FrauenMediaTurm

FrauenMediaTurm FrauenMediaTurm - Das Archiv und Dokumentationszentrum

Zum Impressum... https://www.facebook.com/FrauenMediaTurm/app_128953167177144

Zum Impressum: https://www.facebook.com/FrauenMediaTurm/app_128953167177144

Der FrauenMediaTurm (FMT) ist ein Informationszentrum zur Geschichte der Emanzipation, ein Hort des lebendigen Gedächtnisses von Frauen. Er wird genutzt von Wissenschaft, Medien und Politik. Seit 1994 hat das zehn Jahre zuvor gegründete Archiv seinen Sitz im mittelalterlichen Bayenturm zu Köln am Rhein. Der FMT ist im deu

tschsprachigen Raum die thematisch umfassendste, modern erschlossene Spezialbibliothek zu Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung.

Am 21. Mai ist der   für Dialog & Entwicklung 🌍✨ und ein Anlass, auf den Wert von Pluralität, Austausch und Erinnerung z...
21/05/2026

Am 21. Mai ist der für Dialog & Entwicklung 🌍✨ und ein Anlass, auf den Wert von Pluralität, Austausch und Erinnerung zu schauen. Denn bedeutet nicht nur Unterschiedlichkeit, sondern auch die Frage: Wer wird gehört, wer wird bewahrt, wer bleibt sichtbar? Sie ist eine zentrale Voraussetzung für Verständigung, Kreativität und Frieden.

Frauenarchive und andere feministische Erinnerungseinrichtungen sind dabei weit mehr als Aufbewahrungsorte. Ihre Geschichte zeigt, wie politisch Kultur sein kann: Sie entstanden als Orte der Gegenmacht, die herrschende Erinnerung und Wissenssysteme in Frage stellten, in denen feministische Anliegen und Kämpfe lange kaum vorkamen. Sie machten sichtbar, was übersehen, verdrängt und abgewertet wurde. Aus privaten Sammlungen, politischen Initiativen und viel ehrenamtlicher Arbeit wurden Orte aufgebaut, die diese Geschichten bis heute sammeln, sichern und vermitteln. Dabei mussten und müssen sie sich auch immer wieder mit ihren eigenen blinden Flecken auseinandersetzen.

Als Orte des Erinnerns bewahren sie, was in klassischen Archiven fehlt und werden so zu Schauplätzen des Widerstands. Gerade darin liegt ihre politische Bedeutung: Kultur ist nie neutral. Sie kann auslöschen oder sichtbar machen, vereinheitlichen oder ausdifferenzieren.

Wir und unsere Geschwistereinrichtungen im i.d.a.-Dachverband (gegr. 1994) stehen in dieser Tradition. Zum Beispiel bewahren wir eine umfangreiche Zeitschriftensammlung der Frauenbewegungen aus aller Welt (von Seoul über Kolumbien bis Sydney), eine chronologische und themenspezifische Pressesammlung 1964–1994 (z. B. PD.KO.01 Frauensport, PD-LE.15.01 Jüdinnen) sowie Vor- und Nachlässe feministischer Akteurinnen wie P24-Anneke (Mathilde Franziska, 1848er-Revolutionärin und Pionierin der historischen Frauenbewegung). 📚🗂️✊

Als Archiv und Bibliothek feministischen Gedankenguts halten wir Spuren fest, die sonst leicht verschwinden würden und machen sie für Gegenwart und Zukunft zugänglich.

Diesen Monat findet am Mittwoch, den 27. Mai um 17 Uhr wieder unsere öffentliche Führung statt. Kommt uns besuchen! 📆☀️ ...
18/05/2026

Diesen Monat findet am Mittwoch, den 27. Mai um 17 Uhr wieder unsere öffentliche Führung statt. Kommt uns besuchen! 📆☀️ Die Sonne lugt vorsichtig hinter dem Turm hervor, die Temperaturen werden langsam milder und wir haben umso mehr Lust gemeinsam mit euch vom Gewölbe bis aufs Dach zu steigen …

Erfahrt, warum starke Frauen in Köln schon immer eine Rolle spielten, welche Schätze das feministische Archiv und die Bibliothek des FrauenMediaTurm bietet und wie es 1994 in den Bayenturm kam.

Kosten: 5 €/Person
Anmeldung: [email protected]
Adresse: Am Bayenturm 2, 50678 Köln

Taggt in den Kommentaren jemanden mit dem ihr gerne teilnehmen würdet - Wir freuen uns auf euch! 🥰

P.S.: Spezielle Führungen für Gruppen (min. 10, max. 25 Personen) können individuell vereinbart werden. Meldet euch einfach per Mail via [email protected].

🖌️🔍 Aktuell läuft im Kölner  eine große Ausstellung zu ihr: Die zeitgenössische japanische Künstlerin   (*1929) ist heut...
13/05/2026

🖌️🔍 Aktuell läuft im Kölner eine große Ausstellung zu ihr: Die zeitgenössische japanische Künstlerin (*1929) ist heute eine der erfolgreichsten lebenden Künstlerinnen weltweit. Ihre Polka Dots, Kürbis-Skulpturen und „Infinity Mirror Rooms“ ziehen weltweit Millionen Menschen an. Doch hinter der poppigen Ästhetik verbirgt sich das Werk einer Künstlerin, die sich über Jahrzehnte gegen gesellschaftliche Zwänge, patriarchale Strukturen und den westlich dominierten Kunstmarkt behaupten musste.

Geboren 1929 in Matsumoto, Japan, wuchs Kusama in einer wohlhabenden, aber konservativen und dysfunktionalen Familie auf. Schon früh erlebte unter visuelle und auditive Halluzinationen – sie sah Netze und Punkte, die ihre Umgebung überwucherten. Das Malen wurde für sie zum Überlebensmechanismus, um diese Visionen zu bändigen. Nach einem kurzen Studium der traditionellen japanischen Malerei (Nihonga), deren starre Regeln sie ablehnte, zog sie 1958 nach New York.

In der New Yorker der 60er Jahre feierte sie mit ihren „Infinity Nets“ und „Soft Sculptures“ (mit Stoff-Phalli überzogene Möbel) erste Erfolge. Sie arbeitete im Umfeld von und Donald Judd, doch während ihre männlichen Kollegen Weltruhm und finanzielle Sicherheit erlangten, blieb Kusama als migrantische Frau oft am Rand. 1973 kehrte sie nach Japan zurück und lebt seit 1977 auf eigenen Wunsch in einer psychiatrischen Klinik in Tokio, von wo aus sie täglich in ihrem Atelier arbeitet.

Lange Zeit wurde Kusamas Werk in der primär durch die Brille der Psychologie betrachtet; als das Produkt einer „kranken Künstlerin“. Neuere feministische Analysen, wie zum Beispiel die Arbeit von Kunsthistorikerin Midori Yamamura (2015), fordern jedoch eine Abkehr von diesem pathologisierenden Narrativ.

👉 Mehr dazu auf den Kacheln!

Ab den 1980ern erlebte Kusama eine Renaissance. Im September 2017 eröffnete die ihr eigenes Museum in Tokyo. Die Eröffnungsausstellung trug den Titel “Creation Is a Solitary Pursuit, Love Is What Brings You Closer to Art”.

  wurde 1820 Florence Nightingale geboren – Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege und eine der bedeutendsten...
12/05/2026

wurde 1820 Florence Nightingale geboren – Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege und eine der bedeutendsten Reformatorinnen des Gesundheitswesens. Ihr Geburtstag ist heute international als bekannt. 🏥

Schon als Jugendliche zeigte Nightingale großes Interesse an der Pflege kranker Menschen. Während einer Grippeepidemie 1837 half sie bei der Versorgung Erkrankter – sehr zum Missfallen ihrer Familie, die für sie eine andere Zukunft vorgesehen hatte: gesellschaftliche Einführung, gute Heirat, standesgemäßes Leben.

Doch Nightingale widersetzte sich diesen Erwartungen. Unterstützt wurde sie dabei unter anderem vom amerikanischen Arzt Samuel Gridley Howe, der sie ermutigte, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und ihren eigenen Weg zu gehen.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Kranke meist zuhause versorgt. Krankenhäuser galten vielerorts noch als Armen- und Wohlfahrtseinrichtungen, der Pflegeberuf hatte wenig Ansehen. Erst mit der Industrialisierung gewann das Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung.

