von Erwerbslosigkeit bedrohten Frauen in der Öffentlichkeit, Unterstützung durch Beratung, Information, Weiterbildung und Begleitung & Aufarbeitung von geschlechtsspezifischen Folgen von Erwerbslosigkeit wurde 1984 aus einer Selbsthilfegruppe erwerbsloser Frauen heraus gegründet. Die Vereinsgründerinnen haben bewusst den Begriff der Erwerbslosigkeit statt Arbeitslosigkeit gewählt, da dieser die Si
tuation von Frauen konkreter beschreibt: Durch ihre nicht entlohnte Arbeit im privaten Bereich sind die wenigsten Frauen arbeitslos. Wofür wir stehen
+ eine Interessensvertretung von erwerbslosen bzw. von
Erwerbslosigkeit bedrohten Frauen in der Öffentlichkeit zu bilden
+ Frauen durch Beratung, Information und Weiterbildung zu
unterstützen
+ geschlechtsspezifische Folgen von Erwerbslosigkeit zu begleiten und
aufzuarbeiten. Unsere Zielgruppen und Themenschwerpunkte
Im Verlauf der langjährigen Vereinsgeschichte hat sich einiges geändert. Die gesellschaftlichen Bedingungen haben sich für viele verschlechtert. Arbeitslosigkeit als Massenphänomen betrifft nicht mehr nur sogenannte Minderheiten, sondern viele Schichten der Bevölkerung. Der Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze ist größer geworden. die, die den gefragten Kriterien wie Flexibilität und Qualifikation nicht genügend entsprechen. Das betrifft Frauen mit Kindern bes. Alleinerziehende, „ältere Frauen“, Frauen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Migrantinnen mit geringen Deutschkenntnissen oder Frauen ohne (in Deutschland anerkannte) Ausbildung. Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt ist weiterhin noch in weiter Ferne. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen liegt nach wie vor weit unter der der Männer. Frauen verdienen in der Regel weniger als Männer und arbeiten vielfach in prekären, nicht Existenz sichernden Beschäftigungsverhältnissen ohne Rentenansprüche (Minijobs, Aushilfsstellen, Niedriglohn…)
Und selbst diejenigen Frauen, die sehr gute Voraussetzungen mitbringen, sehen sich bei der Berufsrückkehr nach einer Erziehungsphase strukturell angelegten Hindernissen
gegenüber. auch für junge, gut qualifizierte Frauen. Vielfach liegen die Gründe im nicht ausreichenden Angebot der öffentlichen Kinderbetreuung und am Mangel an Existenz sichernden Teilzeitangeboten. Der Verein heute
Mit den veränderten Rahmenbedingungen hat sich auch die Vereinsarbeit verändert. Was vor vielen Jahren als Selbsthilfeprojekt begann, hat sich zunehmend professionalisiert. Trotz finanzieller Engpässe ist es uns gelungen, ein buntes Bildungs- und Beratungsangebot aufzubauen und ständig weiter zu entwickeln. Aktuell bieten wir unterschiedliche Projekte für verschiedene Gruppen von Frauen an. Seit 1998 arbeiten wir in einem interkulturellen Team. Zunehmend gehören Migrantinnen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichem aufenthaltsrechtlichen Status zu unserer Zielgruppe. Ein besonderer Erfolg, da gerade die Erreichbarkeit von Migrantinnen häufig andere Mittel und Wege erfordert als die deutscher Frauen. In den Beratungen können wir für Migrantinnen Übersetzungen in Persisch, Türkisch, Russisch, Serbokroatisch, Englisch, Französisch oder Spanisch anbieten. Der Verein hat sich zu einem Treffpunkt von erwerbslosen Frauen deutscher Herkunft und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte entwickelt. Innerhalb der verschiedenen Angebote besteht die Möglichkeit des Austauschs untereinander, mit dem Ziel, sich kennen zu lernen, Vorurteile abzubauen und von einander zu lernen.