Seit 10 Jahren lädt das Institut equalita e.V. über die Kinderkulturkarawane (Hamburg) Jugendkulturgruppen aus den Ländern des Globalen Südens ein. Junge Künstler*innen zeigen mit und durch Kunst, wie ihre Lebensrealitäten aussehen, mit welchen Problemen sie konfrontiert sind und wovon sie träumen. Die künstlerische Erfahrungsebene wird dabei genutzt, um globale Zusammenhänge erfahrbar zu machen u
nd brisante Themen wie Armut, Ressourcenknappheit, Migration etc. zu transportieren. Jugendliche und Kinder werden durch Gleichaltrige auf jugendgerechte Art angesprochen, ein Austausch und gemeinsames Handeln wird ermöglicht. Für die Jahre 2016 und 2017 steht das Thema Klimawandel und Förderung der Klimagerechtigkeit im Fokus. Das Thema ist ein zentraler Bestandteil der neuen, globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele der Post-2015-Agenda bzw. der SDG (Sustainable Development Goals). Klimagerechtigkeit (Climate justice) ist als normatives politisches Konzept und ein Teil des übergreifenden Ziels Umweltgerechtigkeit. Die Rechte und Möglichkeiten der Kinder weltweit (in den Ländern des globalen Südens machen sie oft mehr als 50% der Bevölkerung aus), aber auch in Deutschland, sind der Ausgangspunkt für eine nachhaltige Entwicklung in allen Gesellschaften. Das Projekt zielt mit einem künstlerisch-kreativen Ansatz gerade auf Kinder und Jugendliche ab und bietet eine Operationalisierung des eingeführten „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“, der ab 2015 für alle Schulen Leitlinie ist. Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung.