05/06/2026
📍Köln-Deutz, Mai 1940
Im Innenhof der Kölner Messe werden Sinti:ze und Rom:nja aus Köln und dem Rheinland gewaltsam zusammengeführt und für die Deportation registriert. Am 21. Mai 1940 werden sie in das deutsch besetzte Polen verschleppt. Diese Deportation gilt als die erste reichsweite Massendeportation von Sinti:ze und Rom:nja aus dem Deutschen Reich.
Zeitgleich werden auch in anderen Städten Familien interniert, rassistisch erfasst und in Deportationszüge gezwungen. Im besetzten Polen werden sie in Lager, Ghettos und andere Internierungseinrichtungen eingewiesen und zur Zwangsarbeit gezwungen. Viele überleben die Verfolgung und die menschenunwürdigen Lebensbedingungen nicht.
Die Deportationen markieren einen frühen Schritt in der systematischen Verfolgung und späteren Vernichtung von Sinti:ze und Rom:nja während des Nationalsozialismus.
Ab 1943 werden tausende Rom:nja und Sinti:ze aus dem Deutschen Reich und den besetzten Gebieten in ein gesondertes Lager des KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Die Mehrheit der dort Inhaftierten wird ermordet.
Die Verfolgung von Rom:nja und Sinti:ze findet bis heute zu wenig Beachtung. Lokal leistet die Kölner Spur, einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung und Sichtbarkeit. Sie wurde von Gunter Demnig in Zusammenarbeit mit dem Rom e.V. geschaffen.
Die Spur ist an einigen Stellen beschädigt. Um ihre Erneuerung (Verlegungs- und Materialkosten) zu finanzieren, sammeln wir Spenden.
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