Trotz familiären Widerstands ließ sich Nightingale zur Krankenpflegerin ausbilden. Während des Krimkriegs reiste sie 1854 in das heutige Istanbul, um die Versorgung verwundeter Soldaten zu verbessern. Durch ihre nächtlichen Rundgänge wurde sie als „Lady with the Lamp“ bekannt. 💡

1860 gründete sie am St. Thomas’ Hospital in London die weltweit erste professionelle Pflegeschule – ein Meilenstein in der Geschichte der Krankenpflege.

Nightingale revolutionierte die Krankenhauspraxis: Sie setzte Standards für Hygiene, Belüftung, sauberes Wasser und organisierte Pflegeabläufe systematisch. Dadurch konnte die Sterblichkeitsrate deutlich gesenkt werden. Zudem nutzte sie statistische Diagramme zur Visualisierung medizinischer Daten – für ihre Zeit ein außergewöhnlich moderner Ansatz. Gleichzeitig vertrat sie ein Frauenbild, das Pflege eng mit Weiblichkeit verband.

Florence Nightingale starb am 13. August 1910 in London.

Literaturempfehlungen aus dem FrauenMediaTurm zu findet ihr auf der letzten Kachel. 📖

  jährt sich der   und das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 81. Mal. Wir erinnern deshalb heute an die amerikanische Fot...
08/05/2026

jährt sich der und das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 81. Mal. Wir erinnern deshalb heute an die amerikanische Fotografin (1907-1977), eine der wenigen Frauen, die den 2. Weltkrieg als Kriegsberichterstatterinnen dokumentierten.

Sie begann ihre Karriere vor der Kamera: als äußerst erfolgreiches Fotomodel. Ihre eigentliche Leidenschaft galt jedoch der Kunst und sie begann schon bald, als selbstständige Fotografin zu arbeiten. Sie lebte in Paris, London, New York und Kairo. 1940 wurde sie von der Vogue als Modefotografin eingestellt, dokumentierte aber schon bald die Bombardierung von Großbritannien und rückte die Frauenarbeit im Krieg in den Fokus. So fotografierte sie Krankenschwestern in der US-Army und Frauen im britischen königlichen Marinedienst. Ende Dezember 1942 akkreditierte das US-amerikanische Kriegsministerium sie als Kriegskorrespondentin – als eine von wenigen Frauen berichtete sie fortan über Kriegsereignisse und Konzentrationslager in Europa. Sie war Zeugin der Befreiung der KZs Buchenwald und Dachau, dokumentierte den D-Day in Frankreich und das Zusammentreffen der sowjetischen und der US-amerikanischen Truppen in Torgau. Auch das kriegszerstörte Köln hat sie in beeindruckenden Bildern eingefangen. Ihre Berichterstattung prägte die öffentliche Wahrnehmung unmittelbar nach der Kapitulation stark.

Nach ihrem Tod am 21.07.1977 gerieten Millers Fotografien und ihr Nachlass jedoch in Vergessenheit. Ihr Sohn Antony Penrose und seine Frau fanden Jahre später auf dem Dachboden ihres Hauses 60.000 Negative, 20.000 Originalfotografien und rund 30.000 Manuskriptseiten und Briefe. Diese Entdeckung ist das Basismaterial der

Eine der bekanntesten Aufnahmen von Miller selbst zeigt sie in Hitlers Badewanne, aufgenommen von David E. Sherman in Hitlers Münchener Privatwohnung.🛁 Sie entstanden am Tag von Hitlers Suizid kurz nachdem Sherman und Miller aus Dachau zurückgekehrt waren.

Kommt gerne zu uns in den Turm und verschafft euch einen Überblick über ihr Werk und ihre Person. Literaturempfehlungen findet ihr auf der letzten Kachel. 📖

Archiv

Von Lesben für Lesben: Wir stellen euch heute anlässlich des Le***an Visibility Day die 1980 gegründete Zeitschrift „Les...
04/05/2026

Von Lesben für Lesben: Wir stellen euch heute anlässlich des Le***an Visibility Day die 1980 gegründete Zeitschrift „LesbenStich“ vor.🔎

Beim dritten regionalen Lesbentreffen in NRW 1979 fiel der Entschluss: Sechs Frauen aus Berlin und NRW gründeten eine neue, überregionale Lesbenzeitschrift. Die erste Ausgabe erschien im Januar 1980. Die erste Ausgabe erschien unter dem Titel „LesbenStich – eine Zeitung der Lesbenbewegung“. Ab 1985 wurde daraus „Das Lesbenmagazin für den aufrechten Gang“.

