15/08/2026
Kräuterweihe – Da ist ein Kraut gewachsen 🌿
Mittendrin-Impuls für den Monat August von Maria Adams, Geistliche Leiterin.
Eine mütterliche Freundin von mir ging im Frühherbst abends gerne in die Felder, um Feldblumen zu einem bunten Strauß zu pflücken. Auf meine Frage: „Wieso sammelst du Unkraut?“ antwortete sie versonnen: „Für mein Haus, zum Schutz. Für mein Leben, zum Heilen. Für ein Stück Erde in meinem Alltag.“
Intuitiv folgte sie einem alten Brauch aus vorchristlichen Zeiten: Blumen und Kräuter (wie Johanniskraut, Königskerze, Schafgarbe, Kamille, Beifuß und Ähren) wurden als Strauß gesammelt, gesegnet und im Haus als Heilszeichen aufbewahrt. Die Kirche feiert diesen Brauch am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel – und das ist heute. Mittendrin.
Ehe jetzt alle in die Felder stürmen: Was braucht unsere Welt, mein Lebensraum, meine (Kolpings-)Familie, was brauche ich heute in dieser unruhigen Zeit, wie sähe ein gedanklicher Kräuterstrauß aus? Gibt es „Kräuter“, Heilsames aus unserem Kolping-Spirit? Zum Beispiel …
🌿 Anpacken, wo Not ist – Hilfe annehmen können.
🌿 Füreinander Herzlichkeit empfinden – empfangen wollen.
🌿 Respekt zeigen vor der Würde der/des Anderen – Respekt einfordern.
🌿 Gegenseitig Schutz gewähren – Türen öffnen.
🌿 Miteinander Glauben – sich mittragen lassen von den anderen. 🤝
🌿 Dankbar bleiben für das Leben – Danke sagen.
🌿 Geerdet bleiben – täglich den Himmel ins Auge fassen.
Für Adolph Kolping war die gelebte Beziehung zu Maria eine Tür zu Jesus, um nachzufolgen und die Welt zu einer besseren zu machen. Das Segensgebet über die Kräuter fasst es so: „Die Heilkraft der Kräuter soll durch die Fürbitte der Kirche dem ganzen Menschen zum Heil dienen.“ An Maria ist dieses Heilende sichtbar geworden. Maria, bitte für uns. 🙏
Treu Kolping!