24/08/2026
In einem Bewerbungsgespräch erzählte uns eine Bewerberin, dass Freundinnen sie immer wieder fragen, wo sie Unterstützung bekommen können. Oder wo sie sich zunächst einmal beraten lassen können. Sie studiert Psychologie, und ist sicher gut informiert, dennoch weiß auch sie nicht immer, wohin sie ihre Freundinnen verweisen kann.
Dieses Gespräch ist uns im Kopf geblieben. Denn es zeigt ein Problem, das auch wir kennen: Es fehlt nicht unbedingt an Angeboten. Häufig fehlt es an Orientierung.
Welches Angebot passt zu meinem Thema? Brauche ich eine Diagnose? Muss ich an einer bestimmten Hochschule eingeschrieben sein? Geht es dort um Beratung, Therapie oder Selbsthilfe? Und wonach muss ich eigentlich suchen?
Passend dazu erreichte uns eine Anfrage der LVR-Universitätsklinik Essen, ob wir das Forschungsprojekt **PsychKOMPASS** unterstützen.
Es geht darum psychosoziale Beratungsangebote an Hochschulen und Studierendenwerken systematisch zu erfassen. Untersucht wird nicht nur, welche Angebote vorhanden sind, sondern auch, wie zugänglich sie sind und welche Hürden Studierende davon abhalten können, sie zu nutzen.
Wir unterstützen das Projekt mit unserer Perspektive aus der Selbsthilfe, dem Peer-Austausch und den Gesprächen, die wir bei DASH führen.
Denn eine Übersicht allein reicht nicht. Menschen müssen die Angebote finden, sich von ihnen angesprochen fühlen und erkennen können, welcher nächste Schritt zu ihrer Situation passt.
Wir nehmen euch hier im Kanal mit und berichten, wie das Projekt vorangeht, welchen Fragen wir dabei begegnen und was wir daraus für unsere eigene Arbeit lernen. Und wir möchten auch eure Erfahrungen mitnehmen:
Hast du schon einmal nach Unterstützung gesucht und nicht gewusst, wo du anfangen sollst? Was hätte dir die Suche erleichtert?