Die Herausgeberinnen wollten ein gruppenunabhängiges Forum schaffen, um lesbische Identität, Kultur und Politik zu thematisieren. Sie verstanden die neue Zeitschrift als überregionales Medium für den Austausch innerhalb der Bewegung. Dabei nahmen sie kein Blatt vor dem Mund und diskutierten Diskriminierung am Arbeitsplatz, Sorgerechtsstreitigkeiten lesbischer Mütter und die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Lesben in einer heteronormativ geprägten Welt. Diese Themen wurden durch Comics, Fotografien und Vernetzungsmöglichkeiten aufgelockert, wie zum Beispiel durch die Ankündigung des Lesbenpfingsttreffens. Sie informierten zudem über deutschlandweite Anlaufstellen für Lesben. 🧡🤍🩷

Die Zeitschrift erschien bis 1993 und erreichte eine durchschnittliche Auflage von 1.500 Exemplaren. Im könnt ihr euch 58 Ausgaben der Zeitschrift ansehen.

📰Z-L303

„Eine Mark mehr!“ 🪧🪙 Mit diesem Ruf begann im August 1973 einer der bedeutendsten Arbeitskämpfe der westdeutschen Nachkr...
01/05/2026

„Eine Mark mehr!“ 🪧🪙 Mit diesem Ruf begann im August 1973 einer der bedeutendsten Arbeitskämpfe der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Zum erzählen wir euch seine Geschichte:

Im August 1973 legten rund 2.000 Arbeiterinnen beim Autozulieferer Pierburg in Neuss die Arbeit nieder. Die meisten von ihnen waren sogenannte Gastarbeiterinnen aus Griechenland, Italien, dem (ehem.) Jugoslawien und der Türkei. Sie forderten nicht nur mehr Lohn, sondern Respekt und Gerechtigkeit. Ihre körperlich schwere Fließbandarbeit war in die sogenannte Leichtlohngruppe II eingestuft. Diese Kategorie galt offiziell für „leichte Tätigkeiten“. Faktisch bedeutete sie: gleich Niedriglohn.

Als die Frauen sich zusammenschlossen und „Eine Mark mehr für alle!“ forderten, begann ein „wilder Streik“, d.h. selbstorganisiert, ohne gewerkschaftliche Führung. Die IG Metall, damals von deutschen Männern dominiert, reagierte zunächst zögerlich. Doch als auch die deutschen KollegInnen solidarisch die Arbeit niederlegten und das Werk stillstand, musste die Gewerkschaft handeln. Nach fünf Tagen gaben Geschäftsleitung und IG Metall nach. Die Leichtlohngruppe II wurde abgeschafft – ein bedeutender Erfolg für Lohngerechtigkeit und die Anerkennung migrantischer Frauen als politische Akteurinnen.

Der Pierburg-Streik war Teil eines breiteren Aufbegehrens im Streikjahr 1973, das vor allem von MigrantInnen getragen wurde. Nur Wochen zuvor z.B. hatten tausende Arbeiter (hier überwiegend türkische Männer) im Ford-Werk Köln einen wilden begonnen. 1973 markiert damit eine Transformation in der deutschen , denn migrantische Beschäftigte organisierten sich selbstbestimmt und sichtbar. ♀️

Im Bestand des FMT finden sich Einiges zu diesem Kapitel feministischer Arbeitsgeschichte, wie z.B. Presseberichte aus den 1970ern (PD-AR.10.01), oder der Aufsatz von Barbara Schleich in „efa“ (1974/4) über das Ende der . Bis heute erinnert er daran, dass Gleichberechtigung und faire Arbeit immer (weiter) erkämpft werden müssen.



💃🕯️ Unser Förderverein lädt zu zwei besonderen Veranstaltungen ein:🎧 Tanzabend „FrauenMüssenTanzen“Mit DJane Chantal Lou...
30/04/2026

💃🕯️ Unser Förderverein lädt zu zwei besonderen Veranstaltungen ein:

🎧 Tanzabend „FrauenMüssenTanzen“
Mit DJane Chantal Louis verwandelt sich das mittelalterliche Gewölbe des Turms in eine vibrierende Tanzfläche voller feministischer Sounds aus fünf Jahrzehnten. Kommt vorbei, tanzt, lacht und feiert in einzigartiger Atmosphäre! Anmelden könnt ihr euch über [email protected].

