IG Kölner Gastro

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Wer den Brüsseler Platz ausschließlich Gerichten überlässt, hat die politische Gestaltung dieses Konflikts längst aufgeg...
23/07/2026

Wer den Brüsseler Platz ausschließlich Gerichten überlässt, hat die politische Gestaltung dieses Konflikts längst aufgegeben.

Mit dem gestrigen Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln darf das Hallmackenreuther seine Außengastronomie vorläufig wieder bis 24 Uhr öffnen. Das Gericht hat erhebliche Zweifel daran geäußert, ob die Stadt die Sperrzeit zwischen 22 und 24 Uhr auf einer ausreichend belastbaren Tatsachengrundlage begründet hat. Über das eigentliche Verfahren wird zwar erst später entschieden. Dennoch setzt dieser Beschluss ein deutliches Signal.
Für uns wirft das vor allem eine politische Frage auf:

Warum gilt diese vorläufige Einschätzung des Gerichts nur für einen Betrieb und nicht für alle Gastronomiebetriebe am Brüsseler Platz?

Seit Jahren bemühen sich die Gastronominnen und Gastronomen vor Ort um Lösungen. Sie haben Gespräche gesucht, Kompromisse angeboten, Konzepte entwickelt und immer wieder ihre Bereitschaft erklärt, gemeinsam Verantwortung für den Brüsseler Platz zu übernehmen. Niemand behauptet, dass es dort keine Nutzungskonflikte gibt. Aber ebenso wenig lässt sich behaupten, dass diese Konflikte allein durch die frühere Schließung der Außengastronomie gelöst werden.

Genau deshalb kann die Antwort auf diesen Konflikt nicht darin bestehen, Jahr für Jahr neue Verfügungen zu erlassen und die eigentliche Lösung anschließend den Gerichten zu überlassen.

Liebe Kölner Politikerinnen und Politiker, jetzt seid ihr gefragt.

Ihr seid gewählt worden, um unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, Kompromisse zu ermöglichen und Lösungen zu gestalten. Genau das vermissen wir am Brüsseler Platz seit viel zu langer Zeit.

Es braucht jetzt keine weiteren Monate des Stillstands und keine neuen Gerichtsverfahren. Es braucht politischen Willen.

Setzt euch an einen Tisch. Bringt Anwohner, Gastronomie, Verwaltung und Fachleute zusammen. Übernehmt Verantwortung. Entwickelt einen tragfähigen Kompromiss, der den berechtigten Interessen aller Beteiligten gerecht wird.

Und bis dieser politische Prozess abgeschlossen ist, appellieren wir an euch, euch für faire Bedingungen aller Gastronomiebetriebe am Brüsseler Platz einzusetzen. Es ist kaum vermittelbar, warum ein Betrieb aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung bis 24 Uhr öffnen darf, während seine unmittelbaren Nachbarbetriebe weiterhin um 22 Uhr schließen müssen.

Der gestrige Beschluss sollte aber noch einen weiteren Denkanstoß geben.

Auch für die Stadtverwaltung ist der derzeitige Zustand keine Lösung. Seit Jahren werden Ermessensentscheidungen getroffen, die immer wieder vor Gericht überprüft werden und teilweise keinen Bestand haben. Das schafft weder Rechtssicherheit noch Vertrauen und bindet auf allen Seiten erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen. Eine Verwaltung sollte nicht dauerhaft gezwungen sein, einen politischen Nutzungskonflikt über Verwaltungsakte und Gerichtsverfahren lösen zu müssen.

Genau deshalb braucht es jetzt politische Führung.

Liebe Kölner Politikerinnen und Politiker: Entlastet nicht nur die Gastronomiebetriebe und die Anwohner, sondern auch eure Verwaltung.
Es kann nicht der Anspruch sein, dass die Gerichte immer wieder die Entscheidungen treffen müssen, die eigentlich Ergebnis eines politischen Gestaltungsprozesses sein sollten.

