Rombuk RomBuK ist ein Projekt des Kölner Rom e.V. und vereint die Bereiche Bildung u. Kultur auf der Basis einer herausragenden Sammlung zu Geschichte u. Sinti_ze.

Gegenwart von Rom_nja u. Unser Fokus:
- Empowerment der Minderheit
- Arbeit gegen Antiziganismus

📍Köln-Deutz, Mai 1940Im Innenhof der Kölner Messe werden Sinti:ze und Rom:nja aus Köln und dem Rheinland gewaltsam zusam...
05/06/2026

📍Köln-Deutz, Mai 1940

Im Innenhof der Kölner Messe werden Sinti:ze und Rom:nja aus Köln und dem Rheinland gewaltsam zusammengeführt und für die Deportation registriert. Am 21. Mai 1940 werden sie in das deutsch besetzte Polen verschleppt. Diese Deportation gilt als die erste reichsweite Massendeportation von Sinti:ze und Rom:nja aus dem Deutschen Reich.

Zeitgleich werden auch in anderen Städten Familien interniert, rassistisch erfasst und in Deportationszüge gezwungen. Im besetzten Polen werden sie in Lager, Ghettos und andere Internierungseinrichtungen eingewiesen und zur Zwangsarbeit gezwungen. Viele überleben die Verfolgung und die menschenunwürdigen Lebensbedingungen nicht.

Die Deportationen markieren einen frühen Schritt in der systematischen Verfolgung und späteren Vernichtung von Sinti:ze und Rom:nja während des Nationalsozialismus.

Ab 1943 werden tausende Rom:nja und Sinti:ze aus dem Deutschen Reich und den besetzten Gebieten in ein gesondertes Lager des KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Die Mehrheit der dort Inhaftierten wird ermordet.

Die Verfolgung von Rom:nja und Sinti:ze findet bis heute zu wenig Beachtung. Lokal leistet die Kölner Spur, einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung und Sichtbarkeit. Sie wurde von Gunter Demnig in Zusammenarbeit mit dem Rom e.V. geschaffen.

Die Spur ist an einigen Stellen beschädigt. Um ihre Erneuerung (Verlegungs- und Materialkosten) zu finanzieren, sammeln wir Spenden.

📣Unterstützt uns, wenn ihr könnt, schon kleine Beiträge helfen, diese wichtige Form der Erinnerung zu erhalten.

➡️Spendenkonto:

Verwendungszweck: Spur der Erinnerung
IBAN: DE 80 3705 0198 0012 4426 20
BIC: COLSDE33###

📣Vier Tage voller Erinnerung, Begegnung, Austausch und Empowerment liegen hinter uns. Wir möchten uns bei allen Beteilli...
03/06/2026

📣Vier Tage voller Erinnerung, Begegnung, Austausch und Empowerment liegen hinter uns. Wir möchten uns bei allen Beteilligten und Teilnehmenden für die gelungene Gedenkveranstaltung bedanken💐

Anlässlich der Deportation von ungefähr 1000 Rom:nja und Sinti:ze aus Köln, am 21. Mai 1940, fand die Veranstaltung und das Rahmenprogramm statt.

Magdalena Lovrić beleuchtete in ihrem Impulsvortrag die NS-Verfolgung in Kroatien, das Vernichtungslager Jasenovac und die Rolle der Kollaborateure.
Im anschließenden Gespräch diskutierten Magdalena Lovrić, Sami Dezemailovski, Kenan Emini und Ruždija Sejdović über Erinnerungskultur, Gedenken und die bis heute fehlende politische Anerkennung der Opfer.

Vielen Dank an Radoslav Ganev für die Moderation🎤 sowie an June Heilig und Sergej Hartmann für die bewegende musikalische Begleitung🎻

☀️Das Begleitprogramm im Rautenstrauch-Joest-Museum war ebenfalls sehr einducksvoll. Gemeinsam mit unseren Partner:innen durften wir über die Geschichte und Gegenwart von Rom:nja und Sinti:ze sprechen, zuhören, lernen und erinnern.

➡️Beim Zeitzeugengespräch „Samudaripen – Romnja erinnern“ standen die Erfahrungen von Überlebenden, Nachkommen und Aktivist:innen im Mittelpunkt. Die Gespräche machten deutlich, warum die Erinnerung an den Samudaripen weiterhin sichtbar gemacht werden muss.

📖In der Poesie-Lesung „Sehnsucht nach meiner Stimme“ teilten Rom:nja ihre selbst verfassten Texte und gaben berührende Einblicke in ihre Lebensrealitäten, Hoffnungen und Wünsche.

🎥Mit der Filmvorführung „Djelem, Djelem“ und dem anschließenden Austausch mit Elvira Ajvazi wurden persönliche Geschichten von Ausgrenzung, Widerstand und Empowerment sichtbar.

🎨Den Abschluss bildete ein kreativer Workshop für Kinder, bei dem eigene Botschaften gestaltet werden konnten.

Danke an alle Mitwirkenden, Zeitzeug:innen und Besucher:innen, die diese Tage mit ihren Stimmen, Erfahrungen und Perspektiven bereichert haben🌹🌹🌹

📣Erinnerung lebt vom Erzählen, Zuhören und gemeinsamen Handeln.

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📚 Neuzugang in unserer Bibliothek!Mit „Politische Theorie des Antiziganismus“ von Laura Soréna Tittel erweitern wir unse...
02/06/2026

📚 Neuzugang in unserer Bibliothek!

