Die IG Grünes Holweide ist eine Interessengemeinschaft von Grundstückseigentümern und Anwohnern des vom 'Bebauungsplan Kochwiesenstraße' betroffenen Gebietes.Sie besteht aus mittlerweile ca. 90 Mitgliedern, davon 3 Sprecher und 12 Personen im Arbeitskreis. Es gibt kein Verkehrskonzept. Der Berufsverkehr staut sich zu den
Hauptverkehrszeiten bereits erheblich. Auf dervorgesehenen
Fläche sol
len 52 Wohneinheiten entstehen bestehend aus
eingeschossigen Einzelhäusern sowie zweigeschossigen Doppel- und
Reihenhäusern. Die Stadt Köln spricht von ca. 200 Mehrfahrten täg-
lich. Fast schräg gegenüber in der gleichen Straße soll eine alte, stillge-
legte Fabrik in Wohnraum umgewandelt werden. Hier entstehen 180 Wohneinheiten. Hier kann man noch einmal ca. 500 Mehrfahrten hinzurechnen, zumal hier auch eine Kindertagesstätte geplant ist. Diese Mehrfahrten können bedeuten, dass man vor- und nachmittags nicht mehr in einem angemessenen Zeitraum dieses Wohnviertel mit dem Fahrzeug befahren oder verlassen kann. Dies gilt leider dann auch für Rettungsfahrzeuge, Notärzte, Feuerwehr und Polizei. Wir erwarten eine katastrophale, gefährliche und gefährdende Verkehrssituation.
2. Um wie geplant bauen zu können, muss die Stadt Köln einen großen Teil der angrenzenden privaten Gärten gegen den Willen der Eigentümer einbeziehen. Als Ausgleich für das von der Stadt Köln beanspruchte Gartenland würden die Grundstückseigentümer einen Teil Bauland erhalten. Bei der Preisdifferenz zwischen Garten- und Bauland kann man sich vorstellen, wieviel qm Bauland man z.B. für 100 qm Gartenland erhält..Zugunsten privater Investoren will niemand auf Lebensqualität verzichten müssen.
3. Die geplante zu bebauende Fläche wurde bisher als Grabeland genutzt. Auch befinden sich auf diesem Gelände eine große Anzahl alter Bäume und Sträucher mit ihren tierischen Bewohnern (Eichhörnchen, Fledermäuse, Bunt- und Grünspechte, Igel, Maulwürfe, Bienen, Libellen etc.), die für dieses Bauvorhaben vernichtet werden müssen. Als Ausgleichsfläche soll ein deutlich kleinerer Acker, der bisher von dem einzigen ortsansässigen Bauern bewirtschaftet wird, dienen. Hier sollen neue Bäume für die gesunden, gerodeten Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Dies ist kein realer Ausgleich und verdient auch den Namen nicht.
4.Jahrelanger zu erwartender Bau- und Verkehrslärm, eine uniforme und eingeengte Wohnsituation, schlechtere Luft und alles sonst noch erdenkliche, hervorgehend aus dieser geplanten Massnahme, tragen nachweislich zur Verschlechterung der Lebensqualität bei und können krank machen. Die Menschen, die hier wohnen schätzen den noch ländlichen Charakter im Kölner Osten mit alten Gebäuden, Weiden mit Kühen und Grundstücken, auf denen man noch durchatmen und sich erholen kann und wollen diesen auch erhalten. Weitere Argumente können folgen...