08/06/2026
Was junge Menschen bewegt. 📊
Beim Paneltalk „Finanzbildung in der Schule“ auf der didacta 2026 verwies Moderatorin Verena von Hugo auf aktuelle Umfrageergebnisse, die aufhorchen lassen:
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage sorgen sich die Menschen in Deutschland besonders um den Zustand des Bildungssystems – noch vor Themen wie Verteidigung oder der Zukunft des Rentensystems.
Auch die Jugendstudien der vergangenen Jahre zeichnen ein klares Bild: 68 Prozent der jungen Menschen machen sich Sorgen um wirtschaftliche Entwicklungen. Dazu gehören steigende Preise, unbezahlbarer Wohnraum und die zunehmende Spaltung der Gesellschaft.
Diese Sorgen sind real. Umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig auf finanzielle Entscheidungen vorzubereiten und ihnen das Wissen zu vermitteln, das sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen.
Genau hier setzt Finanzbildung an. Und deshalb brauchen wir belastbare Daten darüber, wie gut Schülerinnen und Schüler heute auf finanzielle Herausforderungen vorbereitet sind.
Gemeinsam mit der Finanztip Stiftung und vielen weiteren Unterstützern setzen wir uns dafür ein, dass Deutschland am optionalen Finanzbildungsmodul der OECD-PISA-Studie teilnimmt. Finanz-PISA würde erstmals systematisch erfassen, wie es um die finanzielle Bildung von Schülerinnen und Schülern steht – und wo konkrete Lücken bestehen. Diese Daten sind entscheidend, um gezielt Maßnahmen für eine gute, objektive finanzielle Bildung zu entwickeln und für alle verbindlich zu verankern.
Im Juni müssen die Mitgliedstaaten bzw. Bundesländer ihr Interesse an einer Teilnahme am Finanz-PISA anmelden. Bei einer Zustimmung würde die Erhebung 2029 stattfinden. Kommt keine Einigung zustande, wäre eine Teilnahme erst wieder 2037 möglich.
Mit auf dem Panel: Hermann-Josef Tenhagen, Tobias Nagels, Amy Kirchhoff