Mit „Politische Theorie des Antiziganismus“ von Laura Soréna Tittel erweitern wir unseren Bestand um ein wichtiges Standardwerk der kritischen Gesellschaftstheorie. Die Politikwissenschaftlerin liefert darin eine tiefgehende und notwendige Analyse über die strukturellen Ursachen von Diskriminierung und Herrschaftsverhältnissen in Europa.

Ab sofort bei uns ausleihbar und bereit für die wissenschaftliche Arbeit oder politische Bildung. Kommt vorbei und werft einen Blick hinein! 👇

Viel zu lange wurde über Menschen gesprochen, statt mit ihnen. Wir definieren, wer wir sind, woher wir kommen und wohin ...
01/06/2026

Viel zu lange wurde über Menschen gesprochen, statt mit ihnen. Wir definieren, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. Unsere Identität ist kein Fremdbild, sondern unsere eigene Wahrheit.

📣Spendenaufruf📣In Zusammenarbeit mit dem Rom e.V. zog Gunter Demnig 1990 eine Spur aus weißem Lack quer durch Köln. Dies...
27/05/2026

📣Spendenaufruf📣

In Zusammenarbeit mit dem Rom e.V. zog Gunter Demnig 1990 eine Spur aus weißem Lack quer durch Köln. Diese bildete den Schriftzug: „MAI 1940 – 1000 ROMA UND SINTI“. Die Spur erinnert an die eintausend Rom:nja und Sinti:ze, die am 21. Mai 1940 aus dem Rheinland über den Deutzer Bahnhof ins besetzte Polen deportiert wurden. Dort wurden sie in Arbeitslagern und Ghettos interniert. Nur wenige überlebten.

An vielen Orten wurde die Lackspur später durch Messingplatten dauerhaft sichtbar gemacht. Heute erinnern diese Platten in Köln an die Massendeportation der Rom:nja und Sinti:ze. Drei der Platten sind inzwischen beschädigt. Um die Spur zu erneuern, brauchen wir eure finanzielle Unterstützung. Mit den Spenden werden die Materialkosten sowie die Verlegung der neuen Platten finanziert.

➡️Spendenkonto:

Verwendungszweck: Spur der Erinnerung
IBAN: DE 80 3705 0198 0012 4426 20
BIC: COLSDE33###

Zu oft wurde über uns gesprochen, statt mit uns. Zu oft wurden Stereotype, Vorurteile und fremde Narrative über die Iden...
25/05/2026

Zu oft wurde über uns gesprochen, statt mit uns. Zu oft wurden Stereotype, Vorurteile und fremde Narrative über die Identität von Sinti und Roma gestülpt. Wenn andere deine Geschichte schreiben, wirst du unsichtbar.

Deshalb ist Selbstrepräsentation kein Luxus – sie ist eine Notwendigkeit.

Für die Roma-Community klafft zwischen dem Gesetzestext und der Realität eine riesige Lücke:Ob bei der Wohnungssuche, au...
23/05/2026

Für die Roma-Community klafft zwischen dem Gesetzestext und der Realität eine riesige Lücke:Ob bei der Wohnungssuche, auf dem Arbeitsmarkt oder in der politischen Mitbestimmung – Antiziganismus und strukturelle Benachteiligung sind nach wie vor Alltag in Deutschland.

Das Grundgesetz ist ein Versprechen an alle Menschen in diesem Land. Es wird Zeit, dieses Versprechen endlich konsequent einzulösen. Für echte Gleichberechtigung, ohne Wenn und Aber. ✊

Dieses Zitat erinnert uns an das, was wirklich zählt: Unsere tiefste Wurzel ist die Menschlichkeit. Heimat ist kein Flec...
18/05/2026

Dieses Zitat erinnert uns an das, was wirklich zählt: Unsere tiefste Wurzel ist die Menschlichkeit. Heimat ist kein Fleck Erde mit Grenzen drumherum. Heimat ist Verbundenheit, Liebe und der gemeinsame Ursprung, den wir alle teilen.

✊🏽 16. Mai: Roma Resistance DayWusstest du, dass Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau aktiven Widersta...
16/05/2026

✊🏽 16. Mai: Roma Resistance Day
Wusstest du, dass Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau aktiven Widerstand leisteten?

Am 16. Mai 1944 wehrten sich über 4.000 Menschen mit bloßen Händen und Werkzeugen gegen die SS – und zwangen sie zum Rückzug. Dieser Mut rettete Tausende Leben, auch wenn die SS später mit brutaler Spaltung reagierte.

Heute bedeutet Widerstand für uns Sichtbarkeit. Wir erzählen unsere Geschichte selbst und stehen stolz zu unserer Identität. 🕊️

Sofia Erto macht in unserem heutigen  -Beitrag auf eine schmerzhafte Lücke aufmerksam: Für viele Rom:nja in Deutschland ...
11/05/2026

Sofia Erto macht in unserem heutigen -Beitrag auf eine schmerzhafte Lücke aufmerksam: Für viele Rom:nja in Deutschland bleibt der Zugang zur Gesundheitsversorgung eine Hürde. Ob bürokratische Barrieren oder strukturelle Benachteiligung – wenn das Recht auf Gesundheit vom Aufenthaltsstatus abhängt, müssen wir als Gesellschaft genauer hinsehen.

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