Wer jetzt weiter zusieht, wie Gerichte Jahr für Jahr über den Brüsseler Platz entscheiden, verzichtet freiwillig auf seinen politischen Gestaltungsauftrag. Köln braucht keine weitere gerichtliche Auseinandersetzung. Köln braucht Politikerinnen und Politiker, die den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und endlich eine Lösung zu entwickeln, die diesen Namen verdient.

Der Brüsseler Platz braucht kein weiteres Urteil. Er braucht endlich politische Führung.

WO HÖRT DAS KÖLSCHE MITEINANDER EIGENTLICH AUF?Wir müssen über Nachbarschaft reden.Über Nachbarschaft und Gastronomie. Ü...
09/07/2026

WO HÖRT DAS KÖLSCHE MITEINANDER EIGENTLICH AUF?

Wir müssen über Nachbarschaft reden.
Über Nachbarschaft und Gastronomie. Über Beschwerden, Konflikte und darüber, wie wir in dieser Stadt eigentlich miteinander leben wollen.
Denn natürlich darf man sich gestört fühlen. Natürlich darf man sich beschweren. Natürlich müssen Gastronom*innen Rücksicht auf ihre Nachbarschaft nehmen. Und natürlich gibt es Konflikte, für die Lösungen gefunden werden müssen.
Aber was wir gerade an verschiedenen Stellen in Köln erleben, hat mit einem fairen Miteinander immer weniger zu tun.
Da wird gegen Gastronomiebetriebe und die Nutzung öffentlicher Plätze geklagt – mit Folgen, die am Ende nicht nur die Gastronomie treffen, sondern ganze Nachbarschaften. Plötzlich dürfen Menschen nicht mehr draußen stehen, nicht mehr verweilen, nicht mehr zusammenkommen.

An anderer Stelle eröffnet ein Café, das viele Menschen anzieht. Es bilden sich Warteschlangen und leider bleibt auch Müll im Veedel zurück. Dass das die Nachbar*innen ärgert, ist völlig verständlich. Dafür müssen Lösungen gefunden und Verantwortung übernommen werden.
Aber berechtigter Ärger über Müll rechtfertigt nicht alles.

Und jetzt?
Jetzt wurde Buttersäure gegen ein Café geschleudert.
Wir müssen uns das einmal klarmachen: Jemand fühlt sich offenbar so sehr von einem gastronomischen Betrieb, seinem Konzept oder seinen Gästen gestört, dass er oder sie zu einem widerwärtigen und zerstörerischen Angriff greift.

Was passiert hier eigentlich gerade?

Seit Jahren erleben wir, dass Gastronomie in Nutzungskonflikten reflexartig zum Problem erklärt wird.
Zu viele Menschen? Die Gastro ist schuld.
Zu viel Leben auf einem Platz? Die Gastro ist schuld.
Menschen stehen draußen? Die Gastro ist schuld.
Ein erfolgreiches Café zieht Gäste an? Offenbar auch ein Problem.

Dabei reden wir ständig darüber, dass Köln lebendig bleiben soll. Dass wir unsere Veedel lieben. Dass wir inhabergeführte Konzepte wollen. Vielfalt. Begegnung. Orte, an denen Menschen zusammenkommen.

Aber scheinbar endet diese kölsche Offenheit immer öfter genau dort, wo vor der eigenen Haustür tatsächlich etwas passiert.

Wir romantisieren das lebendige Veedel – solange es leise ist.
Wir wollen Cafés, Kneipen, Restaurants und besondere Konzepte – aber bitte ohne Gäste.
Wir wollen Begegnung und Gemeinschaft – aber möglichst nicht vor unserem Fenster.

Und jetzt wurde eine Grenze überschritten, die uns fassungslos macht.
Buttersäure gegen einen gastronomischen Betrieb ist kein Nachbarschaftskonflikt. Es ist ein Angriff!
Auf einen Betrieb. Auf Menschen, die dort arbeiten. Auf eine Idee. Und auf genau das Miteinander, auf das sich Köln so gerne beruft.
Wir wollen die Sorgen von Anwohner*innen nicht kleinreden. Das haben wir nie, das werden wir nie. Die Stadt gehört uns allen!
Aber Rücksichtnahme ist keine Einbahnstraße.
Gastronom*innen sind nicht pauschal verantwortlich für jeden Menschen im öffentlichen Raum. Sie sind nicht der Buhmann für jedes Geräusch, jede Gruppe und jedes gesellschaftliche Leben in einem Veedel.
Und Gäste sind keine Belästigung, nur weil sie sichtbar sind.

