefördert werden, desto nachhaltiger sind die Effekte für die Gesundheit. Deshalb setzt das Präventionsprogramm Gesund macht Schule, das die Ärztekammer Nordrhein gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg vor gut 20 Jahren erfolgreich ins Leben gerufen hat, bereits im Grundschulalter an.

„Im europäischen Vergleich ist die Gesundheitskompetenz deutscher Schulkinder leider gering. Das belegt die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie der Weltgesundheitsorganisation. Eine Ursache dafür ist der WHO zufolge, dass Gesundheitsthemen zu selten und nicht regelmäßig im Schulunterricht behandelt werden. Wir wollen mit Gesund macht Schule dazu beitragen, Wissenslücken zu schließen und den Kindern dabei helfen, gesundheitsförderliche Gewohnheiten auszubilden“, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke.

„Zahlreiche Erkrankungen können durch einen gesunden Lebensstil positiv beeinflusst oder sogar vermieden werden. Eine frühzeitige Prävention sowie die Vermittlung von Gesundheitskompetenz sind wichtig, um die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit zu sichern und zu erhalten“, erklärte Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. „Bei unserem Programm Gesund macht Schule beziehen wir von Anfang an die Eltern mit ein, damit die in der Schule vermittelten Themen wie Bewegung, eine gesunde Ernährung und Stressbewältigung in den Familien gelebt werden können. So können die Kinder gemeinsam mit ihren Familien zu einem gesünderen Lebensstil motiviert werden, um möglichst gesund aufzuwachsen.“

Gesund macht Schule (www.gesundmachtschule.de) läuft auch im neuen Schuljahr mit jetzt 317 Grundschulen weiter und wird erneut von fast 140 Patenärztinnen und -ärzten unterstützt, die sich ehrenamtlich bei der Vermittlung von Themen wie Ernährung, Bewegung, Hygiene, Arztbesuch oder Sexualerziehung engagieren. Seit Beginn des Programms wurden eine Million Grundschüler erreicht.

Düsseldorf, 7.8.2023 (ÄkNo/AOK).

Adresse

Am Sportpark Müngersdorf 6
Cologne
50933

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