📅 29. Mai, 19 Uhr

🌿 Frauen auf Melaten – eine besondere Führung
Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner führt kenntnisreich über den Friedhof Melaten und erzählt die Geschichten bedeutender Frauen, die dort ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die Führung voller überraschender Geschichten ist fast ausgebucht – eine schnelle Anmeldung lohnt sich!

📅 13. Juni, 15.30 Uhr

✨ Ob tanzend im Gewölbe oder lauschend zwischen alten Grabsteinen – wir freuen uns auf euch! Mehr Infos und Anmeldung über den Förderverein des FrauenMediaTurms unter [email protected]. Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Gestern, am 26. April wurde der   gefeiert. 🌈🧡 Anlässlich dessen und inspiriert von den   (22. April - 17. Mai 2026) ste...
27/04/2026

Gestern, am 26. April wurde der gefeiert. 🌈🧡 Anlässlich dessen und inspiriert von den (22. April - 17. Mai 2026) stellen wir euch heute eine Schlüsselgestalt der lesbischen Szene der vor:

Charlotte „Lotte“ Hahm (1890 - 1967) war eine der zentralen Organisatorinnen der ersten in Deutschland. Zwischen 1926 und 1932 baute sie in Berlin ein dichtes Netz aus Klubs, Bars und Vernetzungsprojekten auf. 1926 gründete Hahm den Damenklub „Violetta“, der bald zu einer der größten und „führendsten“ Institutionen der lesbischen Szene seiner Zeit wurde. 💃🤝

Sie organisierte Tanzabende, Dampferfahrten bei Mondschein und ungewöhnliche Spiele wie Windbeutelwettessen oder Mützenpolonaise und warb in Lesbenzeitschriften wie „Die Freundin“ mit originellen Texten und Selbstporträts im Smoking für ihre Veranstaltungen.

Hahm verstand Klubs allerdings nicht nur als „Spaß“ Institution, sondern als Basis für politische Organisation: Sie rief zum Zusammenschluss im „Bund für ideale Frauenfreundschaft“ auf und initiierte 1929 einen Korrespondenzzirkel, der Lesben in unterschiedlichen Städten miteinander vernetzte.
Mit der NS-Machtübergabe 1933 wurden Homosexuellenzeitschriften verboten und viele Treffpunkte geschlossen; die „Violetta“ Abende gingen fortan unter dem Namen „Sportklub Sonne“ weiter, bis eine Denunziation 1935 die Behörden auf die Spur brachte. Daraufhin suchte Hahm nach neuen Wegen und plante unter anderem eine Pension auf Hiddensee, die Vermutungen zufolge als sicherer Raum für Lesben gedacht war. 1937 wurde sie wegen angeblichen Betrugs verurteilt, wobei die Ermittlungsakten sie aufgrund ihrer Geschlechtsidentität als „pervers“ diffamierten. Entgegen früherer Annahmen gilt eine KZ-Internierung heute als Verwechslung.

Nach dem Krieg begann Hahm in Berlin erneut mit der Organisation von lesbischen Treffpunkten wird heute als eine der „wichtigsten Aktivistinnen der homosexuellen Subkultur“ gewürdigt.

***anVisibility

Ab sofort bieten wir eine Stelle als Informationsspezialistin mitten in Köln!Du möchtest in einem feministischen und kre...
24/04/2026

Ab sofort bieten wir eine Stelle als Informationsspezialistin mitten in Köln!

Du möchtest in einem feministischen und kreativen Team arbeiten? Was Du mitbringen solltest: Eine Ausbildung bzw. abgeschlossenes Studium im Bereich Archiv-, Bibliotheks- oder Informationswesen oder vergleichbare Qualifikationen sowie Erfahrungen in der Katalogisierung und mit Metadatenformaten. Auch wichtig: feministische Kenntnisse und Interessen, Lösungsorientierung, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit.

Zusätzlich von Vorteil sind Kompetenzen in Archivwesen, Digitalisierung, KI-gestützter Wissensorganisation sowie Erfahrung in der Veranstaltungsorganisation.

Bewerbungsschluss: 08.05.2026

😏 Neugierig? Alle Infos zur Bewerbung findest Du auf unserer Website: https://frauenmediaturm.de/turm/stellenausschreibung/

Adresse

Bayenturm 2
Cologne

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00

Telefon

+492219318810

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