Ein Veedel gehört nicht nur denen, die dort schlafen. Es gehört auch denen, die dort arbeiten, Unternehmen gründen, Risiken eingehen, Räume schaffen und denen, die diese Räume besuchen.�
Köln braucht wieder mehr Miteinander.

Mehr Verständnis dafür, dass eine lebendige Stadt manchmal auch bedeutet, dass andere Menschen da sind.
Und vor allem eine klare gemeinsame Grenze:
Wer Gäste beschimpft, Betriebe bedroht oder sogar angreift, kämpft nicht für ein ruhiges Veedel.
Er zerstört das Miteinander, das ein Veedel überhaupt erst ausmacht.

Wir stehen an der Seite der betroffenen Gastronom*innen.

Denn wenn kölsche Offenheit schon an der eigenen Haustür endet, sollten wir dringend darüber reden, was von ihr eigentlich noch übrig ist.

DANKE an alle Mitglieder & Partner*innen für einen unvergesslichen Abend! 🍻Am 15.Juni fand unser Stammtisch im Zappes Sü...
22/06/2026

DANKE an alle Mitglieder & Partner*innen für einen unvergesslichen Abend! 🍻

Am 15.Juni fand unser Stammtisch im Zappes Süd im Stollwerck statt. Soviele von euch waren vor Ort, haben sich ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft. Genau das macht unseren Stammtisch so besonders: Man merkt richtig, wie sich die Kölner Gastro-Szene immer weiter vernetzt und bestehende Verbindungen aktiv nutzt. 🤝

Ein Highlight des Abends war der Besuch von Kemal Üres bei unserem Stammtisch – vielen Dank für deinen Besuch, Kemal Üres | Gastroflüsterer

Ein riesiges Dankeschön geht an:
🍺 Brauerei Toni Früh – für das großzügig gespendete Bier des Abends
🍽️ das Team vom Zappes im Stollwerck im Stollwerck – für die tolle Bewirtung an diesem Abend
👥 alle Mitglieder und Partner*innen – für eure Zeit, eure offene Art und den ehrlichen Austausch

Wer wollte, konnte nebenbei sogar noch das WM-Spiel des Abends verfolgen ⚽

Wir sind unglaublich dankbar für jeden einzelnen von euch und freuen uns riesig zu sehen, wie unsere Community von Stammtisch zu Stammtisch wächst.

📸 Die schönen Erinnerungen an diesen Abend haben wir unserer Fotografin Maja ( Maja Nett )zu verdanken – schaut gerne im Karussell vorbei!

Bis zum nächsten Mal – wir freuen uns schon jetzt auf euch!

⚽️ Gute Nachrichten für alle Fußballfans in Köln!Auch wenn es kein zentrales Public Viewing geben wird, heißt das nicht,...
05/05/2026

⚽️ Gute Nachrichten für alle Fußballfans in Köln!

Auch wenn es kein zentrales Public Viewing geben wird, heißt das nicht, dass ihr auf gemeinsame Fußballabende verzichten müsst: In der Gastronomie darf draußen gezeigt werden – und das auch nach 22 Uhr 🙌

Viele unserer Betriebe öffnen ihre Terrassen und Außenbereiche für euch, damit ihr die Spiele in bester Gesellschaft genießen könnt. Ob mit Freund:innen, Kolleg:innen oder spontan nach Feierabend – wir freuen uns, euch willkommen zu heißen. 🍻

Also: Kommt vorbei, sichert euch einen Platz, genießt die Stimmung und erlebt die WM gemeinsam mitten in der Stadt!

zusammenschauen

Adresse

GoltsteinStr. 41
Cologne
50678

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 15:00

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